Darlene Schwabroch – Nachhaltigkeit im Team verankern – Teil 3

Darlene Schwabroch - Nachhaltigkeit im Team 3

Vom Einzelkämpfer zum Green Team: Nachhaltigkeit im Kollektiv verankern

Wir haben die vielfältigen Vorteile einer Nachhaltigkeitsstrategie beleuchtet, doch die beste Strategie bleibt wirkungslos, wenn sie nicht im Team gelebt wird. Viele Initiativen scheitern daran, dass sie von Einzelpersonen vorangetrieben werden, die sich im Alltagsstress aufreiben, oder dass Anweisungen von oben ohne echtes Verständnis umgesetzt werden müssen. Die Lösung ist die Gründung eines „Green Teams“: eine abteilungsübergreifende Gruppe, die als interner Motor, Ideengeber und Multiplikator für alle Nachhaltigkeitsthemen fungiert. Doch wie wird ein solches Team erfolgreich aufgesetzt?

Schritt 1: Das uneingeschränkte Bekenntnis der Führungsebene

Jede erfolgreiche Initiative beginnt mit einem klaren Signal von oben. Die Geschäftsführung muss Nachhaltigkeit nicht nur erlauben, sondern sie aktiv als strategisches Unternehmensziel definieren. Dieses Bekenntnis ist die Grundlage für alles Weitere. Es bedeutet konkret, dem zukünftigen Green Team offizielle Ressourcen zuzugestehen: ein festes Zeitbudget für regelmäßige Treffen während der Arbeitszeit und ein eigenes, wenn auch anfangs kleines, Budget für erste Maßnahmen. Ohne diese Rückendeckung bleibt das Team ein zahnloser Tiger und die Motivation der Mitglieder wird schnell erodieren. Die Führungskraft muss die Rolle des „Enablers“ einnehmen, der das Team ermächtigt und ihm den Rücken freihält.

Schritt 2: Die Zusammenstellung des Teams – Vielfalt ist der Schlüssel

Ein Green Team ist dann am stärksten, wenn es ein Miniaturbild des gesamten Betriebs darstellt. Die Mitglieder sollten aus allen relevanten Abteilungen stammen: Küche, Service, Housekeeping, Einkauf, Marketing und Verwaltung. Diese Vielfalt stellt sicher, dass alle Perspektiven berücksichtigt werden. Der Koch kennt die Abfallströme in der Küche, die Servicekraft hört das direkte Feedback der Gäste, und der Einkäufer kennt die Lieferketten. Eine Mischung aus Freiwilligen, die aus persönlicher Überzeugung brennen, und strategisch benannten Mitgliedern, die wichtige Abteilungen vertreten, ist oft ideal. Zu Beginn sollte eine Teamleitung benannt und ein klarer Auftrag formuliert werden, um Orientierung zu geben.

Schritt 3: Die ersten Schritte – Mit schnellen Erfolgen für Motivation sorgen

Um das gefürchtete „Versanden“ der Initiative zu verhindern, sollte das Team mit niedrigschwelligen Zielen starten, die schnell sicht- und messbare Erfolge bringen. Solche „Low-Hanging Fruits“ können die Umstellung auf ökologische Reinigungsmittel, die Einführung eines konsequenteren Mülltrennsystems oder eine erste Analyse des Lebensmittelabfalls sein. Diese frühen Erfolge sind enorm wichtig für die Moral und beweisen dem Rest der Belegschaft und der Führungsebene die Handlungsfähigkeit des Teams. Ein externer Coach kann in dieser Startphase helfen, den Prozess zu moderieren, realistische Ziele zu definieren und eine effektive Arbeitsstruktur zu etablieren, die das Team langfristig trägt.

Schritt 4: Kommunikation und Transparenz – Erfolge sichtbar machen

Was nützt der größte Erfolg, wenn niemand davon erfährt? Das Green Team muss seine Arbeit und seine Erfolge kontinuierlich kommunizieren. Ein Aushang im Pausenraum, ein fester Punkt in Teambesprechungen oder ein interner Newsletter halten die gesamte Belegschaft auf dem Laufenden und motivieren zur Teilnahme. Erfolge sollten gefeiert werden. Dies schafft Anerkennung für die engagierten Mitglieder und macht deutlich, dass Nachhaltigkeit ein gemeinsames Projekt ist, bei dem jeder Beitrag zählt. So wird aus einer kleinen Gruppe engagierter Mitarbeiter schrittweise eine unternehmensweite Bewegung.

Im nächsten Teil werfen wir einen detaillierten Blick auf die kreativen und wirksamen Methoden, die in Nachhaltigkeits-Workshops zum Einsatz kommen, um komplexe Probleme zu lösen.

Essbare Wildpflanzen

Wildpflanzen Magazin - Green Chefs

Ein neues Fachmagazin zur Verwendung essbarer Wildpflanzen hält Einzug in die nachhaltige Gastronomie. „Essbare Wildpflanzen“ bündelt botanisches Wissen, kulinarische Praxis und Hintergrundberichte zu Sammelkultur und Naturschutz. Green-Chefs-Betriebe, die das Heft auslegen, machen damit sichtbar, wie ernst sie den Anspruch nehmen, fair und verantwortungsvoll zu agieren. Das Magazin entsteht unabhängig vom Netzwerk, fügt sich aber nahtlos in dessen Leitbild ein: bewusster Umgang mit Ressourcen, transparente Herkunft und Qualitätsorientierung jenseits von Standards.

Die Redaktion richtet ihren Blick auf Wildpflanzen, die abseits klassischer Kulturpflanzen stehen und doch ein hohes geschmackliches und kulturelles Potenzial besitzen. Pflanzenportraits, Sammelhinweise und Rezepte aus Küche und Bar zeigen, wie sich die Vielfalt der heimischen Flora in anspruchsvolle gastronomische Konzepte integrieren lässt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Wildpflanzen nur dann sinnvoll eingesetzt werden können, wenn Fachwissen, Sorgfalt und Respekt gegenüber Natur und Produzentinnen und Produzenten gegeben sind – Kriterien, die im Selbstverständnis der Green Chefs eine zentrale Rolle spielen.

