Wo kommt euer Essen wirklich her?

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In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, sich Gedanken darüber zu machen, woher unsere Lebensmittel stammen. Die Herkunft unserer Nahrungsmittel beeinflusst nicht nur unseren Teller, sondern auch die Umwelt und die Gemeinschaften, in denen sie produziert werden. Transparenz in der Beschaffung ist daher von entscheidender Bedeutung.

Die Reise der Lebensmittel

Jedes Lebensmittel, das wir konsumieren, hat eine Geschichte. Von der Ernte bis zum Teller durchläuft es zahlreiche Stationen und wird oft von verschiedenen Akteuren beeinflusst. Die Frage, die sich viele stellen, ist: „Wo kommt mein Essen wirklich her?“ Eine klare Rückverfolgbarkeit der Produkte ermöglicht es Verbrauchern, informierte Entscheidungen zu treffen und sich für Produkte zu entscheiden, die ethisch und umweltbewusst produziert wurden.

Verantwortung in der Beschaffung

Unternehmen stehen in der Verantwortung, die Herkunft ihrer Produkte offen zu legen. Dies bedeutet, dass sie sich nicht nur um die Qualität ihrer Lebensmittel kümmern, sondern auch um die Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden. Die Unterstützung lokaler Bauern und Produzenten kann nicht nur die Qualität der Produkte verbessern, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken und die Umweltauswirkungen durch kürzere Transportwege reduzieren.

Der Einfluss von Transparenz

Transparenz in der Lieferkette fördert das Vertrauen zwischen Verbrauchern und Anbietern. Wenn Kunden wissen, wo und wie ihre Lebensmittel produziert werden, sind sie eher bereit, sich für verantwortungsvolle Optionen zu entscheiden. Dies kann auch zu einer höheren Kundenzufriedenheit führen, da Verbraucher das Gefühl haben, aktiv zur Verbesserung der Welt beizutragen.

Fazit

Die Frage nach der Herkunft unserer Lebensmittel ist mehr als nur ein Trend – sie ist ein wesentlicher Bestandteil eines bewussten Lebensstils. Indem wir uns für Transparenz und Verantwortung in der Beschaffung einsetzen, können wir nicht nur unsere Gesundheit fördern, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt und die Gesellschaft ausüben. Lasst uns gemeinsam die Reise unserer Lebensmittel verfolgen und Entscheidungen treffen, die sowohl uns als auch unserem Planeten zugutekommen.

Transgourmet und Green Chefs: Partnerschaft geht in die Verlängerung

Transgourmet und Green Chefs - Partnerschaft geht in die Verlängerung

Warum damit aufhören, wenn es gut läuft, haben sich die Jungs und Mädels bei Transgourmet gedacht und die Unterstützung der Green Chefs um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Marke Ursprung oder Vonatur bzw. Origine, wie sie in Österreich und in der Schweiz genannt wird, stehen Gastronomen Informationen über die Produzenten in einer Tiefe und Detailverliebtheit zur Verfügung, die einzigartig ist.

Den Einsatz für mehr Transparenz bei der Warenbeschaffung und eine klarere Kommunikation bis an den Tisch schätzen nicht nur die Gäste. Auch wir von den Green Chefs sehen darin großes Potenzial für die Branche und freuen uns daher umso mehr, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Transgourmet fortgesetzt wird.

Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen

Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen 
Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen

Wie wächst das Lübchiner Strohschwein im Stall von Torsten Roder auf? Wie erleben Alm-Rinder den Bergaufstieg mit Monika Grillitsch? Was macht die Hühner-Zucht von Franz Schemmer so besonders? Und warum ist das Gänseleben bei Olaf Gutzeit so lebenswert? Jede Ursprung-Partnergeschichte ist auf der Website nachzulesen und animiert einfach zum Weitererzählen. Genau darin besteht die große Stärke von Transgourmet Ursprung.

Aber auch mit Gemüse, Obst und allem, was die Fischer aus Teichen und Seen angeln, kennen sich die Leute bei Transgourmet bestens aus. Ihr Wissen geben sie in Seminaren und auf Studienreisen weiter. Dabei lässt Transgourmet Gastronomen am Leben der Landwirte, Fisch- und Viehzüchter teilhaben, die ihre Geschichten gerne weitererzählen. Das ist einzigartig und schließt eine Lücke zwischen Handel und Gastronomie.

