Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her

Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her
Dezentrale Verpackungsproduktion aus Agrar-Abfällen – die Idee ist erstaunlich simpel und stammt von der Bio-Lutions Intl. AG. In einem patentierten Verfahren werden Abfälle, die in der Landwirtschaft anfallen und nicht als Futtermittel für Tiere oder Biotreibstoff weitergenutzt werden können, zu biologisch abbaubaren Verpackungen weiterverarbeitet.
Produziert wird direkt dort, wo die Abfälle anfallen.

Das spart lange Transportwege und damit Emission, zudem lassen sich so die Kosten niedrig halten. Langfristig sind Fabriken überall dort geplant, wo der Rohstoff – also Bioabfälle – in größeren Mengen entstehen.

Plastik soweit das Auge reicht

Plastikmüll im Meer - Green Chefs
Plastikmüll im Meer

Seit den 50er Jahren haben wir 8,6 Milliarden Tonnen Plastik produziert. Gerade einmal 9 Prozent davon wurden seither recyclet. Die Spuren des Plastikmülls lassen sich bis in die entlegensten Winkel der Erde zurückverfolgen. Plastikberge, die auf dem Meer treiben, zeichnen immer wieder in erschreckendes Bild von einem Missverhältnis zwischen Mensch und Umwelt.

Plastik-Nanopartikel sind mittlerweile überall zu finden, selbst in Honig oder Salz. Das liegt vor allem an der Langlebigkeit dieses Stoffes.

Bis zu 450 Jahre braucht es beispielsweise, bis sich eine Plastikflasche vollständig zersetzt hat. Die billige Produktion von Plastikprodukten trägt ebenfalls dazu bei, dass die Müllberge mit jedem Jahr überproportional wachsen.

Smarte Lösung: Verpackungen aus Bio-Abfällen

Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her
Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her

Nicht nur ein Großteil der Waren, die in der Küche verarbeitet werden, sind in Plastik verpackt. Lassen die Gäste etwas auf den Tellern übrig, geben viele Gastronomen ihnen die Reste hübsch in Styropor verpackt mit nach Hause. Auch der „to go“-Trend und immer mehr Lieferdienste, die die Speisen nach Hause bringen, verursachen Unmengen an Müll.

Eine Alternative zu Plastik müsste einerseits ebenso widerstandsfähig wie bezahlbar sein, um sich am Markt durchsetzen zu können. Bio-Lutions hat sich dieser Herausforderung angenommen. Dafür setzen sie auf natürliche Fasern aus Agrarabfällen, vornehmlich vom Anbau von Kokosnüssen, Ananas, Reis und Weizen. Auch Sägespäne und Baumwollabfälle kommen zum Einsatz.

Bio-Lutions entwickelt patentiertes Verfahren für Bio-Verpackungen

Die gereinigten Abfälle werden in einem patentierten Verfahren zu kleinen, selbstbindenden Nanoteilchen verarbeitet. Auf chemische Zusätze kann dabei verzichtet werden. Der Wasser- und Energieverbrauch für die Produktion ist minimal.

Die gepressten Basis-Versionen der Bio-Verpackungen können für alles Trockene wie Gläsern, Tellern oder Besteck benutzt werden. Verpackungen für Nasswaren sind aber ebenfalls möglich. Dafür werden die Bio-Verpackungen mit einem Bio-Plastik laminiert. Unter natürlichen Witterungsumständen sind die Verpackungen kompostierbar.

99% Bio gibt’s bei Sebastian Copien

Vom Samenkorn im Boden bis hin zum fertigen Gericht auf dem Teller kommt bei Sebastian Copien in der Hochsaison fast alles aus einer Hand.

Da es in seiner Kochschule und bei den Events, auf denen er kocht, rein vegan zugeht, ist der Bedarf an frischem Gemüse und Obst entsprechend hoch. Dieses baut der passionierte Koch im eigene Küchengarten an. Für alles, was nicht in seinem Garten wächst und gedeiht arbeitet er mit langjährigen Partnern eng zusammen. Bei Sebastian wird Wertschätzung für das Produkt und den Produzenten einfach groß geschrieben.