Mehr Profil für verantwortungsvolle Betriebe

Die Präsenz von „Essbare Wildpflanzen“ im Gastraum ist mehr als ein zusätzlicher Lesestoff für Gäste. Sie unterstreicht das Profil von Betrieben, die Verantwortung nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Praxis verstehen. Das Magazin setzt Akzente bei Themen wie Regionalität im unmittelbaren Umfeld, saisonale Dynamik und schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen. Für Green-Chefs-Häuser entsteht so ein weiterer Baustein, um den eigenen Anspruch sichtbar zu machen: weg vom reinen Warenbezug, hin zu einem reflektierten Umgang mit dem, was vor der Haustür wächst.

Das Zusammenspiel von Magazin und Küchenpraxis eröffnet eine erweiterte Kommunikationsebene. Während im Hintergrund mit regionalen Produzentinnen und Produzenten, kurzen Lieferketten und ressourceneffizienten Abläufen gearbeitet wird, liefert das Heft im Gastraum Hintergrundinformationen und Beispiele. Gäste erhalten Einblicke in die Gründe, warum bestimmte Produkte gewählt oder bewusst gemieden werden, warum saisonale Schwankungen akzeptiert und kreative Lösungen bei der Warenverwertung gesucht werden. Damit wird Nachhaltigkeit im Betrieb nicht nur sichtbar, sondern auch nachvollziehbar.

Inspiration für die Branche im Wandel

Für die Green Chefs bietet „Essbare Wildpflanzen“ zudem Inspiration im innerbetrieblichen Austausch. Berichte über innovative Küchenkonzepte, Porträts von Sammelinitiativen und Fachbeiträge zu rechtlichen Rahmenbedingungen regen an, eigene Ansätze zu prüfen oder weiterzuentwickeln. Gesundheitsaspekte, sensorische Besonderheiten und kulturelle Hintergründe der beschriebenen Pflanzen liefern zusätzliche Argumente für eine differenzierte Produktwahl.

In einer Branche, die sich zunehmend an Kriterien wie Fairness, Transparenz und Ressourcenschonung messen lassen muss, setzt das Magazin einen klaren Impuls. Es stärkt jene Betriebe, die Verantwortung als Qualitätsmerkmal verstehen, und macht sichtbar, wie tief dieser Anspruch in den Alltag hineinreichen kann – von der Auswahl der Zutaten über die Küchenorganisation bis zur Kommunikation im Gastraum.

www.essbare-wildpflanzen.de

Villa Viva Berlin: Social Hospitality mit Sinn

Villa Viva Roof Top ©PhilippRoszykiewicz

Nach dem erfolgreichen Start der Villa Viva in Hamburg zieht Viva con Agua mit seinem Social-Hospitality-Konzept nun nach Berlin: Am Holzmarkt entsteht bis Anfang 2027 die Villa Viva Berlin – ein Gästehaus mit über 150 Zimmern, das Gastfreundschaft, Kultur und gesellschaftliches Engagement unter einem Dach vereint. Die operative Leitung übernimmt der erfahrene Hotelier Oliver Domnick.

Villa Viva kommt in die Hauptstadt: Location am Holzmarkt

Die Villa Viva Berlin erweitert den Viva-con-Agua-Kosmos um einen Standort, an dem das Motto „All in for Water“ konkret erlebbar wird. Viva con Agua engagiert sich seit fast 20 Jahren als Sozialunternehmen für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung.

Projekte wie das Millerntor Gallery Festival sowie Unternehmen wie Viva con Agua ARTS, Goldeimer gGmbH und die Villa Viva folgen einem ganzheitlichen Ansatz: Aufmerksamkeit schaffen, Menschen aktivieren und nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten für die gemeinnützige Arbeit entwickeln.

Die Villa Viva Berlin soll als Teil des genossenschaftlich organisierten Holzmarkt-Quartiers in Berlin-Friedrichshain ein offener Begegnungsort für Reisende, Berlinerinnen und Berliner sowie die kreative Community des Areals werden – und zugleich als wirtschaftliche Grundlage für internationale Wasserprojekte dienen.

Oliver Domnick: Gastgeber mit Haltung und Pre-Opening-Erfahrung

Für die Leitung des neuen Hauses setzt Viva con Agua auf die Expertise von Oliver Domnick. Der Hotelier war in renommierten Häusern wie dem Hotel Louis C. Jacob und dem KEMPINSKI Hotel Atlantic Hamburg tätig, sammelte Erfahrungen in verschiedenen Boutique- und Lifestylehotels und führte als selbstständiger Betreiber das Hotel und Restaurant Ole Liese in Schleswig-Holstein.

Als Direktor begleitete er die Eröffnung des LIGHTHOUSE Hotel & Spa der Heimathafen Hotels, wo er operative Strukturen aufbaute und das Hotel- und Gastronomiekonzept umsetzte. Anschließend verantwortete er als Director of Pre-Opening & Product bei Hirmer Hospitality / Travel Charme unter anderem die Eröffnung des Urban Nature Hotels.

Oliver Domnick - Villa Viva
Oliver Domnick – Villa Viva

Domnicks Arbeitsschwerpunkt liegt auf nachhaltigen Konzepten, einer starken Teamkultur und der Entwicklung zeitgemäßer Orte, die Menschen inspirieren und verbinden. „Mich motiviert die Idee, Projekte mit Sinn zu gestalten, Menschen zu vernetzen und positive Erlebnisse zu schaffen, die über den Moment hinaus wirken“, sagt Domnick.

