FoodFighters gegen Lebensmittelverschwendung

Neuer Unterstützer: Michael Schieferstein von den Food Fighters

Ein Hoch auf die Wertschätzung unserer Lebensmittel: Michael Schieferstein kämpft mit den FoodFighters gegen Verschwendung.

FoodFighters sagen Lebensmittelverschwendung den Kampf an

Neuer Unterstützer: Michael Schieferstein von den FoodFightersSchaut man sich die Mengen an Lebensmitteln an, die im Supermarkt Tag für Tag im Müll landen, kann einem schon mal ein bisschen anders werden. Kistenweise Obst und Gemüse, aber auch Milchprodukte, Fleisch und Fisch werden weggeworfen. Oft ist die Ware noch völlig in Ordnung, in der Tonne landet sie trotzdem.

Grund dafür sind Gesetzgebungen, die genau vorschreiben, was, wann, wie und unter welchen Umständen weggeworfen werden muss. Und wir Verbraucher, die oft nur die optisch attraktivsten Lebensmittel kaufen.

FoodFighters kämpfen gegen Verschwendung

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Immer mehr Gruppen und Vereinigungen geben alles, um dem Wegwerf-Wahnsinn endlich ein Ende zu setzen. An der Spitze der Aktivisten gegen Lebensmittelverschwendung stehen die FoodFighters. Küchenmeister Michael Schieferstein beschäftigt sich schon seit 20 Jahren mit dem Thema und hat die FoodFighters ins Leben gerufen, um gemeinsam viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

Die FoodFighters sind eine Gruppe von Lebensmittelexperten und -aktivisten, die sich gegen Lebensmittelverschwendung und für die Wertschätzung unserer Nahrungsmittel einsetzen. Ihre Projekte sind vielfältig. Ob Ernährungsberatung für Schüler, Kräuterlehrgänge oder Zusammenarbeit mit den Tafeln, immer wollen sie auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren wertvollen Gütern aufmerksam machen.

12 Tonnen gerettete Lebensmittel

Erst neulich ist so etwas ganz Großes entstanden: zum dritten hessischen Tag der Nachhaltigkeit haben Michael Schieferstein und die FoodFighters in Wiesbaden eine riesige Open Air Kochshow veranstaltet. Dabei wurden 12 Tonnen Lebensmittel aus Aus- und Überschuss gerettet. Schieferstein berichtet „80 Prozent der Ware war hochwertiges Bio-Gemüse oder Milchprodukte wie Jogurt und Sahne“. Über 5000 Mahlzeiten konnten dabei kostenlos an alle Besucher verteilt werden. Ein großartiger Erfolg!

ABC der Lebensmittel-Wertschätzung

Eine Herzensangelegenheit für Schieferstein ist es, Kindern gesunde Ernährung und Wertschätzung von regionalen Nahrungsmitteln zu vermitteln. So ist auch das Schulprojekt ABC der Lebensmittel-Wertschätzung entstanden. Hierbei lernen die Grundschulkinder ohne Druck verschiedene Lebensmittel kennen, kochen gemeinsam und essen anschließend in der Gruppe. Bislang wurde das Schulprojekt als Pilot-Projekt an einer Grundschule in Mainz durchgeführt. Michael Schieferstein ist aber guter Hoffnung, dass das Projekt in einiger Zeit auch auf bundesweite Ebene ausgeweitet werden kann.

Die FoodFighters engagieren sich für ein Thema, das jeden Gastronomen betrifft. Lebensmittelverschwendung ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern treibt auch die Preise in die Höhe. Schließlich landen mit den Lebensmitteln auch eingesetzte Rohstoffe, die Zeit der Verarbeitung in der Küche und die eingesetzte Energie in der Tonne. Es ist an der Zeit, die Dinge anzupacken!

GREEN CHEFS Partner werden

Green Chefs Partner werdenVertrauen ist die Basis!

Du hast das Zeug zum Green Chefs Partner? Dann beantworte unseren Fragebogen nach bestem Wissen und Gewissen. Wir vertrauen Dir, dass Deine Angaben stimmen. Im Gegenzug kannst auch Du Dir sicher sein, dass wir mit Deinen Antworten vertraulich umgehen.

