Honig ist nicht nur süß – er ist ein Gewürz

Bienenstock - Adobe Stock

Honig spielt auf vielen Speisekarten eine Statistenrolle. Er taucht im Dressing auf, süßt ein Dessert oder landet im Tee. Für ein Naturprodukt mit so komplexer Herkunft und Aromatik ist das erstaunlich wenig. In der professionellen Küche wird sein Potenzial bislang kaum ausgeschöpft.

Ein Blick in die sogenannte Honigküche, wie sie etwa die Hamburger Imkerei elbgelb gemeinsam mit Köchin Magalie Piehler entwickelt, zeigt eine andere Perspektive. Honig ist nicht bloß Zuckerersatz, sondern ein eigenständiges Würzmittel.

Sein Aromenspektrum lässt sich eher mit Wein oder Kaffee vergleichen. Herkunft, Tracht, Jahresverlauf und Verarbeitung hinterlassen ihren sensorischen Fingerabdruck. Honig verlässt damit seine stumme Rolle und tritt ins Rampenlicht.

Für die Gastronomie eröffnen sich neue Möglichkeiten. Gerichte gewinnen an Profil, der Service erzählt andere Geschichten, und regionale wie nachhaltige Konzepte bekommen zusätzliche Tiefe. Honig wird damit vom Statisten zum Gestaltungselement.

Von der Süße zur Aromatik

Die Vollwertküche süßt seit Jahrzehnten mit Honig statt mit raffiniertem Zucker. Die moderne Honigküche verschiebt jedoch den Schwerpunkt: Nicht die Süßkraft steht im Vordergrund, sondern die Aromatik. Honig wird als Aromaträger eingesetzt, dessen Süße bewusst und dosiert mitgedacht wird.

Jeder Honig bringt ein eigenes sensorisches Profil mit. Das Spektrum reicht von blumig, zartfein und frisch-fruchtig über zitrus-fruchtig, grün und erfrischend bis zu malzig, harzig, trocken, würzig oder fein bitter.

Dazu kommen Säure, Mundgefühl und Textur. Standort, Tracht, Jahrgang und imkerliche Arbeitsweise formen ein Terroir, das Honig zu einer differenzierten Zutat macht.

Entscheidend ist dabei die Qualität. Stark prozessierte, mehrfach erwärmte, gefilterte und abgefüllte Honige verlieren häufig an aromatischer Spannung. Sie mögen zuverlässig süßen, erzählen geschmacklich aber oft wenig.

Wer Honig als Gewürz einsetzen möchte, sollte deshalb möglichst unmittelbar bei Imkereien einkaufen, die ihre Honige sensorisch beschreiben können und transparent über Herkunft sowie Gewinnung informieren.

Vielfalt statt Einheitsware

In vielen Küchen landet noch immer ein anonymer Eimerhonig in Dressings, Saucen und Desserts. Die Unterschiede einzelner Honige bleiben dabei ungenutzt. Erst die bewusste Auswahl macht Honig kulinarisch spannend.

Akazienhonig zeigt sich meist mild und floral, mit zurückhaltender Säure. Er eignet sich dort, wo Süße und ein zarter Honigton gefragt sind, ohne andere Aromen zu überlagern. In „Hot Honey“ – mit Chili aromatisiertem Honig – trägt er etwa Schärfe und Säure, ohne selbst dominant zu werden.

Sonnenblumenhonig bringt häufig fruchtige Noten und eine feine Säure mit. Damit passt er gut zu Gemüse, Salaten und Kohlgerichten. In einem Coleslaw kann er Frische betonen und dem Gericht eine helle, lebendige Kontur geben.

Honig und Wabe - Adobe Stock
Honig und Wabe – Adobe Stock

Eichenblatthonig wirkt dunkler, malziger und kann beerige sowie leicht säuerliche Anklänge zeigen. Er eignet sich für kräftigere Saucen, Wildgerichte oder gereiften Käse. Waldhonig wiederum ist kein einheitliches Geschmacksbild, sondern kann – je nach Blatt- und Blütentrachten – sehr unterschiedlich ausfallen. Häufig ist er dunkel, warm und malzig; bei höheren Anteilen von Fichten- oder Tannentrachten treten harzige und balsamische Noten hervor. Auch Anklänge von zerriebenen Blättern oder eine leichte Adstringenz sind möglich. Gerade diese Tiefe macht ihn zu einem starken Partner für dunkle Fonds, Pilze, Nüsse und gereifte Käse.

Heidehonig gilt als Charakterkopf: herb, deutlich säurebetont und oft mit einem leichten Bitterton. Er eignet sich, um bewusst Kontraste zu setzen – etwa zu Frittiertem oder sehr cremigen Komponenten. Die Unterschiede sind auf dem Teller klar spürbar und eröffnen der Küche zusätzliche Gestaltungsspielräume.

Aromapairing mit Honig

In der Aromaküche lässt sich Honig entlang zweier Achsen einsetzen: Harmonie und Kontrast. Wo sich Aromen im Honig wiederfinden, entstehen besonders enge Verbindungen.

Zitrus-fruchtige Honige verstärken Zesten, Saucen oder Gemüsegerichte mit Zitrusbezug. Blumige und zartfeine Honige korrespondieren mit Blüten, Steinobst oder feinen Kräutern in Desserts. Harzige, grüne oder malzige Honige greifen Pilze, dunkle Fonds, Nüsse und Röstaromen auf.

Ebenso wirksam ist der bewusste Bruch: Ein herber Heidehonig neben scharfem Fried Chicken verändert die Wahrnehmung des Gerichts. Ein dunkler, malziger Waldhonig zu gereiftem Ziegenkäse schafft Tiefe im Zusammenspiel von Fett, Salz und Süße. Ein leicht bitterer Honig verhindert bei sehr cremigen Komponenten, dass diese eindimensional oder plump süß wirken.

Eine einfache Küchenregel hilft bei der Dosierung: Je kräftiger ein Gericht angelegt ist, desto charakterstärker darf der Honig sein. Zarte Frühlingshonige verschwinden im geschmorten Fleisch; prägnante Honige können mit solchen Komponenten hingegen mithalten.

Honig beeinflusst nicht nur den Geschmack, sondern auch Struktur und Optik. In Glasuren sorgt er für Glanz und Viskosität, in Dressings und Marinaden unterstützt er die Bindung. In Mousses, Cremes und Parfaits prägt er Mundgefühl und Schmelz.

Beispiele aus der Praxis

„Hot Honey“ hat sich international etabliert. Ein milder Honig wird mit Chiliflocken sanft erwärmt und mit etwas Essig balanciert. Er eignet sich als Glasur oder Topping für frittiertes Geflügel, Blumenkohl, Wurzelgemüse oder Pizza. Je nach verwendeter Honigpartie verändert sich das Profil: floral, fruchtig, zitrusbetont oder würzig.

