Metzgern: Warum das Schlachterhandwerk Ehrensache ist

Metzgern - Warum das Schlachterhandwerk Ehrensache ist

In der schwäbischen Alb an der Grenze zum Schwarzwald, im kleinen Ort Gruol, hat die Firma Albfood ihren Sitz. Hier werden Fleisch- und Wurstwaren hergestellt – und das schon in vierter Generation. Die Schlachtung gehört beim Metzgern einfach dazu und ist Ehrensache für die Männer, die hier arbeiten.

Respekt vor Tier und Mitarbeitern

Alexander Siedler ist der kaufmännische Leiter der Schlachterei Albfood und eine waschechte schwäbische Frohnatur. Zusammen mit seinem Bruder Klemens, der das Metzgern noch vom Großvater gelernt hat, führt er den Familienbetrieb. Die Rezepturen für ihre Fleischspezialitäten entwickelt Klemens Siedler alle selbst. Beide Männer sind sichtlich stolz auf ihre Handwerkswaren und dass sie vom Mastbetrieb, über die Schlachtung, die Zerlegung und Verarbeitung, bis hin zur fertigen Wurst alles selbst machen.

Alexander und Klemens arbeiten mit einem kleinen Team von acht Metzgern, die alle samt hier im Albfood-Betrieb ausgebildet wurden und teilweise schon seit über 40 Jahren dabei sind. Gründlichkeit, die Lust an der Arbeit und der Respekt vor Tier und Mitarbeitern sind die wichtigsten Zutaten zum Erfolg. 

Metzgern: Montag ist Schlachttag

Schweine leben anch 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes
Schweine leben anch 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes

Jeden Montag werden die Schweine, die bei Silvia und Leander Schreiner im Nachbarort aufwachsen, geschlachtet und verarbeitet. Die Tiere kommen werden nach dem 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes gehalten. Das bedeutet mehr Platz im Stall, planbefestigte Liegeflächen statt Vollspalten, natürliches Licht und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Holzspielzeuge und Stroh. Das Futter wie Gerste, Weizen, Raps und Soja wird größtenteils auf den umliegenden Feldern produziert.

Auf dem Weg zur Schlachtung sind die Schweine sehr gelassen. Immer drei gleichzeitig. Mit einer elektrischen Zange werden die Tiere betäubt und schließlich mit einem gezielten Stich ausgeblutet. Der Prozess verläuft ruhig, routiniert und gründlich. Jeder Handgriff sitzt. Im Anschluss werden die Schweine grob zerlegt und für die Verarbeitung vorbereitet.

„Wir verarbeiten warm. Daher brauchen wir keine Phosphate. Seit Jahrzehnten machen wir das schon so.“ – Klemens Siedler

Vom Rüssel bis zur Schwanzspitze

Die Metzger gehen dabei mit dem Tier. Das heißt, von der Schlachtung bis zum fertigen Produkt sind immer die gleichen Metzger involviert. Viele Betriebe würden nur noch verarbeiten, sagt Klemens Siedler, das Schlachten würde häufig ausgelagert. Doch den Metzgern würde ohne das Schlachten etwas fehlen, ist er überzeugt.

„Ich bin Metzger und kein Florist.“ – Rolf, Metzger und seit über 40 Jahren dabei

Verarbeitet wird das ganze Tier. Der Kopf zum Beispiel wird gebrüht und kommt mit in die Leberwurst. „Es gibt kein besseres Gewürz als dieses“, weiß Klemens Siedler.

Immer neue Ideen dürfen ausprobiert und getestet werden. Was gleich bleibt ist die Dankbarkeit dem Tier gegenüber. Diese wird durch Gründlichkeit und Ruhe bei der Schlachtung und Verarbeitung gezollt. Das macht den großen Unterschied zur konventionellen Schlachtung aus. Hier bleiben den Schlachter gerade mal zwei Sekunden pro Tier.