NEU auf mehrfachen Wunsch: Du möchtest zur Frage etwas ergänzen oder die Frage selbst passt nicht ganz zu Deinem Betrieb? Dann schreib‘ einfach einen kurzen Kommentar dazu ins vorgesehene Feld.

GREEN CHEFS – Partner werden

Tipp: Sollte das Formular mal nicht funktionieren, werdet doch einfach mal nostalgisch und versucht es mit dem altbewährten PDF. Einfach den Fragebogen herunterladen, ausfüllen und per Mail an mitmachen@green-chefs.de oder per Fax an 040 / 30 37 39 9 – 11.

Carlsberg ist auf dem Holzweg

Proto-Typ: Biologisch abbaubare Bierflasche (c)CarlsbergGroup

Auf dem Holzweg: Carlsberg plant biologisch abbaubare Bierflaschen aus Holz

Proto-Typ: Biologisch abbaubare Bierflasche (c)CarlsbergGroup
Proto-Typ: Biologisch abbaubare Bierflasche (c)CarlsbergGroup

Wenn es nach Carlsberg geht, heißt es bald „Gut Holz“ statt „Prost“. Gemeinsam mit dem Verpackungsspezialist Ecoxpac und dem dänischen Technologie-Institut plant der Bier-Konzern die Entwicklung von biologisch abbaubaren Bierflaschen, die aus Holzfaserplatten hergestellt werden sollen.

Nun sind gerade die deutschen Biertrinken recht wählerisch, was den Biergenuss betrifft. Dafür hat Carlsberg laut dem für die „Green Fiber Bottle“ verantwortliche Manager Hakon Langen bereits eine Lösung parat: die Flaschen werden von innen beschichtet, sodass keine Kompromisse beim Geschmack eingegangenen werden müssen.

Geplant ist, dass die neue Holzflasche langfristig die Kunststoffflasche ablöst, um so ein 100%iges Recycling zu ermöglichen. Die von Deckel bis zum Boden vollständig abbaubare Flasche punktet auch aus einem anderen Punkt gegenüber der Plastikflasche: Für ihre Produktion würden laut Carlsberg im Vergleich 80 % weniger Energie benötigt.

Das Design der Flaschen ist noch offen, Carlsberg verspricht aber einen völlig neuen „Look and Feel“. Durchsichtig werden die Flaschen allerdings nicht sein, erklärte Langen. Dafür seien sie aber unzerbrechlich und hätten eine sichtbare Faserstruktur.

Wie und wo die „Green Fiber Bottle“ vertrieben werden soll und ob sie auch in der Gastronomie zum Einsatz kommen, steht noch nicht fest. Bis wir aus biologisch abbaubaren Bierflaschen trinken können, werden wir uns ohnehin noch noch gedulden müssen. Für die Entwicklungsphase sind 3 Jahre anberaumt.

Green Chefs – jetzt sind sie endlich da!

Jetzt ist es endlich so weit – die Green Chefs gehen an den Start.

Green Chefs

 

Fairness und Verantwortung in der Gastronomie, das ist unser Motto

Green Chefs sind Köche, die etwas verändern wollen. Du engagierst Dich für Regionalität, einen respektvollen Umgang mit Ware, Umweltbewusstsein und faire Arbeitsbedingungen? Dann steckt auch in Dir ein Green Chef! Mache mit!

Einzeln können wir nur wenig erreichen, gemeinsam haben wir das Zeug, die Gastronomie gehörig aufzumischen.

Green Chefs – auf eine gigantische Zeit!

Boomgarden-Park: Arche Noah für alte Obstsorten

Der Boomgarden-Park bewahrt alte Apfelsorten vor dem Aussterben. Eine Lebensaufgabe für Biobauer Eckart Brandt und seine Mitstreiter.

Boomgarden-Park rettet Äpfel vor dem Aussterben

Boomgarden-Park: Arche Noah für alte Obstsorten Die Deutschen sind Weltmeister im Apfel essen. Pro Jahr verdrückt jeder von uns 17 Kilo der rotbackigen Gesellen. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen laut dem Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse Elstar, Braeburn und Gala. Allein diese drei Sorten machen beinahe 50 Prozent der bundesweit verkauften Äpfel aus.