Beim Coleslaw lässt sich der Einfluss unterschiedlicher Honige besonders gut studieren. Mit Sonnenblumenhonig wirkt der Salat hell, fruchtig und frisch. Eichenblatthonig gibt ihm malzige Tiefe und eine dunklere Note. Heidehonig setzt einen bewussten herben Kontrast – besonders reizvoll als Begleiter scharfer oder frittierter Hauptgerichte. Das Grundrezept bleibt gleich; die Honigwahl definiert seinen Charakter.

Spektakulär, aber handwerklich gut beherrschbar ist das Garen von Fisch in Bienenwachs. Hierfür wird geklärtes Jungfernwachs – also Wachs aus neuen, unbebrüteten Waben – auf rund neunzig Grad erhitzt. Gesalzene Fischfilets werden mit dem flüssigen Wachs übergossen und für etwa zehn bis fünfzehn Minuten confiert. Beim Abkühlen erstarrt die Masse; der Fisch wird anschließend vorsichtig aus dem Wachs gelöst.

Dabei ist die Wahl des Wachses zentral. Bebrütetes Altwachs ist für diese Anwendung ungeeignet: Es kann sensorisch muffige Noten mitbringen und aufgrund der lipophilen Eigenschaften von Wachs auch unerwünschte Rückstände konzentrieren. Ausschließlich sauberes, lebensmitteltaugliches Jungfernwachs liefert das gewünschte Ergebnis.

So gegarter Fisch bleibt saftig und butterweich, mit einer feinen Wachs- und Honignuance. Kombiniert mit Zitronen-Zucchini-Gemüse und einer Kürbiscreme, die mit einem passenden fruchtigen Honig aromatisiert wird, entsteht ein Gericht, das Präzision, Produktwissen und eine starke Geschichte verbindet.

Auch in der Pâtisserie eröffnet Honig interessante Möglichkeiten. Eine Milch-Honig-Mousse kann den Anteil reinen Zuckers zugunsten eines charaktervollen Honigs reduzieren. Honig-Hippen oder Tuiles bringen filigrane Struktur und Sortencharakter auf den Teller. Eine Honig-Lavendel-Torte verbindet florale Honignoten mit Blütenaromen und schafft so eine durchgängige Aromalinie.

Sensorik als Grundlage der Honigküche

Wer Honig gezielt einsetzen will, braucht eine sensorische Grundlage. Einige Imkereien arbeiten bereits mit Bonituren: Jede Honigpartie wird verkostet und mit Blick auf Süße, Säure, Bitterkeit, Aromatik, Textur und Mundgefühl beschrieben.

Dieses Prinzip lässt sich direkt in die Gastronomie übertragen. Mehrere Honige werden im Team verkostet, beschrieben und mit ersten Assoziationen versehen: Passt zu Pilzen, Ziegenkäse, Zitrus, Kohl, Chili, Steinobst oder Nüssen? So entsteht eine interne Honigbibliothek, auf die Küche und Service gleichermaßen zurückgreifen können.

Für sensorisch geschulte Fachkräfte ist die Honigbewertung gut zu erlernen. Dennoch braucht sie ein gemeinsames Rüstzeug: Ein Aromarad hilft beim Finden präziser Begriffe, ein Boniturbogen strukturiert die Verkostung. So wird aus einem vagen „schmeckt gut“ eine nachvollziehbare Beschreibung, die für Rezeptentwicklung, Menüplanung und Kommunikation am Gast nutzbar ist.

Der Weg zur eigenen Honigküche führt damit über Glas, Löffel und einen Bewertungsbogen.

Honig als Story- und Werttreiber

Bewusste Honigkulinarik schafft nicht nur neue Geschmacksebenen, sondern auch erzählbare Mehrwerte. Honige aus einer konkreten Landschaft, von bestimmten Flächen oder aus einer partnerschaftlichen Imkerei lassen sich ähnlich wie Wein über Herkunft, Jahresverlauf und handwerkliche Arbeit vermitteln.

Besonders glaubwürdig wird es, wenn Honig Teil eines umfassenderen Lebensmittelkonzepts ist: etwa durch Kooperationen mit Erzeugerinnen und Erzeugern in der Region, durch blühende Flächen rund um den Betrieb oder durch den eigenen Anbau von Kräutern, Obst und Gemüse, die in Küche und Bienenweide zugleich eine Rolle spielen. So wird der Honig nicht zum dekorativen Nachhaltigkeitssymbol, sondern zum Bestandteil einer nachvollziehbaren Wertschöpfung.

Biene auf Honigwabe - Adobe Stock
Biene auf Honigwabe – Adobe Stock

Sensorische Beschreibungen auf dem Glas, der Getränkekarte oder der Speisekarte helfen Gästen, die Besonderheit einzuordnen. Begriffe wie „harzig und balsamisch“, „zitrus-fruchtig“, „grün und erfrischend“ oder „warm, malzig und trocken“ wecken konkrete Erwartungen, ohne überfordernd zu wirken.

Auf der Speisekarte kann Honig sichtbar ins Zentrum rücken. In Degustationsmenüs begleiten unterschiedliche Honige einzelne Gänge. Ein Käsegang mit drei Honigen verschiedener Herkünfte macht Vielfalt im Direktvergleich erlebbar. Auch ein Signature-Drink oder eine alkoholfreie Begleitung, bei der die verwendete Honigpartie klar benannt wird, schärft das Profil.

Wer Honig auf diese Weise präsentiert, positioniert ihn automatisch hochwertiger. Das schafft Argumente für eine andere Preisgestaltung – nicht für bloße Süße, sondern für Charakter, Herkunft, Handwerk und sensorische Qualität.

Ein neuer Blick auf ein altes Produkt

Für Küchen, die diesen Weg gehen wollen, braucht es keinen radikalen Bruch. Ein guter Anfang ist ein angepasster Einkauf: mehrere klar differenzierte Honige statt eines anonymen Einheitshonigs. Der nächste Schritt ist der Besuch bei einer Imkerei, die ihre Produkte nicht nur verkauft, sondern auch sensorisch erklären kann. So kommen Produktwissen und Geschichten gleich mit in den Betrieb.

Eine konzentrierte Verkostungsstunde mit dem Team schafft das nötige Fundament. Erste gezielte Anpassungen bestehender Gerichte – beim Hausdressing, Coleslaw, Käsegang oder Dessert – machen den Unterschied unmittelbar sichtbar. Eine kurze Schulung des Service hilft dabei, die Geschichten vom Glas bis an den Tisch zu tragen.

