Native Cooking Award: Silber für das deutsche Team

Back to nature! Beim Native Cooking Award verwandeln sich Köche aus fünf Nationen für einen Tag wieder zu Jägern und Sammlern.

Native Cooking Award auf Knuthenlund

Silber Team Native Cooking AwardEin Zuckerschlecken ist der Native Cooking Award nicht gerade. Der Wettbewerb findet nicht nur in der freien Natur auf Dänemarks größtem Bio-Gut Knuthenlund statt, nein, die Teilnehmer müssen auch ganz ohne heiß geliebten Küchen-Schnickschnack auskommen.

Der Clou: Neben Salz und einem Warenkorb aus regionalen Fleisch-, Schafs- und Ziegenmilchprodukten durften die Köche nur verwenden, was sie auf einem Streifzug durch die umliegenden Wälder und Wiesen erbeuten konnten. Ausgestattet mit Fährrädern, Axt und Spaten ging es so auf Zutatensuche.

Fünf Stunden hatten die Profis Zeit zum Sammeln, Vorbereiten und Brutzeln. Besondere Schwierigkeit: Zum Kochen standem jedem Team lediglich zwei Grills zur Verfügung. An weitere Hilfsmittel oder gar Strom war also nicht zu denken. Eine Herausforderung, die die Profis um Jury-Mitglied Alexander Dressel mit Bravour gemeistert haben. Das Menü „Spaziergang durch Knuthenlund“ begeisterte alle Beteiligten.

Honigwabe und Wasserpfeffer

Ziegenfrischkäse, geräucherter Fisch, Karotten mit Kirschbeeren-Wein, wilde Kräuter und Haselnüsse als Vorspeise, Variationen von der Ziege mit Pastinake und Wasser-Pfeffer-Salz als Hauptspeise und zum krönenden Abschluss Honigwabe mit wilden Früchten – mit diesem exquisten Menü überzeugte das deutsche Team die Jury auf ganzer Linie.  Thomas Merkle, Sebastian Bruns, Nico Sackmann und Daniel Frey erkochten den zweiten Platz hinter Gastgeber Dänemark. „Das ist ein fantastischer Erfolg für uns“, freuten sich die vier Silber-Gewinner.

Bei dem weltweiten einzigartigen Kochwettbewerb für Sterne- und Profiköche, müssen die Teilnehmer nicht nur ihre Kochkunst, sondern auch Kreativität und Erfindungsreichtum beweisen. Besonders erfolgreich: Sebsastian Bruns angelte für das deutsche Team nur mit Haken und Leine zwei Aale aus der Ostsee.

Fünf Teams aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland gingen beim Native Cooking Award an den Start. Am Ende musste sich das deutsche Team nur dem Gastgeber aus Dänemark geschlagen geben. Der außergewöhnliche Kochwettbewerb erinnert daran, dass es ab und an gut tut, sich auf die nächste Umgebung zu besinnen. Mit dem Kochen, was die Natur uns bietet ist umweltschonend und setzt ein Zeichen in Sachen Regionalität.

Boomgarden-Park: Arche Noah für alte Obstsorten

Der Boomgarden-Park bewahrt alte Apfelsorten vor dem Aussterben. Eine Lebensaufgabe für Biobauer Eckart Brandt und seine Mitstreiter.

Boomgarden-Park rettet Äpfel vor dem Aussterben

Boomgarden-Park: Arche Noah für alte Obstsorten Die Deutschen sind Weltmeister im Apfel essen. Pro Jahr verdrückt jeder von uns 17 Kilo der rotbackigen Gesellen. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen laut dem Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse Elstar, Braeburn und Gala. Allein diese drei Sorten machen beinahe 50 Prozent der bundesweit verkauften Äpfel aus.

Die Vorstellung, dass heutzutage nur drei Sorten die Hälfte der verspeisten Äpfel stellen, ist für Eckart Brandt ein Graus. Der Biobauer aus dem alten Land hat sich dem Erhalt von alten Obtsorten verschrieben. Industrieäpfel, so nennt er die heute gängigen Sorten in einem Interview mit dem Nabu abfällig. „Die sehen nicht nur aus wie ein Lackschuh, die schmecken auch so!“ Aus Überzeugung setzt sich Brandt mit seinen Mitstreitern im Boomgarden-Projekt für die Erhaltung regionaltypischer Obstsorten in Hochstamm-Obsthöfen ein.

Eine wichtige Aufgabe! Mit den alten Sorten verschwindet sonst nicht nur eine ungeahnte Vielfalt an Farben und Formen, sondern auch an Düften und Geschmäckern. Aromen, die in unserer Küche für immer verloren gehen würden.

„Goldprinz“, „Hasenkopf“ und „Altländer Pfannkuchen“, diese Äpfel findet man in keinem Supermarkt. Geschmacklich sind die alten Apfelsorten deutlich intensiver als die heute verbreiteten Sorten. Umso wichtiger, dass sie vor dem Aussterben bewahrt werden.

Eine Arche Noah für die Geschmacksvielfalt

Zusammen mit Gleichgesinnten hat der Mann mit der rotblonden Mähne deshalb den Boomgarden-Park geschaffen. Der Boomgarden, plattdeutsch für Baumgarten, ist laut dem Apfel-Experten eine Arche Noah für fast 1000 Obstsorten. Eine Genbank, die es zu schützen gilt. Auf einem fast vier Hecktar großen Ackerstück in Helmste konnten seit 2012 350 alte Sorten erhalten werden. Nicht nur regionaltypische Äpfel, auch Birnen, Kirschen und Pflaumen.

Der Obstsortenerhaltungsgarten wird vom Bund und dem deutschen Pomologenverein getragen. Außerdem kann jeder Baum-Pate werden. Für 150 Euro können die Paten das idelle Eigentum eines Baumes übernehmen und so helfen, alte Apfelsorten vor dem Aussterben zu bewahren.

Mürbfleischig und schmelzend, so beschreibt der Bio-Bauer die besten Eigenschaften seiner Schätze. Du bietet der Boomgarden-Park auch der lokalen Gastronomie ungeahnte Möglichkeiten.

Rarität auf der Speisekarte

Auch die lokale Gastronomie profitiert vom Boomgarden-Park. Köche aus der Umgebung kommen in den Genuss von einzigartigen Obstsorten, die es sonst nirgendwo zu kaufen gibt. Mit diesen Raritäten auf der Speisekarte begeistern nordeutsche Gastronomen Gäste von Nah und Fern.

Fairness und Verantwortung der Partner

Grünzeug GREEN CHEFS

Gastronomen, die sich für Fairness in der Branche einsetzen und Verantwortung übernehmen, zeichnen wir als GREEN CHEFS aus.

Fairness und Verantwortung in der Gastronomie

Green Chefs - Fairness und Verantwortung in der Gastonomie

GREEN CHEFS setzten auf Nachhaltigkeit beim Einkauf und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln, sie achten auf die Umwelt und bieten ihren Partnern und Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen.

GREEN CHEFS kommen aus allen Ecken der Gastronomie: Sterne-Küche, Bistro und Bio-Restaurant – sie ziehen an einem Strang und engagieren sich gemeinsam. Jeder Einzelne kann schon einiges erreichen, zusammen mischen sie die Gastronomie erst richtig auf. Mit der Auszeichnung zum GREEN CHEFS Partner zeigen Köche und Gastronomen ihren Gästen, dass sie bei ihnen nicht nur gut, sondern auch mit gutem Gewissen essen können.

Steckt in dir auch ein GREEN CHEF? Dann mache mit! Füll dafür einfach unseren Fragebogen aus – dauert maximal 5 Minuten.

GREEN CHEFS Fragebogen

 

 

Kollegen, die schon dabei sind, findest du in unserem Restaurant-Finder.