Wertvolle Unterstützung von Demeter

Green Chefs und Demeter gehen Partnerschaft ein

14 Prozent aller Bio-Produkte werden nach Demeter-Standard hergestellt. Seit der Gründung ist der Verband immer weiter gewachsen. Was aber viele bis heute nicht wissen: Auch in der Gastronomie spielt Demeter eine wichtige Rolle. Um die gemeinsamen Werte von Nachhaltigkeit und Fairness in der Branche zu kräftigen, machen der älteste Bioverband Deutschlands und die Initiative der Green Chefs nun gemeinsame Sache.

Schon seit 1928 ist Demeter im Einsatz, um Landwirte beim biodynamischen Bestellen ihrer Felder zu unterstützen. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung und geht weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinaus. Das macht Produkte, die nach diesen Standards hergestellt werden, so einzigartig.

Mit Demeter wird Saatgut zum Kulturgut

Als erster Bio-Verband hat Demeter Richtlinien für Pflanzenzüchtung entwickelt und zertifiziert biodynamisch gezüchtete Gemüse- und Getreidesorten. Das garantiert höchste Nahrungsqualität und besten Geschmack. Bereits bei der Selektion achten die Züchter auf Vitalität, Aroma und Bekömmlichkeit der Lebensmittel.

In Deutschland wirtschaften rund 1.500 Landwirte mit mehr als 77.800 Hektar Fläche biologisch-dynamisch. Unter dem Dach von Demeter International haben sich Landwirte, die nach den festgelegten Standards arbeiten, zu einer weltweiten Gemeinschaft zusammengeschlossen. So ist Demeter als internationale Bio-Marke auf allen Kontinenten vertreten.

Geschmack des Ursprungs

Green Chefs und Demeter gehen Partnerschaft ein
Green Chefs und Demeter gehen Partnerschaft ein

Darüber hinaus sorgt der Verband aus Pionieren der Bio-Branche mit regionaltypischen Sorten im Sortiment für mehr Geschmacksvielfalt. Das Konzept trägt zudem zur Unabhängigkeit von expandierenden Saatgutkonzernen, die nach rein wirtschaftlichen Interessen handeln und zunehmend auf Agro-Gentechnik setzen, bei.

Ökologisch angebautes Gemüse aus der Region sorgt nicht nur für mehr Vielfalt am Markt, sondern lässt uns den ursprünglichen Geschmack von Karotte, Kartoffel und Kürbis nicht vergessen.

Höchste Standards sichern beste Qualität

demeter unterstützt als Green Chefs Gold SupporterDamit die Lebensmittel sich das Demeter Siegel verdienen, müssen alle Beteiligten der Wertschöpfungskette den Demeter-Richtlinien entsprechend handeln und sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Ebenso spielen ideelle Werte dabei eine wichtige Rolle: Respekt vor der Natur, höchster Anspruch an Qualität, Verantwortung gegenüber allen Partnern und der Gesellschaft.

Mit einer eigenen Akademie hat der Verein im Jahr 2015 sein Angebot sogar noch um vielfältige Aus- und Weiterbildungen im biodynamischen Wirtschaften erweitert.

Als Supporter der Green Chefs unterstützt Demeter ab sofort die Initiative mit geballtem Know-How von Experten der Branche.

Geschmacksjäger Bernd Sautter

Außen lila, innen weiß: Die Ur-Möhre "Gniff"

Die Ur-Möhre „Gniff“ sticht einem in mitten von orangfarbenen Artgenossen sofort ins Auge. Außen rosa und innen weiß macht sie nicht nur optisch einiges her, auch ihr Geschmack überzeugt Kenner: Leicht süßlich, schön karottig und mit leichten Bitternoten. Dass sie heute wieder auf den Tellern der Genießer landet, ist Menschen wie dem Geschmacksjäger Bernd Sautter zu verdanken.

Food-Scout bewahrt Möhren vor dem Aussterben

Außen lila, innen weiß: Die Ur-Möhre "Gniff"
Außen lila, innen weiß: Die Ur-Möhre „Gniff“

Bis vor fünf Jahren gab es von der Ur-Möhre mit dem putzigen Namen keine einzige Tüte Saatgut mehr. Heute ist das anders. Das ist auch Food-Scouts wie Bernd Sautter aus Kiel zu verdanken, der die Ur-Sorten den Köchen landauf, landab schmackhaft macht. Bernd ist Geschmacksjäger. Immer auf der Suche nach alten, lang vergessenen Gemüsesorten, Kräuterarten und Salaten, mit denen Köche den Gaumen ihrer Gäste kitzeln können.

