Wie die Alm-Rinder die Berge erklimmen

Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder - Transgourmet Ursprung

Das idyllische Bild des Alm-Rindes lebt, ist somit noch immer Realität. Auf der St. Peterer Alm zum Beispiel haben die Braunviecher viel Auslauf und die Bewegung sorgt für die vom Züchter gewünschte intramuskuläre Fetteinlagerung. Doch der Weg bis rauf auf die Alm ist ein hartes Stück Arbeit mit mit Gefahren ebenso für die Tiere wie für die Menschen, die sie hochtreiben, verbunden.

Lohnt sich die Almhaltung?

Angekommen auf der Alm - Transgourmet Ursprung
Angekommen auf der Alm (Foto: Transgourmet – Ursprung)

Um als „gealptes Rind“ zu gelten, müssen die Tiere mindestens 60 Tage im Jahr auf der Alm verbringen. Das raue Klima macht ihnen aber nichts aus. Ganz im Gegenteil. In den Alm-Gefilden gedeihen neben Vierbeinern auch Wildkräuter besonders gut. Auf diese stehen die Alm-Rinder nicht nur im wahrsten Sinne, sie fressen sie auch gerne. Ihrer Milch, die später zu Käse weiterverarbeitet wird, und dem Fleisch der Tiere verleiht das einen intensiveren Geschmack, wie Kenner sagen.

Thomas Lassarus ist einer dieser Kenner. Er ist Vermarktungspartner der Agrargemeinschaft Petereralm. Lassarus kommt aus dem Nachbarort und ist mit den Bauern vor Ort auf Du und Du. Manchmal begleitet er die Viehzüchter auf ihrem Marsch in die Alm und geht ihnen beim Auftrieb zur Hand. Dieser erstreckt sich auf der St. Peterer Alm schon mal über mehrere Kilometer und birgt einige Risiken.

Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder

Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder - Transgourmet Ursprung
Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder – Transgourmet Ursprung

Die Bauern meistern den Almauftrieb meist noch mit der ganzen Familie. Alle sind währenddessen leicht angespannt. Es sind junge Tiere dabei, die ausbrechen und in die Wälder laufen könnten. Ein Knochenjob für alle Beteiligten! „Es ist fast wie beim Rodeo, wenn die Jungtiere ausbüchsen“, erzählt Lassarus. „Es ist eine schweißtreibende Arbeit. Aber bislang ging noch immer alles gut aus.“ Aus seiner Sicht ist die Almhaltung die beste Wahl für die Braunviecher.

Ausgezeichnet: Hausgemachter Käse

Ausgezeichnet Hausgemachter Käse vom Öko-Landwirtschaftsbetrieb Knuthenlund

Auf Gut Knuthenlund gehört er längst dazu: hausgemachter Käse und Joghurt, hergestellt aus der hofeigenen Milch der 500 Ostfriesischen Schafe und rund 40 Roten Dänischen Milchrinder. Die Rasse ist insbesondere für die Milch mit einem ungewohnt hohen Fettgehalt von bis zu 5 Prozent bekannt – dieser ist entscheidend für den feinen Geschmack der Milch und der Molkereiprodukte.

Schaf auf KnuthenlundDie Schafe und Rinder verbringen bis zu 150 Tage im Jahr auf den mit zahlreichen Kräutern gespickten Knutenländer Bio-Weiden. Den Winter über hausen die Tiere überwiegend im großen Stall, eingekuschelt in frisches Stroh. Boxen, in denen die Tiere angebunden werden, sucht man hier vergebens. Die Tiere sollen sich vielmehr frei bewegen und dennoch als Herde zusammen stehen können.

Beste Bedingungen für das Milchvieh

Für die Tiere beginnt auf Knuthenlund jeden Tag pünktlich um 4 und um 14 Uhr die große Melk-Session. Die Tiere werden dafür von der Weide oder aus dem Stall in den Melkstand gelotst und gemolken. Beim Melken am Nachmittag können die Besucher des Hofs zuschauen. Anschließend wird die Milch nach traditionellen Rezepten zu Käse und Joghurt weiterverarbeitet.

Ausgezeichnet Hausgemachter Käse
Ausgezeichnet: Hausgemachter Käse

Deren Qualität kommt nicht von ungefähr! Beste Lebensbedingungen für die Tiere und weite Kräuterwiesen, viel Auslauf und übersichtliche Herden sind die idealen Bedingungen für gute Milch und Voraussetzung für den renommierten Käse.

Für die feinen Käsesorten wie den Rotschmierkäse wurde Knuthenlund bereits mehrfach ausgezeichnet. Verantwortlich sind dafür Hofbesitzer und Molkereidirektor Jesper Hovmand-Simonsen und sein Team.

Alte Rasse wiederbelebt

Neben erstklassigen Produkten steht Knuthenlund auch für die Rück-oder Nachzüchtung alter Gemüsesorten und Rassen. Mit einer wachsenden Population des Roten Dänsichen Milchrindes möchte der Öko-Landwirtschaftsbetrieb die Rasse vor dem Aussterben bewahren. Somit findet eine Rinderrasse, die bereits seit dem 17. Jahrhundert in Dänemark beheimatet ist, wieder ihren Platz in der Region.

Knuthenlund unterstützt die Green Chefs als Gold Supporter.