Die neue pflanzliche Küche

Im Garten mit Sebastian Copien
Im Garten mit Sebastian Copien

Maximal natürliche und biologische Produkte der Saison, direkt aus der Region – keine geringeren Ansprüche hat Sebastian an die Lebensmittel, die er in seiner Küche verwendet. Die unvergleichliche Fülle an Farben, Konsistenzen und Geschmacksnuancen der rein pflanzlichen Küche inspiriert Sebastian immer wieder zu neuen Kombinationen und Gerichten.

In Österreich ließ sich Sebastian vor Jahren am Kramterhof zum Permakultur-Praktiker ausbilden. Darauf folgte ein Praktikum bei Arche Noah, um noch mehr über den Erhalt von Saatgut und alte Gemüsesorten zu lernen. Was Sebastian anpackt, zieht er auch durch. Ganz oder gar nicht ist sein Motto.

Vom Feld direkt in den Topf

Heute baut Sebastian nur 5 Minuten von seiner Küche entfernt in einem eigenen Garten auf zwölf Hoch- und zwei Hügelbeeten über 50 verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten für seine Kochkurse und Fermente an. In der Hochsaison kommen aktuell 50 Prozent seiner Waren aus eigenem Anbau. In den kommenden Jahren soll der Anteil aber auf glatte 100 aufgestockt werden. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich Sebastian da gesetzt hat.

Und damit noch nicht genug: Sebastian gibt sein Wissen über den Anbau von Gemüse und deren achtsame Zubereitung seit über 10 Jahren auch in seinen Kursen, Seminaren und Fine Dining Events weiter.

Geschmack neu entdecken

Die neue pflanzliche Küche von Sebastian Copien
Die neue pflanzliche Küche von Sebastian Copien

Die Wertschätzung für das Produkt schmecken die Gäste, die Sebastian auf Events und Veranstaltungen bekocht. Einen noch tieferen Einblick in seine Küchenkunst bekommen nur die Teilnehmer der Küchenseminare, die er und sein Team regelmäßig organisieren.

Die Kochkurse finden in München in einem TV-Studio mit vollausgestatteter Showküche statt. Da bleibt kein Wunsch der Hobbyköche offen. Natürlich wird im Kurs nicht nur gekocht, sondern auch verzehrt. Bleibt dabei mal etwas übrig, fermentiert Sebastian die Lebensmittel direkt und gibt sie den Teilnehmern für zu Hause mit. So zeigt er ihnen gleichzeitig, wie sich die Reste noch weiterverarbeiten lassen.

 

Radikal regional: Hühnerfett statt Olivenöl

Salzteig ist ein Aroma-Safe - Fermentierter Sellerie von Sebastian Frank - Horvath

Brutal regional: Der Trend zur Regionalität reißt nicht ab und scheint keine Grenzen zu kennen. Die neu zusammengefundene Gemeinschaft Berliner Köche treibt die regionale Küche regelrecht auf die Spitze.

Bedingungslos regional

Die vier Restaurants Ernst, Einsunternull, Horváth und Nobelhart & Schmutzig haben kürzlich bekannt gegeben, dass sie künftig als „Die Gemeinschaft“ kooperieren wollen. Dazu haben sie sich bedingungsloser Regionalität für ihre Küchen verschrieben. So setzen die Kollegen zum Beispiel auf Huhn statt Olive und Sellerie statt Hartkäse.

Hühnerfett ersetzt Olivenöl

Im Horváth verzichtet Sebastian Frank komplett auf Olivenöl. Für ihn passt diese Zutat einfach nicht zu einer authentischen, regionalen Küche in Deutschland. Stattdessen fängt er das Fett, das sich beim Kochen vom Huhn absetzt, auf. Dieses hat eine vergleichbare Sensorik wie Olivenöl. Lediglich beim Geschmack sollten Nachahmer bei der Speisenzubereitung mit der Olivenöl-Alternative aufpassen.

Salzteig ist ein „Aroma-Safe“

Salzteig ist ein Aroma-Safe - Fermentierter Sellerie von Sebastian Frank - Horvath
Fermentierter Sellerie von Sebastian Frank, Horvath

Damit Sellerie wie Parmesan schmeckt, lässt Sebastian Frank ihn zwölf Monate im Salzteig reifen. Erst wenn er zu einer schrumpeligen Kugel zusammengeschrumpft ist, darf der Sellerie wieder ans Tageslicht.

Während der Fermentation entwickelt das Gemüse einen intensiven Umami-Geschmack und wird leicht zäh.

Im Horvath wird der Parmesanersatz über jungen Sellerie gehobelt und verleiht dem Gericht eine Extraportion Würze.

