Reinigungsmittel – geht auch nachhaltig!

Reinigungsmittel

Nachhaltig bedeutet per Definition nach Duden, dass „nur in dem Maße, wie die Natur es verträgt“, gehandelt wird. Das gilt auch für den Einsatz der Reinigungsmittel und betrifft sowohl die Wahl der Produkte als auch die verwendete Menge.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Reinigungsmittel

Pro Jahr werden allein in Deutschland 630.000 Tonnen Waschmittel verbraucht. Die Gastronomie trägt hierzu einen erheblichen Teil bei.

Wenn wir nun schon in so viele Bereichen der Gastronomie über Nachhaltigkeit diskutieren, sollten wir dies auch in Sachen Reinigungsmittel tun. Nachhaltigkeit setzt dabei auf drei Säulen: die Ökologie, die Ökonomie und das Soziale.

Die verwendeten Produkte sollten die ökologischen Standards erfüllen, also keine umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten, für Wasserorganismen ungefährlich und in Kläranlagen leicht wieder abbaubar sein.

Die ökonomische Komponente betrifft die Dosierung der Reinigungsmittel. Wer die Produkte in Maßen und nicht in Massen einsetzt, tut gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel etwas Gutes.

Hinter der sozialen Komponente stecken die Menschen, die die Reinigungsmittel verwenden – völlig gleich ob Kochazubi oder Küchenmeister, Spülkraft oder Putzkolonne. Alle sollten wissen, wie sie Wasch- und Reinigungsmittel nachhaltig einsetzen und welche Dosierung dabei notwendig und vor allem ausreichend ist.

Diese Siegel stehen für nachhaltige ReinigungsmittelReinigungsmittel Siegel - GC

Es gibt bereits viele Gütesiegel, an denen man nachhaltige und umweltschonende Produkte erkennen kann. Hierzu zählen zum Beispiel die Bekanntesten wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel. Hilfreich ist hier auch die Datenbank von „die umweltberatung“. Sie kann euch dabei helfen, geeignete Reinigungsmittel zu finden.

Drucken im Sinne des Umweltkontos

Drucken im Sinne des Umweltkontos

Drucken im Sinne des UmweltkontosGreen Chefs stehen für Fairness und Verantwortung. Klar, dass einem da zuerst der Umgang mit Lebensmitteln in den Sinn kommt – schließlich ist die Küche für die meisten Green Chefs der Ort, an dem sie sich am meisten aufhalten.

Bloß: Eine Speisekarte kann noch so durchtrieben sein von Bio-Food und regionalen Saisonalitäten – lässt man sie nicht nachhaltig drucken, ist die nachhaltige Gastroleistung nur halb so überzeugend. Gleiches gilt für Flyer, Visitenkarten und Co.
Der Weg zu einem dunkelgrünen Unternehmen führt demnach auch durchs Quartier „Drucken“. Der Anfang ist leicht gemacht. Eine Hand voll Fragen hilft:

  • Welche Printprodukte brauche ich wirklich?
  • In welcher Menge brauche ich sie?
  • Kann ich die Lebensdauer meiner Printprodukte verlängern? Zum Beispiel, indem ich nur dauerhaft verfügbare Gerichte in meiner Speisekarte aufführe und die Karte durch robustes Material „fingerfest“ mache?
  • Kann ich Alternativen finden? Häufig eignen sich stromsparsame digitale Lösungen oder – einfach und außerdem dekorativ – die gute alte Schiefertafel?

Das CO2-Konto glücklich machen

Oft kann die Menge an Printprodukten so schon mit kleinen Veränderungen reduziert werden. Zur Freude des CO2-Kontos: Denn nicht nur in der Herstellung eines Druckproduktes verstecken sich viele kleine CO2-Männchen – von der Papierherstellung über diverse Lieferprozesse bis zum Energieaufwand beim Drucken – sondern auch in der Entsorgung – erneuter Transport, Verbrennung, Recycling …

Ganz papierlos geht’s aber nunmal selten. Um als Green Chef auf ganzer Linie zu überzeugen, empfiehlt es sich, sich ein kleines bisschen Zeit für die Wahl von Papier und Drucker zu nehmen. Wer außer Haus drucken lässt, sollte natürlich nach einer Druckerei suchen, die ebenso nachhaltige und ökologische Ziele verfolgt wie man selbst. Verantwortungsvolle Druckereien verschreiben sich zum Beispiel ressourcensparenden Produktionsabläufen und Klimaneutralität – das heißt, sie gleichen ihre CO2-Emissionen an anderer Stelle durch Klimaprojekte wieder aus.

Siegel helfen bei der Wahl

Blauer Engel LogoStarthilfe bei der grünen Druckausrichtung bieten verschiedene Zertifikate und Siegel. Wer umweltfreundliches Papier sucht, ist mit dem Siegel „Blauer Engel“ oder dem „EU Ecolabel“ gut bedient. Zudem können diese Siegel bei der Auswahl einer umweltbewussten Druckerei weiterhelfen, denn den Blauen Engel und das EU Ecolabel erhalten auch Druckerzeugnisse, die unter ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Bedingungen produziert werden.
Einen weiteren guten Anhaltspunkt bietet das Siegel FSC: FSC LogoDas Forest Steward Ship Council hat eine Zertifizierung für verantwortungsvolle Forstwirtschaft entwickelt. Mit dieser Zertifizierung wird der gesamte Weg eines Papieres kontrolliert, denn jedes Unternehmen, das am Handel und an der Verarbeitung des Papieres beteiligt sein möchte, muss die FSC-Auflagen erfüllen.
Über die Orientierung an Siegeln hinaus hilft selbstverständlich der ganz klassische Weg, um sicher zu gehen, dass die Wahl der Druckerei nachhaltig ausfällt: Kommunikation. Wer mit seinen Partnern redet und sie bestenfalls persönlich kennt, weiß, woran er ist – für einen Green Chef nichts Neues.