Wer mal mit auf Reisen gehen möchte, wendet sich am besten direkt an Christian Drexler, der bei Transgourmet alle auf dem Nachhaltigkeitskurs hält.

Transparente Kommunikation bis zum Gast

Durch die Studienreise zum Produzenten von Fisch, Fleisch und Gemüse können Köche und Gastronomen sich noch intensiver mit den Waren beschäftigen, die sie ihren Gästen anbieten. Dieser Mehrwert zählt vor und hinter dem Pass und insbesondere die Gäste honorieren den Einsatz mit Vertrauen und Treue.

Green Chefs Partner wissen, dass es sich  für Gastronomen, Gäste und Gesellschaft gleichermaßen lohnt, auf eine transparente und gelebte Nachhaltigkeitsstrategie zu setzen.

Nachhaltigkeitswerte auf den Tisch bringen

GOOD - BETTER - BEST - Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung - Vonatur - Origine
Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung – Vonatur – Origine

Um eine nachvollziehbare und transparente Kommunikation gewährleisten zu können, hat Transgourmet unter Ursprung, Vonatur und Origine Standards definiert. Jedes Produkt, das unter der Marke vertrieben wird, muss durch den Prüfungsprozess und wird in ein 3-Level Rating-System aufgeteilt: Good – Better – Best.

Dem liegen Kriterien von etablierten Labels und Standards wie Bio, dem Label des Deutschen Tierschutzbundes oder Naturland zugrunde. Alle Mitwirkenden wie Landwirte oder Züchter werden dafür regelmäßig besucht und kontrolliert, um die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien sicherzustellen.

Die Partnerschaft geht in die Verlängerung

Transgourmet Ursprung und Green Chefs – das passt einfach. Daher stoßen wir jetzt auf ein weiteres gemeinsames Jahr an. Prost!

In Lebensmitteln steckt Leben drin

In Lebensmitteln steckt Leben drin

Die Wertschätzung für Lebensmittel soll wieder steigen. Das wünschen sich nicht nur Köche und Gastronomen. Mit der Initiative „Biostadt München“ möchte jetzt auch das Umweltreferat zum Umdenken anregen und vermehrt auf das Thema Nachhaltigkeit in der Gastronomie und beim Einkauf aufmerksam machen.

Ich will ein Rind von dir!

Gastronomen, die Fleisch aus artgerechter Haltung verarbeiten, können sich im Rahmen der Initiative „Biostadt München“ auf das Siegel – ein stilisierter Rinderkopf auf goldenem Grund – bewerben und mit der Auszeichnung ihren Gästen zeigen, dass sie Wert auf beste Qualität und faire Zuchtbedingungen der Tiere setzen. Bio-Fleisch ist dabei kein Muss. Es geht den Initiatoren in erster Linie darum, die Kommunikation zwischen Gast, Erzeuger und Gastronomen anzukurbeln. Regional begrenzt ist der Einsatz selbstredend nicht. Green Chefs Partner leben die Wertschätzung für die Lebensmittel, die in ihre Küche wandern, schon lange.

Selbstverständlich Nose to Tail

Ich will ein Rind von dir!Dass für Steak, Rippchen und Co. ein Lebewesen gestorben ist, ist vielen Verbrauchern heute nicht mehr wirklich bewusst. Das Filet gibt’s ja auch so schön in Folie geschweißt im Supermarkt. Den Geschmack von Nieren, Leber oder gar Hirn kennen heute nur noch die wenigsten. Einige Köche pflegen daher immer konsequenter „Oma’s alte Küche“ und setzen  selbst Knochenmark, Schweinefüße und Herzen wieder auf die Karte. Was für die einen stark gewöhnungsbedürftig ist, ist für die anderen ein Grundbedürfnis. Am Tier ist schließlich mehr dran als Filet und Nose to Tail eigentlich eine Selbstverständlichkeit für einen Koch mit Ehre!

Ein Rind am Stück, bitte

Ganz Mutige lassen sich das ganze Tier liefern und verwerten von Schwanz bis Schnauze alles. Das braucht zwar deutlich mehr Zeit und kostet sicher einiges an Mühe und Schweiß, lohnt sich aber. Wer das Handwerk beherrscht, kann sich bei der Arbeit auch von den Gästen über die Schulter schauen lassen und dabei sein Wissen und seine Überzeugung teilen.

