Bio-Strandhonig: Die flotten Bienen der Toskana

Bio-Strandhonig - die Körbe

Das Thema Bio ist bei Honig recht kompliziert, denn die Imker können nicht kontrollieren, wohin die Bienen fliegen, um Nektar zu sammeln. Bienen fliegen bis zu 5 Kilometer weit. Da kann es auch mal zu einem Besuch vom konventionell wirtschaftenden Nachbarn kommen.

In der Toskana ist da etwas mehr Platz für die Bienen und die Nachbarn meist weiter, als die Bienen fliegen können. Da die Pflanzen auf dem Weg, den die Bienen zurücklegen, den Geschmack des Honigs bestimmt, ist toskanischer Honig etwas ganz besonderes.

Bio-Strandhonig von der Versilia-Küste

Der Weg Richtung Strand führt durch einen Pinienwald, in dem die Zikaden ihr Konzert lautstark abgeben. Der fest getrampelte Weg geht in einen Pfad über, mit hellem körnigen Sand und Gräsern rechts und links. Der Blick schweift ins Unterholz, bis er an Bienenkästen hängenbleibt. Sie stehen in Sichtweite zum Mittelmeer. Ein unerwarteter Anblick.

Jedes Jahr ab Mai beginnt die Saison an der toskanischen Versilia-Küste. Zwar noch nicht die Bade-Saison, die eher ab Juli anfängt, und Tausende italienische und fremdländische Sonnenhungrige an die Strände der Toskana zieht.

Nein, hier, in der Gegend zwischen Pisa und dem Badeort Viareggio starten im Wonnemonat die flotten Bienen von Donatella Baldi ihre Arbeit. Sie positioniert ihre Bienenkörbe in der Nähe der Küstenlinie, und die Bienen sammeln einen ganz besonderen Honig – den Miele della Spiaggia, auf Deutsch Strandhonig.

Bio-Strandhonig - die Körbe
Bio-Strandhonig

Die sympathische Toskanerin Baldi, die in Pisa zu Hause ist, bezeichnet sich als Vollblut-Imkerin. Ihre kleine Firma Sapori Mediterranei produziert den Strandhonig – zusammen mit Akazien- und Blütenhonig – seit gut 20 Jahren.

Ihre Manufaktur liegt in einem einzigartigen Naturpark, dem Parco Naturale Migliarino, der sich auf gut 24 000 Hektar zwischen Lucca, Pisa und Viareggio erstreckt und sich aus Pinienwäldern, Feldern, Sümpfen und Küstenstreifen zusammensetzt. Er ist biozertifiziert und damit auch alle Lebensmittel, die hier entstehen. Eben auch der Strandhonig.

Die Bienen sammeln den Nektar vor allem von drei Pflanzen, die an der Versilia-Küste heimisch sind: Strohblume, Erdbeerbaum und Zistrose. Der Honig schmeckt kräftig – ähnlich wie Kastanienhonig – mit Anklängen von Eukalyptus. Auffallend ist seine geschmackliche Länge. Besonders gut passt er zu gut gereiftem Schafskäse oder Parmigiano Reggiano.

Gastronomie-Bezug in Deutschland: www.toscabio.de

 

 

Weingut Il Palagio: Sting im toskanischen Bio-Paradies

Weingut Il Palagio
Weingut Il Palagio
Weingut Il Palagio

Das Weingut Il Palagio ist sprichwörtlich in aller Munde. Denn ein guter Wein, so sagt man, erzählt Geschichten. Wenn neben Geruch und Gaumen auch noch Geschichten von Sting erzählt werden und wie er sich ein Weingut in der Toskana kaufte – und nebenbei die Erkenntnis reift, dass BIO auch bei toskanischem Weinbau ein großes Thema ist, bleibt die Erinnerung an den Restaurantbesuch mit derartigen Weinen doch noch besser haften.

Weingut Il Palagio

Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sanft schwingt sich die Straße den Hügel hinauf, Kurve nach Kurve verändert sich die Natur – von dem Städtchen Figline Val d´Arno mit ihren kleinteiligen, oft eher hässlichen Häusern wandelt sich die Umgebung in eine sanft gewellte Landschaft. Geprägt von Olivenhainen, Zypressen und Rebbergen. Hinter hohen Hecken blitzt die ockerfarbene Mauer eines großen Gebäude hervor, es ist die mit einer ansprechenden Patina versehene Villa des toskanischen Anwesens Il Palagio.

Als der britische Rockstar Sting und dessen Ehefrau Trudie Styler Mitte der 1990er Jahre das erste Mal den Hügel hinauffuhren, waren sie ob der harmonischen Schönheit dieses Ortes schlicht verloren. Kurze Zeit später erwarben sie das Weingut Il Palagio.

Bio boomt in der Toskana

Sting und Trudie gehören zu der seit vielen Jahren wachsenden Zahl von Winzern, Olivenbauern und Landwirten, die sich in der traumhaften Region Toskana mit der biologischen und biodynamischen Landwirtschaft befassen. Gleich nach dem Kauf 1997 wurde das mehrere Hundert Jahre alte Gut mit seinen rund 250 Hektar Grundbesitz von konventioneller auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Mittlerweile werden auch einige biodynamische Methoden angewandt.

Heute befinden sich auf Il Palagio sowohl 22 Hektar Rebberge, aus deren Trauben Rot-, Weiß- und Roseweine gekeltert werden, als auch mehrere tausend Olivenbäume der Sorten Frantoio, Leccino und Moraiolo, die ein typisch toskanisches Öl ergeben – herrlich grün und grasig in der Nase, frisch und mit einer deutlichen Schärfe im Abgang. Alle Produkte von Stings Gut sind bio-zertifiziert.

Weingut Il Palagio - When we dance
Weingut Il Palagio – When we dance

In Deutschland sind die Weine und das Öl von Sting unter anderem bei ToscaBio zu finden. Die kleine Firma aus Eching bei München widmet sich mit Passione und Zähigkeit dem Aufspüren und Import besonderer italienischer Bio-Leckerbissen. „Meine Spezialität ist es, kleine bis höchstens mittelgroße Produzenten in Italien zu finden, die höchste Qualität produzieren“, sagt Inhaberin Telsche Peters, die selbst elf Jahre lang im Brunello-Städtchen Montalcino auf einem biodynamischen Weingut tätig war.

Von der Produzentin des köstlichen Strandhonigs, die ihre Bienestöcke am Rand der Versiliaküste aufstellt, zur Herstellerin der Welt bestem Pesto, über die Patè aus Schwarzkohl und die Schokocreme mit süßem Salz bis hin zum Olivenöl speziell für Kinder.

Neugierig geworden? Weitere Infos erhaltet Ihr unter www.toscabio.de.