Regional. Nachhaltig. Ausgezeichnet. Stein.

Die Schlossbrauerei Stein gilt seit 1489 als feste Größe bayerischer Braukultur und als Vorreiter regionaler Bio-Qualität. Grundlage der Biere bildet 100% Braugerste aus dem Chiemgau und der Ökomodellregion Waginger See–Rupertiwinkel. Für die Bio-Linie „Heinz von Stein“ besteht eine enge Zusammenarbeit mit über 20 Biolandwirten, die auf organische Düngung, mechanische Unkrautregulierung und stabile Fruchtfolgen setzen. Der Ansatz stärkt fruchtbare Böden, schont Ressourcen und sichert kurze Wege – ein Herkunftsversprechen, das im Glas ankommt.

Das Brauwasser entstammt einem eigenen Tiefbrunnen auf dem Brauereiareal; regelmäßige Prüfungen bescheinigen erstklassige Qualität. Die Reifung erfolgt im 30 Meter unter dem Hochschloss gelegenen Felsenkeller. Vier bis sechs Wochen in natürlicher, konstanter Kühle vollenden die Aromen und sorgen für klare Fermentationsprofile, milde Kohlensäure und einen ausbalancierten Geschmack. Gebraut wird nach dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516, handwerklich und schonend, mit Fokus auf Aromatreue und Konsistenz.

Beim Thema Energieversorgung setzt die Schlossbrauerei auf Wasserkraft. Zwei eigene, wasserbetriebene Elektrizitätswerke am Steiner Mühlbach liefern seit über einem Jahrhundert Ökostrom. Die Produktion übersteigt den Eigenbedarf, was den CO2-Fußabdruck messbar verbessert. Neben effizienter Energienutzung stehen Kreislaufgedanken im Vordergrund: Treber findet als nahrhaftes Tierfutter Verwendung bei regionalen Betrieben, Hopfen stammt zu 100% aus der Hallertau, Bio-Braugerste wird in der Mussenmühle separat gelagert, um Reinheit und Trennung sicherzustellen.

Artenschutz ist Teil des Selbstverständnisses. Eine 135 Meter lange Fischtreppe ermöglicht wandernden Arten in der Traun ungehinderte Wege. Zwischen Oktober und März ruhen Führungen durch die Höhlenburg, damit sieben dort überwinternde Fledermausarten ungestört bleiben. Die nahe Nagelfluhwand dient mehreren Uhu-Paaren als Brut- und Lebensraum – ein Mosaik gelebter Biodiversität direkt am Standort.

Das Sortiment verbindet Tradition und Innovation: aromatische Zwickl- und Weißbierspezialitäten, isotonische alkoholfreie Varianten und fruchtig-spritzige Natur-Radler. Renommierte Auszeichnungen bescheinigen regelmäßig die Qualität der Chiemgauer Braukunst. Zentral bleibt die Verbindung aus Regionalität, Bio-Landwirtschaft, eigener Wasserkraft und Felsenkeller-Reife – ein Profil, das im Wettbewerb klar positioniert und Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung bietet.

Informationen zu Führungen, Höhlenburg-Erlebnis und Online-Shop finden sich unter steiner-bier.de. Die Schlossbrauerei Stein steht damit für Bio-Bier aus dem Chiemgau, das Herkunft, Naturschutz und Geschmack in einer konsistenten Markenstory vereint.

www.steiner-bier.de

Warum Kühe Hörner tragen sollten

Warum Kühe Hörner tragen sollten

Der Anblick einer behornten Kuh ist zur Seltenheit geworden. Durchschnittlich 80 Prozent aller Kühe werden in den ersten Lebenswochen unter Betäubung die Hörner sowie die Anlagen dafür entfernt. Das hat erstmal einen ganz praktischen Nutzen, da so das Verletzungsrisiko der Kühe, die in konventioneller Haltung mit vielen Tieren auf engem Raum stehen, verringert werden kann.