Honig ist in der Gastronomie noch längst nicht dort angekommen, wo er kulinarisch stehen könnte. Für Betriebe, die auf Regionalität, Handwerk und nachhaltige Produktqualität setzen, ist das eine Einladung: Wer Honig als eigenständiges Gewürz etabliert, erschließt ein Aromaspektrum, das Gerichte verfeinert – und zugleich die Geschichte von Landschaft, Blüte, Bienen und handwerklicher Imkerei miterzählt.

Enkeltauglicher Wein mit Charakter

Weingut Schmachtenberger - Lage

Das Weingut Schmachtenberger in Randersacker steht für eine Verbindung aus Tradition und zeitgemäßem, verantwortungsvollem Weinbau. Seit über zwölf Generationen wird hier Wein erzeugt, dennoch versteht sich der Betrieb nicht als nostalgischer Hüter alter Zeiten. Im Mittelpunkt steht ein zukunftsorientierter, biologischer Weinbau, der den Begriff „enkeltauglich“ ernst nimmt. Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern Teil der Qualitätsdefinition – im Weinberg, im Keller und im täglichen Denken.

Wie das Weingut Schmachtenberger Nachhaltigkeit lebt

Die Weine tragen diesen Anspruch bereits im Namen: „Weine mit Charakter“. Gemeint ist damit nicht nur ein prägnantes Geschmacksprofil, sondern auch eine klare Haltung zu Umwelt, Ressourcen und Herkunft. In einer Branche, in der Herkunftsbegriffe oft inflationär verwendet werden, setzt Schmachtenberger auf überprüfbare Standards und transparente Kommunikation. Das zeigt sich sowohl in der Zertifizierung als Bio-Weingut als auch in der Mitgliedschaft bei anspruchsvollen Verbänden. Haltung und Handwerk sollen im Glas spürbar werden.

Bio, Naturland, Ethos: Nachhaltigkeit mit System

Schmachtenberger ist als biologisches Weingut zertifiziert und trägt das EU-Bio-Siegel (DE-ÖKO-022). Ergänzt wird dies durch die Naturland-Zertifizierung, die deutlich über die gesetzlichen Bio-Mindeststandards hinausgeht. Hinzu kommt die Mitgliedschaft bei Ethos, einem Verband, der für ganzheitliche, faire und ressourcenschonende Landwirtschaft steht. Diese Kombination richtet den Betrieb klar auf langfristige Bodenfruchtbarkeit und Ressourcenschonung aus.

Weingut Schmachtenberger - Erde
Weingut Schmachtenberger – Erde

Bioweinbau bedeutet unter anderem den Verzicht auf synthetische Pestizide und leichtlösliche Mineraldünger. Stattdessen stehen stabile Ökosysteme im Weinberg im Fokus. Humusfördernde Bewirtschaftung, Begrünung und ein insgesamt zurückhaltendes, auf Beobachtung basierendes Eingreifen prägen den Alltag. Ziel ist es, Reben zu stärken, statt sie in Abhängigkeit von externen Inputs zu bringen. So entsteht eine Grundlage, die auch künftigen Generationen eine wirtschaftliche Nutzung ermöglicht.

Früh stellte Markus Schmachtenberger den gängigen Lösungsweg infrage, Probleme im Weinbau immer weiter chemisch zu beantworten. Der Ansatz, für jede Herausforderung ein neues chemisches Wundermittel zu entwickeln, erschien ihm zu kurz gedacht. Stattdessen vertraut er darauf, dass sich die Natur in vielen Bereichen selbst helfen kann. Biologischer Weinbau wird so zum Lernprozess, der das Ökosystem Weinberg ernst nimmt und aktiv fördert.

Der Weinberg als lebendiges Ökosystem

Konsequent setzt Schmachtenberger auf schonende, intelligente Pflanzenschutzstrategien. Gegen Mehltau nutzt er etwa Biocarbonate, also ein Backpulver-Präparat. Damit lässt sich der Pflanzenschutzaufwand deutlich reduzieren, ohne die Reben sich selbst zu überlassen. Die Maßnahme passt ins Gesamtkonzept: so viel Schutz wie nötig, so wenig Eingriff wie möglich.

O-Ton Markus Schmachtenberger: „Ich brauche Struktur auf der Fläche.“ Struktur heißt für ihn Vielfalt. Der Weinberg soll kein steriles Monokultursystem mehr sein, sondern ein lebendiger Raum mit vielen Funktionen. Deshalb pflanzt das Weingut Bäume und pflegt Hecken in den Lagen. Sie bieten Lebensraum, brechen Wind, spenden Schatten und schaffen Mikroklimata, die den Reben zugutekommen.

Zentral ist eine konsequente Begrünungswirtschaft. In den Zeilen wächst eine Saatmischung aus über zwanzig Komponenten, sorgfältig ausgewählt für Bodenleben, Durchwurzelung und Erosionsschutz. Diese Pflanzen „füttern“ den Boden, liefern organische Masse, lockern die Struktur und fördern Mikroorganismen. Der Weinberg wird damit zu einem Kreislauf, in dem Nährstoffe zirkulieren, statt als Dünger von außen zu kommen.

Gleichzeitig arbeitet das Weingut daran, Monokulturen Schritt für Schritt aufzulösen. Unterschiedliche Begrünungen, Blühstreifen, strauchige Randzonen und Bäume sorgen für mehr Biodiversität. Insekten, Vögel und Nützlinge finden Raum und tragen zum natürlichen Gleichgewicht bei. Krankheiten und Schädlinge sollen gar nicht erst ungebremst dominieren, weil das System vielfältig und widerstandsfähig ist.

Pflanzen müssen beobachtet werden, so Schmachtenberger. Reben zeigen ihre Probleme, wenn man genau hinschaut. Blätter, Wuchsform und Traubenbild liefern Hinweise, bevor ein Schaden entsteht. Dieses genaue Beobachten ersetzt nicht nur manche Spritzung. Es schärft auch das Verständnis für jeden einzelnen Weinberg und seine Eigenheiten.

Muschelkalk, Handwerk und Herkunft im Glas

Die Weinberge des Gutes liegen auf Muschelkalkböden rund um Randersacker – ein Terroir, das für mineralische, druckvolle Weine bekannt ist. Schmachtenberger versteht diese Böden nicht nur als geologisches Detail, sondern als identitätsstiftenden Faktor. Die Weine sollen die Herkunft schmeckbar machen, nicht uniformen Stilen hinterherlaufen. Kräftige, vollmundige Weine mit klarer Handschrift sind das erklärte Ziel.

Weingut Schmachtenberger
Weingut Schmachtenberger

Der Weg dahin führt über konsequent handwerkliche Arbeit: vom Rebschnitt über die selektive Lese bis zur schonenden Verarbeitung im Keller. Jede Entscheidung orientiert sich an der Frage, wie Eigenständigkeit und Ausdruck bewahrt werden können. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter eine hohe Zahl an Gold- und Silbermedaillen bei fränkischen Prämierungen, bestätigen diesen Ansatz. Qualität und Nachhaltigkeit werden nicht als Gegensätze gedacht, sondern als zwei Seiten derselben Medaille.