Einen besseren Weg, um die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen, kann es kaum geben!

Fair einkaufen: Tu‘ Gutes und sprich darüber!

Lübchiner Strohschwein - Transgourmet UrsprungLübchiner Strohschwein - Transgourmet Ursprung

Fair produzierte Lebensmittel – möglichst direkt Erzeuger – einzukaufen, ist für GREEN CHEFS Ehrensache. Zu wissen, wo die Waren herkommen, hat dabei nicht nur Einfluss auf die eigene Wertschätzung der Waren. Auch die Gäste sind daran interessiert zu erfahren, woher die Zutaten auf ihrem Teller stammen.

Die Wertschätzung für das Produkt ist eine andere, wenn man weiß, dass die Tiere, die verarbeitet werden, unter vernünftigen Bedingungen aufgewachsen sind und wie viel Arbeit im nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse steckt. Die Menschen hinter den Produkten zu kennen, bietet zudem jede Menge Gesprächsstoff für die Kommunikation mit dem Gast. Ihr habt es in der Hand und entscheidet, welche Produkte euch in die Küche kommen.

Mit der Entscheidung für fair produzierte Lebensmittel setzt ihr gegenüber euren Gästen ein klares Zeichen für eine faire und nachhaltige Küche. Vielen Gästen ist die Herkunft der verarbeiteten Lebensmittel sogar wichtiger als der Preis und sind bereit, durchaus mehr dafür zu zahlen.

Restaurant-Marketing „at its best“!

Lübchiner Strohschwein - Transgourmet UrsprungLübchiner Strohschwein - Transgourmet Ursprung
Das Lübchiner Strohschwein im Stall von Torsten Roder

Einen Schritt weitergehen können Köche, indem sie fair und nachhaltig produzierte Waren direkt aus der Region beziehen. Das spart viele Transportkilometer und damit Emission. 

Und: Regionaltypische Gerichten auf der Speisekarte heben sich vom Einheitsbrei ab. Indem ihr euren Gästen die Geschichten hinter den Produkten erzählt, stärkt ihr eure Glaubwürdigkeit und beweist Transparenz. Damit sorgt für einen deutlichen Wiedererkennungswert, der über eure Küche hinausgeht, knüpft ganz neue Synapsen bei den Gästen und gebt ihnen etwas zum Weitererzählen mit nach Hause.

Die Geschichten hinter den Produkten, die in der Küche verwendet werden, können im persönlichen Gespräch weitergeben oder mit entsprechenden Hinweisen in der Speisekarte ausgelobt werden.

Verein berät zur Umstellung auf „Bio“

Demeter listet Lebensmittelproduzenten, deren Waren den Demeter-Richtlinien entsprechen. Gastronomen und Köche können sich dazu auch direkt beraten lassen. Wer voll und ganz auf Demeter-Produkte setzt, kann sich auch als Betrieb zertifizieren lassen. Voraussetzung dafür ist ein hoher Bioanteil, geringer Convenience-Einsatz und eine  Leidenschaft für Geschmack und Genuss. Green Chefs handeln häufig bereits danach, warum das also nicht auch den Gästen aktiv zeigen?!

Geschichten mit Mehrwert

Auch bei Transgourmet Ursprung können Gastronomen sich über die Produzenten informieren – und das in einer Tiefe und Detailverliebtheit, die einzigartig ist. Jede der Partnergeschichten animiert zum Weitererzählen. Darin besteht die große Stärke von Transgourmet Ursprung. Die Fachberater unterstützen Gastronomen mit Marketingmaterialien und beraten dabei, wie sich die Geschichten bis zum Gast transportieren lassen.

Nachhaltigkeit auf der Speisekarte

Vom 7. bis 21. Mai veranstaltet Transgourmet Ursprung die Woche der Nachhaltigkeit, eine Art Paukenschlag, mit dem Gastronomen auf ihr Engagement für Nachhaltigkeit auf der Speisekarte noch mal verstärkt aufmerksam machen können.

20 Restaurants aus dem Kölner Umland nehmen an der Aktion teil und werden bei der Auswahl passender Produkte und der Menüplanung von Transgourmet Ursprung unterstützen. Außerdem steuern die Fachberater für die Aktion Aufsteller, Broschüren, Plakate und digitale Kommunikationsmittel bei.

