Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch

Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch

Durchschnittlich 100 Liter Wasser verbraucht jeder Hotelgast pro Duschgang. Da lohnt es sich, über Wasser- und Stromsparmaßnahmen nachzudenken. Zwei Finnen haben genau dies getan und die „Showerloop“-Recycling-Dusche entwickelt, die das Duschwasser auffängt und wieder aufbereitet. So lässt sich der Wasserbedarf auf ein Zehntel reduzieren und gleichzeitig Strom sparen.

Diese Dusche spart Wasser und Energie

Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch
Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch

Die Showerloop, die von Jason Selvarajan und Eduard Kobak aus Finnland konzipiert und gebaut wurde, säubert das benutzte Duschwasser mit mehreren Filtern. So werden Haare, grobe und feine Schmutzpartikel, Chemikalien, Farbe und Duftstoffe herausgefiltert. UV-Licht sterilisiert das Wasser abschließend, bevor es wiederverwendet wird.

Das Recycling des Duschwasser reduziert aber nicht nur den Wasserbedarf auf 10 Liter, sondern spart auch Energie. Frisches Wasser aus der Leitung müsste von etwa 8 Grad auf die gewünschte Wohlfühl-Duschtemperatur erhitzt werden. Bei der Showerloop müssen hingegen nur die paar Grad ausgeglichen werden, die beim Recycling-Prozess drauf gehen.

Die Idee zur Showerloop wurde im Mai mit dem „Galileo Wissenspreis“ bei den GreenTech Awards ausgezeichnet. Zur Zeit befindet sich das Projekt noch in der Pilotphase, soll aber schon bald marktreif sein. Die Kosten für die Recycling-Dusche liegen übrigens bei knapp 800 Euro.

Von anderen lernen: Abwasser aufbereiten

Abwasser aufbereiten

Lebensmittel, Wasser, Strom – der kluge und respektvolle Umgang mit unseren Ressourcen ist eines der wichtigsten Anliegen der GREEN CHEFS Partner. Im Netzwerk trägt jeder seinen Teil zu einer sauberen Umwelt bei und übernimmt Verantwortung durch die Entscheidungen, die sie treffen.

Der Ideenaustausch funktioniert natürlich nicht nur unter Kollegen. Auch von anderen Branchen können sich GREEN CHEFS noch so einiges abgucken – wie zum Beispiel bei der Wäscherei.

Weniger Abwasser dank Kreislaufsystem

Abwasser aufbereiten
Saubere Sache: CHMS bereitet das Abwasser aus der Wäscherei wieder auf, sodass es als Trinkwasser genutzt werden kann

CHMS (Coburger Handtuch + Matten-Service) vermietet und wäscht Stoffhandtuchrollen, Schmutz- und Logomatten sowie Feuchtwischbezüge. Seit 1990 entwickeln sie dabei stetig neue Verfahrensweisen und Techniken, um die Effizienz des Unternehmens zu steigern und gleichermaßen die Umwelt zu schonen.

Als Wäscherei hat CHMS einen hohen Bedarf an Wasser, Energie (Öl oder Gas) sowie Waschchemie. Seit 1990 investieren sie daher viel Zeit und Mühe bemühen in die Vebesserung der Abläufe, um diese Ressourcen zu schonen. Eine Maßnahme dafür ist die Mehrfachnutzung von Wasser und die Verwertung von Regenwasser. Auch eine Lösung, um das benutzte Wasser wieder aufzubereiten hat CHMS mittlerweile gefunden.

Die abwasserfreie Wäscherei

Die Idee: Wie bei einer Trinkwasseraufbereitungsanlage reinigt das Unternehmen entstehendes Schmutzwasser.

Das Verfahren: Mit Hilfe einer innovativen Elektrolyseanlage-Filterkombination wird das Schmutzwasser aufgespalten, um Verunreinigungen abtrennen zu können. Dazu neutralisiert man den pH-Wert(neutrales Wasser kann weniger Schmutz halten), pumpt es in einen Hochbehälter, sodass sich der Schmutz als Sediment absetzt und entfernt werden kann. Dieses vorgereinigte Abwasser wird über Metallplatten geleitet, die abwechselnd positiv und negativ gepolt sind. Die dadurch elektrisch geladenen Schmutzpartikel schweben und verbinden sich nach und nach zu größeren Partikeln, die schließlich abgesondert werden.

Die Wirkung: Es entsteht kein Schlamm wie bisher, sondern trockenes Material, das in der Müllverbrennung entsorgt wird. Das Abwasser wird auf Trinkwasserqualität aufbereitet und im nächsten Prozessdurchlauf wiederverwendet. Lediglich kleinere Wasserverluste durch Verdampfen müssen ausgeglichen werden.

Das Ergebnis: 1990 hat CHMS für eine Tonne Wäsche noch 24 Kubikmeter Wasser benötigt, heute sind es nur noch 2,2 Kubikmeter.

Dieselbe oder eine ähnliche Technik nützt auch Green Chefs. Denn damit lässt sich Abwasser wieder aufbereiten, um es für Spül- und Waschmaschinen oder im Sanitärbereich zu nutzen.