Sind die Herdhelden erst mal auf den Geschmack gekommen, begibt Bernd sich auf die Suche nach Landwirten, die den Raritäten auf ihren Feldern Platz einräumen und sie wieder kultivieren. Damit sagt Bernd dem eingemachten Einheitsbrei ganz deutlich den Kampf an. Dabei muss man den Blick meist gar nicht in die Ferne oder in entlegene Winkel richten. Das Gute ist auch hier oft nah.

Die heimische, weiße Ur-Möhre wächst zum Beispiel fast überall am Wegesrand. Allerdings ist sie so spindeldürr, dass eigentlich nur die Samen in der Küche Verwendung finden. Orange wurde die allseits bekannte Möhre erst dank der Niederländer, die ihr zu Ehren ihres Königs die orangene Farbe anzüchteten.

Bernd, der Geschmacksjäger

Bis vor wenigen Jahren war der Handel mit dem Saatgut alter Sorten noch illegal, doch inzwischen wurden die Regularien der EU gelockert. Ein Segen für Männer wie Bernd und die Köche rund um den Globus.

„Oft wurden den Hybridzüchtungen, die es heute überall zu kaufen gibt, die Eigennoten weg gezüchtet. Ganz anders ist es bei den samenfesten Sorten, die wir nun wieder nachzüchten. Hier erlebt man noch, wie Natur eigentlich schmeckt„, schwärmt der Food-Scout. Bernd liefert seinen Partnern nicht nur spannende Produkte, sondern auch gleich die Geschichte dahinter mit. Das schätzen die Köche und Gastronomen. Denn auch immer mehr Gäste interessieren sich dafür, woher die Zutaten für das Gericht auf ihrem Teller kommen.

Die Verwendung alter Gemüsesorten aus der Region hat aber noch weitere Vorteile. Zum einen können die Transportwege auf diese Weise kurz gehalten werden, was dazu führt, dass das Gemüse frischer in der Küche ankommt. Zum anderen wird so die Umwelt weniger durch Emission belastet. Darüber hinaus stärkt Gemüse, das in der Region angebaut wurde und hier schon vor etlichen Jahren wuchs, die Identität des Lokals und den Bezug zur heimischen Küche.

Essbare Deko vom Wegesrand

Immer wieder überrascht Bernd, übrigens selbst gelernter Koch, die Spitzenköche mit feinen Delikatessen wie blühendem Erbsenkraut oder fedrigen, lilafarbenen Blüten vom Porree, die auf dem Teller einiges hermachen und dazu noch gut schmecken.

Einige der Köche, mit denen Bernd zusammenarbeitet, bauen mittlerweile einen Teil ihre Gemüses oder ihrer Kräuter sogar selbst an. Die Suche nach immer neuen Geschmackserlebnissen treibt sie dazu an.

Saisonkalender für’s ganze Jahr

Saisonkalender Green Chefs

Saisonale Küche ist nicht nur angesagt, sie schont auch eure Kasse und gleichzeitig die Umwelt. Eine auf die Saison abgestimmte Karte sorgt zudem für noch mehr Vielfalt und Abwechslung in eurer Küche – darüber freut sich nicht nur das Küchenteam, sondern auch die Gäste. Wir haben euch eine Übersicht der Saisonkalender für’s ganze Jahr zusammengestellt.

Ob Rüben und Kohl zur kalten Jahreszeit, Rhabarber, Spargel und Spinat im Frühjahr, Erdbeeren und Kirschen im Sommer oder Kürbis und Co. im Herbst – wir zeigen Euch, was wann Saison hat.