Schüler backen mit Michael Schieferstein

Schüler backen mit Michael Schieferstein - Pixabay

Green Chefs Partner Michael Schieferstein lädt die Kinder der Mainzer Goethe-Grundschule zum integrativen Backen ein.

ABC der Lebensmittel-Wertschätzung

Schüler backen mit Michael Schieferstein - Pixabay
Schüler backen mit Michael Schieferstein

Im Rahmen des Schulprojektes „ABC der Lebensmittel-Wertschätzung“ backen die Viertklässler der Goethe-Schule in der Mainzer Neustadt zusammen mit dem Green Chefs Partner und passionierten Lebensmittelretter Michael Schieferstein gesunde Plätzchen aus nachhaltigen Lebensmitteln. Los geht es am Freitag, 8. Dezember um 9 Uhr in der Schulküche der Mainzer-Goethe-Grundschule in der Scheffelstraße 2.

Als Ehrengast hat sich Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz und Schirmherr des Schulprojekts, zum gemeinsamen Backen ab 11 Uhr angemeldet. Bereits im fünften Jahr findet diese Plätzchen-Backaktion in der Schulküche der Goethe-Grundschule Mainz statt. In vier Schulstunden werden mit den Schülern der Klasse 4a nachhaltige, gesunde und extra für diesen Anlass kreierte Plätzchen gebacken.

Mainzer Green Chefs Partner engagiert sich

„Das Schulprojekt ist mir ein Herzensanliegen, denn ich bin selbst hier aufgewachsen und zur Schule gegangen“, so Michael Schieferstein zu seinem Engagement gerade in diesem sozialen Brennpunkt mit dem zweithöchsten Ausländeranteil aller Mainzer Stadtteile.

Aus 27 verschiedenen Ländern kommen die Schülerinnen und Schüler. Jeder und jede von ihnen mit unterschiedlichsten sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen. „Eine immense Herausforderung, der sich die Schule, aber auch das Kochprojekt stellt“, so Michael. „Gemeinsam haben wir erreicht, dass die Schülerinnen und Schüler nach anfänglichen Vorbehalten mit großer Begeisterung kochen, das Selbstgekochte zu probieren und gemeinsam zu essen“, zeigt sich der gelernte Koch begeistert vom Erfolg des Schulprojektes.

Im Fokus: Integration und Wertschätzung

Im Mittelpunkt dieses Schulprojektes, das im Schuljahr 2017/18 für 39 Wochen mit jeweils vier Schulstunden pro Woche läuft, stehen die Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Grundnahrungsmitteln, die gesunde Ernährung von Kindern, deren Integration sowie die Gemeinschaft beim gemeinsamen Zubereiten und Verzehren der Speisen.

Nur über die frühzeitige Vermittlung von Wissen über die Wichtigkeit vom richtigen Umgang mit Lebensmitteln und den Wert einer gesunden Ernährung kann ein nachhaltiges Umdenken im Verbraucherverhalten, gerade bei den Kleinsten, erreicht werden.

Ziel des Schulprojektes: eine neue Generation von Konsumenten. Konsumenten, die wieder wertschätzend mit der Ressource Lebensmittel umgehen, die sich nachhaltig und gesund ernähren und die wissen, wie sie die natürlichen Sinnesorgane einsetzen. Und, um das Thema Lebensmittelverschwendung an der Wurzel zu packen.

Weitere Informationen zum Verein FoodFighters e.V. unter www.foodfighters-verein.de

Herkunft wichtiger als Preis

Herkunft wichtiger als Preis

Geht es um den Einkauf guter Lebensmittel, wissen Green Chefs längst, dass es nicht auf den Preis, sondern die Qualität ankommt. Dafür ist insbesondere die Herkunft entscheidend. Auch die Gäste wollen vermehrt wissen, woher das Obst, Gemüse und Fleisch auf ihrem Teller stammen. Das belegt jetzt eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid.

Gästen ist Herkunft wichtiger als der Preis

Herkunft wichtiger als Preis
Herkunft wichtiger als Preis

Von welchem Hof kommt das Rind für das Steak? Wie haben die Schweine gelebt, aus deren Fleisch Würste und Braten entstehen? Mussten die Hühner eng an eng in kleinen Käfigen hocken oder konnten sie den Auslauf in der Sonne genießen? Wie waren die Gewässer beschaffen, in denen sich die Fische tummelten?