Die Villa Viva vereine genau diese Werte und solle ein Ort werden, an dem Gastfreundschaft, Kultur und gesellschaftliches Engagement selbstverständlich zusammengehören.

Villa Viva Bar ©Hamburgfoodlover
Villa Viva Bar ©Hamburgfoodlover

Auch baulich setzt das Projekt klare Nachhaltigkeitsakzente: Die Villa Viva Berlin wird im KfW-55-Standard realisiert und setzt unter anderem auf Wärmepumpentechnik, Photovoltaik, Batteriespeicher, Holzbauweise, Recyclingmaterialien sowie begrünte Dach- und Fassadenflächen.

Ein Großteil der erwirtschafteten Gewinne fließt in die gemeinnützige Arbeit von Viva con Agua. Die Finanzierung erfolgt bewusst unabhängig von Spendengeldern; das Eigenkapital stellen private Investorinnen und Investoren bereit, die sich in der Shareholder Gang am Holzmarkt GmbH zusammengeschlossen haben. Ankerinvestor ist die Schweizer Eckenstein-Geigy Stiftung.

Mit der Villa Viva Berlin entsteht damit ein weiteres Beispiel dafür, wie Social Business und hochwertige Hospitality zusammengedacht werden können – und wie ein klar werteorientiertes Konzept sowohl gesellschaftliche Wirkung entfaltet als auch wirtschaftlich tragfähig ist.

https://www.villaviva-hamburg.de

Darlene Schwabroch – Nachhaltigkeit im Team verankern – Teil 2

Darlene Schwabroch - Nachhaltigkeit im Team 2

Mehr als nur „Bio“: Warum Nachhaltigkeit für Gastronomen unverzichtbar wird

Im ersten Teil unserer Serie haben wir einen Coaching-Ansatz kennengelernt, der Teams bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen unterstützt. Doch bevor wir uns an das „Wie“ machen, lohnt ein genauerer Blick auf das „Warum“. Die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein ideologisches Statement – sie ist zu einem harten Wirtschaftsfaktor geworden, der sich auf drei zentralen Ebenen auswirkt: der ökonomischen, der ökologischen und der sozialen. Wer hier die Weichen richtig stellt, sichert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des eigenen Betriebs.

Ökonomische Vernunft: Kosten senken, neue Gäste gewinnen

Der offensichtlichste Vorteil nachhaltigen Wirtschaftens liegt in der Reduktion von Betriebskosten. Systematische Abfalltrennung und -vermeidung, insbesondere im Bereich Lebensmittel, schonen nicht nur die Umwelt, sondern senken auch direkt die Einkaufs- und Entsorgungskosten. Investitionen in energieeffiziente Küchengeräte, LED-Beleuchtung oder intelligente Wassersparsysteme amortisieren sich oft schneller als gedacht und führen zu einer dauerhaften Entlastung der Bilanz.

Gleichzeitig eröffnet ein klares Nachhaltigkeitsprofil den Zugang zu neuen, kaufkräftigen Zielgruppen. Immer mehr Gäste treffen ihre Konsumentscheidungen bewusst und sind bereit, für authentische, regional und fair produzierte Produkte einen angemessenen Preis zu zahlen. Ein glaubwürdiges Konzept, das über die reine Produktqualität hinausgeht und eine Geschichte von Verantwortung erzählt, wird so zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Es schafft eine emotionale Bindung und macht aus zufriedenen Gästen loyale Stammkunden und Botschafter der eigenen Marke.

Ökologische Verantwortung: Ressourcen schonen, Glaubwürdigkeit schaffen

Die Gastronomie ist eine ressourcenintensive Branche. Von Wasser über Energie bis hin zu Lebensmitteln ist der Verbrauch hoch. Damit einher geht eine besondere Verantwortung. Ein bewusster Umgang mit diesen Ressourcen ist das Herzstück jeder Nachhaltigkeitsstrategie. Dies beginnt bei der Speisekartengestaltung, die sich an saisonalen und regionalen Verfügbarkeiten orientiert und idealerweise nach „Leaf-to-Root“- oder „Nose-to-Tail“-Prinzipien konzipiert ist, um Abfall zu minimieren.

Die Lieferkette rückt ebenfalls in den Fokus. Wer seine Partner kennt, auf kurze Transportwege setzt und auf unnötige Verpackungen verzichtet, reduziert seinen CO₂-Fußabdruck erheblich. Diese Maßnahmen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein starkes Marketinginstrument. Gäste schätzen die Transparenz und die Gewissheit, mit ihrem Besuch einen positiven Beitrag zu leisten. In einer Zeit, in der „Greenwashing“ schnell entlarvt wird, ist eine nachvollziehbare und ehrliche Nachhaltigkeitsleistung Gold wert.

Soziale Nachhaltigkeit: Das Team als wertvollste Ressource

Der dritte, oft unterschätzte Aspekt, ist die soziale Komponente. In Zeiten eines akuten Fachkräftemangels wird die Mitarbeiterbindung zum strategischen Erfolgsfaktor. Ein Unternehmen, das nachweislich soziale und ökologische Verantwortung übernimmt, bietet mehr als nur einen Gehaltsscheck – es bietet Identifikation und Sinnhaftigkeit. Ein faires Arbeitsumfeld, Wertschätzung und die Möglichkeit, an einer gemeinsamen, positiven Vision mitzuwirken, sind entscheidende Argumente für potenzielle Bewerber und ein starker Grund für bestehende Mitarbeiter, dem Betrieb treu zu bleiben. Ein engagiertes Green Team kann so zum Motor einer positiven Unternehmenskultur werden, die nach innen und außen strahlt.

