Fangfrisch aus der Elb-Region: Der Stint

Spät dran - Dem Stint war's bislang zu kalt

Regionalität ist mehr als ein Trend – vor allem für Green Chefs Partner. Dafür arbeiten sie eng mit Lieferanten und Produzenten aus der Umgebung zusammen. So halten es auch die Jungs vom Haifisch Sepp. Für Marcel Hanses und Ralf Hegmann steht dabei natürlich frischer Fisch im Fokus. Aktuell dreht sich für die beiden alles um den Stint, der in Norddeutschland seit eigenen Jahren eine Renaissance erlebt.

Regionale Spezialität hat Saison

Fangfrisch aus der Elb-Region - Der Stint
Fangfrisch aus der Elb-Region – Der Stint

Der kleine Silberling misst gerade mal 15 bis 20 Zentimeter und ist in den europäischen Küstengewässern heimisch. Im Norden Deutschlands kommt er in Nord- und Ostsee vor, schwimmt aber auch durch deren Zuflüsse. Zwischen Februar und April zieht es den Stint zum Laichen in Süßwasserzuflüsse wie die Elbe.

Jahrzehntelang war der Stint aufgrund starker Wasserverschmutzung fast vollständig aus der Elbe verschwunden. Seit sich die Wasserqualität in den 90er-Jahren stark verbessert hat, ist er wieder zurück in der Elbe und gilt auch weltweit in seinem Bestand als nicht gefährdet.

Spät dran: Dem Stint war’s bislang zu kalt

Frischer Stint ist fast ausschließlich direkt vom Elbfischer wie Grube in Hoppte erhältlich. Aufgrund des ungewöhnlichen kalten Winters sind die Stint-Schwärme in diesem Jahr recht spät dran, was sich im Kilopreis niederschlägt.

Der kleine Saisonfisch riecht fangfrisch nach Gurken, was ihm den Beinamen „Gurkenfisch“ eingebrockt hat. Kenner lieben ihn traditionell gebraten. Dafür wird er nach dem Ausnehmen in Roggenmehl gewendet, anschließend zusammen mit Speck in Butter ausgebacken und mit Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln serviert. Auch geräuchert oder eingelegt in einen Sud aus Essig, Wasser und den Gewürzen macht der Stint eine gute Figur. Praktisch: Die Gräten und der Schwanz sind so zart, dass sie mitgegessen werden können.

Der Haifisch Sepp dreht seine Kreise

Haifisch Sepp - Green Chefs Partner

Haifisch oder anderweitig exotischer Kram wie Thunfisch und Schwertfisch kommen den Gästen beim Haifisch Sepp nicht auf den Teller. Das Prinzip wird zwar gelebt, aber nicht missionarisch aufgetischt. Damit halten sich die Nordlichter Marcel und Ralf vornehm zurück. Sie setzen hingegen auf Aufklärung – und natürlich Fisch aus nachhaltigem Fang, bevorzugt aus dem Norden sowie Skandinavien. Nach Hamburg haben es die frischen Flossen ja auch nicht allzu weit.

Von Backfisch bis zur Kutterscholle fair gefischt

Haifisch Sepp - Green Chefs Partner
Ralf und Klaus vom Haifisch Sepp

Fischer’s Fritze fischt frische Fisch – und der Haifisch Sepp macht was Leckeres draus. In der Hamburger Fischbraterei verköstigen Marcel Hanses und Ralf Hegmann ihre Gäste mit ehrlicher Küche, fangfrischem Fisch und regionalen Produkte, die mit den Flossenträgern auf dem Teller kuscheln dürfen. Da kommen die Eier für die Panade vom Hühnerhirten des Vertrauens – man kennt sich und arbeitet fair zusammen – und das Gemüse wird nach Saison gekauft.

Und weil nicht jeder Gast mit einem Bärenhunger zum Haifisch Sepp ins Lädchen kommt, kann sich jeder seine Portion nach der Größe des eigenen Appetits bestellen. Was überhin produziert und nicht verzehrt werden konnte, wird an ein Obdachlosenproket gespendet. So landen Lebensmittel gar nicht erst in der Tonne.

Zudem engagiert sich das Team vom Haifisch Sepp im Verein Hoffnung e.V., einem Verein zur Wiedereingliederung körperlich und geistig eingeschränkter Mitmenschen. Einige arbeiten auch in der Hamburg Fischbraterei.

Beim Haifisch Sepp ziehen alle an einem Tau

Familie und die Arbeit in der Gastronomie passen nicht unter einen Hut und Work-Life-Balance ist nur was für Bürohengste? Denkste! Beim Haifisch Sepp klappt der Ausgleich ganz ausgezeichnet, familiäres Arbeiten ist hier ebenso wichtig wie eine faire Bezahlung. Dem kommen selbstverständlich die Öffnungszeiten zugute.

Übrigens: Entgegen der weitläufigen Sitte, kommt das Team am fischfreien Freitag zum gemeinsamen Steak-Schlemmen zusammen. Verrückt, diese Nordlichter!

Wir freuen uns, die sympathischen Jungs un Deerns mit an Bord zu haben! Ahoi und auf gute Zusammenarbeit.