Der Geschmack von Heimatliebe in Oliver Barda’s Wohnküche

Die vor 300 Jahren erbaute Zigarrenfabrik in Bleckede beherbergt heute die Wohnküche von Oliver Barda, der seinen Gästen zeigt, wie Heimatliebe schmeckt.

In der Wohnküche gehört der Schulterblick zum Konzept

Der Geschmack von Heimatliebe in Oliver Barda's Wohnküche - Fotocredit Dan Hannen
Der Geschmack von Heimatliebe in Oliver Barda’s Wohnküche

Vor 300 Jahren erbaute die Familie Ammen in Bleckede eine Zigarrenfabrik, die 2014 von Stephan Scheer komplett renoviert wurde. Heute heißt der renommierte Spitzenkoch Oliver Barda seine Gäste im denkmalgeschützten Gebäude willkommen und lädt zu ganz besonderen Genusserlebnissen in seine Wohnküche ein.

Während Oliver die ausgesuchten Speisen zubereitet, dürfen sowohl die Anwohner Bleckedes als auch die Gäste der Wohnküche dem Koch über die Schulter lugen. Möglich macht das einerseits die offen gehaltene Küche und andererseits das große Schaufenster. Oliver Barda spricht von einer Reality-Küche, weil von draußen jeder seine Arbeitsschritte beobachten kann. In der Wohnküche meint man Transparenz eben bedingungslos ernst. Es gibt nichts zu verstecken. Warum auch? Alle sollen sehen – und schmecken – dass hier Qualität auf den Teller kommt!

Auch in Sachen nachhaltige Lebensmittelverwertung können seine „Zuschauer“ noch einiges von Oliver lernen: Lebensmittelreste gibt es in seiner Küche nicht, denn diese nutzt Oliver, um daraus Amuse Geule für den kommenden Tag zuzubereiten. Das gibt den Gästen gleich zu Beginn einen Vorgeschmack auf die kreative Küche, die sie erwartet.

Gute Küche als Fundament allen Glücks

Transparenz und Nachvollziehbarkeit gelten ebenfalls für die Bezugsquellen der Waren, die Oliver einkauft. Alles wird offen über die Speisekarte kommuniziert. So bezieht der Koch den MSC-zertifizierten Fisch von der Deutschen See. Jeden Donnerstag wird er frisch geliefert und sofort verarbeitet. Aus Hamburg kommt das Fleisch.

Oliver Bardas Küche ist auch eine Liebeserklärung an seine Heimat Bleckede und als Mitglied von Euro-Toques Deutschland verpflichtet er sich per Ehrenkodex zu gesundem Essen unter Bevorzugung saisonaler und regionaler Produkte. Dieser Verpflichtung kommt Oliver gerne nach und lässt sich Wild sowie andere regionale Spezialitäten direkt vom Erzeuger in die Küche bringen. Die Kräuter für seine Küche baut der Koch sogar überwiegend selbst an.

Auch die Säfte, die in der Wohnküche ausgeschenkt werden, haben in der Regel keine langen Wege hinter sich und stammen von Früchten, die in der näheren Umgebung angebaut und in der Mosterei Günther aus Bleckede gepresst werden. Auf das hauseigene „Wohnküchen Pils“, das die Brauerei Bleckede liefert, ist das Team um Oliver Barda besonders stolz. Und für diejenigen, die einen edlen Tropfen Wein schätzen, hat Bastian Achilles vom „Weinkaufsladen“ aus Fockbek sicher etwas Passendes im Repertoire.

Mehr Zeit für seine Familie

Bleckede ist nicht nur der Schauplatz der Wohnküche, sondern auch Oliver Bardas Heimat. Zurückgekommen ist der Koch eigentlich der Familie zuliebe. Um mehr Zeit mit Frau und Kindern verbringen zu können. Dieses Privileg lässt er neben einer übertariflichen Bezahlung ebenfalls seinen Mitarbeitern angedeihen.

So viel Nachhaltigkeit und Fairness zeichnen wir gerne mit dem Green Chefs Siegel aus!