Resteverwertung: Die Tonne geht leer aus

Als leckere Cremesuppe, zarte Gemüsebeilage oder knackige Sticks zum Dippen: Ab Mai hat der Kohlrabi Saison und bringt den Sommer in die Küche. Heute gewinnen auch die noch nicht voll ausgereiften, kleinen Knollen immer mehr an Beliebtheit, schmecken sie doch besonders süß. Schade bloß, dass das Blattgrün oft unbeachtet in der Tonne landet und so unnötigen Abfall verursacht. Denn die Abschnitte von Kohlrabi, Karotte & Co. können viel mehr, als den Resteeimer zu füllen! Resteverwertung statt Abfallproduktion lautet die Devise. Immerhin lässt sich mit dem Blattgrün und den Abschnitten noch jede Menge Leckeres anstellen. Und gesund ist es aufgrund seines geballten Vitamin-C-Reichtums obendrein.

Keine Reste für die Tonne

Resteverwertung: KohlrabipestoEin glücklicher Mülleimer ist der, der am Ende des Tages möglichst leer ist. Natürlich funktioniert das nicht immer, das muss sich selbst der grünste Green Chef eingestehen. Doch eine weitgehend vollständige Resteverwertung gehört in der bewussten, verantwortungsvollen Küche zum Konzept.

Auch das Blattgrün vom Gemüse, das in der Regel unbeachtet in der Tonne landet, hat eine Zukunft in der grünen Küche, zum Beispiel als Farb- und Geschmackstupferl in Suppe und Soße oder weiterverarbeitet zu einem würzigen Pesto. Und das lohnt sich – geschmacklich wie rechnerisch!

Die Abschnitte fallen ins Umweltgewicht

Ein Beispiel anhand des Kohlrabis: Selbst mit einem mittleren Verbrauch von 20 Knollen in der Woche spart jeder grüne Gastronom während der Saison knapp 60 Kilogramm Gemüseabfall, die sonst nutzlos in der Tonne gelandet wären. Hochgerechnet auf den gesamten Gemüsebedarf kommt da schon einiges zusammen!

Ob in Suppe, Smoothie oder Dip, irgendwo findet fast jeder Lebensmittelrest seine Anwendung. Der Kreativität sind in Sachen Resteverwertung jedenfalls kaum Grenzen gesetzt. Essbares auf dem Teller macht sich doch ohnehin viel besser als in der Tonne, oder?