Energie und Ressourcen: Kleine Schritte, große Wirkung

Energie und Ressourcen - Adobe Stock

In der Gastronomie können selbst kleine Maßnahmen zur Einsparung von Energie, Wasser und Verpackungen eine große Wirkung entfalten. Durch gezielte Strategien und innovative Ansätze können Gastronomiebetriebe nicht nur ihre Kosten senken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Strom sparen

Energieeffiziente Geräte: Der Einsatz von energieeffizienten Küchengeräten (z. B. mit dem Energy Star-Siegel) kann den Stromverbrauch erheblich reduzieren. Moderne Geräte verbrauchen weniger Energie und tragen zur Senkung der Betriebskosten bei.

Beleuchtung optimieren: Der Umstieg auf LED-Beleuchtung spart nicht nur Energie, sondern verbessert auch die Lichtqualität in der Gastronomie. Zudem sollten Lichtquellen in ungenutzten Bereichen automatisch abgeschaltet werden.

Regelmäßige Wartung: Eine regelmäßige Wartung von Geräten und Anlagen sorgt dafür, dass diese effizient arbeiten. Dichtungen an Kühlschränken und Gefriertruhen sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Wasser sparen

Wassersparende Armaturen: Der Einbau von wassersparenden Armaturen und Duschköpfen kann den Wasserverbrauch erheblich reduzieren. Diese Geräte sind einfach zu installieren und tragen zur Kostensenkung bei.

Recycling von Wasser: In einigen Betrieben kann Grauwasser (z. B. aus dem Geschirrspüler) zur Bewässerung von Pflanzen oder für Reinigungszwecke genutzt werden. Dies reduziert den Frischwasserverbrauch.

Schulung des Personals: Mitarbeitende sollten für den bewussten Umgang mit Wasser sensibilisiert werden. Kleine Änderungen im Verhalten, wie das sofortige Schließen von Wasserhähnen, können große Auswirkungen haben.

Verpackungen clever sparen

Vermeidung von Einwegverpackungen: Wo immer möglich, sollten Einwegverpackungen vermieden werden. Stattdessen können wiederverwendbare Behälter oder biologisch abbaubare Alternativen eingesetzt werden.

Kunden einbeziehen: Gäste können ermutigt werden, eigene Behälter für Take-away-Gerichte mitzubringen. Dies reduziert nicht nur Abfall, sondern stärkt auch das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.

Lieferantenwahl: Die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die umweltfreundliche Verpackungen anbieten, ist ein wichtiger Schritt. Transparente Lieferketten helfen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Fazit

Kleine Schritte in der Einsparung von Energie, Wasser und Verpackungen können große Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit eines Gastronomiebetriebs haben. Indem wir bewusst Ressourcen schonen und innovative Lösungen implementieren, können wir nicht nur Kosten senken, sondern auch unseren Gästen ein nachhaltiges Erlebnis bieten. Lasst uns gemeinsam an einer ressourcenschonenden Gastronomie arbeiten!

Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch

Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch

Durchschnittlich 100 Liter Wasser verbraucht jeder Hotelgast pro Duschgang. Da lohnt es sich, über Wasser- und Stromsparmaßnahmen nachzudenken. Zwei Finnen haben genau dies getan und die „Showerloop“-Recycling-Dusche entwickelt, die das Duschwasser auffängt und wieder aufbereitet. So lässt sich der Wasserbedarf auf ein Zehntel reduzieren und gleichzeitig Strom sparen.

Diese Dusche spart Wasser und Energie

Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch
Recycling-Dusche reduziert Wasserverbrauch

Die Showerloop, die von Jason Selvarajan und Eduard Kobak aus Finnland konzipiert und gebaut wurde, säubert das benutzte Duschwasser mit mehreren Filtern. So werden Haare, grobe und feine Schmutzpartikel, Chemikalien, Farbe und Duftstoffe herausgefiltert. UV-Licht sterilisiert das Wasser abschließend, bevor es wiederverwendet wird.

Das Recycling des Duschwasser reduziert aber nicht nur den Wasserbedarf auf 10 Liter, sondern spart auch Energie. Frisches Wasser aus der Leitung müsste von etwa 8 Grad auf die gewünschte Wohlfühl-Duschtemperatur erhitzt werden. Bei der Showerloop müssen hingegen nur die paar Grad ausgeglichen werden, die beim Recycling-Prozess drauf gehen.

Die Idee zur Showerloop wurde im Mai mit dem „Galileo Wissenspreis“ bei den GreenTech Awards ausgezeichnet. Zur Zeit befindet sich das Projekt noch in der Pilotphase, soll aber schon bald marktreif sein. Die Kosten für die Recycling-Dusche liegen übrigens bei knapp 800 Euro.