Im nächsten Teil zeigen wir, wie der Aufbau eines solchen Teams in der Praxis gelingt und welche Schritte notwendig sind, um vom guten Willen zur tatkräftigen Umsetzung zu kommen.

https://darlene-schwabroch.de/

Ja zu nah – Regionalität beweisen statt behaupten

Ja zu nah - App auf Handy

Die Frage „Woher kommt das?“ ist längst keine Ausnahme mehr am Tisch. Sie ist zur Regel geworden. Gäste wollen es genau wissen – nicht aus Misstrauen, sondern aus Wertschätzung. Sie suchen nach dem Echten, dem Nachvollziehbaren, nach Geschichten, die schmecken.

Vom Feld auf den Teller – warum Herkunft das stärkste Verkaufsargument in der Gastronomie ist

Regional einkaufen bedeutet Aufwand. Es bedeutet, Beziehungen zu Landwirtinnen und Landwirten aufzubauen, Lieferketten kurz zu halten, oft mehr zu investieren – Zeit und Geld. Doch genau diese Mühe bleibt in den meisten Betrieben unsichtbar. Für die Gäste. Für die Mitarbeitenden. Manchmal sogar für die Auftraggeber.

Unsichtbare Wertschöpfung sichtbar machen

Gastronominnen und Hoteliers, die auf regionale Beschaffung setzen, kennen ihre Lieferanten persönlich. Sie wissen, welcher Betrieb die besten Karotten anbaut, woher das Rindfleisch stammt, wer den Käse produziert. Dieses Wissen ist wertvoll – doch es bleibt meist im Hintergrund. Am Tisch wird erklärt, wenn überhaupt. In Hochglanzbroschüren festgehalten, die kaum gelesen werden. Auf Speisekarten erwähnt, die schnell durchgeblättert werden.

Ja zu nah - Tischaufsteller
Ja zu nah – Tischaufsteller

Die Folge: Der Mehrwert regionaler Lebensmittel verpufft. Der höhere Preis muss gerechtfertigt werden, obwohl die Rechtfertigung längst da ist. Sie wird nur nicht gesehen.

Genau hier setzt der digitale Herkunftsnachweis an. Eine Lösung, die Transparenz nicht verspricht, sondern liefert. Einfach, digital, ohne Mehraufwand im laufenden Betrieb.

Transparenz auf Knopfdruck – oder besser: per QR-Code

Das Prinzip ist denkbar simpel. Ein QR-Code auf dem Tisch, am Speiseplan oder auf einem Bildschirm im Eingangsbereich, Gäste scannen ihn mit ihrem Smartphone – keine App nötig – und sehen in Sekundenschnelle, woher jede einzelne Zutat ihres Gerichts kommt. Bis auf den landwirtschaftlichen Betrieb genau. Bis auf das Feld, wenn gewünscht. Oder am Bildschirm, in den sozialen Medien oder in einer eigenen gedruckten Form.

Sie wählen eine Zutat aus – Karotten, Fleisch oder Fisch, Zwiebel oder Fruchtsaft – und erhalten sofort alle Informationen: Name des Produzenten, Standort auf einer Karte, Kilometerangabe zum Restaurant. Transparent, nachvollziehbar, beeindruckend.

Was auf den ersten Blick nach technischer Spielerei klingt, entfaltet in der Praxis eine bemerkenswerte Wirkung. Denn digitale Transparenz schafft echtes Vertrauen. Sie verwandelt anonyme Lieferketten in greifbare Geschichten. Und sie macht aus einem Gericht mehr als nur eine Mahlzeit.

Die Menschen hinter den Produkten

Hinter jedem Gericht stehen Menschen. Landwirtinnen und Landwirte, die früh aufstehen, die mit Leidenschaft arbeiten, die Qualität liefern. Sie tragen Verantwortung, gehen Risiken ein, investieren in nachhaltige Produktion. Doch in der Wahrnehmung vieler Gäste bleiben sie unsichtbar. Der digitale Herkunftsnachweis rückt diese Menschen in den Mittelpunkt. Er zeigt, wer produziert hat. Wo produziert wurde. Wie weit der Weg vom Feld in die Küche tatsächlich war. Das schafft Wertschätzung – für die Erzeuger und für den Gastronomiebetrieb, der bewusst mit ihnen zusammenarbeitet.

Wenn Gäste verstehen, woher ihr Essen kommt, verstehen sie auch seinen Wert. Sie hinterfragen Preise nicht mehr, sondern akzeptieren sie als gerechtfertigt. Sie kommen bewusster, bleiben länger, empfehlen den Betrieb weiter. Und sie kommen öfter wieder.

Mitarbeitende, die stolz sind

Transparenz wirkt nicht nur nach außen. Sie wirkt auch nach innen. Mitarbeitende, die wissen, dass ihr Betrieb auf echte Regionalität setzt, identifizieren sich stärker mit ihrer Arbeit. Sie sind stolz auf die Küche. Stolz auf die Zutaten. Stolz auf die Menschen, die dahinterstehen.

In der Gemeinschaftsverpflegung, in Betriebsrestaurants, in Hotels zeigt sich dieser Effekt besonders deutlich. Dort, wo Gäste täglich wiederkehren, wo Mitarbeitende langfristig planen, wo Auftraggeber Wert auf Nachhaltigkeit legen, macht sichtbare Herkunft den entscheidenden Unterschied.

Weniger Fragen. Mehr Vertrauen.

„Woher kommt das?“ – diese Frage wird nicht verschwinden. Aber sie muss nicht mehr am Tisch beantwortet werden. Der digitale Herkunftsnachweis übernimmt diese Aufgabe. Automatisch, tagesaktuell, manipulationssicher.

Das System funktioniert lieferantenübergreifend. Es ist nicht an einen bestimmten Großhändler gebunden. Es erfordert keinen manuellen Pflegeaufwand. Der Zeitaufwand pro Tag liegt unter einer Minute. Der Rest läuft digital, im Hintergrund, zuverlässig.