Saisonkalender in der Übersicht

Saisonkalender Januar - Green Chefs
Saisonkalender Januar
Saisonkalender Februar
Saisonkalender Februar
Saisonkalender März - Green Chefs
Saisonkalender März
Saisonkalender April - Green Chefs
Saisonkalender April
Saisonkalender Mai - Green Chefs
Saisonkalender Mai
Saisonkalender Juni
Saisonkalender Juni
Saisonkalender Juli
Saisonkalender Juli
Saisonkalender August
Saisonkalender August
Saisonkalender September
Saisonkalender September
Saisonkalender Oktober
Saisonkalender Oktober
Saisonkalender November
Saisonkalender November
Saisonkalender Dezember
Saisonkalender Dezember

Parkhotel Surenburg glänzt mit überragendem Engagement

Parkhotel Surenburg glänzt mit überragendem Engagement

Soziale Verantwortung, Solidarität und Gastfreundschaft sind wesentliche Elemente, die das Team des Parkhotels Surenburg prägen. Ebenso steht die Wertschätzung all dessen, was die Natur beschert ganz oben auf der Werteskala.

Der Küchenstil ist stark westfälisch geprägt und wird mit modernen Cross-Over-Elementen der mediterranen Küche ergänzt. Verantwortlich dafür sind Chefkoch Matthias Bäumer und sein Sous-Chef Oliver Jacobi. In der Westfälischen Stube schwingt kein geringerer als Green Chefs Partner René Kalobius den Kochlöffel.

Gelebte Transparenz im Parkhotel Surenburg

Regionalität ist im Restaurant und Hotel Surenburg ein sehr wichtiges Thema, das mit bedingungsloser Transparent gelebt und kommuniziert wird. Das hat einen triftigen Grund, denn gutes Essen ist Vertrauenssache.

Maximal 80 Kilometern sollen die Hauptwaren zurück gelegt haben dürfen. So kommt das Bentheimer Schwein vom Naturlandhof Büning, das Rind durfte ebenfalls in der Regionen grasen und wurde hier geschlachtet und das Wild stammt aus den Heereman‘schen Wäldern. Gänse und Enten liefert der ökologisch bewirtschaftete Bioland Geflügelhof Overmeyer. Selbst der Honig wird von fleißigen Bienen in der Nachbarschaft gesammelt. Kräuter und Gemüse wie Blumenkohl, alte Tomatensorten, Artischocken, Karotten, Wilde Pastinaken, Rattenschwanzradies oder Türkische Rauke wachsen im Schlossgarten der Surenburg.

Kulinarische Wissenschaft in der Westfälischen Stube

Küchenchef und kulinaruischer Berater - René Kalobius
Küchenchef und kulinarischer Berater – René Kalobius

Seit 4 Jahren prangt über der „Westfälischen Stube“ im Parkhotel Surenburg ein Michelin-Stern. Da bedarf es schon einer gewissen Verrücktheit und gehörigen Portion Mut, einen neuen Weg einzuschlagen: Nun geht es in der Surenburg-Küche experimentell zu und Wissenschaft trifft auf Kulinarik.

Was ist für einen Gast denn spannend auf der Zunge, was gefällt, kontrastiert oder ergänzt sich auf einem Teller? Diesen Fragen stellt sich das Küchenteam gemeinsam mit dem food lab muenster nach dem Vorbild des dänischen NOMA.

Mitbegründet wurde die Idee von Chefkoch Tobias Sudhoff, der seit Jahren an der Fachhochschule Münster doziert und hier sehr gekonnt seine Leidenschaft für’s Kochen und praktische Naturwissenschaft miteinander vereint. Durch die Verknüpfung von Handwerk und Wissenschaft soll die Kochausbildung, einer breiteren Schulabsolventengruppe schmackhaft gemacht werden.

Parkhotel Surenburg unterstützt „Reisebüro der Menschlichkeit“

Parkhotel Surenburg glänzt mit überragendem Engagement
Parkhotel Surenburg glänzt mit überragendem Engagement

Seit November 2017 ist das Parkhotel Surenburg Mitglied im Verein „Global Family Charity Resort“, der Familien einen Urlaub ermöglicht, die sich diesen sonst nicht leisten könnten. Unbeschwerte Ferien sollen die Familien, für die das Leben weniger glücklich verlaufen ist, verbringen können. Menschen, die Gewalt ausgesetzt waren oder von Armut und Krankheit betroffen sind, verbringen dank dieser Initiative oftmals ihren ersten Urlaub zusammen mit ihrer Familie. Der Verein, der in Österreich gegründet wird, erfreut sich auch in Deutschland zunehmender Bekanntheit. Das Parkhotel Surenburg trägt dazu nicht unwesentlich bei.