Fermentierte Steckrübe erinnert an Sojasoße

Komplexe Soja- und Nussnoten entwickeln die gebackenen und anschließend fermentierten Steckrüben im Essigbrätlein. Die Konsistent erinnert nach der zwei Tage dauernden Zubereitung an ein Bananenmus.

Zitrusaroma aus der Region

Wer auf das spritzige Aroma von Zitrone und Orange nicht verzichten möchte, aber diesen weitgereisten Früchten den Zutritt zur Küche verwehren will, findet mit gerösteten Douglasien oder quietschorangenem Sanddorn durchaus adäquaten Ersatz.

Wer sich mit den regional zu findenden Zutaten auseinandersetzt und sich auf das ein oder andere Geschmacksexperiment einlässt, kann seinen Gästen schon bald eine ganz eigene Art der neuen Trendküche präsentieren. Abgucken beim Kollegen ist dabei unbedingt gewünscht!

Vladimir Mukhin bringt den Anspruch moderner, regionaler Küche übrigens mit einem Satz sehr treffend auf den Punkt: „Der Teller darf wie die Zukunft aussehen, aber mit geschlossenen Augen musst du dich an die Aromen bei der Großmutter erinnern.“

Genau so funktioniert der Sprung von Traditionsküche zur erlebbaren Gegenwartsgastronomie, die für die Gäste nachvollziehbar und gleichzeitig spannend ist.

Herkunft wichtiger als Preis

Herkunft wichtiger als Preis

Geht es um den Einkauf guter Lebensmittel, wissen Green Chefs längst, dass es nicht auf den Preis, sondern die Qualität ankommt. Dafür ist insbesondere die Herkunft entscheidend. Auch die Gäste wollen vermehrt wissen, woher das Obst, Gemüse und Fleisch auf ihrem Teller stammen. Das belegt jetzt eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid.

Gästen ist Herkunft wichtiger als der Preis

Herkunft wichtiger als Preis
Herkunft wichtiger als Preis

Von welchem Hof kommt das Rind für das Steak? Wie haben die Schweine gelebt, aus deren Fleisch Würste und Braten entstehen? Mussten die Hühner eng an eng in kleinen Käfigen hocken oder konnten sie den Auslauf in der Sonne genießen? Wie waren die Gewässer beschaffen, in denen sich die Fische tummelten?

Transparenz schafft Vertrauen

Diese Fragen und noch viele weitere rund um die Herkunft von der Lebensmittel stellen sich nicht nur Gastronomen, sondern auch immer mehr Gäste. Damit diese an die Informationen kommen, gilt es vom Produzenten über den Gastronom bis hin zum Gast schlüssig nachvollziehen aufzuzeigen, woher die Waren stammen.

Seite an Seite mit Köchen und Gastronomen kämpft der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) für mehr Transparenz.

Zufriedene Gäste sind gut für’s Geschäft

Klar ist, dass es mehr Aufwand und eine bessere Versorgung benötigt, damit Tiere in Würde und unter artgerechten Umständen aufwachsen können. Dieser Mehraufwand macht sich natürlich beim Preis bemerkbar. Für 3 von 4 Gästen ist dieser aber zweitrangig. Lieber essen sie guten Gewissens und zahlen mehr dafür. Die Herkunft der Lebensmittel ist ihnen also wichtiger als der Preis – sofern Gastronomen sie darüber informieren. Das wurde bei einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Kantar Emnid herausgefunden.

Allerdings fühlen die Gäste sich oft unzureichend informiert. Das wiederum führt stimmt sie zunehmend unzufrieden. Für mehr Transparenz können Gastronomen bereits auf ihren Speisekarten mit entsprechenden Hinweise wie „Almrind vom Michelheimer Hof in Greinau“ sorgen. Und auch auf ihrer Website können die Produzenten und Lieferanten vorgestellt werden.

Charity-Event: Kinder kochen für den guten Zweck

Charity-Event: Kinder kochen für den guten Zweck

Für den guten Zweck schlemmen – das klingt doch nicht verkehrt! Beim Charity-Event, das am 18. November im Marina Restaurant stattfindet, kochen Mario Schneider und seine Kollegen zusammen mit Kindern aus Wien und Umgebung ein mehrgängiges Menü für ihre Gäste. Den Kindern bringen die engagierten Österreicher Köche so das Kochen näher und begeistern sie für eine gesunde Ernährung. Das allein ist schon eine gute Sache – doch das Projekt bewirkt noch mehr.