Ein besonderer Baustein dieses Qualitätsverständnisses ist die Arbeit mit genetischer Vielfalt im Weinberg. Statt auf wenige, genetisch identische Klone zu setzen, verfolgt Schmachtenberger den Weg der Massenselektion. Aus alten, bewährten Anlagen werden Rebstöcke mit besonderen Eigenschaften ausgewählt und vermehrt. So entstehen Rebanlagen mit vielen Individuen, die sich in kleinen Nuancen unterscheiden.

Diese Vielfalt stärkt das Gesamtsystem. Unterschiedliche Reben reagieren verschieden auf Wetter, Krankheiten und Stress. Der Weinberg wird dadurch in sich robuster und kann auf Klimaschwankungen besser reagieren. Gleichzeitig entsteht im Glas eine größere Tiefe, weil viele Facetten zusammenkommen. Herkunft, Boden und Jahrgang bekommen mehr Raum, sich auszudrücken.

Nachhaltigkeit als Angebot an Gastronomie und Handel

Für Gastronomie und Fachhandel bietet ein derart aufgestelltes Weingut weit mehr als ein sauberes Bio-Logo auf der Karte. Es liefert eine erzählbare Geschichte von Herkunft, Verantwortung und Handwerk. In einer zunehmend werteorientierten Genusskultur wächst die Bedeutung solcher Geschichten. Gerade dort, wo Gäste bewusster nachfragen und Betriebe ihr Nachhaltigkeitsprofil schärfen wollen, werden diese Details zum Pluspunkt.

Schmachtenberger positioniert sich als Partner für Betriebe, die Wein nicht nur als Begleitung, sondern als Teil ihres nachhaltigen Gesamtkonzepts verstehen. Enkeltauglicher Weinbau, gelebte Bio-Standards, Verbandseinbindung und ein klarer Herkunftsbezug schaffen ein Angebot, das über sensorische Qualität hinausgeht. Biodiversität im Weinberg, schonender Pflanzenschutz und Massenselektion machen die Weine zu Botschaftern eines anderen Landwirtschaftsverständnisses.

Nachhaltigkeit wird hier zur Geschmacks- und Haltungsfrage. Im Glas steht ein Wein mit Charakter, im Hintergrund steht eine Landwirtschaft, die Zukunft mitdenkt. Für Hotellerie, Gastronomie und Fachhandel entsteht so ein Sortiment, das sich nicht nur gut trinken, sondern auch gut erklären lässt – vom Muschelkalk bis zur Begrünungsmischung im Weinberg.

www.weine-mit-charakter.de

Perlende Konsequenz: Die Strauch Sektmanufaktur

Strauch Sektmanufaktur - Weinberg

Mit der Strauch Sektmanufaktur rückt ein Betrieb in den Fokus, der Nachhaltigkeit nicht als Trend, sondern als Konsequenz versteht. Im rheinhessischen Osthofen entstehen Schaumweine, die kompromisslos handwerklich gedacht sind und eine klare ökologische Haltung transportieren. Für die Gastronomie bietet das Haus ein Angebot, das weit über den klassischen „Haussekt“ hinausgeht und sich sowohl für den Aperitif als auch für die Speisenbegleitung eignet.

Bio aus Prinzip, nicht als Profilierung

Die Strauch Sektmanufaktur arbeitet vollständig biologisch und ist entsprechend zertifiziert. Die Weinberge werden ökologisch bewirtschaftet, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel bleiben draußen, das Ziel ist ein stabiles, ausbalanciertes Ökosystem.

Strauch Sektmanufaktur - Reben
Strauch Sektmanufaktur – Reben

Bemerkenswert ist zudem, dass der Betrieb seinen Strom selbst aus erneuerbaren Energien erzeugt und damit einen weiteren Baustein in Richtung Klimaverantwortung setzt. Der Anspruch: die natürlichen Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Sekte zu erzeugen, die Herkunft und Haltung nachvollziehbar im Glas zeigen.

Handwerk, Zeit und Präzision in der Flasche

Die Sekte werden nach der traditionellen klassischen Flaschengärmethode erzeugt. Grundlage ist die reine Handlese, die eine sorgfältige Auswahl des Traubenmaterials ermöglicht, gefolgt von einer schonenden Verarbeitung der Grundweine.

Strauch Sektmanufaktur - Flasche
Strauch Sektmanufaktur – Flasche

Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist das ausgedehnte Hefelager: Mindestens 15 Monate liegen die Sekte auf der Hefe, deutlich länger als gesetzlich gefordert. Diese Geduld zahlt sich sensorisch aus – feine Perlage, mehr Tiefe, eine komplexere Aromatik und eine bemerkenswerte Länge im Abgang machen die Produkte auch für anspruchsvolle Wein- und Food-Konzepte interessant.

Champagner-DNA trifft Rheinhessen

Die Rebsortenwahl verbindet internationale und regionale Stilelemente. Neben den klassischen Champagner-Sorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir setzt die Strauch Sektmanufaktur auf in Rheinhessen typische Varietäten wie Weißburgunder und Riesling.

Diese Kombination erlaubt eine große stilistische Bandbreite – von eleganten, straffen Cuvées mit klarer Säurestruktur bis hin zu aromatischeren Varianten, die auch kräftig gewürzte Küche aufnehmen können. Damit ergeben sich vielfältige Anschlussmöglichkeiten an moderne gastronomische Konzepte, einschließlich vegetarischer und veganer Küchenstile.

Ein Baustein für nachhaltige Getränkekarten

Für Betriebe, die Nachhaltigkeit nicht nur im Food-Bereich, sondern über das gesamte Sortiment hinweg abbilden wollen, liefert die Strauch Sektmanufaktur ein schlüssiges Gesamtpaket.

Biozertifizierung, der Einsatz erneuerbarer Energien und die konsequente handwerkliche Ausrichtung sind klar kommunizierbare Argumente gegenüber einem zunehmend bewussten Publikum. Gleichzeitig positioniert sich das Haus qualitativ in einem Segment, das sich mit etablierten Schaumwein-Regionen messen lassen will – ein wichtiger Aspekt für gastronomische Konzepte, die Genuss und Verantwortung verbinden möchten.

Bioweine als Gewinn: Eine Bereicherung für moderne Gastronomie

Sanderweine - Stefan und Lukas Sander

Die Gastronomie erlebt einen Wandel. Gäste suchen zunehmend nach Authentizität. Nachhaltige Produkte stehen im Fokus der Aufmerksamkeit. Bioweine bieten hier eine perfekte Antwort. Sie stehen für Qualität und ökologische Verantwortung. Das Weingut Sander lebt diese Überzeugung seit drei Generationen. Es praktiziert naturgemäßen Weinbau konsequent.