Kommunikation als wichtiges Werkzeug

Zum zweiten Mal präsentiert sich das Parkhotel Surenburg in einem Jahresprogramm. Hierin wird jeder Bereich des Hotels und der Restaurants sowie deren Akteure vorgestellt und auf bevorstehende Veranstaltungen hingewiesen. Die Resonanz sein gut, sagt Inhaber Alexander Breitung, und die Anfragen hätten seither noch weiter zugenommen.

Im Parkhotel und Restaurant Surenburg wird sehr viel sehr richtig gemacht. Das verdient die Auszeichnung der Green Chefs! Wir freuen uns, solch findige und engagierte Kollegen an Bord zu wissen.

Köche kapern Schwimmbad und Museum zur eat! berlin

Köche kapern Schwimmbad und Museum zur eat! berlin

Was 2011 als kleine Veranstaltungsserie in der Berliner Sternegastronomie begann, ist im siebten Jahr zu einer festen Größe im Berliner Feinschmecker- und Kulturbetrieb geworden. Auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus ist die Festivalreihe eat! berlin mittlerweile bekannt.

Berlin kocht und schlemmt

Köche kapern Schwimmbad und Museum zur eat! berlin
Köche kapern Schwimmbad und Museum zur eat! berlin – (c) Nicolas Kunz – Hotel Oderberger

Der Anspruch ist hoch: Exklusivität und Erstklassigkeit stehen auf der Tagesordnung des Feinschmecker-Festivals eat! berlin. Teilnehmen können dabei Gastronomiebetriebe ebenso wie freie Köche, aber auch Kulturzentren sind dabei – Hauptsache es geht kulinarisch hoch her. Gekocht wird nicht nur am Restaurantherd, sondern auch an exklusiven, eher ungewöhnlichen Orten.

Köche kapern Schwimmbad und Museum zur eat! berlin

So zeigen Nils Henkel, Marco Müller und Alexander Dressel im Stadtbad Oderberger Straße, dass selbst großartige Köche nur mit Wasser kochen. Im restaurierten Schwimmbad nähert sich die hochdekorierte Kochcrew dem Thema Wasser auf kulinarische Weise. 

Tristan Brandt ehrt seinen Namensvetter Tristan Otto hingegen mit einem hochkarätigen Menü, dass er zu Füßen eines T-Rex-Skellets im Dinosauriersaal des Naturkundemuseums kredenzt.

7. Jahrgang des Feinschmecker-Festivals

Vom 23. Februar bis zum 4. März 2018 erlebt die Hauptstadt also wieder ein kulinarisches Feuerwerk, wenn an zehn eat! berlin Festivaltagen bei rund 50 Veranstaltungen an fast ebenso vielen Orten weit über 60 Köchinnen und Köche am Herd stehen. Insgesamt sind diese mit über 100 Hauben oder 496 Punkten im Gault&Millau und 30 Michelin-Sternen ausgezeichnet.

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Jeder Wald muss bejagt werden. Doch wie das Wild aufwächst und später erlegt wird, macht allerdings nicht nur einen großen Unterschied für die Tiere, sondern auch für die Qualität des Fleisches. Das weiß kaum einer besser als Dirk Klüdtke, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Wildmanufaktur.

Waidgerchte Jagd für die Wildmanufaktur

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd
Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Das in der Wildmanufaktur verarbeitete Wild stammt aus dem Naturpark Schwinzer und aus der Nossentiner Heide in Mecklenburg sowie angrenzenden Gebieten. Die Mecklenburgischen Wälder gehören zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland und bieten dem Wild perfekte Bedingungen, um ungestört aufzuwachsen.