Zum Wohl der Kinder

Children Cooking Charity - Mario SchneiderDie zubereiteten Köstlichkeiten werden von den Kindern natürlich auch höchstpersönlich den Gästen serviert, die dafür einen Betrag ihrer Wahl spenden. In diesem Jahr gehen alle Einnahmen an die Clara Fey Schule in Wien. Damit soll ein Reittherapie-Unterricht für die Kinder finanziert werden können.

„Die Möglichkeit, durch unsere Tätigkeit anderen Menschen gemeinsam etwas Gutes und damit benachteiligten Kindern zu helfen, macht uns alle unglaublich stolz!“, sagt Mario. Die Gäste, die beim Charity-Event dabei sein möchten, können sich noch bis zum 12. November zum Mitschlemmen anmelden.

Das Charity-Menü

Vorspeise: Burrata |Quitte | Schwarze Nuss | Granatapfel | getrocknete Oliven

Zwischengang: Suppe vom Hokkaido | Kokos | Koriander

Hauptgang „Wasser & Wiese“: Wolfsbarschfilet | Pastinake | Petersilie | Rote Rüben | Saubohnen Filet mignon | Schwarzwurzel | Kohlsprossen | Dörrpflaume | Pata Negra

Hauptgang „Vegi“: Kunterbunte Gnocchi | Kürbis-Apfelragout | Macadamia| Grana Padano

Dessert: Schoko-Tonkabohnen Parfait | Zwetschke | Pistazien | Marshmallows Birnenschaum

Mit Charity-Event an erste Erfolge anknüpfen

Schon das zweite mal bringt Mario Schneider Kollegen und Kinderköche zusammen, um für den guten Zweck zu kochen. Die erste Veranstaltung dieser Art, die im März 2017 stattfand, war bereits ein voller Erfolg, an den die Profi- und Kinderköche nun anknüpfen wollen. Gespendet wurde damals eine beachtliche Summe an die Stiftung Kindertraum.

Die Charity-Kochevents werden im Rahmen der Initiative Friends for Special Children veranstaltet. Diese wurde von Melanie und Mario Schneider gegründet, um für Kinder, die einen weniger guten Start ins Leben hatten, Spenden zu sammeln.

Kosten für Kohle- und Atomstrom 1,5 mal höher als für Ökostrom

Kosten für Kohle- und Atomstrom 1,5 mal höher als für Ökostrom - Pixabay

Über die Kostenumlage für Erneuerbare Energie wurden schon viel diskutiert. Ökostrom gilt als teurer, dabei vergessen viele allerdings, dass durch Steuern und andere Abgaben Atomenergie, Braun- und Steinkohle mit Milliardenbeträgen gefördert werden.

Konventioneller Strom teurer als Ökostrom

Kosten für Kohle- und Atomstrom 1,5 mal höher als für Ökostrom - Pixabay
Kosten für Kohle- und Atomstrom 1,5 mal höher als für Ökostrom

Dass Ökostrom nicht nur die bessere Alternative für die Umwelt, sondern eben auch für den Geldbeutel ist, zeigt eine neue Studie („Was Strom wirklich kostet“). Anderthalb mal teurer soll der Bezug konventioneller Energie gegenüber erneuerbarer sein, hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Ökostrom-Anbieters Greenpeace Energy herausgefunden.

„Über Steuerabgaben fördern wir, meist ohne es zu wissen, die Atomkraftwerke“, sagt auch Heiko Viereck von Lichtblick. Die versteckten Zusatzkosten für Energie, die mit Hilfe von Atomenergie, Braun- und Steinkohle gewonnen wird, liegen laut der aktuellen Studie bei rund 38 Milliarden Euro, die Kosten für die EEG-Umlage hingegen bei 24,5 Milliarden Euro. Für den Verbraucher bleiben die Mehrkosten für konventionelle Energie oftmals intransparent, da sie über Steuern und andere Abgaben erbracht werden und nicht wie die EEG-Umlage auf der Stromrechnung ausgewiesen werden muss.