Überzeugung seit Generationen: Der Bio-Weg von Sander

Ottoheinrich Sander war ein Pionier seiner Zeit. Schon in den fünfziger Jahren begann er. Er stellte die Weinberge auf ökologischen Anbau um. Sein Weitblick war damals außergewöhnlich. Er legte damit die Wurzeln des heutigen Erfolges. Dies war lange vor dem allgemeinen Trend. Er zeigte den Mut zur Veränderung.

Die Familie prägt den Weinstil nachhaltig. Ottoheinrich steht für die Wurzeln des Betriebs. Sein Sohn Gerhard sorgt für die Perfektion der Weine. Enkel Stefan ist verantwortlich für die stilistische Entwicklung. Gemeinsam feilen sie am einzigartigen Charakter. Ihr gemeinsamer Antrieb ist die Natur. Sie wissen, was gute Weine ausmacht.

Die Philosophie ist klar definiert. Nur lebendige Böden sind ein Garant. Sie ermöglichen wirklich terroirgeprägte Weine. Die Idee vom Geschmack der Weine ist natürlich. Sie wird von den Gegebenheiten der Natur definiert. Jahresverlauf, Boden und Rebenalter sind hierbei essentiell. Dies ist die Grundlage für ihre Qualität.

Sanderweine - Team
Sanderweine – Team

Im Weinberg: Natur als Partner für exzellente Weine

Die Arbeit bei Sander richtet sich nach dem biodynamischen Kalender. Dieser speist sich aus menschlicher Erfahrung. Mond- und Sonnenzyklen beeinflussen die Arbeit. Sternekonstellationen spielen eine Rolle. Auch die Bewegungen des Sonnensystems werden beachtet. Dies sorgt für eine harmonische Bewirtschaftung. Die Reben entwickeln sich optimal.

Der respektvolle Umgang mit der Natur ist essenziell. Ein lebendiger Boden ist die beste Grundlage. Er sorgt für geschmackvolle Weine. Biologische Aktivität wird natürlich erhalten. Mist, Kompost und Stroh kommen zum Einsatz. Auch Gründüngungspflanzen tragen dazu bei. Diese organischen Materialien steigern den Humusgehalt. Ein „garer“ Boden entsteht.

Der Marienkäfer ist das Markenzeichen von Sander. Er ziert die Etiketten der Weine. Er symbolisiert die wichtigen Nützlinge im Weinberg. Diese Tiere werden gehegt und gepflegt. Sie sind Helfer im natürlichen Kreislauf. Das ist ein deutliches Zeichen. Es zeigt die tiefe Verbundenheit zur Natur.

Die Weinberge sind von kleinen Fluren geprägt. Hecken und Böschungen bleiben erhalten. Mauern und Begrünungspflanzen bieten Lebensraum. Dies fördert die Pflanzenvielfalt. Nützliche Tiere finden hier ein Zuhause. Sie unterstützen bei der Schädlingsbekämpfung. Fliegen, Würmer und Insekten sind wichtige Zeiger. Sie bestätigen die korrekte Bewirtschaftung.

Die Reben wachsen auf fruchtbaren Lößböden. Sie befinden sich rund um Mettenheim. Eine ganzheitliche Bewirtschaftung ist selbstverständlich. Der Wein erhält so eine tiefe Prägung. Das Terroir wird im Geschmack spürbar. Die Qualität und das Terroir stehen im Vordergrund. Das macht die Weine so besonders.

Sander Weine: Unerwartete Vielfalt für die Gastronomie

Sander Weine bieten eine besondere Auswahl. Das Sortiment begeistert Gastronomen. Es enthält Weine, die man im Biosegment nicht erwartet. Diese Spezialitäten sind eine echte Bereicherung. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für die Weinkarte. Gastronomen können sich so vom Wettbewerb abheben. Die Herkunft der Weine ist klar erkennbar.

Die mineralischen Weine vom Löß sind ein Highlight. Sie zeigen die Besonderheit des Bodens. Jeder Wein ist Ausdruck der Natur. Er ist auch das Ergebnis sorgfältiger Handarbeit. Die Idee für den Weingeschmack ist klar. Sie wird von natürlichen Gegebenheiten bestimmt. Jahrgang, Boden und Rebenalter sind entscheidend.

Das Angebot ist vielfältig und hochwertig. Es spricht anspruchsvolle Gäste an. Die Aufnahme von Sander Weinen lohnt sich. Sie zeigt Wertschätzung für Nachhaltigkeit. Sie bietet ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Mit Sander wählen Sie einen Partner. Dieser steht für Qualität und Verantwortung. Blühende Landschaften sind das Versprechen. Ein echtes Geschenk für zukünftige Generationen.

www.sanderweine.de

Die Jordan Papierflasche revolutioniert den Olivenölmarkt

Jordan Olivenöl - Papierflasche

Neuheit in der Gastronomie. Diese Entwicklung ist für Hoteliers, Caterer und Gastronomen interessant. Sie zeigt, wie Nachhaltigkeit und Qualität Hand in Hand gehen können.

Seit 1989 pflegt die Familie Jordan ihre Olivenhaine. Diese befinden sich auf der griechischen Insel Lesbos. Beste Olivenöle entstehen durch traditionelle Methoden. Das Unternehmen arbeitet mit befreundeten Kleinbauern zusammen. Diese Partnerschaft sichert höchste Qualität. Die Sorten Adramitiani und Kolovi werden handgeerntet. So entsteht ein natives Olivenöl extra der Spitzenklasse.

Ein Leichtgewicht mit großer Wirkung

Die neue Flasche besteht zu 94 Prozent aus recyceltem Karton. Sie wiegt nur 83 Gramm. Eine herkömmliche Glasflasche wiegt 440 Gramm. Dieses geringe Gewicht hat viele Vorteile. Es reduziert Transportkosten und Lageraufwand. Das ist ein wichtiger Punkt für die Logistik in der Gastronomie.

Die Papierflasche ist nicht nur leicht. Sie schont auch die Umwelt. Sie verursacht 84 Prozent weniger CO₂-Emissionen als eine Glasflasche. Zudem spart sie 77 Prozent Plastik im Vergleich zu PET-Flaschen. Diese Werte basieren auf einer unabhängigen Analyse. Umweltbewusste Betriebe können so ihre Bilanz verbessern.

Ingenieurskunst für perfektes Dosieren

Das Innere der Flasche birgt eine clevere Lösung. Ein dünner Schlauch aus Monomaterial schützt das Olivenöl. Dieses Material ist lebensmittelecht und recycelbar. Es garantiert die Qualität und den Geschmack des Öls. Das Monomaterial ist zudem besser recycelbar.