Wasser sparen für die Heizkostenrechnung

Wasser sparen

Wasser ist eine wertvolle Ressource – ohne ständen wir ganz schön blöd da. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Wasser jedoch keinesfalls eine knappe Ressource, eine harte Rationierung macht daher oft wenig Sinn. Ein verantwortungsvoller und bewusster Umgang mit dem Trinkwasser aus unseren Leitungen ist dennoch wichtig, vor allem bei Warmwasser.

Weniger Warmwasser, weniger Energiebedarf

Wasser sparenDas Heizen von Wasser verlangt Energie. Durchschnittsberechnungen geben an, dass schon für 10 Liter Wasser rund 0,06 Kilowattstunden Energie benötigt werden, um es um 50 Grad zu erhitzen. Gerade im Gastronomiebetrieb summieren sich 10 Liter schnell zu einem Vielfachen – Wasser wird nicht nur in der Küche, sondern unter anderem auch in den Waschräumen für Team und Gäste benötigt.
Was also tun? Das Kleinvieh macht hier keinen Mist, sondern in der Summe den großen Sprung. Starten könnte man beim Durchlauferhitzer: Eine Grundeinstellung von 40 Grad statt 60 reicht oft vollkommen aus.
Ein weiterer Punkt auf der Warmwassersparliste: Achtsamkeit. Ein Wasserhahn wird nicht gerne vernachlässigt, wenn er geöffnet ist, und ein Leck möchte am liebsten immer schnell der Vergangenheit angehören.

Wer clever ist, schließt kalt

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Wasserhahn in Mittelstellung

Auch der nächste Tipp ist leicht gemacht: Häufig wird der Wasserhahn nach Nutzung in der Mittelstellung zurückgelassen, weil es hübscher aussieht oder weil es einfach Routine ist. Aus Sicht des Energiesparfuchses macht das aber wenig Sinn, denn so wird kontinuierlich Wasser aufgeheizt. Öffnet man den Hahn nur für eine kurze Nutzung, wie zum Beispiel zum Händewaschen, wird kein warmes Wasser benötigt. Je nachdem, wie weit der Speicher entfernt ist, hat das warme Wasser auch gar nicht die Möglichkeit, in der kurzen Zeit zum Zuge zu kommen. Die Hände sind fix mit kaltem Wasser gewaschen, und die Heizenergie geht flöten.
Lässt man den Wasserhahn also nach der Nutzung in Kaltstellung zurück, ist schon wieder Energie gespart! Einige Hersteller von Sanitäranlagen bieten zudem Armaturen an, bei denen die Mittelstellung die „Nullstellung“ ist – und somit Kaltwasser bringt. So wird das Wasser nur „auf Bestellung“ erhitzt und der Wasserhahn kann getrost in hübscher Mittelstellung verweilen.

Helferlein zum Wassersparen

Wer neu baut oder umbaut oder einfach in Sachen Warmwasserreduktion investieren möchte, hat natürlich einige Möglichkeiten. Die simpelste: Eine Kaltwasserarmatur, z.B. für Handwaschbecken – wo es keine Warmwasserzufuhr gibt, wird garantiert kein Warmwasser fließen. Andernfalls machen an Handwaschbecken auch Fußpedale eine gute Figur. Wer dem Waschbecken den Rücken zukehrt, stoppt den Wasserfluss im Fußumdrehen. Ganz nebenbei entzückt ein Pedalsystem auch die Damen und Herren von der Hygieneaufsicht.

Weitere Unterstützer zum Wassersparen kommen in Form von Aufsätzen entlang und eignen sich vor allem für Einhebelarmaturen. Sparaufsätze oder Durchflussbegrenzer regulieren beispielsweise die Wassermenge. So gibt ein Wasserhahn mit Sparaufsatz statt 13 Litern zum Beispiel nur 7 Liter pro Minute her. Ebenso simpel wie hilfreich ist eine Wasserbremse: Durch leichten Widerstand beim Hochziehen des Hebels fordert sie dezent und freundlich dazu auf, den Wasserhahn doch bitte nur so weit zu öffnen wie nötig.
Besonders clever ist ein Perlstrahler: Er imitiert Wasser. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, denn er fügt dem Wasser Luft zu und sorgt so ebenfalls dafür, dass die Wassermenge reduziert wird. Trotzdem fühlt sich das Wasser voluminös an.

Ob also mithilfe von Investitionen oder schlicht durch ein wenig Aufmerksamkeit: Wasser sparen ist oft leicht getan und macht sich grade bei Warmwasser gut auf dem Privat- und Umweltkonto.
Und egal, ob warm, kalt oder brandheiß – ein wertschätzender Umgang mit der Ressource Wasser ist für jede Temperatur selbstverständlich.