„Uns sollte allen klar sein: Wenn wir die 38 Milliarden Euro zusätzlich jedes Jahr in die Erneuerbaren Energien stecken würden, könnten wir uns zum einen bald ausschließlich dadurch versorgen und zum anderen die EEG-Abgabe ganz schnell sinken lassen – und damit jeden Stromkunden entlasten“, führt Heiko aus.

Was kostet Energie tatsächlich?

Werden alle staatliche Finanzhilfen, Steuervergünstigungen sowie gesamtgesellschaftliche Belastungen durch Umwelt- oder Gesundheitsfolgen der verschiedenen Energieträger in die Rechnung einbezogen, kommen laut des FÖS folgende, tatsächliche Kosten je Kilowattstunde für das Jahr 2016 zusammen:

  • Windstrom: 9,0 Cent
  • Wasserstrom: 8,9 Cent
  • Braun- und Steinkohlekraftwerke: 14,3 bzw. 13,4 Cent
  • Atomenergie: 15,1 Cent

Würde man die Kosten für konventionelle Energien nach dem Modell der EEG-Umlage auf die Verbraucher verteilen und auf der Stromrechnung ausweisen, läge eine solche „Konventionelle-Energien-Umlage“ im Jahr 2017 bei 11,4 Cent pro Kilowattstunde, so Greenpeace Energy. Im Vergleich: Zur Förderung von Ökostrom zahlen Verbraucher derzeit 6,88 Cent pro Kilowattstunde EEG-Umlage.

Finanzielle Verantwortung übernehmen

Als Lösungsvorschlag zeigen die Autoren der FÖS-Studie die Möglichkeit auf, die Subventionen für klimaschädliche Energieträger zu streichen und einen nationalen Mindestpreis für CO2-Emissionen einzuführen.

Greenpeace Energy hingegen appelliert an die Bundesregierung, damit die berechneten Kosten für Kohle und Atom zukünftig denjenigen in Rechnung gestellt werden, die sie verursachen.

„Müssten die Energieversorger diese Zusatzkosten der Stromerzeugung in ihrer Kostenkalkulation berücksichtigen, wären erneuerbare Energien größtenteils heute schon auch ohne Förderung wettbewerbsfähig“, so das Fazit der Studie. (Quelle: Utopia)

Noch Fragen? Dann holt euch Rat von unserem Energie-Spezi Heiko

Wer Fragen zum Thema hat, kann sich gerne direkt mit Heiko in Verbindung setzen. Er ist unser Energie-Experte und hat für die Green Chefs Partner den einen oder anderen goldenen Tipp parat.

Kontakt
Heiko Viereck
Festnetz: 040/6360-1419
Mobil: 0175/2 617 617
Fax: 040/8080-3035
Email: heiko.viereck@lichtblick.de

So leben die Pommerschen Weidegänse

Pommersche Weidegans - Transgourmet Ursprung

Ihr Geschnatter ist schon Weitem zu hören. Freilich ist nicht von Klatschbasen die Rede, sondern von den Herden Pommerscher Weidegänse, die es in der Nähe des Örtchens Glasin bei Landwirt Bentrup ausgesprochen gut hat. Hier können sie sich auf der großen Auslauffläche in Scharen tummeln, jede Menge frisches Gras rupfen und haben vor allem Zeit zum Wachsen.

Das ist heute leider nicht mehr Gang und Gäbe. Unter der Aufsicht von Betriebsleiter Olaf Gutzeit läuft es daher anders. Das wissen auch seine Kunden, Gastronomen aus dem gesamten Umland und auch darüber hinaus, zu schätzen.

Viel Auslauf und frisches Grün für die Pommerschen Weidegänse

Pommersche Weidegänse - Transgourmet Ursprung - Green Chefs
Auslauf ohne Ende für die Pommerschen Weidegänse

Eine Gans vom Glasiner Landboden kostet zwar mehr als ein Tier aus konventioneller Zucht, aber das ist es allemal wert: Die Tiere haben wesentlich mehr Zeit zum Wachsen und ernähren sich hauptsächlich vom Gras der Weiden. Da die Gänsen den ganzen Tag in Bewegung sind, bilden sich Muskeln stärker aus und der Fettanteil ist geringer, was wiederum der Qualität und dem Geschmack des Fleisches zugute kommt.

Leben im Herdenverband

Naturgemäß leben Gänse monogam. Verstirbt ein Partner, lebt der Witwer oder die Witwe bis zum Tod alleine. Bei der Zucht wird daher auf eine frühe Verpaarung eines Ganters mit mehreren Gänsen gesetzt. Daher kommen auf einen Ganter in der Regel fünf bis acht Gänse.