Transparenz schafft Vertrauen

Diese Fragen und noch viele weitere rund um die Herkunft von der Lebensmittel stellen sich nicht nur Gastronomen, sondern auch immer mehr Gäste. Damit diese an die Informationen kommen, gilt es vom Produzenten über den Gastronom bis hin zum Gast schlüssig nachvollziehen aufzuzeigen, woher die Waren stammen.

Seite an Seite mit Köchen und Gastronomen kämpft der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) für mehr Transparenz.

Zufriedene Gäste sind gut für’s Geschäft

Klar ist, dass es mehr Aufwand und eine bessere Versorgung benötigt, damit Tiere in Würde und unter artgerechten Umständen aufwachsen können. Dieser Mehraufwand macht sich natürlich beim Preis bemerkbar. Für 3 von 4 Gästen ist dieser aber zweitrangig. Lieber essen sie guten Gewissens und zahlen mehr dafür. Die Herkunft der Lebensmittel ist ihnen also wichtiger als der Preis – sofern Gastronomen sie darüber informieren. Das wurde bei einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Kantar Emnid herausgefunden.

Allerdings fühlen die Gäste sich oft unzureichend informiert. Das wiederum führt stimmt sie zunehmend unzufrieden. Für mehr Transparenz können Gastronomen bereits auf ihren Speisekarten mit entsprechenden Hinweise wie „Almrind vom Michelheimer Hof in Greinau“ sorgen. Und auch auf ihrer Website können die Produzenten und Lieferanten vorgestellt werden.

FIFO – alles eine Frage der richtigen Lagerung

FIFO - alles eine Frage der richtigen Lagerung

FIFO ist keine Zauberformel, sondern Selbstverständlichkeit in der Küche. Lebensmittel, die schon länger am Lager sind, werden demnach zuerst verarbeitet. Ganz klar.

FIFO – keine Zauberformel, aber verdammt nützlich

FIFO - alles eine Frage der richtigen Lagerung
FIFO – alles eine Frage der richtigen Lagerung

Die Überlagerung von Lebensmitteln lässt sich mit dem first-in-first-out-Prinzip vermeiden. Das lernt jeder Koch bereits in den ersten Tagen der Ausbildung. Damit alle Kollegen wissen, was zuerst verarbeitet werden sollte, werden die Satten, in denen die Waren lagern, direkt bei der Anlieferung mit einem Zeit- und Temperaturstempel versehen. So stellt ihr die Verwendung einwandfreier Lebensmittel sicher. Sollten euch doch mal Abweichungen oder Mängel auffallen, weist eure Lieferanten direkt darauf hin. So haben sie die Chance, nachzubessern oder Ersatz zu liefern. Ist auch deutlich fairer, als hinterher zu meckern.

Adeliges Gemüse und Obst – die Tonne ist keine Lösung

Bleiben Lebensmittel dann doch mal etwas länger liegen, weil sie nicht verarbeitet werden konnten, müssen sie trotzdem nicht in der Tonne landen. Wir haben ein paar Vorschläge für euch:

  • Adelige Kartoffeln eignen sich wunderbar als Basis für hausgemachte Gnocchi.
  • Überreife Tomaten wandern in die Sauce oder geben Suppe Farbe.
  • Aus schrumpeligem Gemüse kann ein Sugo eingekocht werden, das zur Pasta passt.
  • Welke Salatköpfe, die die Blätter hängen lassen, werden zu Schmorgemüse.
  • Nicht mehr ganz so frische Äpfel sind perfekt für den Apfelkuchen.
  • Aus braunen Bananen könnt ihr Bananenbrot backen oder sie zum Süßen von Desserts verwenden.

Lebensmittel spenden oder weiterverteilen

Wer keine Kapazitäten hat, welkes Gemüse oder nicht mehr ganz so frisches Obst zu verarbeiten, kann die Lebensmittel natürlich auch an Projekte wie die Tafel spenden. Zudem arbeiten Start-Ups wie SirPlus an professionellen Modellen, um noch brauchbare Lebensmittel weiterzuverteilen.

So wird aus Speiseresten Energie

Wohin mit euren Speiseresten

Die Entsorgung von Speiseresten gehört im Gastgewerbe zum täglich Brot. Durch eine effiziente und nachhaltige Entsorgung der von Lebensmittelresten, Frittierfett und pflanzlichen Speisefetten könnt ihr eine Menge Geld sparen.