Fraglich ist nun, ob die Enthornung der Tiere auch einen Einfluss auf die Kuh, ihre Milch und ihr Fleisch hat. Dazu gibt es so gut wie keine wissenschaftlich belegbaren Studien und trotzdem sind Demeter-Landwirte davon überzeugt, dass sowohl die Lebens- als auch die Produktqualität darunter leide, wenn den Kühen die Hörner entfernt werden.

Der Demeter-Verband ist der einzige deutsche Öko-Verband, der das Enthornen der Kühe untersagt. Die Gründe dafür haben wir uns näher angesehen.

Für Kühe sind Hörner ein Status-Symbol

In industriellen Betrieben werden die Tiere enthornt, damit sie enger stehen können und sich nicht in den Gittern des Melkstandes verhaken.

Für Kühe sind Hörner ein Status-SymbolFür Kühe sind Hörner ein Status-Symbol
Für Kühe sind Hörner ein Status-Symbol

Allerdings lässt sich eine erhöhte Aggressivität der Kühe beobachten, wenn sie in Ermangelung ihrer Hörner innerhalb der Herde keine Rangordnungskämpfe austragen können. Bei diesen Kämpfen versuchen zwei Rivalinnen sich Kopf an Kopf wegzuschieben. Die stärkere nimmt einen höheren Rang in der Herde ein. Ohne die Hörner als Mittel zur fairen Auseinandersetzung kommt es zur Instabilität im Herdenverband.

Auch für die Körpersprache fehlt ohne Hörner ein wichtiges Sprachinstrument. Die Folge sind Missverständnisse untereinander.

Jedes Horn ist einzigartig wie ein Fingerabdruck. Die Anzahl der Kälbchen lässt sich daran ablesen, denn mit jeder Schwangerschaft bilden die Hörner der Mutterkuh einen Hornring aus. Auch die Art der Fütterung, klimatische Einflüsse oder Erkrankungen haben Einfluss auf das Hornwachstum.

Das Horn als Verdauungsorgan

Das Horn der Kuh - Quelle HornkuhAbseits von diesen Äußerlichkeiten dienen die Hörner als Stoffwechselorgan der Verdauung. Die Nasennebenhöhlen der Kuh reichen bis in die Hörner hinein. Beim Wiederkäuen gelangen die Verdauungsgase bis in die Hornspitzen. Über die Schleimhäute der Nebenhöhlen kann die Kuh auswerten, welche Verhältnisse im Pansen herrschen und ob die Futterqualität stimmt. Fehlen der Kuh die Hörner, ist ihre  Wahrnehmung der Verdauung eingeschränkt, sodass ihr die Beurteilung schwerer fällt.

Der Rückschluss liegt nahe, dass die Qualität der Milch und des Fleisches darunter leidet. Die Milch hörnertragender Kühe soll besser schmecken und Käse leichter gelingen, heißt es. Außerdem sei sie weniger reich an Allergenen und damit verträglicher. Wissenschaftliche nachweisbar ist das nicht – aber nachvollziehbar.

Ohne Hörner fehlt der Kuh ein Sinnesorgan

Entgegen der Annahme, dass das Horn ähnlich wie das menschliche Haar schmerzunempfindlich ist, ist es mit Blut- und Nervenbahnen durchzogen. Kühe können also über ihre Hörner Berührungen, Temperatur und andere Sinneseindrücke wahrnehmen.

In heißen Klimazonen dienen die Hörner auch als eine Art Klimaanlage. Die Wärme der Atemluft, die auch durch die stark durchbluteten Hörner fließt, wird über die große Hornoberfläche abgegeben. Je heißer die Umgebung, desto größer die Hörner und desto mehr Wärme wird über sie abgegeben. Logisch oder?

