Alternative zur Gänsestopfleber: „Faux Gras“

Alternative zur Gänsestopfleber - Faux Gras

Foie Gras – ein Dorn im Auge so manchen Genießers – gehört für viele fest zum Repertoire gehobener Sterneküche. Sternekoch Benjamin Biedlingmaier, Küchenchef des Restaurants Caroussel im Relais & Châteaux-Hotel Bülow Palais Dresden, hat eine vegetarische Alternative zur beliebten Gänsestopfleber entwickelt. Tester seiner Kreationen konnten keinen Unterschied zum Original schmecken.

Falsche Gänsestopfleber sorgt für Aufsehen

Alternative zur Gänsestopfleber - Faux Gras
Alternative zur Gänsestopfleber: Faux Gras

Benjamins „Faux Gras“ ist ebenso cremig in der Konsistenz und verfügt über das typische Aroma der originalen Fois Gras. Dafür hat er lange herum experimentiert und an der richtigen Formel getüftelt. Dabei kamen neben Cashew-Nüssen auch Trüffel, Pflanzenfett und Portwein als wichtigste Bestandteile zum Einsatz. Nach vollen zwei Monaten war er mit dem Ergebnis zufrieden. Erste Testesser sollen keinen Unterschied zur „echten“ Gänsestopfleber bemerkt haben. Also darf das Gericht auf der Karte des Sternelokals bleiben.

Neben vermehrt vegetarischen Gerichten, ist auch fair gehandeltes Fleisch eine Selbstverständlichkeit für Benjamin. Alle seine Lieferanten kennt er persönlich. Was ihm in die Küche kommt, wählt er mit besonderer Sorgfalt aus. Dann gute Waren sind der Grundstock seiner vielfach prämierten Kreationen. Seine Präzision wurde bereits mit einem Michelin-Stern belohnt, 17 Punkte im Gault Millau verdiente sich das Caroussel ebenso wie drei „F“ im Feinschmecker, vier Hauben im Großen Restaurant- und Hotelguide, drei Löffel im Schlemmeratlas und vier Diamanten im Varta-Führer.

Charta soll Tierwohl sichern

GREEN CHEFS: Geflügel-Charta soll Tierwohl sichern

Huhn GREEN CHEFSDie Tierskandale der letzten Jahre haben die Fleisch produzierende und verarbeitende Industrie stark erschüttert. Jetzt verpflichtet sich die deutsche Geflügelfleischwirtschaft zu branchenweiten Vorschriften und Standards.

Charta für mehr Verantwortungsbewusstsein und Transparenz

Verstöße werden zukünftig mit Sanktionen bis hin zum Ausschluss geahndet. Die Geflügel-Charta hat sich ein hohes Ziel gesteckt: Deutschland soll zukünftig das „beste Geflügelland der Welt“ sein. Auf dem Weg dorthin stehen vor allem die Förderung von Tierwohl und -gesundheit auf der Agenda. Betriebe, die zum Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) gehören, sind ab sofort zu einem „verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika“, sozialen Standards und ehrlicher Verbraucherinformation verpflichtet.

Die Charta repräsentiert rund 95 Prozent der deutschen Hähnchen- und Putenfleischerzeugung, zu denen auch Wiesenhof zählt. Der Geflügelproduzent war in der Vergangenheit vermehrt durch Hygienemängel und Tierquälerei-Vorwürfe aufgefallen.

Um ähnlichen Fällen in Zukunft vorzubeugen, sollen die zugehörigen Betriebe auch unangekündigt kontrolliert werden.

Der Imageschaden, mit dem die Geflügelbranchen seit Jahren zu kämpfen hat, ist enorm und belastet alle Produzenten. Nun kommt es darauf an, die Umsetzung der Charta zügig voranzutreiben.