Die erfassten Daten sind DSGVO-konform und lassen sich problemlos in allen Kommunikationskanälen einsetzen – auf Websites, in Social Media, in Newslettern, im Print. Das macht den Herkunftsnachweis zu einem echten Kommunikationsmittel. Nicht zu einem weiteren Werbeversprechen, sondern zu einem Instrument mit Substanz.

Flexible Modelle für jeden Betrieb

Entwickelt wurde das System speziell für die Anforderungen von Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Der modulare Aufbau ermöglicht eine einfache Integration in bestehende Abläufe – vom kleinen Gasthaus bis zum großen Verpflegungsbetrieb.

Zur Auswahl stehen verschiedene Nutzungsmodelle: Pay-per-Use für einzelne Standorte oder Aktionen, Lizenzmodelle für den dauerhaften Einsatz, White-Label-Lösungen zur Nutzung unter eigener Marke. Das macht das System skalierbar und flexibel einsetzbar.

Echte Ergebnisse aus der Praxis

Live-Tests in österreichischen Betrieben liefern eindeutige Rückmeldungen. Transparenz wirkt unmittelbar und positiv. Bei Gästen ebenso wie bei Mitarbeitenden und Auftraggebern. Die Sichtbarkeit regionaler Lieferketten stärkt das Vertrauen, fördert die Wertschätzung und hebt Betriebe klar vom Mitbewerb ab.

Ja zu nah - Waldemar Pöchhacker
Ja zu nah – Waldemar Pöchhacker

In einem stark preisgetriebenen Markt wird der digitale Herkunftsnachweis so zu einem strategischen Differenzierungsmerkmal. Er beweist, dass Regionalität nicht nur behauptet, sondern tatsächlich gelebt wird. Dass hinter Marketingversprechen echte Partnerschaften mit landwirtschaftlichen Betrieben stehen. Dass Herkunft nicht verhandelbar ist.

Jetzt die Geschichten erzählen lassen

Jede Küche erzählt Geschichten. Von Menschen, die produzieren. Von Produkten, die Qualität haben. Von Wegen, die kurz sind. Diese Geschichten verdienen es, gehört zu werden.

Der digitale Herkunftsnachweis lässt sie sprechen – ohne dass jemand am Tisch stehen muss. Einfach, ehrlich, wirkungsvoll.

https://www.jazunah.at/

Darlene Schwabroch – Nachhaltigkeit im Team verankern – Teil 1

Darlene Schwabroch - Nachhaltigkeit im Team 1

Nachhaltigkeit als Chance: Wie eine Coachin Green Teams zum Erfolg führt

Die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit ist in der Gastronomie längst keine Nische mehr, sondern ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg. Angesichts steigender Energiepreise, eines wachsenden Bewusstseins bei den Gästen und dem Wunsch nach sinnstiftender Arbeit bei den Mitarbeitenden wird ein glaubwürdiges Engagement zum klaren Wettbewerbsvorteil. Doch wie lässt sich das Thema wirksam im eigenen Betrieb umsetzen, ohne dass es an der Motivation oder der richtigen Struktur scheitert? In unserer neuen Serie stellen wir einen praxisnahen Coaching-Ansatz vor, der genau hier ansetzt. Den Anfang macht die Gründerin selbst: Darlene Schwabroch.

Vom Management zum Coaching: Eine Lücke im Markt schließen

Mit 27 Jahren blickt Darlene Schwabroch bereits auf prägende Erfahrungen als Nachhaltigkeitsmanagerin im Gastgewerbe zurück. In dieser Rolle erlebte sie die typischen Hürden aus erster Hand. Oft starten Betriebe mit einem hochmotivierten „Green Team“, doch nach dem anfänglichen Enthusiasmus versanden die Projekte im operativen Alltagsgeschäft. Es fehlt eine klare Richtung und die Einbindung in die übergeordneten Unternehmensziele. „Wo fange ich überhaupt an?“, „Wie motiviere ich mein Team dauerhaft?“ oder „Welche Ziele sind für uns realistisch und messbar?“ – diese Fragen kennt sie nur zu gut.

Diese wiederkehrenden Herausforderungen und die Erkenntnis, dass vielen kleinen und mittleren Unternehmen die Ressourcen für eine eigene CSR-Abteilung fehlen, motivierten sie zum Schritt in die Selbstständigkeit. Ihr Ziel ist es, engagierten Teams genau das Know-how und die Struktur zu geben, die sie für eine erfolgreiche und dauerhafte Verankerung von Nachhaltigkeit im Unternehmen benötigen. Sie schließt damit eine Lücke zwischen gutem Willen und wirksamer Umsetzung.

Praxisnahe Methoden für nachhaltige Ergebnisse

Der Ansatz von Darlene Schwabroch unterscheidet sich bewusst von einer klassischen Beratung. Anstatt fertige, standardisierte Lösungen zu präsentieren, schafft sie in ihren Workshops den Raum, in dem Teams ihre eigenen, passgenauen Antworten entwickeln. „Was wir selbst erschaffen, verankert sich viel tiefer im Unterbewusstsein und ist damit deutlich erfolgsversprechender in der Umsetzung“, erklärt sie. Dieser partizipative Prozess sichert nicht nur das dringend benötigte „Buy-in“ des gesamten Teams, sondern baut auch interne Kompetenzen auf, die dem Unternehmen langfristig erhalten bleiben.

Dabei kommen interaktive und bewährte Methoden zum Einsatz. Im systemischen Coaching wird das Unternehmen als Ganzes betrachtet, um Wechselwirkungen zu verstehen und verborgene Ressourcen im Team zu aktivieren. Eine andere, besonders kreative Methode ist LEGO® Serious Play®, bei der die Teilnehmenden Ideen und Prozesse mit Legosteinen modellieren. Das macht komplexe Zusammenhänge greifbar und fördert eine offene Kommunikation. Das Ergebnis eines solchen ein- bis zweitägigen Workshops ist ein klarer, gemeinsam erarbeiteter Fahrplan – sei es eine ausformulierte Nachhaltigkeitsstrategie, ein konkreter Maßnahmenplan für die nächsten Quartale oder ein Leitfaden für die interne und externe Kommunikation.