Je karger das Land, desto größer das Horn

Je karger das Land, desto größer das Horn
Je karger das Land, desto größer das Horn

Die Lebensumstände der Kühe haben also einen großen Einfluss auf die Hornausbildung. Auch das Futterangebot spielt für die Horngröße eine Rolle. Leben die Kühe in Gebieten mit leicht zugänglicher, starker Vegetation wie an der Nordsee, bilden die Tiere kleinere Hörner aus. Je karger und unwirtlicher das Land, desto mehr müssen die Tiere mit ihrer Nahrung haushalten und desto größer werden die Hörner. Anders herum bleiben sie relativ klein, wenn die Vegetation an leicht verdaulichem Futter reichlich und gut zugänglich ist.

Es lässt sich sogar beobachten, dass veränderte Lebensumstände eine Anpassung der Hörner innerhalb weniger Generationen zur Folge hat: Eine ägyptische Rinderfarm importierte vor einigen Jahren deutsche Rinder mit naturgemäß kleinen Hörnern. Bereits die nächste Generation bildete deutlich größere Hörner aus als die Muttertiere. Dies ist der Art der Fütterung und den klimatischen Bedingungen zuzuschreiben.

Was passiert nun, wenn Tiere, die in der Steppe leben, enthornt werden? Der Tierarzt Joseph Werr* konnte bereits 1930 beobachten, dass es keine gesundheitlichen Folgen nach sich zieht, solange die Tiere gut mit Futter versorgt werden. Ist dieser Umstand allerdings nicht gegeben, sind die Kühe deutlich krankheitsanfälliger.

Klares Nein zur Enthornung

Immer mehr Landwirte befassen sich mit der Thematik der Horn tragenden Kühe und erkennen die Vorteile, auf die Enthornung zu verzichten. Kühe mit Hörnern werden wieder vermehrt gezüchtet und ihre Milch sowie ihr Fleisch vertrieben. Diese Landwirte verdienen sich die damit das Demeter-Siegel. Der Verein hält sich hierbei sehr streng an die eigenen Richtlinien. Ausschließlich Milch- und Fleischprodukte von behornten Kühen dürfen mit dem Demeter-Zeichen vertrieben werden.

Weitere Informationen findet ihr unter www.hornkuh.de 

Link zur Biografie von Joseph Werr

Reinigungsmittel – geht auch nachhaltig!

Reinigungsmittel

Nachhaltig bedeutet per Definition nach Duden, dass „nur in dem Maße, wie die Natur es verträgt“, gehandelt wird. Das gilt auch für den Einsatz der Reinigungsmittel und betrifft sowohl die Wahl der Produkte als auch die verwendete Menge.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Reinigungsmittel

Pro Jahr werden allein in Deutschland 630.000 Tonnen Waschmittel verbraucht. Die Gastronomie trägt hierzu einen erheblichen Teil bei.

Wenn wir nun schon in so viele Bereichen der Gastronomie über Nachhaltigkeit diskutieren, sollten wir dies auch in Sachen Reinigungsmittel tun. Nachhaltigkeit setzt dabei auf drei Säulen: die Ökologie, die Ökonomie und das Soziale.

Die verwendeten Produkte sollten die ökologischen Standards erfüllen, also keine umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten, für Wasserorganismen ungefährlich und in Kläranlagen leicht wieder abbaubar sein.

Die ökonomische Komponente betrifft die Dosierung der Reinigungsmittel. Wer die Produkte in Maßen und nicht in Massen einsetzt, tut gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel etwas Gutes.

Hinter der sozialen Komponente stecken die Menschen, die die Reinigungsmittel verwenden – völlig gleich ob Kochazubi oder Küchenmeister, Spülkraft oder Putzkolonne. Alle sollten wissen, wie sie Wasch- und Reinigungsmittel nachhaltig einsetzen und welche Dosierung dabei notwendig und vor allem ausreichend ist.

Diese Siegel stehen für nachhaltige ReinigungsmittelReinigungsmittel Siegel - GC

Es gibt bereits viele Gütesiegel, an denen man nachhaltige und umweltschonende Produkte erkennen kann. Hierzu zählen zum Beispiel die Bekanntesten wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel. Hilfreich ist hier auch die Datenbank von „die umweltberatung“. Sie kann euch dabei helfen, geeignete Reinigungsmittel zu finden.