Die Vorstellung, dass heutzutage nur drei Sorten die Hälfte der verspeisten Äpfel stellen, ist für Eckart Brandt ein Graus. Der Biobauer aus dem alten Land hat sich dem Erhalt von alten Obtsorten verschrieben. Industrieäpfel, so nennt er die heute gängigen Sorten in einem Interview mit dem Nabu abfällig. „Die sehen nicht nur aus wie ein Lackschuh, die schmecken auch so!“ Aus Überzeugung setzt sich Brandt mit seinen Mitstreitern im Boomgarden-Projekt für die Erhaltung regionaltypischer Obstsorten in Hochstamm-Obsthöfen ein.

Eine wichtige Aufgabe! Mit den alten Sorten verschwindet sonst nicht nur eine ungeahnte Vielfalt an Farben und Formen, sondern auch an Düften und Geschmäckern. Aromen, die in unserer Küche für immer verloren gehen würden.

„Goldprinz“, „Hasenkopf“ und „Altländer Pfannkuchen“, diese Äpfel findet man in keinem Supermarkt. Geschmacklich sind die alten Apfelsorten deutlich intensiver als die heute verbreiteten Sorten. Umso wichtiger, dass sie vor dem Aussterben bewahrt werden.

Eine Arche Noah für die Geschmacksvielfalt

Zusammen mit Gleichgesinnten hat der Mann mit der rotblonden Mähne deshalb den Boomgarden-Park geschaffen. Der Boomgarden, plattdeutsch für Baumgarten, ist laut dem Apfel-Experten eine Arche Noah für fast 1000 Obstsorten. Eine Genbank, die es zu schützen gilt. Auf einem fast vier Hecktar großen Ackerstück in Helmste konnten seit 2012 350 alte Sorten erhalten werden. Nicht nur regionaltypische Äpfel, auch Birnen, Kirschen und Pflaumen.

Der Obstsortenerhaltungsgarten wird vom Bund und dem deutschen Pomologenverein getragen. Außerdem kann jeder Baum-Pate werden. Für 150 Euro können die Paten das idelle Eigentum eines Baumes übernehmen und so helfen, alte Apfelsorten vor dem Aussterben zu bewahren.

Mürbfleischig und schmelzend, so beschreibt der Bio-Bauer die besten Eigenschaften seiner Schätze. Du bietet der Boomgarden-Park auch der lokalen Gastronomie ungeahnte Möglichkeiten.

Rarität auf der Speisekarte

Auch die lokale Gastronomie profitiert vom Boomgarden-Park. Köche aus der Umgebung kommen in den Genuss von einzigartigen Obstsorten, die es sonst nirgendwo zu kaufen gibt. Mit diesen Raritäten auf der Speisekarte begeistern nordeutsche Gastronomen Gäste von Nah und Fern.

Fairness und Verantwortung der Partner

Grünzeug GREEN CHEFS

Gastronomen, die sich für Fairness in der Branche einsetzen und Verantwortung übernehmen, zeichnen wir als GREEN CHEFS aus.

Fairness und Verantwortung in der Gastronomie

Green Chefs - Fairness und Verantwortung in der Gastonomie

GREEN CHEFS setzten auf Nachhaltigkeit beim Einkauf und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln, sie achten auf die Umwelt und bieten ihren Partnern und Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen.

GREEN CHEFS kommen aus allen Ecken der Gastronomie: Sterne-Küche, Bistro und Bio-Restaurant – sie ziehen an einem Strang und engagieren sich gemeinsam. Jeder Einzelne kann schon einiges erreichen, zusammen mischen sie die Gastronomie erst richtig auf. Mit der Auszeichnung zum GREEN CHEFS Partner zeigen Köche und Gastronomen ihren Gästen, dass sie bei ihnen nicht nur gut, sondern auch mit gutem Gewissen essen können.

Steckt in dir auch ein GREEN CHEF? Dann mache mit! Füll dafür einfach unseren Fragebogen aus – dauert maximal 5 Minuten.

GREEN CHEFS Fragebogen

 

 

Kollegen, die schon dabei sind, findest du in unserem Restaurant-Finder.