Ausblick

Darlene Schwabrochs Ansatz zeigt, dass Nachhaltigkeit keine Belastung sein muss, sondern ein Treiber für Innovation und Teamentwicklung sein kann. In den kommenden Folgen dieser Serie werden wir uns genauer ansehen, wie die Gründung eines Green Teams konkret gelingt, welche Methoden im Coaching im Detail zum Einsatz kommen und welche messbaren Erfolge Unternehmen damit bereits erzielt haben.

Bioweine als Gewinn: Eine Bereicherung für moderne Gastronomie

Sanderweine - Stefan und Lukas Sander

Die Gastronomie erlebt einen Wandel. Gäste suchen zunehmend nach Authentizität. Nachhaltige Produkte stehen im Fokus der Aufmerksamkeit. Bioweine bieten hier eine perfekte Antwort. Sie stehen für Qualität und ökologische Verantwortung. Das Weingut Sander lebt diese Überzeugung seit drei Generationen. Es praktiziert naturgemäßen Weinbau konsequent.

Überzeugung seit Generationen: Der Bio-Weg von Sander

Ottoheinrich Sander war ein Pionier seiner Zeit. Schon in den fünfziger Jahren begann er. Er stellte die Weinberge auf ökologischen Anbau um. Sein Weitblick war damals außergewöhnlich. Er legte damit die Wurzeln des heutigen Erfolges. Dies war lange vor dem allgemeinen Trend. Er zeigte den Mut zur Veränderung.

Die Familie prägt den Weinstil nachhaltig. Ottoheinrich steht für die Wurzeln des Betriebs. Sein Sohn Gerhard sorgt für die Perfektion der Weine. Enkel Stefan ist verantwortlich für die stilistische Entwicklung. Gemeinsam feilen sie am einzigartigen Charakter. Ihr gemeinsamer Antrieb ist die Natur. Sie wissen, was gute Weine ausmacht.

Die Philosophie ist klar definiert. Nur lebendige Böden sind ein Garant. Sie ermöglichen wirklich terroirgeprägte Weine. Die Idee vom Geschmack der Weine ist natürlich. Sie wird von den Gegebenheiten der Natur definiert. Jahresverlauf, Boden und Rebenalter sind hierbei essentiell. Dies ist die Grundlage für ihre Qualität.

Sanderweine - Team
Sanderweine – Team

Im Weinberg: Natur als Partner für exzellente Weine

Die Arbeit bei Sander richtet sich nach dem biodynamischen Kalender. Dieser speist sich aus menschlicher Erfahrung. Mond- und Sonnenzyklen beeinflussen die Arbeit. Sternekonstellationen spielen eine Rolle. Auch die Bewegungen des Sonnensystems werden beachtet. Dies sorgt für eine harmonische Bewirtschaftung. Die Reben entwickeln sich optimal.

Der respektvolle Umgang mit der Natur ist essenziell. Ein lebendiger Boden ist die beste Grundlage. Er sorgt für geschmackvolle Weine. Biologische Aktivität wird natürlich erhalten. Mist, Kompost und Stroh kommen zum Einsatz. Auch Gründüngungspflanzen tragen dazu bei. Diese organischen Materialien steigern den Humusgehalt. Ein „garer“ Boden entsteht.

Der Marienkäfer ist das Markenzeichen von Sander. Er ziert die Etiketten der Weine. Er symbolisiert die wichtigen Nützlinge im Weinberg. Diese Tiere werden gehegt und gepflegt. Sie sind Helfer im natürlichen Kreislauf. Das ist ein deutliches Zeichen. Es zeigt die tiefe Verbundenheit zur Natur.

Die Weinberge sind von kleinen Fluren geprägt. Hecken und Böschungen bleiben erhalten. Mauern und Begrünungspflanzen bieten Lebensraum. Dies fördert die Pflanzenvielfalt. Nützliche Tiere finden hier ein Zuhause. Sie unterstützen bei der Schädlingsbekämpfung. Fliegen, Würmer und Insekten sind wichtige Zeiger. Sie bestätigen die korrekte Bewirtschaftung.

Die Reben wachsen auf fruchtbaren Lößböden. Sie befinden sich rund um Mettenheim. Eine ganzheitliche Bewirtschaftung ist selbstverständlich. Der Wein erhält so eine tiefe Prägung. Das Terroir wird im Geschmack spürbar. Die Qualität und das Terroir stehen im Vordergrund. Das macht die Weine so besonders.

Sander Weine: Unerwartete Vielfalt für die Gastronomie

Sander Weine bieten eine besondere Auswahl. Das Sortiment begeistert Gastronomen. Es enthält Weine, die man im Biosegment nicht erwartet. Diese Spezialitäten sind eine echte Bereicherung. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für die Weinkarte. Gastronomen können sich so vom Wettbewerb abheben. Die Herkunft der Weine ist klar erkennbar.

Die mineralischen Weine vom Löß sind ein Highlight. Sie zeigen die Besonderheit des Bodens. Jeder Wein ist Ausdruck der Natur. Er ist auch das Ergebnis sorgfältiger Handarbeit. Die Idee für den Weingeschmack ist klar. Sie wird von natürlichen Gegebenheiten bestimmt. Jahrgang, Boden und Rebenalter sind entscheidend.