Dirk Klüdtke achtet penibel darauf, dass sein Wild waidgerecht erlegt wurde und möglichst keine Drück- und Treibjagden erdulden musste. Ihren Jägern, mit denen die Wildmanufaktur seit Jahren zusammen arbeitet, zahlt das Unternehmen faire Preise. So wird den Jägern der wirtschaftliche Druck genommen. Zudem macht das die Jagd nachhaltiger.

Wild hängt im eigenen Fell ab

Nach dem Erlegen kommt das Wild direkt in eine Kühlkammer. Das Fell behalten die erlegten Tiere erst einmal an.  Darin unterscheidet die Wildmanufaktur sich von einem konventionellen Schlachthof. Übrigens: Das Fell von Rehen riecht nach… nichts.

Nachdem das Fell entfernt wurde, kann mit dem Zerlegen begonnen werden. Die Edelteile werden ausgelöst, alles andere geht in die hauseigene Wurstproduktion.

Die meisten der Metzger, die in der Manufaktur die Tiere zerlegen, sind selbst Jäger und wissen, worauf es bei der waidgerechten Jagd und beim Zerlegen ankommt. In den Reiferäume entfalten Salamis und Schinken ihren Geschmack.

Bio-Gemüse aus der Region

Bio-Gemüse aus der Region

„Ein Mensch sollte das tun, wozu er sich berufen fühlt.“ So sieht es Bauer Thomas Zell vom Biolandhof Ackerlei. Mit genau dieser Leidenschaft sorgt er dafür, dass Bio-Gemüse wie Karotten, Beete und Pastinaken bei ihm prächtig wachsen und gedeihen.

Bio-Gemüse aus Hessen

Thomas Zell vom Biolandhof AckerleiMit ansteckendem Idealismus und einer unglaublichen Herzlichkeit führt Thomas Zell den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Rebekka. Begonnen haben sie vor 20 Jahren einst mit 1,5 Hektar Ackerfläche und sind seitdem organisch gewachsen. Immer in Maßen, immer mit der Natur.

Auch Tiere leben seit einigen Jahren auf dem Hof von Thomas Zell und komplettieren so den gesunden Betriebskreislauf. In einem geräumigen Stall hausen Ferkel zusammen mit ausgewachsene Schweine. Eher unüblich für die Schweinezucht, aber bei Thomas Zell funktioniert das erstaunlich gut. Das liegt vor allem daran, dass die Tiere viel Platz und Auslauf genießen.

Tiere komplettieren den biologischen Betriebskreislauf

Doch die Schweine leben nicht rein zum Vergnügen auf dem Bio-Hof. Ihr Job ist die Verwertung des Restgemüses und Abgabe ihres Mistes zum Düngen der Felder. Einmal die Woche wird dann auf dem Hof von Thomas Zell geschlachtet und die Wurst und Fleischwaren im eigenen Hofladen verkauft. Ein rund um rundes Konzept. Chapeau!

Schüler backen mit Michael Schieferstein

Schüler backen mit Michael Schieferstein - Pixabay

Green Chefs Partner Michael Schieferstein lädt die Kinder der Mainzer Goethe-Grundschule zum integrativen Backen ein.

ABC der Lebensmittel-Wertschätzung

Schüler backen mit Michael Schieferstein - Pixabay
Schüler backen mit Michael Schieferstein

Im Rahmen des Schulprojektes „ABC der Lebensmittel-Wertschätzung“ backen die Viertklässler der Goethe-Schule in der Mainzer Neustadt zusammen mit dem Green Chefs Partner und passionierten Lebensmittelretter Michael Schieferstein gesunde Plätzchen aus nachhaltigen Lebensmitteln. Los geht es am Freitag, 8. Dezember um 9 Uhr in der Schulküche der Mainzer-Goethe-Grundschule in der Scheffelstraße 2.

Als Ehrengast hat sich Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz und Schirmherr des Schulprojekts, zum gemeinsamen Backen ab 11 Uhr angemeldet. Bereits im fünften Jahr findet diese Plätzchen-Backaktion in der Schulküche der Goethe-Grundschule Mainz statt. In vier Schulstunden werden mit den Schülern der Klasse 4a nachhaltige, gesunde und extra für diesen Anlass kreierte Plätzchen gebacken.

