Alle Zeichen auf Grün mit Papstar

Goodfood Verpackungen Gastronomie

Es ist so schön bequem: Die Party ist in vollem Gange, die Band sorgt für Stimmung und das Essen ist aller erste Sahne. Gegessen wird praktischerweise vom Pappteller, der dann direkt in der Tonne landen kann. Niemand muss stundenlang an der Spülmaschine stehen oder die Gläser wieder auf Hochglanz polieren. Praktisch ist Einmalgeschirr, ja, aber nach der Sause bleibt eben auch jede Menge Müll zurück.

Kompostieranlage für Essensreste und Einmalgeschirr

Papstar Fakten Pappgeschirr HolzDieses Bild zeichnet sich nicht nur bei Festivals immer wieder ab, sondern auch bei Catering-Veranstaltungen. Dass das anders geht, zeigen Firmen wie Papstar, die einfach weiterdenken. Papstar bietet nicht nur kompostierbares Einmalgeschirr an, das vollständig biologisch abbaubar ist, sondern hat sogar eine Kompostieranlage entwickelt, die nicht viel Platz in der Küche beansprucht. Darin lassen sich Speisereste ebenso gut zu Humus verarbeiten, wie benutztes Einweggeschirr. Alles kommt in dieselbe Anlage und wird unter Zugabe von Wasser und bei ständiger Bewegung innerhalb von wenigen Tagen vollständig zersetzt.

Ressourcen vollumfänglich nutzen

Papstar Fakten Pappgeschirr Recyclingpapier

Biologisch abbaubares Einmalgeschirr aus Palmblättern, Bambus, Zuckerrohr oder Holz sind mittlerweile schon auf fast jedem größeren Event in Gebrauch. Damit ist der erste Schritt in die richtige Richtung bereits getan.

Die bessere Alternative zu Plastik sind kompostierbare Rohstoffe allemal, denn es braucht 450 Jahre, bis ein Plastikbecher vollständig zersetzt ist. „Um es den Gästen möglichst leicht zu machen, sollten Essensreste im selben Behälter gesammelt werden können, wie das Einmalgeschirr“, sagt Wolfgang Küpper von Papstar. „So muss niemand großartig aussortieren, alles kann zusammen verwertet werden und wertvolle Rohstoffe landen nicht einfach im Restmüll.“ Damit erklärt er auch gleich, warum das Unternehmen eine Kompostieranlage für gastronomische Betriebe entwickelt hat. Der ganzheitliche Ansatz ist es, der Papstar antreibt.

Nachwachsende Rohstoffe mit Verstand nutzen

Bei der Rohstoffauswahl für die Pappteller und -schalen setzt Papstar ausschließlich auf Holz aus nachhaltiger ForstwirtschaftNachhaltigkeit bedeutet dabei, dass nur so viel Holz aus den Wäldern entnommen wird, wie auch nachwachsen kann. Neben Holz setzt Papstar auch den Bio-Kunststoff PLA zur Herstellung von Kaltgetränkebechern ein. So wird Einmalgeschirr zur ökologisch sinnvollen Alternative.

So geht Nachhaltigkeit: Pappe statt Palmblatt

Papstar gehört zu den Vorreitern bei der Entwicklung kompostierbarer Einmalgeschirr-Alternativen. Bereits seit der Gründung im Jahr 1873 setzt das Unternehmen auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. Das Pappgeschirr, das daraus hergestellt wird, ist bis heute die nachhaltigste Alternative zu Plastik, weiß Gastronomieberater Wolfgang Küpper. „Pappe ist leicht, benötigt bei der Herstellung wenig Rohmaterial und Energie und wird auch von führenden Umweltschutzunternehmen wie dem WWF empfohlen„, so Küpper. Das Engagement von Papstar ist sogar nach ISO 14001:2004 zertifiziert und alle Produkte dürfen das FSC®-Siegel tragen.

Immer einen Schritt weiter denken

Durch die Verwendung von Ökostrom, den Einsatz einer eigenen Wasseraufbereitungsanlage, die mit Regenwasser betrieben wird, die Ausleuchtung des Lagers durch moderne LED-Technik und den Einsatz von hochmodernen Flurförderfahrzeugen schont Papstar die zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich und trägt so auch zur nachhaltigen Nutzung von Energie bei.

Im Zuge einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt Papstar jetzt auch die Green Chefs als Supporter und steht den Partnern der Initiative beratend zur Seite, wenn es um die Auswahl des passenden, recyclebaren Einmalgeschirrs oder um den Einsatz von Kompostieranlagen in der Küche geht. Ansprechpartner ist dabei Wolfgang Küpper.

Getränke: Einweg / Mehrweg – ja, was denn nun?

Ein Designklassiker aus Kassel: die Mineralwasserflasche von Günter Kupetz

Einweg, Mehrweg, Glas und Plastik – bei Getränken ist die Verwirrung häufig groß. Wir verraten, welche Unterschiede es zwischen den Flaschen gibt.

Mehrweg ist mehr Wert

Getränke: Einweg / Mehrweg - ja, was denn nun?Einige sagen, Plastik sei das Beste für die Umwelt, weil durch die leichten Flaschen beim Transport nicht so viel Sprit verbraucht wird. Ein voll beladener LKW schluckt auf 100 Kilometer immerhin bis zu 10 Liter mehr. Das ist also richtig. Diese Rechnungen sind oft von Menschen aufgestellt, die Plastikflaschen verkaufen wollen. Die von uns berechneten durchschnittlich acht gesparten Liter werden ja nicht an den Kunden weitergegeben und da es keinen Bruch mehr geben kann beim Be- und Entladen, sind auch hier enorme Kosteneinsparungen zu verzeichnen. Für große Produzenten und den Handel rechnet sich das durchaus.

Wenn man allerdings bedenkt, dass ein leerer LKW schon 30 Liter und einer mit Maximalgewicht bis zu 40 Liter schlucken kann, sieht es anders aus. Ist es wirklich nötig, dass ein LKW von Süddeutschland in den Norden fährt, um Mineralwasser auszuladen, dass es dort  in nicht minderer Qualität auch gibt? Und mit leeren Flaschen wieder zurückfährt? Wenn man dann noch berücksichtigt, dass LKWs in Deutschland im Schnitt nur zu 50% beladen sind, kommt enorm viel zusammen.

Viel Fahrerei für nichts

Kurze Transportwege sind daher um Klassen besser als Gewichtseinsparung. Gastronomen haben mit ihrem Jahresbedarf schon viel Entscheidungsfreiheit und können bei ihren Getränkeverlegern einiges durchsetzen. Die klassische Mineralwasserflasche mit den Perlen über der Taille ist zum Beispiel Leergut, das von jedem Wasseranbieter genutzt werden kann. Die braunen Kisten haben keine Werbung und sind deswegen austauschbar. Die Flaschen unterscheiden sich nur durch die Etiketten, welche oft kein Symbol oder nur eine kleine Kennzeichnung „Mehrweg“ tragen. Das Gleiche gilt natürlich bei Säften, bei Bier und so weiter.

Noch besser sind regionale Brunnen – um beim Wasser zu bleiben. Und regionale Wasser geben dem Haus eine regionale Note – es ist für den Gast recht langweilig, europaweit das gleiche Wasser (oder Bier) vorgesetzt zu bekommen.

Plastikflaschen – Einweg oder Mehrweg?

Bei Plastikflaschen gibt es Einweg- und Mehrwegflaschen. Die einen werden transportiert, die anderen recycelt. Für uns Green Chefs kommen Einwegflaschen aus Plastik gar nicht erst in Frage. Man erkennt die Einwegflaschen an einem verschlungenen Pfeil neben einer Dose und Flasche.  In und um Großstädte ist das Recyling sicherlich CO2-ärmer als der Transport, aber es bleibt Plastik. Ein vollständiges Recycling von Plastik ist noch nicht möglich, teils wird Plastikmüll immer noch ins Ausland gefahrt und dort einfach verbrannt oder auf Deponien gekippt. Der Rest landet im Meer – außerdem ist Plastik bedenklich, weil es BPA enthält.

Für uns Green Chefs gibt es noch einen weiteren Grund. Ein liebevoll gestaltetes Restaurant, tolle Gläser, elegante Bestecke und stilvoll gekleidete Mitarbeiter schaffen eine tolle Atmospäre. Die Erwartungshaltung wird durch den Aperitif, das Amuse und die Gastfreundschaft vom Team verstärkt. Und jetzt soll beim Wein eine Plastikflasche mit ins Spiel kommen? Absolut nein – und auch nicht in Restaurants, wo Aperitiv und Amuse nicht selbstverständlich sind, sollte ein Gastronom zeigen, dass ihm ein Gast mehr Wert ist als die eigene Bequemlichkeit beim Kisten schleppen.

Übrigens: Wir sitzen im Büro von High Food am Rande der Hamburger Speicherstadt. Unser Wasser kommt aus dem Sachsenwald 25 Kilometer vor den Toren Hamburgs selbstverständlich aus Perlenflaschen, wir trinken Apfelsaft vom Projekt Das Geld hängt an den Bäumen und kühlen diese Getränke, wenn nötig, mit Ökostrom.

Verpackungsmüll? Geht doch auch ohne.

Verpackungsmüll? Es geht auch ohne.

Plastik hier, Plastik da – doch Plastik ist längst nicht mehr wunderbar. Das erkennen immer mehr Menschen und verzichten bewusst auf Plastik.

Von Bulk Shopping bis Unverpacktheit

In der Einkaufswelt hat sich das „Bulk Shopping“ einen Namen gemacht. Lebensmittel werden hier in großen Behältern, den Bulk Bins, lose zum Verkauf angeboten. Der Kunde kann sich die benötigte Menge ganz einfach in mitgebrachte Behältnisse abfüllen.
Meist sind es kleine Läden, die das Prinzip des Bulk Shoppings verfolgen. Einige verschreiben sich dabei für ihr gesamtes Sortiment der „Unverpacktheit“; zum Beispiel Milena Glimbovskis „original unverpackt“ in Berlin.

Aus der Frischetheke in die eigene Box

Aber auch in großen Supermärkten bleibt verpackungsfreier Verkauf nicht unbeachtet. Das beweist Dieter Hieber, seines Zeichens Besitzer von 12 Edeka-Filialen in Baden-Württemberg.

Die moderne Frischtheke verzichtet auf VerpackungsmüllIrgendwann, in einer ruhigen Stunde auf dem Sofa, stieg ihm der Einwegverpackungswahn zu Kopfe und er beschloss: Das Plastik muss weg! Er musste einige Hürden bewältigen – vor allem die Hygienevorschriften zwangen ihn zu mehrfachem Umdenken – bevor er seine Kunden einladen konnte, sich Ware an der Frischetheke in mitgebrachte Boxen abfüllen zu lassen. Der Kunde stellt nun seine Box auf ein Tablett, ein Mitarbeiter nimmt dieses an, befüllt die Dose und reicht das Tablett mit offener Dose wieder zurück.

Die verpackungsfreie Frischetheke testet Dieter Hieber derzeit in einem seiner Märkte. Es soll der erste Schritt zur „Plastikfreiheit“ in allen zwölf Filialen sein.

Müll vermeiden als Gastronom

Gastronomen können von verschiedenen Seiten an das Thema Verpackungsmüll herangehen. Einerseits ist eine Optimierung im Einkauf möglich. Wer auf Plastikverpackungen verzichtet, hat schon viel gewonnen; wer seine Ware unverpackt kauft, setzt dem Ganzen die Krone auf!
Partner der Green Chefs setzen bei ihren Lieferungen auf wiederverwendbare Satten, um Verpackungsmüll zu sparen. Auch Einweggeschirr vermeiden sie, wann immer es geht – oder sie setzen hier auf umweltfreundliche Alternativen.

Verpackungsmüll muss nicht seinAuf der anderen Seite können Gastronomen im Restaurant in Zusammenarbeit mit den Gästen Verpackungsmüll sparen. Nicht selten füllt sich der Magen des Gastes schneller als gedacht und Reste bleiben auf dem Teller zurück. Es ist nicht nur das gute Recht des Kunden, sein bezahltes Essen mitzunehmen, sondern für den verantwortungsvollen Koch auch im Sinne der Restevermeidung wichtig und richtig, dem Gast sein Essen einzupacken. Das schreit jedoch wieder nach Einwegverpackung … Warum sich hier nicht an Herrn Hieber ein Vorbild nehmen und dem Gast nahelegen, ein Gefäß für Reste mitzubringen? Oder wie wäre es, den Gästen ihre Reste z.B. in Mehrzweckgläsern mitzugeben? Gepaart mit einem Pfandsystem entstehen dem Restaurant dadurch keine zusätzlichen Kosten. Ergo: Kunde froh, Koch froh, Umwelt froh!

Mit ein wenig Kreativität und dem überzeugten Wille eines Green Chefs kann jeder eine Menge Verpackungsmüll sparen.