Erster Zero-Waste-Beachclub in Hamburg

Rindermarkthalle setzt auf Rindermarkthalle Zero-Waste-Beachclub

Deutschlands erster Zero-Waste-Beachclub eröffnet in Hamburg auf dem Platz vor der Rindermarkthalle.

Erster Zero-Waste-Beachclub Deutschlands eröffnet

Neben allerlei Vergnüglichkeiten und entspannter Atmosphäre zum Sonnenbaden steht beim Zero-Waste-Beachclub die Vermeidung von Müll und Ressourcenschonung im Fokus. Die Initiatoren Rindermarkthalle St. Pauli, Teamgeist Nord GmbH und Stückgut – Unverpackt Einkaufen wollen auf dem sogenannten Karo Beach außerdem überwiegend nachhaltige und faire Lebensmittel anbieten, die die Gastronomen der Rindermarkthalle aus der Region beziehen.

90 Prozent weniger Müll am „Strand“

Rindermarkthalle Zero-Waste-Beachclub
Zero-Waste-Beachclub vor Hamburger Rindermarkthalle

Alle servierten Speisen, die im Zero-Waste-Beachclub, angeboten werden, kommen auf Mehrweggeschirr zum Gast, Getränke werden ausschließlich in Mehrwegflaschen ausgegeben und selbst die Strohhalme sind aus Glas oder – tatsächlich! – aus Stroh.

Neben dem sichtbaren Müll geht es auch dem Verpackungsmüll hinter den Kulissen an den Kragen: „Wir mussten zum Beispiel unsere Getränkelieferanten darauf hinweisen, dass sie nicht mehr, wie sonst üblich, die Paletten in Unmengen Folie einwickeln, sondern dass sie umweltfreundliche Haltegurte verwenden“, erklärt Dominik Lorenzen, Mitbegründer von „Stückgut“.

Für den Fall, dass das Wetter mal nicht mitspielt – was in Hamburg durchaus der Fall sein kann – und eine kühle Brise die Besucher frösteln lassen, bieten die Veranstalter lieber Decken statt Heizpilze zum Wärmen an. Das hat einen guten Grund: Der Betrieb eines Heizpilzes verursacht bei vierstündigem Betrieb am Tag durchschnittlich 420 Kilogramm CO2 pro Monat. Zum Einheizen der Fläche, wie sie beim Zero-Waste-Beachclub vorgesehen ist, wären mindestens 100 dieser CO2-Schleudern nötig. Die Entscheidung dagegen ist also absolut unterstützens- und nachahmungswert.

Als weiteren Teil des Zero-Waste-Ansatzes stellen die Betreiber des Karo Beachs kostenfreie Stellplätze für Car2Go, das Hauptquartier für Clever-Shuttle und Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Große Sandkiste lädt zum Entspannen ein

Der Karo Beach soll in diesem Sommer Jung und Alt zum Entspannen einladen und bietet vor allem für Kinder ein besonderes Highlight: Ein Teil des Zero-Waste-Beachclubs wird zur riesigen Sandkiste zum Buddeln, Baggern und Burgenbauen. Knapp 200 Tonnen feinster, recycelter Sand aus dem dem nahegelegenen Kaltenkirchen wurden dafür in den letzten Tage angekarrt und auf dem Vorplatz verteilt werden. Des Weiteren runden typische Strand-Aktivitäten wie Boccia, Beach-Soccer oder Beachball das Angebot sportlich ab.

 

Schon mal an einem Baum getankt?

Auftanken am Baum - City Tree von Green City Solutions

Das Thema E-Mobilität nimmt derzeit ziemlich Fahrt auf. So plant der schwedische Autohersteller Volvo, bereits ab 2019 neue Automodelle nur noch mit Elektro- oder Hybridantrieb zu produzieren. Das Ende der herkömmlicher Verbrennungsmotoren naht also merklich. Vor allem in Großstädten, in denen die Smog-Belastung das Leben der Menschen einschränkt, bedeutet das aufatmen. Ein besonderer Baum könnte zusätzlich für ein besseres Klima sorgen.

Aufatmen für Städter: Dieser Baum ist ein Filter-Genie

Die Erfinder des City Tree - Green City Solutions
Die Erfinder des City Tree – Green City Solutions

Apropos gute Luft: Dafür sorgen vier Dresdner Entwickler von Green City Solutions mit ihrem „City-Tree“. Hinter dem Begrünungssystem verbirgt sich eine vollkommen autarke, vier Meter hohe Mooswand, die Schadstoffe aus der Umgebung filtert. Dank der großen Oberfläche kann die Moos-Baum unter anderem bis zu 30 Kilogramm Kohlenstoffdioxid über das Jahr hinweg aufnehmen und zu Sauerstoff umwandeln. Eine Wahnsinnsleistung, für die es sonst 275 Bäume braucht. Der City-Tree versorgt sich außerdem selbst mit solarer Energie und wird mit Regenwasser ganz nach Bedarf der Pflanzen bewässert.

Ohne Moos nix los…

Der Filter-Baum der Dresdner kann noch mehr. So eignet er sich dank Internetanschluss auch als Werbe- oder Infowand, Wi-Fi-Hotspot oder Ladestation für Elektro-Fahrzeuge. Allerdings hat der Wunderbaum auch seinen Preis. 22.500 Euro müssen Investoren dafür berappen.