Jordan Olivenöl - Bastian Jordan
Jordan Olivenöl – Bastian Jordan

Jordan hat einen speziellen Ausgießer entwickelt. Er ist tropffrei und präzise. So wird das Olivenöl perfekt dosiert. Dies wurde speziell für die Viskosität von Olivenöl angepasst. Der Deckel ist biologisch abbaubar. Diese Eigenentwicklung erleichtert den Küchenalltag enorm.

Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie

Die Papierflasche ist ein weiterer Schritt. Jordan Olivenöl engagiert sich schon lange für Nachhaltigkeit. Bereits der Weißblechkanister hat eine hohe Recyclingquote. Auch der 5-Liter-Kanister spart Verpackung. Wiederverwendbare Keramikflaschen gehören ebenfalls zum Angebot. Selbst Ölmühlen werden mit Olivenresten beheizt.

Das Engagement geht über die Produkte hinaus. Jordan ist Sponsor des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Das Unternehmen unterstützt die Gastronomie aktiv. Es zeigt vorbildlich, wie Umweltschutz gelingt. Es liefert gleichzeitig Spitzenprodukte.

Einfache Entsorgung für den Kreislauf

Nach der Nutzung lässt sich die Flasche leicht recyceln. Der Kartonmantel wird vom Innenschlauch getrennt. Der Karton kommt ins Altpapier. Der Innenschlauch gehört in den Gelben Sack. Auch Ausgießer und Deckel sind dort richtig entsorgt. Eine detaillierte Anleitung ist verfügbar. So wird der Wertstoffkreislauf geschlossen.

Die Jordan Papierflasche ist mehr als eine Verpackung. Sie ist ein Statement für eine nachhaltige Zukunft. Für Hoteliers und Gastronomen bietet sie eine Chance. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden bei nachhaltigem Handeln. Es bereichert die Küche mit exzellentem Olivenöl.

https://jordanolivenoel.de

40 Jahre Biowein von Riegel

Riegel Biowein - Eingang

Riegel Bioweine feiert 40-jähriges Jubiläum

Orsingen, Bioweinspezialist Riegel blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Der von Peter Riegel 1985 gegründete Großhandel zählt heute zu den Top 10 der Weinbranche in Deutschland und ist eines der erfolgreichsten Biounternehmen am Markt.

Nach der Eröffnung eines alternativen Ladens 1980 in der Konstanzer Altstadt, wo durch ein politisch motiviertes Projekt Weine aus Südfrankreich ins Sortiment kamen, fiel schon bald die zukunftsweisende Entscheidung zur Gründung eines Großhandels mit Wolle, Umweltschutzpapier und Weinen, die schnell einem 100 % biologischen Weinsortiment Platz machten. „Die persönliche Überzeugung, dass Bio langfristig der richtige Weg sein wird, gab mir nicht nur Orientierung, sondern auch das Gefühl, dass es ein Privileg ist, beruflich selbstständig etwas aus Überzeugung tun zu können“, sagt Peter Riegel.

Zum beispiellosen Erfolg des Unternehmens tragen das für die Branche außergewöhnliche Qualitätsmanagement und die sichtbar gelebte Firmenphilosophie bei. Respekt vor Umwelt und Klima sowie langfristige Beziehungen zu Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern prägen bis heute die Kultur im Familienunternehmen.  Auch mit der zweiten Generation ist der kreative Pioniergeist im Unternehmen lebendig geblieben. Mit Elan und neuen Ideen gelingt es Geschäftsführer Felix Riegel und Bruder Florian, zukunftsorientierte Entscheidungen mit Blick auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Marktentwicklung zu treffen. „Wir fokussieren uns nicht auf einzelne Produktketten oder Leuchtturmprojekte. Um Zukunft nachhaltig zu gestalten, betrachten wir die Gesamtheit unseres Handelns und seiner Auswirkungen und entwickeln geeignete Maßnahmen, um uns zu verbessern. Wir wollen als Vorbild und kompetenter Partner in Sachen Klimaschutz, Energiewende und Ressourceneffizienz fungieren,“ so Felix Riegel.

Interessante Details zur Unternehmensgeschichte von Biopionier Riegel finden Sie hier: https://www.riegel.de/ueber-uns/unternehmen.html

Riegel Biowein - Vinothek

Frisches Gemüse aus regenerativer Landwirtschaft

Gut Haidehof

Auf Gut Haidehof in Wedel, Schleswig-Holstein, wird frisches Gemüse nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft angebaut. Der Betrieb hat sich zum Ziel gesetzt, gesunde Lebensmittel zu produzieren, die den Boden und das Klima schützen. Mit innovativen Anbaumethoden zeigt Gut Haidehof, wie nachhaltige Landwirtschaft in der Praxis aussieht.

Innovative Anbaumethoden

Gut Haidehof nutzt verschiedene moderne Techniken, um die Qualität und den Ertrag der Pflanzen zu steigern. Dazu gehören:

  • Agroforstwirtschaft: Diese Methode kombiniert den Anbau von Gemüse mit der Pflanzung von Bäumen. Die Bäume bieten Schatten, verbessern die Bodenqualität und erhöhen die Artenvielfalt.
  • Mulchen: Durch das Abdecken des Bodens mit organischem Material wird die Verdunstung reduziert, der Boden bleibt feucht und die Nährstoffe werden besser gespeichert.
  • Fruchtfolge: Regelmäßiger Wechsel der angebauten Pflanzenarten hilft, den Boden gesund zu halten und Schädlingen vorzubeugen.
  • Kompostierung: Der Einsatz von selbst hergestelltem Kompost fördert die Bodenfruchtbarkeit und reduziert den Bedarf an chemischen Düngemitteln.

Gemüseanbau ohne Chemie

Auf einer Fläche von rund 10 Hektar wachsen verschiedene Gemüsearten, darunter:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Paprika
  • Zucchini
  • Salate
  • Kohlsorten

Die Pflanzen werden ohne chemische Düngemittel und Pestizide angebaut. Durch die vielfältige Bepflanzung wird der Boden mit wichtigen Nährstoffen versorgt und die Biodiversität gefördert.

Die Philosophie der regenerativen Landwirtschaft

„Wir sind davon überzeugt, dass regenerative Landwirtschaft die Zukunft der Landwirtschaft ist“, sagt [Name], Geschäftsführer von Gut Haidehof. Diese Philosophie zielt darauf ab, nicht nur Lebensmittel zu produzieren, sondern auch die Umwelt aktiv zu schützen und zu regenerieren. Regenerative Landwirtschaft ist gut für den Boden, das Klima und die Menschen.

