Biodiversität bei Gemüse

Die Biodiversität ist im Zeitraum von 1970 bis 2010 um 52 Prozent zurückgegangen*. Dies betrifft nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen. Bis zur Perfektion gezüchtet, auf möglichst viel Ertrag und eine Einheitsgröße getrimmt, ist heute oftmals kaum noch etwas übrig, von der ursprünglichen Pflanze. Dabei sind diese in den meisten Fällen deutlich robuster als die „Püppchenvariante“ und gedeihen besser. In der industriellen Produktion fallen sie jedoch regelmäßig durchs Raster, was dazu führt, dass ihre Vielfalt immer weiter sinkt.

GREEN CHEFS Pionier sorgt für mehr Biodiversität

Bernd SautterEiner, der etwas dagegen unternimmt, ist Bernd Sautter-Gädeke. Bernd ist Foodscout und mit seinen neuen, alten Gemüsesorten in ganz Deutschland und Europa unterwegs. Der Pionier hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Diversität bei Gemüse wieder zu steigern und überzeugt damit auch jeden Tag Gourmets und Küchenchefs. Ihm ist es zu verdanken, dass Gäste des Hamburger Restaurants Vlet in den kulinarischen und optischen Genuss von Spargelsalat kommen oder dass sie im Restaurant Haerlin die ausgefallenen Dessertkreationen von Christian Hümbs kosten können.

Auf Food Märkten zeigt Bernd die Gemüsevielfalt in all ihrer Pracht und berät zu den verschiedenen Einsatzgebieten.

Mit Arten wie Blauer Schwede, Roter Meier, Venusbrüstchen und Gezahnte Bührer Keel mischt Bernd die Gemüseszene gewaltig auf. Das Gemüse wächst und gedeiht unter streng ökologischen, Bio/Demeter-Bedingungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

* WWF Living Planet Report 2014