Wasser sparen für die Heizkostenrechnung

Wasser ist eine wertvolle Ressource – ohne ständen wir ganz schön blöd da. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Wasser jedoch keinesfalls eine knappe Ressource, eine harte Rationierung macht daher oft wenig Sinn. Ein verantwortungsvoller und bewusster Umgang mit dem Trinkwasser aus unseren Leitungen ist dennoch wichtig, vor allem bei Warmwasser.

Weniger Warmwasser, weniger Energiebedarf

Wasser sparenDas Heizen von Wasser verlangt Energie. Durchschnittsberechnungen geben an, dass schon für 10 Liter Wasser rund 0,06 Kilowattstunden Energie benötigt werden, um es um 50 Grad zu erhitzen. Gerade im Gastronomiebetrieb summieren sich 10 Liter schnell zu einem Vielfachen – Wasser wird nicht nur in der Küche, sondern unter anderem auch in den Waschräumen für Team und Gäste benötigt.
Was also tun? Das Kleinvieh macht hier keinen Mist, sondern in der Summe den großen Sprung. Starten könnte man beim Durchlauferhitzer: Eine Grundeinstellung von 40 Grad statt 60 reicht oft vollkommen aus.
Ein weiterer Punkt auf der Warmwassersparliste: Achtsamkeit. Ein Wasserhahn wird nicht gerne vernachlässigt, wenn er geöffnet ist, und ein Leck möchte am liebsten immer schnell der Vergangenheit angehören.

Wer clever ist, schließt kalt

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Wasserhahn in Mittelstellung

Auch der nächste Tipp ist leicht gemacht: Häufig wird der Wasserhahn nach Nutzung in der Mittelstellung zurückgelassen, weil es hübscher aussieht oder weil es einfach Routine ist. Aus Sicht des Energiesparfuchses macht das aber wenig Sinn, denn so wird kontinuierlich Wasser aufgeheizt. Öffnet man den Hahn nur für eine kurze Nutzung, wie zum Beispiel zum Händewaschen, wird kein warmes Wasser benötigt. Je nachdem, wie weit der Speicher entfernt ist, hat das warme Wasser auch gar nicht die Möglichkeit, in der kurzen Zeit zum Zuge zu kommen. Die Hände sind fix mit kaltem Wasser gewaschen, und die Heizenergie geht flöten.
Lässt man den Wasserhahn also nach der Nutzung in Kaltstellung zurück, ist schon wieder Energie gespart! Einige Hersteller von Sanitäranlagen bieten zudem Armaturen an, bei denen die Mittelstellung die „Nullstellung“ ist – und somit Kaltwasser bringt. So wird das Wasser nur „auf Bestellung“ erhitzt und der Wasserhahn kann getrost in hübscher Mittelstellung verweilen.

Helferlein zum Wassersparen

Wer neu baut oder umbaut oder einfach in Sachen Warmwasserreduktion investieren möchte, hat natürlich einige Möglichkeiten. Die simpelste: Eine Kaltwasserarmatur, z.B. für Handwaschbecken – wo es keine Warmwasserzufuhr gibt, wird garantiert kein Warmwasser fließen. Andernfalls machen an Handwaschbecken auch Fußpedale eine gute Figur. Wer dem Waschbecken den Rücken zukehrt, stoppt den Wasserfluss im Fußumdrehen. Ganz nebenbei entzückt ein Pedalsystem auch die Damen und Herren von der Hygieneaufsicht.

Weitere Unterstützer zum Wassersparen kommen in Form von Aufsätzen entlang und eignen sich vor allem für Einhebelarmaturen. Sparaufsätze oder Durchflussbegrenzer regulieren beispielsweise die Wassermenge. So gibt ein Wasserhahn mit Sparaufsatz statt 13 Litern zum Beispiel nur 7 Liter pro Minute her. Ebenso simpel wie hilfreich ist eine Wasserbremse: Durch leichten Widerstand beim Hochziehen des Hebels fordert sie dezent und freundlich dazu auf, den Wasserhahn doch bitte nur so weit zu öffnen wie nötig.
Besonders clever ist ein Perlstrahler: Er imitiert Wasser. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, denn er fügt dem Wasser Luft zu und sorgt so ebenfalls dafür, dass die Wassermenge reduziert wird. Trotzdem fühlt sich das Wasser voluminös an.

Ob also mithilfe von Investitionen oder schlicht durch ein wenig Aufmerksamkeit: Wasser sparen ist oft leicht getan und macht sich grade bei Warmwasser gut auf dem Privat- und Umweltkonto.
Und egal, ob warm, kalt oder brandheiß – ein wertschätzender Umgang mit der Ressource Wasser ist für jede Temperatur selbstverständlich.

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