Alle zwei Wochen ziehen die Pommerschen Weidegänse auf eine frische Wiese, auf der sie in gemächlichem Tempo ihre Runden drehen und sich am satten Grün gütlich tun. Den Überblick behalten neben Olaf Gutzeit die Ganter der Herde. Jeder passt hier auf seine Gruppe Mädels auf. 

Regionale Schlachtung ist selbstverständlich

In der Mecklenburgischen Landwirtschaft wird Regionalität groß geschrieben, die Schlachtung der Gänse erfolgt daher in einem lokalen Betrieb. Die Transportwege können dadurch kurz gehalten und der Stress für die Tiere damit minimiert werden. Auch das ist ausschlaggebend für die Qualität des Fleisches.

Gefragt: Gänsebraten lädt zum Schlemmen ein

Zur Herbstküche und später in der Weihnachtszeit ist zarter Gänsebraten ein gern gesehenes Gericht. Wer dies seinen Gästen anbieten möchte, sollte sich im Vorfeld bereits eine gewisse Anzahl an Gänsen reservieren.

Der Haifisch Sepp dreht seine Kreise

Haifisch Sepp - Green Chefs Partner

Haifisch oder anderweitig exotischer Kram wie Thunfisch und Schwertfisch kommen den Gästen beim Haifisch Sepp nicht auf den Teller. Das Prinzip wird zwar gelebt, aber nicht missionarisch aufgetischt. Damit halten sich die Nordlichter Marcel und Ralf vornehm zurück. Sie setzen hingegen auf Aufklärung – und natürlich Fisch aus nachhaltigem Fang, bevorzugt aus dem Norden sowie Skandinavien. Nach Hamburg haben es die frischen Flossen ja auch nicht allzu weit.

Von Backfisch bis zur Kutterscholle fair gefischt

Haifisch Sepp - Green Chefs Partner
Ralf und Klaus vom Haifisch Sepp

Fischer’s Fritze fischt frische Fisch – und der Haifisch Sepp macht was Leckeres draus. In der Hamburger Fischbraterei verköstigen Marcel Hanses und Ralf Hegmann ihre Gäste mit ehrlicher Küche, fangfrischem Fisch und regionalen Produkte, die mit den Flossenträgern auf dem Teller kuscheln dürfen. Da kommen die Eier für die Panade vom Hühnerhirten des Vertrauens – man kennt sich und arbeitet fair zusammen – und das Gemüse wird nach Saison gekauft.

Und weil nicht jeder Gast mit einem Bärenhunger zum Haifisch Sepp ins Lädchen kommt, kann sich jeder seine Portion nach der Größe des eigenen Appetits bestellen. Was überhin produziert und nicht verzehrt werden konnte, wird an ein Obdachlosenproket gespendet. So landen Lebensmittel gar nicht erst in der Tonne.

Zudem engagiert sich das Team vom Haifisch Sepp im Verein Hoffnung e.V., einem Verein zur Wiedereingliederung körperlich und geistig eingeschränkter Mitmenschen. Einige arbeiten auch in der Hamburg Fischbraterei.

Beim Haifisch Sepp ziehen alle an einem Tau

Familie und die Arbeit in der Gastronomie passen nicht unter einen Hut und Work-Life-Balance ist nur was für Bürohengste? Denkste! Beim Haifisch Sepp klappt der Ausgleich ganz ausgezeichnet, familiäres Arbeiten ist hier ebenso wichtig wie eine faire Bezahlung. Dem kommen selbstverständlich die Öffnungszeiten zugute.

Übrigens: Entgegen der weitläufigen Sitte, kommt das Team am fischfreien Freitag zum gemeinsamen Steak-Schlemmen zusammen. Verrückt, diese Nordlichter!

Wir freuen uns, die sympathischen Jungs un Deerns mit an Bord zu haben! Ahoi und auf gute Zusammenarbeit.

Fairer Kaffee segelt mit Brigantes

Fairer Kaffee segelt mit Brigantes

Es hat etwas Romantisch-Nostalgisches: Ein elegantes Segelschiff gleitet durch’s Meer, die Segel sind vom Wind prall gebläht, kleine Wellen bringen das Schiff leicht zum Schaukeln, an Bord tummeln sich ein paar Seeleute, während unter Deck säckeweise schwarzes Gold in Form duftender Bohnen lagert.

Segel statt Schweröl: Brigantes segelt emissionsfrei

Fairer Kaffee segelt mit Brigantes
Fairer Kaffee segelt mit Brigantes (Foto: H. P. Bleck / FTS Archiv)

Mit Nostalgie hat dieses Bild dabei gar nichts zu tun. Das Segelschiff gibt es wirklich und es transportiert tatsächlich Kaffee aus Lateinamerika nach Europa. Völlig emissionsfrei, fair gehandelt. Zwei Österreicher haben es sich auf die Segel – pardon, Fahnen – geschrieben, den Warentransport zu revolutionieren. 

Der Ist-Zustand strotzt vor Dreck

Viele der für uns alltäglichen Waren werden auf Frachtschiffen transportiert. Diese werden in der Regel mit Diesel betrieben. Containerschiffe, Frachter, Öltanker, Kreuzfahrtschiffe… sie alle  stoßen Unmengen an Schadstoffen aus. Die 15 größten bringen es zusammen auf ebenso viele Schadstoffe wie 750 Millionen Autos, errechnete der Naturschutzbund Deutschland in einer Studie. Aus diesem Grund gilt die Schifffahrt als das schmutzigste Gewerbe der Welt.

Der Soll-Zustand ist ein ehrgeiziges Ziel

Besser machen will es das österreichisch-italienische Projekt „Brigantes“ und setzt auf Windkraft statt Dieselantrieb. Die Segelfracht wird dabei komplett emissionsfrei nach Europa geschippert. 

Derzeit befindet sich die „Brigantes“ zur Restauration in der Werft in Sizilien. Doch bereits Ende 2018 soll das Segelschiff in See stechen und dann Waren – hauptsächlich Säcke mit Kaffee und Kakao aus fairem Handel und Bio-Anbau – zwischen dem Mittelmeer und Lateinamerika transportieren. Bis zu 160 Tonne wird die Brigantes laden können.

 Die Vision: Warentransport mit dem Segelschiff

Gemeinsam für weniger Emission

Die Brigantes oder besser das Unternehmen dahinter gehört zu einem Zusammenschluss (Sail Cargo Alliance) verschiedener Segeltransporteure mit dem Ziel, „eine gesunde Transportkultur zu schaffen, die den Erhalt der Umwelt für kommende Generationen fördert.“

Finanzierung durch Crowd-Investment

Für die Finanzieren setzen die Initiatoren Oscar und Daniel Kravina auf Spenden und Crowd-Investing: Anteile der Firma und des Schiffes können gekauft werden, um das Projekt zu unterstützen und sich am Gewinn zu beteiligen. 800 von insgesamt 1600 Firmenanteilen bieten die Gründer zu jeweils 1000 Euro zum Kauf an.

Organic Kitchen Stories: Von Auskennern lernen

Zu zwei spannenden Veranstaltungen lädt der Demeter e.V. Köche und Gastronomen nach München und Berlin ein. Jetzt anmelden zu den Organic Kitchen Stories und dabei sein, wenn Hendrik Haase und Inga Günther exklusive Einblicke in ihre Arbeit gewähren.

Organic Kitchen Stories in München & Berlin

Zum zweiten Mal finden die Organic Kitchen Stories in ausgewählten Bio-Restaurants in Deutschland statt. Wenige Tickets sind noch verfügbar. Also gleich anmelden und dabei sein.

Zuerst einmal… Warum geht’s?

• Wo bekommt ihr hochwertige Bio-Zutaten her? Was braucht es für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben?
• Mehrwert der Ökolandwirtschaft in der Küche: Welche Leistungen erbringt der Ökolandbau, von denen alle profitieren? Wie könnt ihr diese authentisch an eure Gäste kommunizieren?
• Ethischer Konsum tierischer Produkte: Was steckt hinter der Ganztierverwertung und was könnt ihr dafür tun, um wesensgemäße Haltung und Züchtung von Tieren zu unterstützen?
• Biologische Vielfalt und Schutz genetischer Ressourcen: Warum es Sinn macht (und gut schmeckt), ökologisch gezüchtete Gemüse- und Getreidesorten oder Tierrassen in der Küche einzusetzen.
• Regionale und saisonale Küche: Spezialitäten aus ökologischer Erzeugung sowie Frische und Sorgfalt ohne künstliche Zusatzstoffe.

Ökohuhn-Expertin klärt über artgerechte Tierzucht auf

Inga Günther - Demeter - Green Chefs
Inga Günther

Aus München kommt Inga Günther, , Geschäftsführerin der Initiative „Ökologische Tierzucht gGmbH“, die die Abhängigkeit ökologischer Landwirte von industriellen Zuchtstrukturen zu beenden versucht. Teil dessen ist es, Nutzgeflügel ein würdevolles Leben zu ermöglichen.

Auf dem Gut Sonnenhausen begrüßt Inga euch am 09. Oktober 2017 von 15:00 bis 20:00 Uhr. Die Ökohuhn-Expertin teilt mit euch wissenswerte Fakten zur ökologischen Tierzüchtung. Ihr lernt regionale Produzenten und ihre Konzepte kennen und könnt ihnen Löcher in den Bauch fragen bis es zur Verköstigung der mitgebrachten Spezialitäten geht.

Hendrik Haase plaudert aus dem fleischgewordenen Nähkästchen

Hendrik Haase - Demeter - Green Chefs
Hendrik Haase

Allen euren Fragen rund um das Thema Fleisch stellt sich Hendrik Haase (aka Wurstsack) aus Berlin. Hendrik engagiert sich für den bewussten Genuss und bessere Qualität. Eines seiner obersten Ziele ist die Rettung des traditionellen Metzgerhandwerks vor dem Aussterben. In seiner gläsernen, bio-zertifizierten Metzgerei „Kumpel & Keule“ setzt er seine höchsten Ansprüche an Handwerk, Herkunft und ursprünglichen Geschmack ganz praktisch um.

Am 23. Oktober von 16:00 bis 21:00 Uhr wird Hendrik im BIO-Restaurant Mandelbaum zu handwerklicher Fleischverarbeitung aus dem Nähkästchen plaudern. Welche Rolle spielt die Herkunft der Fleischprodukte für den Geschmack und Optik. Anregungen zur Umsetzung von Nose-to-Tail-Konzepten inklusive…

Hier geht’s zur Anmeldung

Jetzt mal ehrlich… Warum das Ganze?

Gutes Essen und nachhaltiger Konsum gewinnen immer mehr an Bedeutung. Wie lassen sich diese Anforderungen angesichts häufig notwendiger und erwünschter Außer-Haus-Verpflegung erfüllen? Die Avantgarde der Küchenchefs in Kantinen und Restaurants – wie ihr, die Green Chefs Partner – hat den Trend längst aufgegriffen.

Ihr setzt jeder für sich Maßstäbe und bietet euren Gästen verstärkt regionale, saisonale, frische, besonders wohlschmeckende Speisen. Damit erzielt ihr eine Sogwirkung auf Kollegen, die ebenfalls gute Alternativen auf den Tisch stellen möchten.

Nachhaltigkeit und Fairness fangen Partnerschaft an

Klar ist, dass alle, die gutes Essen und nachhaltigen Konsum berücksichtigen wollen, im ökologischen Landbau und seinen Akteuren in Erzeugung und Verarbeitung die passenden Partner finden. Hier wächst zusammen, was zusammen gehört. Und dieser Prozess wird unterstützt durch eine Initiative, die Gastronomen und Gästen die besondere Qualität ökologischer Lebensmittel nahe bringen will. Der gesellschaftlich relevante Mehrwert dank weniger Pestizide auf Äckern und im Grundwasser, weniger umstrittener Zusatzstoffe in der Nahrung, verbindlich-fairer Handelsstrukturen vor Ort und richtiger Weichenstellungen für die Zukunft ist da natürlich mehr als ein Nebeneffekt.

Die Veranstaltungsreihe Organic Kitchen Stories wendet sich an die Verantwortlichen in der Gemeinschaftsverpflegung und in der klassischen Gastronomie. Gerade die Küchen, die mit der großen Zahl täglich ausgegebener Essen die meisten Menschen erreichen, können beispielgebend werden. In der klassischen Gastronomie werden unmittelbare Kontakte zu Erzeugern aus der Nachbarschaft ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal, das Interesse und Sympathie der Gäste weckt.

Ihr macht den ersten Schritt und andere werden folgen. Also lasst uns etwas bewegen und anfangen, die Welt ein Stückchen besser zu machen! Amen! ;)