Das Angebot ist vielfältig und hochwertig. Es spricht anspruchsvolle Gäste an. Die Aufnahme von Sander Weinen lohnt sich. Sie zeigt Wertschätzung für Nachhaltigkeit. Sie bietet ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Mit Sander wählen Sie einen Partner. Dieser steht für Qualität und Verantwortung. Blühende Landschaften sind das Versprechen. Ein echtes Geschenk für zukünftige Generationen.

www.sanderweine.de

Generationswechsel bei FLORIS Catering: Premium mit Haltung

Generationswechsel bei FLORIS Catering

Kontinuität und neue Impulse bei einem der prägenden Event-Caterer Berlins: Nach 31 Jahren übergeben Kerstin und Floris Vlasman die Geschäftsführung von FLORIS Catering an Robin Siegeris und Benjamin Jobs. Damit geht ein traditionsreiches Unternehmen in die Hände einer Generation, die strategische Klarheit, kulinarische Kreativität und verantwortungsvolles Wirtschaften verbindet. Der Schritt stärkt die Zukunftsfähigkeit eines Hauses, das Premium-Anspruch und Verlässlichkeit seit langem definiert.

Kontinuität trifft kulinarische Handschrift

Mit Robin Siegeris rückt ein langjähriger Wegbegleiter an die Spitze. Der ausgebildete Veranstaltungskaufmann und Eventmanager ist seit zehn Jahren im Unternehmen, seit vier Jahren in der Geschäftsführung, und steht für die konsequente Positionierung im Premiumsegment. An seiner Seite bringt Küchenchef Benjamin Jobs die kulinarische Perspektive unmittelbar in die Unternehmensleitung ein. Der ausgebildete Koch, zuvor Chef de Cuisine in führenden Häusern, schärft das Profil mit Kreativität, Qualitätsbewusstsein und Gespür für Trends.

Ein konstanter Schwerpunkt bleibt die nachhaltige Ausrichtung. FLORIS arbeitet seit Jahren mit saisonalen und regionalen Produkten, bevorzugt Produzentinnen und Produzenten aus der Region, sichert kurze Lieferwege und transparente Herkunft der Zutaten. In Planung und Umsetzung sind ressourcenschonende Prozesse fest verankert: aktive Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, der bewusste Einsatz von Mehrweglösungen sowie eine effiziente, nachhaltige Logistik. So entsteht ein Angebot, das Genuss, Ästhetik und Verantwortung verbindet.

FLORIS ist langjähriger Partner der Green Chefs – nahezu seit der ersten Stunde. Das Unternehmen hat das Netzwerk mit Ideen, Taten und klaren Impulsen wiederholt bereichert und gezeigt, wie Premium-Catering Nachhaltigkeit als festen Bestandteil integriert. Der jetzt vollzogene Generationswechsel setzt diese Haltung fort und öffnet Raum für neue Akzente in Produkt, Prozess und Erlebnis.

Schlusswort: Die Green Chefs wünschen Kerstin und Floris Vlasman alles Gute auf neuen Wegen. Der neuen Geschäftsführung mit Robin Siegeris und Benjamin Jobs gelten Anerkennung und viel Erfolg für die kommenden Kapitel – mit Qualität, Verlässlichkeit und Leidenschaft als gemeinsamer Grundlage der Partnerschaft.

https://www.floris-catering.de

Ein neuer Blick auf Gemüse

Esther Kern - Foto by Linda Kastrati

In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein immer wichtiger werden, ermutigt die „Leaf to Root“-Bewegung dazu, Obst und Gemüse ganzheitlich zu nutzen. Esther Kern, eine prominente Food-Journalistin und Initiatorin dieser Bewegung, zeigt, wie wir mit einem kreativen Ansatz nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch neue Geschmackserlebnisse entdecken können. Ihr neues Buch „Leaf to Root – Express“ bietet alltagstaugliche Rezepte, die das volle Potenzial von 20 Obst- und Gemüsesorten ausschöpfen.

Die vergessenen Teile des Gemüses

Esther Kern hat sich auf die Fahnen geschrieben, die oft übersehenen Teile von Gemüse wieder in den Fokus zu rücken. „Aus einem Gemüse kann man mehrere eigenständige Komponenten zubereiten, das ist doch toll“, sagt sie und verweist auf die geschmacklichen Vorzüge von Karottengrün oder Kohlrabiblättern. Diese „Second Cuts“ sind nicht nur nachhaltig, sie bieten auch geschmackliche Nuancen, die in der modernen Küche oft vernachlässigt werden. Radieschenblätter beispielsweise haben einen leicht scharfen Geschmack, der an Rucola erinnert, während Karottenkraut mit seiner Bitterkeit die Süße der Karotte perfekt ausbalanciert.

Der Weg zur Wiederentdeckung

Kerns Reise begann im eigenen Garten, als sie beim Karottenernten auf die Idee kam, das schöne Karottengrün nicht wegzuwerfen. Als Gastrokritikerin wusste sie um die kulinarischen Möglichkeiten, die in der Spitzenküche oft genutzt werden. „Ich habe Rezepte ausprobiert und sie online geteilt, was schnell eine eigene Dynamik entwickelte“, erzählt sie. Die Resonanz war überwältigend – viele Menschen kamen auf sie zu und teilten ihre eigenen Entdeckungen.

Kreative Rezepte für den Alltag

Ein zentrales Rezept in Kerns Buch ist das Karottengrün-Pesto, das aus Karottengrün, Parmesan, Pinienkernen und Olivenöl besteht. Dieses Pesto kann zu geschmorten Karotten, Pasta oder Risotto serviert werden und zeigt, wie vielseitig und schmackhaft vergessene Gemüseteile sein können. „Früher wurde aus Mangel und Sparsamkeit mehr verwendet“, erklärt Kern. „Heute wissen viele gar nicht mehr, dass man Karotten- und Fenchelkraut essen kann.“

Leaf to root Cover Leaf to root Cover[/caption]

Die Herausforderung des Überflusses

Der Überfluss an Obst und Gemüse hat dazu geführt, dass viele Konsumenten den Bezug zu den verschiedenen Pflanzenteilen verloren haben. „Bei Gemüse wie Kohlrabi war das früher anders. Die Blätter wurden mitgekocht oder gedünstet.“ Andere Gemüseteile wie Karottenkraut aber wurden selten verwendet. Kern: „Ich denke, das hat damit zu tun, dass das Karottenkraut viele Fasern hat. Heutzutage haben wir Powermixer, um die zu zerkleinern. “

Gesund und nachhaltig

Die „Leaf to Root“-Philosophie ist nicht nur gut für die Umwelt, sie hat auch gesundheitliche Vorteile. „Die Second Cuts tragen zu einer abwechslungsreichen Ernährung bei“, erklärt Kern. „Will man sich gesund und vielfältig ernähren, hilft die Verarbeitung aller Pflanzenteile, dieses Ziel zu erreichen.“ Bitterstoffe in den Blättern fördern zudem die Verdauung und bieten wertvolle Nährstoffe.

