Auf dem Prüfstand: Mikroalgen als Eiweißlieferant

Auf dem Prüfstand - Mikroalgen als Eiweißlieferant

Mikroalgen liefern hochwertiges pflanzliches Protein aus einer Quelle, die Ressourcen schont und weniger Treibhausgase ausstößt. Das sind zumindest die Hoffnungen, die in die Meerespflanze gesteckt werden. Ob diese gerechtfertigt sind, will nun die Universität Hohenheim herausfinden. Dafür vergleichen sie die Biomassebilanz der Mikroalgenproduktion mit der von tierischem und anderem pflanzlichen Eiweiß.

Ebenfalls prüfen die Forscher, ob die Verbraucher überhaupt bereit sind, auf Fleisch zugunsten von Algen-Produkten zu verzichten und wie sich eine Änderung des Konsumverhaltens auf den Markt auswirken würde. Ebenso wollen sie die Frage beantworten, ob sich die Produktion lohnt

Mikroalgen als alternative Eiweißquelle

Auf dem Prüfstand - Mikroalgen als Eiweißlieferant
Auf dem Prüfstand – Mikroalgen als Eiweißlieferant

„Algen nutzen das Sonnenlicht effektiver als Landpflanzen und wachsen schneller“, erklärt Sebastian Weickert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik an der Universität Hohenheim. „Daher eignen sie sich gut als alternative Proteinquelle für Lebens- und Futtermittel.“

Indem tierisches Eiweiß durch Protein aus Mikroalgen ersetzt würde, soll der Bedarf an Agrarflächen ebenso reduziert werden können wie der Ausstoß von Treibhausgasen.
Algen wachsen bei Licht am effektivsten, können aber auch im Dunkeln durch den Zusatz von Kohlestoffen gedeihen. Bei Licht herangezogene Algen entwickeln einen intensiveren Eigengeschmack nach Gras, in anderen Fällen ist er leicht fischig.

Umweltministerium: Testet das Lastenrad!

Neues Projekt zum Lastenrad Foto: Pexels

Neues Projekt zum Lastenrad, Foto: PexelsWie bringe ich Sachen umweltschonend von A nach B? Mit dem Lastenrad!

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat bereits im letzten Jahr mit dem Projekt
Ich-ersetze-ein-Auto“ den Einsatz von Lastenrädern in Zusammenarbeit mit Stadtkurieren untersucht. Mit erfreulichem Ergebnis: „Aufgrund der Dominanz von kleinen Gutgrößen und kurzen Auftragsdistanzen im städtischen Kuriermarkt sind Elektro-Lastenräder prädestiniert, Pkw-Fahrten zu ersetzen und dadurch klimafreundlich im Kuriermarkt zu wirken.“

Nächste Testrunde für das Lastenrad: Teilnehmer gesucht

Die Lastenradforschung geht jetzt in die nächste Runde: Das Umweltministerium hat kürzlich bekannt gegeben, einen dreijährigen Test zur gewerblichen Nutzung von Lastenrädern zu fördern. Interessant dabei: Es werden noch Teilnehmer gesucht!

Je nach Unternehmensstruktur könnte der Einsatz von Lastenrädern möglicherweise auch für Green Chefs interessant sein. Oder, wenn nicht im eigenen Betrieb, vielleicht für die regionalen Lieferanten? Es werden 450 Betriebe aus ganz Deutschland gesucht. Unternehmen, die an der Lastenrad-Nutzung interessiert sind, können sich per Email an lastenrad@dlr.de wenden.

Umweltministerium fördert Test vom LastenradDie Mitteilung des Umweltministeriums:

„Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das Bundesumweltministerium das dreijährige Projekt „Lastenrad-Test“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Mobilitätsprojekt soll den Einsatz von Lastenrädern in der gewerblichen Nutzung stärken und so einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten.

Ziel des am 1. Januar 2017 gestarteten Projektes ist es, das Lastenrad als ökologisch und ökonomisch sinnvolles Transportmittel für eine breite gewerbliche Nutzung bekannt zu machen.

Das neue Projekt beinhaltet den Aufbau eines umfangreichen Lastenrad-Testangebots. Insgesamt sollen 150 unterschiedliche Lastenräder jeweils für bis zu drei Monate zum Test an interessierte Unternehmen ausgeliehen werden. Ab sofort werden dafür bundesweit bis zu 450 interessierte Unternehmen gesucht.

Das DLR-Institut für Verkehrsforschung begleitet das Projekt wissenschaftlich. Hierzu führen die Verkehrsforscher während der gesamten Laufzeit Befragungen und Analysen zur Nutzerakzeptanz, Fahrzeugnutzung und zu den Klimaschutzeffekten durch.“