Speiseresteentsorgung 2.0

Wohin mit euren Speiseresten
Wohin mit euren Speiseresten?

Speisereste fallen in der Gastronomie täglich an und die Entsorgung ist ein notwendiges und oft teures Übel. Die Lebensmittel müssen bis zu ihrer Abholung in gesonderten Tonnen gekühlt gelagert werden. Ohne automatisierte Speiseresteentsorgung entstehen für das Management der (Groß-)Küchen Kosten für die Verarbeitung, Lagerung und den Abtransport der Speisereste.

Moderne Entsorgungssysteme sind nicht nur ein Segen für die Logistik, sie sparen euch auch Personal- und Lagerkosten.

Wohin mit euren Speiseresten?

Eine Möglichkeit, mit den Speiseresten schnell und sauber fertig zu werden, ist, sie an Sammelstellen zur Weiterverarbeitung geben. Die Anbieter solcher Entsorgungssysteme sammelt eure Reste nach eurem Rhythmus ein beliefert damit wiederum Biogasanlagen zur umweltfreundlichen Gewinnung von Energie.

Auch möglich: Ihr lagert eure Speiserest über einen längeren Zeitraum in speziellen Tanks vor Ort ein. Diese Tanks zermahlen eure Reste direkt zu einem feinen Brei – manche werden sogar mit sogar Muscheln, Schalen von Krustentieren oder Knochen fertig! Das Verfahren spart im Gegensatz zu den klassischen Speiserestetonnen Platz sowie Lagerkosten und die Abfälle müssen nicht gekühlt werden, was wiederum Energie spart. Auch diese Biomasse kann zum Befeuern von Biogasanlagen genutzt werden oder findet in Kompostier-oder Kläranlagen eine weitere Verwendung als nachhaltig erzeugte Energiemasse.

So wichtig ist den Gästen Bio-Qualität

So wichtig ist den Gästen Bio-Qualität

Nachfrage, Image, Ausgabebereitschaft – eine Umfrage von Andechser gibt Aufschluss darüber, wie wichtig den Gästen Bio-Qualität bei den Lebensmitteln ist.

Bio ist ein wichtiges Thema in der Gastronomie

So wichtig ist den Gästen Bio-Qualität
So wichtig ist den Gästen Bio-Qualität

Bio bleibt im Außer-Haus-Markt gefragt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Andechser Molkerei Scheitz. Besonders hohen Stellenwert für Gäste haben entsprechende Speisen in Restaurants (41 Prozent), gefolgt von Hotels (35 Prozent) sowie Bäckereien und Cafés (34 Prozent). Für Green Chefs Partner ist der Einsatz von Bio-Lebensmitteln und der regionale Bezug ohnehin selbstverständlich. Dass immer mehr Gastronomen darauf setzen wird von den Gästen nicht nur nachgefragt, sondern auch entsprechend gewürdigt.

Gastronomen können beim Einsatz von Bio-Lebensmitteln auch mit einem Imagegewinn rechnen: Rund die Hälfte der Befragten den Studie nimmt ein solches Angebot positiv wahr. Relevant aus gastronomischer Sicht ist auch die Frage, ob Gäste für Biogerichte auch mehr bezahlen. 43 Prozent der Befragten beantworteten diese Frage mit „Ja“, so die Andechser Molkerei Scheitz. In Restaurants seien es sogar üppige 65 Prozent der Gäste, die für Bioküche mehr ausgeben würden.

Die Gründe für die Entscheidung für Bio-Lebensmittel sind unter anderem mehr Natürlichkeit der Produkte, also der Verzicht von Zusatzstoffen, Pestiziden und Gentechnik (76 Prozent), die Unterstützung einer artgerechten Tierhaltung (72 Prozent) sowie die auf eine nachhaltige Landwirtschaft ausgelegte Herstellung (68 Prozent). Die Städter verbinden mit dem Prädikat „bio“ vor allem Tierschutz (73 Prozent), die Unterstützung von Bio-Bauern (73 Prozent) sowie Umweltschutz (68 Prozent).