Verkauf und Distribution

Die frischen Gemüse von Gut Haidehof sind im Hofladen des Gutes erhältlich. Darüber hinaus beliefert der Betrieb regionale Restaurants und Lebensmittelhändler. So können die Kunden die Produkte direkt vor Ort kaufen oder in ihren Lieblingsrestaurants genießen.

Über Gut Haidehof

Gut Haidehof wurde im Jahr 2017 gegründet und ist ein Beispiel für moderne, nachhaltige Landwirtschaft. Neben Gemüse werden auch Obst und Getreide angebaut. Der Betrieb hält zudem Hühner und Rinder. Ziel ist es, gesunde Lebensmittel zu produzieren, die gleichzeitig den Boden und das Klima schützen.

Fazit

Gut Haidehof steht für eine Landwirtschaft, die im Einklang mit der Natur arbeitet. Mit frischem Gemüse aus regenerativer Landwirtschaft setzt der Betrieb neue Maßstäbe für nachhaltige Ernährung. Besuchen Sie den Hofladen oder genießen Sie die Produkte in einem der regionalen Restaurants. Die innovativen Methoden und die Philosophie des Betriebs machen Gut Haidehof zu einem Vorreiter in der nachhaltigen Landwirtschaft.

https://gut-haidehof.de/

Tierwohl auf der Speisekarte

Tierwohl auf der Speisekarte - Adobe Stock

In der heutigen Gastronomie gewinnt das Thema Tierwohl zunehmend an Bedeutung. Verbraucher achten nicht nur auf die Qualität ihrer Lebensmittel, sondern auch darauf, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten und gefüttert werden. Echte Nachhaltigkeit in der Fleisch- und Fischbeschaffung bedeutet, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, die das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt stellen.

Die Bedeutung von Tierwohl

Tierwohl umfasst verschiedene Aspekte, darunter artgerechte Haltung, Zugang zu Freiflächen, gesundes Futter und eine stressfreie Schlachtung. Wenn Tiere unter guten Bedingungen aufwachsen, hat dies nicht nur positive Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden, sondern auch auf die Qualität des Fleisches und des Fisches, das wir konsumieren. Ein respektvoller Umgang mit Tieren sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein.

Verantwortung in der Beschaffung

Gastronomiebetriebe stehen in der Verantwortung, ihre Lieferanten sorgfältig auszuwählen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Bauern und Fischern, die nachhaltige Praktiken anwenden, ist ein wichtiger Schritt. Zertifizierungen wie das Bio-Siegel oder das Label für tiergerechte Haltung können dabei helfen, vertrauenswürdige Quellen zu identifizieren. Transparente Lieferketten ermöglichen es den Gästen, informierte Entscheidungen zu treffen und sich für Produkte zu entscheiden, die das Tierwohl respektieren.

Kreative Gerichte mit gutem Gewissen

Ein weiterer Aspekt der Tierwohl-Initiativen ist die Entwicklung kreativer Gerichte, die auf nachhaltige Produkte setzen. Köche können innovative Rezepte kreieren, die nicht nur köstlich sind, sondern auch das Bewusstsein für die Herkunft der Zutaten schärfen. Durch das Angebot von Gerichten mit Fleisch und Fisch aus artgerechter Haltung tragen Gastronomiebetriebe aktiv zur Förderung des Tierwohls bei.

Fazit

Tierwohl auf der Speisekarte ist mehr als nur ein Trend – es ist eine ethische Verpflichtung und ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Gastronomie. Indem wir verantwortungsvoll mit Fleisch- und Fischbeschaffung umgehen, können wir nicht nur das Wohl der Tiere fördern, sondern auch unseren Gästen ein gutes Gefühl beim Genuss ihrer Speisen geben. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Tierwohl in der Gastronomie eine zentrale Rolle spielt.

Bayerischer Reis – einzigartig regional

Chiemgaukorn - Einkorn-Feld

Bayerischer Reis besteht aus den Urgetreidearten Emmer, Einkorn und Urdinkel. Diese Urgetreidearten punkten mit einer hohen Nährstoff- und Mineralstoffdichte, hohem Eiweißgehalt und einem wunderbar nussigen und feinen Geschmack.

Der Bayerische Reis ist also kein „echter“ Reis, wird aber genauso wie Reis verwendet. Beim Perl-Getreide wird die äußere Kornschicht poliert (leicht aufgeraut) und kann damit das Kochwasser besser aufnehmen. Der Vorteil: Das Einweichen der Körner entfällt und man kann spontan und schnell eine gesunde und herrlich schmeckende Mahlzeit kochen.

Bayerischer Reis – viele Anwendungsmöglichkeiten

Man verwendet den Bayerischen Reis als Beilage, als Risotto, als Füllung z.B. von Zucchinis oder Tomaten, zu Pfannengerichten, als Salat oder als Basis für Bratlinge.

Chiemgaukorn - Buchweizen-Risotto
Chiemgaukorn – Buchweizen-Risotto

Chiemgaukorn: Urgetreide und Feinkostprodukte in ihrer nachhaltigsten Form

Möglichst naturbelassen, um die guten Inhaltsstoffe zu bewahren – so der Grundsatz von Julia Reimann und ihrem Mann Stefan Schmutz. Gemeinsam betreibt das Paar seit 2005 seinen Biohof im Chiemgau, unter dem Markennamen Chiemgaukorn vertreiben die beiden gemeinsam mit ihrem Team Pasta aus eigener Herstellung sowie Naturprodukte und Getreide aus eigener Ernte.

Gefragte, kulinarische Kostbarkeit und wahre Raritäten

Inzwischen sind die Produkte aus der Voralpenregion nicht nur bei Privatkunden beliebt, sondern wecken auch zunehmend das Interesse von Biomärkten, Feinkostläden und Gastronomien, die für ihre Gäste die hochwertigen, nährstoffreichen Zutaten zu Speisen mit dem gewissen Etwas verarbeiten.

Hochwertige, kaltgepresste Öle – darunter Leindotteröl, Hanföl und Leinöl –, Bayerischer Reis, Beluga-Linsen und Buchweizen als ganze Körner, schonend zu Mehl vermahlen, als Grieß, Grütze oder Schrot – die Auswahl der Produkte ist nicht nur besonders vielseitig, sondern entspricht auch höchsten ökologischen Standards.

Dasselbe gilt für die Pasta aus der eigenen Manufaktur: In sorgfältiger Handarbeit hergestellt, schonend und langsam getrocknet, aus Emmer, Einkorn oder Buchweizen etwas Besonderes.
Veredelt mit feinsten, unbehandelten Ingredienzen wie Kräuter oder Gemüse aus der Region und weiteren wertvollen Zutaten entstehen aus den Hofprodukten Kochmischungen auch in Gastronomie-Größen.