Mainzer Green Chefs Partner engagiert sich

„Das Schulprojekt ist mir ein Herzensanliegen, denn ich bin selbst hier aufgewachsen und zur Schule gegangen“, so Michael Schieferstein zu seinem Engagement gerade in diesem sozialen Brennpunkt mit dem zweithöchsten Ausländeranteil aller Mainzer Stadtteile.

Aus 27 verschiedenen Ländern kommen die Schülerinnen und Schüler. Jeder und jede von ihnen mit unterschiedlichsten sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen. „Eine immense Herausforderung, der sich die Schule, aber auch das Kochprojekt stellt“, so Michael. „Gemeinsam haben wir erreicht, dass die Schülerinnen und Schüler nach anfänglichen Vorbehalten mit großer Begeisterung kochen, das Selbstgekochte zu probieren und gemeinsam zu essen“, zeigt sich der gelernte Koch begeistert vom Erfolg des Schulprojektes.

Im Fokus: Integration und Wertschätzung

Im Mittelpunkt dieses Schulprojektes, das im Schuljahr 2017/18 für 39 Wochen mit jeweils vier Schulstunden pro Woche läuft, stehen die Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Grundnahrungsmitteln, die gesunde Ernährung von Kindern, deren Integration sowie die Gemeinschaft beim gemeinsamen Zubereiten und Verzehren der Speisen.

Nur über die frühzeitige Vermittlung von Wissen über die Wichtigkeit vom richtigen Umgang mit Lebensmitteln und den Wert einer gesunden Ernährung kann ein nachhaltiges Umdenken im Verbraucherverhalten, gerade bei den Kleinsten, erreicht werden.

Ziel des Schulprojektes: eine neue Generation von Konsumenten. Konsumenten, die wieder wertschätzend mit der Ressource Lebensmittel umgehen, die sich nachhaltig und gesund ernähren und die wissen, wie sie die natürlichen Sinnesorgane einsetzen. Und, um das Thema Lebensmittelverschwendung an der Wurzel zu packen.

Weitere Informationen zum Verein FoodFighters e.V. unter www.foodfighters-verein.de

Sascha Zellinger setzt auf Fairness und Transparenz

Sascha Zellinger - cuisine_lifystyle

Er hat schon die halbe Welt bereist und für Promis wie David Garret oder die Mannschaft des ÖFB-Teams gekocht. Abgehoben ist Sascha Zellinger dennoch nicht. Ganz im Gegenteil.

Fairness und Transparenz in der Cuisine_lifestyle

Sascha Zellinger mit Kessel und Mühle
cuisine_lifestyle by Sascha Zellinger

Während die Menschen mit Rang und Namen, die er mit seinen kulinarischen Gaumenfreuden begeistert, einen Lifestyle pflegen, der meist fernab ist, von dem, was der „normale“ Gast gewöhnt ist, hat Lifestyle für Sascha Zellinger eher wenig mit Schickeria zu tun.

Für ihn und seine Küche, die er seinen Kunden als Privat- und Eventkoch anbietet, geht es vor allem um gute und faire gehandelte Waren. Diese bezieht der passionierte Koch von langjährigen Partner, möglichst aus der österreichischen Umgebung.

From farm to table mit Sascha Zellinger

Zartes Rindfleisch bekommt er zum Beispiel von einem Familienunternehmen aus Kärnten, das sich auf die nachhaltige Aufzucht von Limousinrinder spezialisiert hat. Fisch bezieht Sascha überwiegend von einem Fischhändler aus Wernberg, der noch selbst frisch räuchert. Das Olivenöl, das Sascha verwendet, kommt zwar nicht aus Österreich, dafür aber von Green Chefs Partner Thomas Egger aus Portugal und damit aus biologischer Produktion.

Selbst bei den Kartoffeln und Zwiebeln weiß Sascha, woher diese stammen: Im Burgenland haben sich verschiedene Kartoffelbauern als Partnerverbund zusammengeschlossen, um ihre unter streng ökologischen Gesichtspunkten produzierten Lebensmittel zu vertreiben.

So viel Transparenz ist löblich! Willkommen bei den Green Chefs, Sascha!