Definition von „Regional“: 102 Kilometer im Umkreis

Bei Bio-Molkereiprodukten wie Milch, Jogurt, Quark und Käse ist der Trend am deutlichsten, aber auch Eier (61 Prozent) sowie Gemüse und Obst (55 Prozent) werden vermehrt in Bio-Qualität nachgefragt. Um zusätzlich als regional durchzugehen, müssen die Lebensmittel im Schnitt aus einem Umkreis von höchstens 102 Kilometern stammen. Die strengste Auffassung von „Regional“ haben die Befragten im Großraum Düsseldorf und Köln: Regionale Produkte sollen aus einem Radius von etwa 80 Kilometern bezogen werden. Die Berliner zählen zu ihrem regionalen Umland einen Radius von rund 118 Kilometern.

Nicht nur die Andechser-Studie zeigt, dass sich etwas bewegt am Markt und dass ein Umdenken bereits in vollem Gange ist.

FoodFighters gegen Lebensmittelverschwendung

Neuer Unterstützer: Michael Schieferstein von den Food Fighters

Ein Hoch auf die Wertschätzung unserer Lebensmittel: Michael Schieferstein kämpft mit den FoodFighters gegen Verschwendung.

FoodFighters sagen Lebensmittelverschwendung den Kampf an

Neuer Unterstützer: Michael Schieferstein von den FoodFightersSchaut man sich die Mengen an Lebensmitteln an, die im Supermarkt Tag für Tag im Müll landen, kann einem schon mal ein bisschen anders werden. Kistenweise Obst und Gemüse, aber auch Milchprodukte, Fleisch und Fisch werden weggeworfen. Oft ist die Ware noch völlig in Ordnung, in der Tonne landet sie trotzdem.

Grund dafür sind Gesetzgebungen, die genau vorschreiben, was, wann, wie und unter welchen Umständen weggeworfen werden muss. Und wir Verbraucher, die oft nur die optisch attraktivsten Lebensmittel kaufen.

FoodFighters kämpfen gegen Verschwendung

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Immer mehr Gruppen und Vereinigungen geben alles, um dem Wegwerf-Wahnsinn endlich ein Ende zu setzen. An der Spitze der Aktivisten gegen Lebensmittelverschwendung stehen die FoodFighters. Küchenmeister Michael Schieferstein beschäftigt sich schon seit 20 Jahren mit dem Thema und hat die FoodFighters ins Leben gerufen, um gemeinsam viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

Die FoodFighters sind eine Gruppe von Lebensmittelexperten und -aktivisten, die sich gegen Lebensmittelverschwendung und für die Wertschätzung unserer Nahrungsmittel einsetzen. Ihre Projekte sind vielfältig. Ob Ernährungsberatung für Schüler, Kräuterlehrgänge oder Zusammenarbeit mit den Tafeln, immer wollen sie auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren wertvollen Gütern aufmerksam machen.

12 Tonnen gerettete Lebensmittel

Erst neulich ist so etwas ganz Großes entstanden: zum dritten hessischen Tag der Nachhaltigkeit haben Michael Schieferstein und die FoodFighters in Wiesbaden eine riesige Open Air Kochshow veranstaltet. Dabei wurden 12 Tonnen Lebensmittel aus Aus- und Überschuss gerettet. Schieferstein berichtet „80 Prozent der Ware war hochwertiges Bio-Gemüse oder Milchprodukte wie Jogurt und Sahne“. Über 5000 Mahlzeiten konnten dabei kostenlos an alle Besucher verteilt werden. Ein großartiger Erfolg!

ABC der Lebensmittel-Wertschätzung

Eine Herzensangelegenheit für Schieferstein ist es, Kindern gesunde Ernährung und Wertschätzung von regionalen Nahrungsmitteln zu vermitteln. So ist auch das Schulprojekt ABC der Lebensmittel-Wertschätzung entstanden. Hierbei lernen die Grundschulkinder ohne Druck verschiedene Lebensmittel kennen, kochen gemeinsam und essen anschließend in der Gruppe. Bislang wurde das Schulprojekt als Pilot-Projekt an einer Grundschule in Mainz durchgeführt. Michael Schieferstein ist aber guter Hoffnung, dass das Projekt in einiger Zeit auch auf bundesweite Ebene ausgeweitet werden kann.

Die FoodFighters engagieren sich für ein Thema, das jeden Gastronomen betrifft. Lebensmittelverschwendung ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern treibt auch die Preise in die Höhe. Schließlich landen mit den Lebensmitteln auch eingesetzte Rohstoffe, die Zeit der Verarbeitung in der Küche und die eingesetzte Energie in der Tonne. Es ist an der Zeit, die Dinge anzupacken!