Chiemgaukorn - Urkorn-Burger
Chiemgaukorn – Urkorn-Burger

Biodiversität als Chance begreifen und nutzen

Für Reimann und Schmutz steht Nachhaltigkeit an höchster Stelle. Ihr Ziel ist es, ihren Hof im bayerischen Trostberg sowohl ökonomisch als auch ökologisch verantwortungsbewusst zu führen. Ein kleiner Beitrag für die nachfolgenden Generationen, und nicht zuletzt für die eigenen Kinder, sozusagen.

Das Unternehmerpaar ist überzeugt, dass nachhaltiges Arbeiten nur im Einklang mit der Natur funktionieren kann. Daher haben sie sich den Richtlinien des ökologischen Landbaus verpflichtet und sind aktive Mitglieder beim Anbauverband Naturland. Den eigenen Anspruch ziehen sie konsequent durch: Pestizide und synthetische Düngemittel vermeiden sie ebenso, wie gentechnisch verändertes Saatgut.

Wann immer möglich, werden die Felder im Mischfruchtanbau bewirtschaftet. Die Böden werden bewusst mit Humus angereichert und mit Kleegras und Leguminosen bepflanzt. So werden die Böden mit Nährstoffen versorgt und die Wasserrückhaltefähigkeit verbessert. Ziel ist es, ein natürliches Klima herzustellen, um optimales, gesundes und natürliches Wachstum zu begünstigen.

Schöne Nebeneffekte hierbei: Die Böden binden klimaschädliches CO2, außerdem wird Wildtieren ein Lebensraum geboten.

Zurück zur Natur: ursprüngliche Lebensmittel für maximalen Nährstoffgehalt

Diese Liebe zur natürlichen Landwirtschaft spiegelt sich in ihren Produkten wider: Ein intensiver Geschmack und ein geradezu vorbildlicher Nährstoffgehalt sind Standard für die Naturprodukte aus dem Chiemgau. So stellen die Öle von Chiemgaukorn wertvolle Quellen für Omega-3 dar. Tatsächlich entsprich der Gehalt in etwa dem der Fischarten, die für diese Energiequellen bekannt und beliebt sind.

Auch die Getreideprodukte und -körner sind bekannt für ihren hohen Gehalt an Mineralstoffen, Proteinen und Carotinoiden. Auf dem Biohof im Chiemgau werden vor allem Pflanzen kultiviert, die längst in Vergessenheit geraten sind: das sogenannte Urgetreide. Dieses benötigt zwar wesentlich mehr Arbeit als das moderne Getreide. Jedoch geben Reimann und Schmutz dem wertvollen Getreide die Zeit, die es braucht.

Denn die Bedeutung des Begriffes „Nahrungsmittel“ nehmen die Köpfe hinter Chiemgaukorn ernst: „Unser Bemühen ist es Lebensmittel herzustellen, die den Namen ‚Mittel zum Leben‘ auch verdienen.“

Das gewisse Etwas für anspruchsvolle Gastronomen und Genießer

Genau hiervon profitieren auch Gastronomen und deren Gäste: Ursprünglicher, nahrhafter und nachhaltiger können gutes Getreide, die daraus gewonnenen Öle sowie Delikatessen, die aus diesen wertvollen Nahrungsmitteln kreiert werden, nicht sein. Superfood in seiner reinsten Form.

Und ganz nebenbei: Jenseits von Weizen, Roggen und Dinkel liefern die Urgetreide auch noch einen ganz charakteristischen Geschmack, der für Abwechslung und Raffinesse auf dem Teller sorgt.

https://chiemgaukorn.de/

Möllers Morgen: Pionierarbeit für eine bio-vegane Landwirtschaft

Möllers Morgen - Adobe Stock

In Lentföhrden, Schleswig-Holstein, setzen die Brüder Maik und Marco Möller mit ihrem Hof Möllers Morgen neue Maßstäbe in der Landwirtschaft. Als fünfte Generation übernehmen sie den elterlichen Betrieb und transformieren ihn von einem traditionellen Milchviehbetrieb zu einer biozyklisch-veganen Landwirtschaft.

Von der Tierhaltung zur biozyklisch-veganen Landwirtschaft

Die Entscheidung der Möller-Brüder, aus der konventionellen Tierhaltung auszusteigen, basiert auf ihrem ethischen Verständnis und dem Wunsch, eine ökologisch und umweltfreundlichere Landwirtschaft zu betreiben.

Seit Ende 2023 ist Möllers Morgen nach den Richtlinien des biozyklisch-veganen Anbaus zertifiziert. Diese Zertifizierung unterstreicht ihr Engagement für eine Landwirtschaft, die ohne tierische Betriebsmittel auskommt und den Fokus auf Bodenfruchtbarkeit und ökologische Vielfalt legt.

Solidarische Landwirtschaft und Bildung im Fokus

Ab Mai 2025 eröffnet der Hof seine Solidarische Landwirtschaft (SoLawi). Dieses Konzept ermöglicht es Verbrauchern, direkt Teil der landwirtschaftlichen Produktion zu sein und wöchentlich frisches, regionales und saisonales Gemüse zu erhalten. Darüber hinaus bauen die Brüder und ihr Team den Betrieb zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte um.

Ziel des dafür gegründeten gemeinnützigen Vereins ist es, über Themen wie Tierethik, Bodengesundheit und pflanzliche Ernährung aufzuklären und Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft aufzuzeigen. Das Angebot wird gut angenommen: Mehr als 10 Schulklassen waren schon am Hof, und die ersten langfristigen Kooperationen mit Schulen sind auch geplant.

Einblicke und Transparenz durch Social Media

Maik und Marco Möller teilen ihre Erfahrungen und den Fortschritt ihres Projekts aktiv auf Social-Media-Plattformen. Unter dem Namen Möllerbrüder gewähren sie Einblicke in ihren Alltag und zeigen, wie eine vegane Lebensweise praktisch umgesetzt werden kann. Ihr Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und andere für eine Landwirtschaft ohne „Nutztierhaltung“ zu inspirieren.

Ein Vorbild für die Zukunft der Landwirtschaft

Möllers Morgen
Möllers Morgen

Möllers Morgen steht exemplarisch für einen Wandel in der Landwirtschaft. Der biozyklisch-vegane Anbau erweitert den Ökolandbau um eine Form, die ohne „Nutztierhaltung“ auskommt. Durch die Förderung der Solidarischen Landwirtschaft und Bildungsarbeit leisten die Möller-Brüder einen wertvollen Beitrag für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Landwirtschaft.


Mehr über die Vision, die Menschen und den Weg zu einer bio-veganen Landwirtschaft erfahrt ihr auf www.moellersmorgen.de – reinschauen ist Pflicht
Mehr über biozyklisch-veganen Anbau erfahrt Ihr unter https://biozyklisch-vegan.org/