Tipps für den Einkauf

Beim Einkauf empfiehlt Kern, auf Bio-Qualität zu achten. Viele konventionell angebaute Früchte werden chemisch behandelt, um Schädlinge fernzuhalten. „Früher galten Radieschenblätter als Dekoration, aber mittlerweile wird auch ihre Nutzung immer mehr geschätzt“, sagt sie. „Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, was wir essen und wie wir es verwenden.“

Inspiration aus anderen Küchen

Kern ermutigt dazu, auch von anderen Länderküchen zu lernen. In vielen Kulturen werden auch die Schalen und Blätter von Obst und Gemüse verwendet. „In Indien kommt die Wassermelonenschale ins Curry, in China in den Salat. Das zeigt, wie vielseitig diese Teile sind“, so Kern. Auch Bananenschalen finden in der veganen Küche Anwendung, beispielsweise als Backzutat für Kuchen oder Bananenbrot.

Fazit: Freude am Kochen und Essen

Die „Leaf to Root“-Bewegung zeigt, dass nachhaltige Küche nicht nur umweltfreundlich, sondern auch geschmacklich bereichernd ist. Esther Kern lädt alle ein, kreativ zu werden und die Vielfalt von Obst und Gemüse neu zu entdecken. „Es geht nicht darum, alles zwanghaft zu verwerten“, sagt sie. „Es soll Freude machen – weil es schmeckt und ein gutes Gefühl gibt.“ In einer Welt, in der wir oft dazu neigen, Dinge wegzuwerfen, ist es an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten und das volle Potenzial unserer Lebensmittel zu erkennen.

https://estherkern.ch/

 

Neue Trinkhalme für Cocktails und Bubble Tea

Ab sofort ergänzt Green Box als Anbieter
nachhaltiger Foodservice-Verpackungen sein Sortiment um robuste
Mehrweg-Trinkhalme. Ob Cocktails, Smoothies oder beliebte Klassiker
wie Pumpkin-Spice-Latte und Kakao mit Marshmallows – die Halme sind
vielseitig einsetzbar und bieten Gastronomiebetrieben eine praktische
Unterstützung im Alltag. Mehr Informationen über Green Box unter
www.biologischverpacken.de

Die neuen Trinkhalme von Green Box
überzeugen durch ihre robuste Verarbeitung. Damit stärkt das Bremer
Unternehmen gezielt sein Sortiment um funktionales Zubehör für die
Gastronomie. Die Halme lassen sich bis zu 125-mal in der Spülmaschine
reinigen, bleiben formstabil, sind hitzebeständig und dadurch besonders
langlebig. „Wir haben die Mehrweg-Trinkhalme ins Sortiment
aufgenommen, damit Gastronomen im Alltag entlastet werden und
weniger Nachbestellungen tätigen müssen“, erklärt Moritz Waldow,
Sortimentsmanager bei Green Box. „Breite Trinkhalme sind ein Zubehör,
das in vielen Betrieben unverzichtbar ist und den Ansprüchen
unterschiedlicher Zielgruppen entspricht.“

Besonders Bubble Tea stellt mit seinen Tapioka-Perlen besondere
Anforderungen an Trinkhalme. Die extrabreiten Modelle von Green Box
haben eine Länge von 20 cm und einen Durchmesser von 1,2 cm. Sie sind
stabil, spülmaschinengeeignet und in Gelb, Rot, Blau, Lila und Grün
erhältlich. Damit eignen sie sich nicht nur für Bubble Tea, sondern auch
für Milchshakes oder Smoothies. „Unsere Kundschaft braucht Trinkhalme,
die praktisch und vielseitig sind“, so Moritz Waldow. „Die neuen Varianten
erfüllen genau diesen Anspruch und bringen gleichzeitig einen frischen
Look ins Glas.“

Neben den farbigen Varianten für Bubble Tea bietet Green Box eine
Lösung für zeitlose Drinks: elegante schwarze Trinkhalme für Cocktails,
Longdrinks und andere Heiß- und Kaltgetränke. Mit 15 cm Länge und 0,7
cm Durchmesser sind sie für typische Gläser gedacht, eine 22-cm-Variante
passt zu größeren Drinks. Auch cremige Getränke wie Latte-Variationen
lassen sich damit problemlos servieren oder to go zubereiten. Im Betrieb
können die Trinkhalme nach Gebrauch hygienisch gereinigt und mehrfach
eingesetzt werden – eine zuverlässige und zugleich stilvolle Alternative zu
Einwegprodukten.

Ob Winterkaffee oder Eistee: Mehrweg-Trinkhalme machen jedes Getränk zum
Hingucker und reduzieren gleichzeitig Einwegplastik. (Foto: © Green Box)

Mit dieser Sortimentserweiterung zeigt Green Box, dass funktionales
Zubehör auch im Detail zählt. Ob für trendige Bubble-Tea-Varianten,
klassische Cocktails oder saisonale Heißgetränke – die Trinkhalme sind
stabil, vielseitig einsetzbar und für den täglichen Betrieb geeignet. So wird
deutlich: Oft sind es die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen.