Green Chefs Werk und unser Beitrag

Green Chefs Werk und unser Beitrag

Wir von den Green Chefs können immer wieder von Ideen und Taten der Partner erzählen und darauf hoffen, dass durch diese Erzählungen noch viele weitere Gastronomen die Ideen aufgreifen und umsetzen. Wir sind immer wieder überrascht, was die mittlerweile 750 Partner einzeln und in ihrer Summe alles beitragen, um die Welt lebenswert zu erhalten. Und nach fast acht Jahren Aktivität stellen wir gerade fest, dass wir über uns noch gar nicht gesprochen haben. Wir zeigen ja nicht nur, wie man die Welt verbessern kann – wir packen mit an. Green Chefs Motto seit Beginn: Nicht schnacken – machen.

Hier eine Liste dessen, was wir von den Green Chefs in den letzten Jahren angepackt und verändert haben

 

Autos haben wir nicht. Brauchen wir nicht – ist in der Stadt ohnehin nur Ballast. Und in Hamburg fahren die Bahnen mit grünem Strom.

Fliegen tun wir nicht. Wir sind innerhalb des deutschsprachigen Raums gut mit dem Zug unterwegs, kommen nicht nur CO2 neutral und verkehrswegschonend an, sondern auch viel entspannter.

Strom ist nicht nur grün, sondern dunkelgrün. Den beziehen wir von GreenPeace Energie. Und wissen, dass die Gewinne aus dem Stromgeschäft bei denen grün investiert werden.

Unsere Homepage ist auch grün gehostet. Das Hosting ist klimapositiv! Für jede Seite, die wir hosten, pflanzen dies sogar einen Baum. Die Rechenzentren und das Büro von denen laufen mit garantiertem Ökostrom aus Wasserkraft.

Papiermüll haben wir gar nicht. Papier wird bei uns vernichtet und beim Nachbarn abgegeben – der Supporter Gastronomie-Kaufhaus braucht immer Dämmmaterial für den Versand. Wir sparen durch dieses Direktrecycling nicht nur die Müllabfuhr, sondern auch die Belastung durch den Transport von zugekauftem Material – insgesamt eine Summe von 1,9 Tonnen.

Patrick trägt eine Brille aus Holz. Sieht nicht nur gut aus (er meint, ohne Mensch sieht sie noch besser aus), sondern hilft auch, Ressourcen und Energie zu schonen und würde, sollte er sie verlieren, irgendwann verrotten (Glas statt Kunststoff, Holz sowieso)

Kaffee trinken wir fast alle. Und kaufen direkt und fair gehandelten Kaffee aus biologischem Anbau. Den Kaffeesatz werfen wir natürlich nicht weg – den kompostieren wir. Nach gut 3 Wochen wird daraus intensiv duftende Blumenerde – gut für unsere Erträge des Fensterbank-Anbaus irgendwo zwischen urban gardening und office gardening und zur Freude der Nachbarschaft auch auf deren Beeten.

Heizenergie fällt kaum an bei uns. Sicherlich halten nicht alle Menschen die typischen Odenwald-Decken in Büros für das attraktivste, was die Innenarchitektur erbracht hat – effektiv sind sie aber. So effektiv, dass unser Vermieter jedes Jahr anruft, wenn er die Nebenkostenabrechnung fertig hat. Weil er es nicht glauben kann, was er zurück überweisen kann/darf/muss.

Mineralwasser gibt es bei uns natürlich auch. Viva von Aqua natürlich nur in der Perlenflasche, die gegenüber nett designten Flaschen nicht immer so hübsch anmuten, aber bis zu 30% CO2 einsparen, weil die Rücktransporte in die nächstgelegene Abfüllung natürlich effizienter sind als der Transport von Flaschen, die nur eine Marke hat. Und ohne Kohlensäure muss gar nichts transportiert werden. Das Hamburger Wasser hat attraktive Werte und schmeckt. Das Plastikflaschen tabu sein sollten, gilt auch für uns.

Ein kühles Bier war lange Zeit bei uns schwierig. Dem nordischen Geschmack entsprachen nur sogenannte TV-Biere – bei 4,9% ist es schwierig, sich dann die Umwelt schön zu trinken. Aber die Not hatte ein Ende, als wir Premium-Pils aus Hamburg entdeckten. Ist nordisch herb, wird auf Bioland-Ackern angebaut und im Kollektiv gebraut. Wer wissen will, was daran so toll ist: Kommt vorbei – steht immer knallkalt bei uns im Büro.

Saft trinken wir natürlich auch. Ein Hamburger hat mal erkannt, dass das Geld an den Bäumen hängt. In diesem Fall zum Beispiel auf Kirchengrundstücken. Da hat er gefragt, ob er ernten darf – und schon einige Arbeitsplätze geschaffen. Die Firma hat er dann Das Geld hängt an den Bäumen genannt. Und wenn sich die letzten 50 Jahre keiner um die Bäume gekümmert hat, erübrigt sich auch die Frage, ob die gespritzt sind oder nicht. So etwas gab es gar nicht. Schmecken echt gut – kommt vorbei und probiert sie aus.

Die IT ist bei uns ausgelagert. Auf einem Server, der grün betrieben wird. Wenn der nach einem Newsletter und Euren Besuchen heiß läuft, muss der gekühlt werden. Da kommt ganz schön was zusammen – muss nicht sein. Und Rechenzentren sollte man so betrachten wie der Vergleich von Einzelhausheizungen mit Fernwärme – ist zentral eindeutig effizienter.

Papier brauchen wir noch. Wenn auch nur noch ganz wenig im Vergleich zu früher. Das wenige, was noch übrig bleibt, ist aus Recyclat und umweltfreundlich hergestellt mit grüner Energie. Unsere Briefumschläge werden aus alten Landkarten hergestellt, denn Direktrecycling ist energieärmer als Recycling. Versendet werden (zum Beispiel Eure Urkunden) übrigens co2-neutral. Und was wir nicht per Post versenden müssen, versenden wir auch nicht.

Unsere Kochjacken sind aus recycelten PET-Flaschen hergestellt.

 

Nachhaltige Betriebsgastronomie: BCC als Partner der Green Chefs

BCC als Partner der Green Chefs - Adobe Stock

In einer Zeit, in der Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnen, spielt die Betriebsgastronomie eine entscheidende Rolle. Die BCC – Betriebsgastro-Concept-Catering GmbH aus Leverkusen hat sich als Vorreiter in diesem Bereich etabliert und setzt auf ein umfassendes Konzept, das sowohl ökologischen als auch ökonomischen Anforderungen gerecht wird. In Zusammenarbeit mit den Green Chefs wird ein nachhaltiger Ansatz verfolgt, der die Qualität der Speisen sowie die Zufriedenheit der Gäste in den Mittelpunkt stellt.

Regionale Produkte für mehr Nachhaltigkeit

Ein zentraler Aspekt der nachhaltigen Gastronomie ist die Verwendung regionaler Produkte. BCC arbeitet eng mit lokalen Lieferanten zusammen, um die Transportwege zu minimieren und somit CO₂-Emissionen zu reduzieren. Diese Partnerschaften stärken nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern garantieren auch die Frische und Qualität der angebotenen Speisen. Der direkte Kontakt zu den Lieferanten ermöglicht es, sich von der Qualität der Produkte zu überzeugen und vertrauensvolle, langfristige Beziehungen aufzubauen.

Engagement für eine grünere Zukunft

Die Teilnahme an Initiativen wie „Green Chefs“ unterstreicht das Engagement von BCC für eine nachhaltige Gastronomie. Diese Initiative fördert verantwortungsbewusstes Wirtschaften und unterstützt Betriebe, die Wert auf Umweltfreundlichkeit, faire Arbeitsbedingungen und ressourcenschonende Praktiken legen. BCC setzt auf Transparenz in der Lieferkette und zeigt durch aktive Teilnahme, dass nachhaltige Gastronomie nicht nur möglich, sondern auch profitabel ist.

Lebensmittelverschwendung reduzieren

Ein weiteres zentrales Anliegen von BCC ist die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Durch die Kooperation mit „Too Good To Go“ wird überschüssige Ware an Verbraucher weitergegeben, anstatt sie zu entsorgen. Dies sensibilisiert nicht nur für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, sondern trägt auch aktiv zur Verringerung von Abfall bei. Zudem werden die Portionsgrößen regelmäßig analysiert, um durch das Abwiegen von Speiseresten optimale Mengen zu kalkulieren und Überproduktion zu vermeiden.

Frische Zubereitung nach Bedarf

Um die Qualität der Speisen zu maximieren und Lebensmittelverschwendung zu minimieren, werden die Gerichte bei BCC frisch und nach Bedarf zubereitet. Diese Strategie sorgt nicht nur für eine höhere Zufriedenheit der Gäste, sondern verbessert auch die Nährstoffdichte der Mahlzeiten. Modernste Garverfahren wie Sous-vide oder Kombidämpfer kommen zum Einsatz, um eine energieeffiziente Zubereitung zu gewährleisten. Dadurch bleiben wichtige Nährstoffe erhalten und der Energieverbrauch wird gesenkt.

Innovatives Ramen-Konzept

Ein besonders innovativer Aspekt von BCCs nachhaltigem Ansatz ist das neue Ramen-Konzept. Hierbei werden regionale und frische Zutaten für Brühen und Toppings verwendet, was nicht nur die Qualität der Speisen erhöht, sondern auch Verpackungsmüll reduziert. Durch den Einsatz wiederverwendbarer Schüsseln und flexible Portionsgrößen wird Überproduktion vermieden. Zudem kommen energieeffiziente Kochmethoden zum Einsatz, die sowohl die Umwelt schonen als auch den Geschmack der Gerichte verbessern.

Fazit: Ein ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Gastronomie

Die nachhaltige Betriebsgastronomie erfordert ein ganzheitliches Konzept, das regionale Beschaffung, moderne Technologien und einen bewussten Umgang mit Ressourcen umfasst. BCC zeigt, wie durch gezielte Maßnahmen nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch die Qualität der Speisen und die Zufriedenheit der Gäste erhöht werden können. In Partnerschaft mit den Green Chefs setzt BCC neue Maßstäbe in der Betriebsgastronomie und beweist, dass nachhaltiges Handeln und Genuss Hand in Hand gehen können.

Die Zukunft der Gastronomie ist grün – und BCC ist bereit, diese Herausforderung anzunehmen!

Energie und Ressourcen: Kleine Schritte, große Wirkung

Energie und Ressourcen - Adobe Stock

In der Gastronomie können selbst kleine Maßnahmen zur Einsparung von Energie, Wasser und Verpackungen eine große Wirkung entfalten. Durch gezielte Strategien und innovative Ansätze können Gastronomiebetriebe nicht nur ihre Kosten senken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Strom sparen

Energieeffiziente Geräte: Der Einsatz von energieeffizienten Küchengeräten (z. B. mit dem Energy Star-Siegel) kann den Stromverbrauch erheblich reduzieren. Moderne Geräte verbrauchen weniger Energie und tragen zur Senkung der Betriebskosten bei.

Beleuchtung optimieren: Der Umstieg auf LED-Beleuchtung spart nicht nur Energie, sondern verbessert auch die Lichtqualität in der Gastronomie. Zudem sollten Lichtquellen in ungenutzten Bereichen automatisch abgeschaltet werden.

Regelmäßige Wartung: Eine regelmäßige Wartung von Geräten und Anlagen sorgt dafür, dass diese effizient arbeiten. Dichtungen an Kühlschränken und Gefriertruhen sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Wasser sparen

Wassersparende Armaturen: Der Einbau von wassersparenden Armaturen und Duschköpfen kann den Wasserverbrauch erheblich reduzieren. Diese Geräte sind einfach zu installieren und tragen zur Kostensenkung bei.

Recycling von Wasser: In einigen Betrieben kann Grauwasser (z. B. aus dem Geschirrspüler) zur Bewässerung von Pflanzen oder für Reinigungszwecke genutzt werden. Dies reduziert den Frischwasserverbrauch.

Schulung des Personals: Mitarbeitende sollten für den bewussten Umgang mit Wasser sensibilisiert werden. Kleine Änderungen im Verhalten, wie das sofortige Schließen von Wasserhähnen, können große Auswirkungen haben.

Verpackungen clever sparen

Vermeidung von Einwegverpackungen: Wo immer möglich, sollten Einwegverpackungen vermieden werden. Stattdessen können wiederverwendbare Behälter oder biologisch abbaubare Alternativen eingesetzt werden.

Kunden einbeziehen: Gäste können ermutigt werden, eigene Behälter für Take-away-Gerichte mitzubringen. Dies reduziert nicht nur Abfall, sondern stärkt auch das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.

Lieferantenwahl: Die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die umweltfreundliche Verpackungen anbieten, ist ein wichtiger Schritt. Transparente Lieferketten helfen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Fazit

Kleine Schritte in der Einsparung von Energie, Wasser und Verpackungen können große Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit eines Gastronomiebetriebs haben. Indem wir bewusst Ressourcen schonen und innovative Lösungen implementieren, können wir nicht nur Kosten senken, sondern auch unseren Gästen ein nachhaltiges Erlebnis bieten. Lasst uns gemeinsam an einer ressourcenschonenden Gastronomie arbeiten!

Bayerischer Reis – einzigartig regional

Chiemgaukorn - Einkorn-Feld

Bayerischer Reis besteht aus den Urgetreidearten Emmer, Einkorn und Urdinkel. Diese Urgetreidearten punkten mit einer hohen Nährstoff- und Mineralstoffdichte, hohem Eiweißgehalt und einem wunderbar nussigen und feinen Geschmack.

Der Bayerische Reis ist also kein „echter“ Reis, wird aber genauso wie Reis verwendet. Beim Perl-Getreide wird die äußere Kornschicht poliert (leicht aufgeraut) und kann damit das Kochwasser besser aufnehmen. Der Vorteil: Das Einweichen der Körner entfällt und man kann spontan und schnell eine gesunde und herrlich schmeckende Mahlzeit kochen.

Bayerischer Reis – viele Anwendungsmöglichkeiten

Man verwendet den Bayerischen Reis als Beilage, als Risotto, als Füllung z.B. von Zucchinis oder Tomaten, zu Pfannengerichten, als Salat oder als Basis für Bratlinge.

Chiemgaukorn - Buchweizen-Risotto
Chiemgaukorn – Buchweizen-Risotto

Chiemgaukorn: Urgetreide und Feinkostprodukte in ihrer nachhaltigsten Form

Möglichst naturbelassen, um die guten Inhaltsstoffe zu bewahren – so der Grundsatz von Julia Reimann und ihrem Mann Stefan Schmutz. Gemeinsam betreibt das Paar seit 2005 seinen Biohof im Chiemgau, unter dem Markennamen Chiemgaukorn vertreiben die beiden gemeinsam mit ihrem Team Pasta aus eigener Herstellung sowie Naturprodukte und Getreide aus eigener Ernte.

Gefragte, kulinarische Kostbarkeit und wahre Raritäten

Inzwischen sind die Produkte aus der Voralpenregion nicht nur bei Privatkunden beliebt, sondern wecken auch zunehmend das Interesse von Biomärkten, Feinkostläden und Gastronomien, die für ihre Gäste die hochwertigen, nährstoffreichen Zutaten zu Speisen mit dem gewissen Etwas verarbeiten.

Hochwertige, kaltgepresste Öle – darunter Leindotteröl, Hanföl und Leinöl –, Bayerischer Reis, Beluga-Linsen und Buchweizen als ganze Körner, schonend zu Mehl vermahlen, als Grieß, Grütze oder Schrot – die Auswahl der Produkte ist nicht nur besonders vielseitig, sondern entspricht auch höchsten ökologischen Standards.

Dasselbe gilt für die Pasta aus der eigenen Manufaktur: In sorgfältiger Handarbeit hergestellt, schonend und langsam getrocknet, aus Emmer, Einkorn oder Buchweizen etwas Besonderes.
Veredelt mit feinsten, unbehandelten Ingredienzen wie Kräuter oder Gemüse aus der Region und weiteren wertvollen Zutaten entstehen aus den Hofprodukten Kochmischungen auch in Gastronomie-Größen.

Chiemgaukorn - Urkorn-Burger
Chiemgaukorn – Urkorn-Burger

Biodiversität als Chance begreifen und nutzen

Für Reimann und Schmutz steht Nachhaltigkeit an höchster Stelle. Ihr Ziel ist es, ihren Hof im bayerischen Trostberg sowohl ökonomisch als auch ökologisch verantwortungsbewusst zu führen. Ein kleiner Beitrag für die nachfolgenden Generationen, und nicht zuletzt für die eigenen Kinder, sozusagen.

Das Unternehmerpaar ist überzeugt, dass nachhaltiges Arbeiten nur im Einklang mit der Natur funktionieren kann. Daher haben sie sich den Richtlinien des ökologischen Landbaus verpflichtet und sind aktive Mitglieder beim Anbauverband Naturland. Den eigenen Anspruch ziehen sie konsequent durch: Pestizide und synthetische Düngemittel vermeiden sie ebenso, wie gentechnisch verändertes Saatgut.

Wann immer möglich, werden die Felder im Mischfruchtanbau bewirtschaftet. Die Böden werden bewusst mit Humus angereichert und mit Kleegras und Leguminosen bepflanzt. So werden die Böden mit Nährstoffen versorgt und die Wasserrückhaltefähigkeit verbessert. Ziel ist es, ein natürliches Klima herzustellen, um optimales, gesundes und natürliches Wachstum zu begünstigen.

Schöne Nebeneffekte hierbei: Die Böden binden klimaschädliches CO2, außerdem wird Wildtieren ein Lebensraum geboten.

Zurück zur Natur: ursprüngliche Lebensmittel für maximalen Nährstoffgehalt

Diese Liebe zur natürlichen Landwirtschaft spiegelt sich in ihren Produkten wider: Ein intensiver Geschmack und ein geradezu vorbildlicher Nährstoffgehalt sind Standard für die Naturprodukte aus dem Chiemgau. So stellen die Öle von Chiemgaukorn wertvolle Quellen für Omega-3 dar. Tatsächlich entsprich der Gehalt in etwa dem der Fischarten, die für diese Energiequellen bekannt und beliebt sind.

Auch die Getreideprodukte und -körner sind bekannt für ihren hohen Gehalt an Mineralstoffen, Proteinen und Carotinoiden. Auf dem Biohof im Chiemgau werden vor allem Pflanzen kultiviert, die längst in Vergessenheit geraten sind: das sogenannte Urgetreide. Dieses benötigt zwar wesentlich mehr Arbeit als das moderne Getreide. Jedoch geben Reimann und Schmutz dem wertvollen Getreide die Zeit, die es braucht.

Denn die Bedeutung des Begriffes „Nahrungsmittel“ nehmen die Köpfe hinter Chiemgaukorn ernst: „Unser Bemühen ist es Lebensmittel herzustellen, die den Namen ‚Mittel zum Leben‘ auch verdienen.“

Das gewisse Etwas für anspruchsvolle Gastronomen und Genießer

Genau hiervon profitieren auch Gastronomen und deren Gäste: Ursprünglicher, nahrhafter und nachhaltiger können gutes Getreide, die daraus gewonnenen Öle sowie Delikatessen, die aus diesen wertvollen Nahrungsmitteln kreiert werden, nicht sein. Superfood in seiner reinsten Form.

Und ganz nebenbei: Jenseits von Weizen, Roggen und Dinkel liefern die Urgetreide auch noch einen ganz charakteristischen Geschmack, der für Abwechslung und Raffinesse auf dem Teller sorgt.

https://chiemgaukorn.de/

Ist Plastik sparen sinnvoll? – Die Bedeutung von nachhaltigen Alternativen

foods that are wrapped with plastic w - Adobe Stock

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Von Verpackungen über Einwegartikel bis hin zu alltäglichen Gegenständen – der Kunststoff hat unsere Lebensweise revolutioniert. Doch die Kehrseite dieser Medaille ist alarmierend: Die Umwelt leidet unter der enormen Menge an Plastikmüll, der unsere Ozeane und Landschaften verschmutzt. In diesem Beitrag beleuchten wir, warum das Reduzieren von Plastik sinnvoll ist und welche nachhaltigen Alternativen es gibt.

Die Problematik des Plastiks

Plastik ist äußerst langlebig und zersetzt sich nur sehr langsam. Jährlich gelangen Millionen Tonnen Plastik in die Meere, was katastrophale Folgen für die Tierwelt hat. Meerestiere verwechseln Plastik mit Nahrung, was zu Verletzungen und zum Tod führt. Darüber hinaus gelangen Mikroplastikpartikel in die Nahrungskette und gefährden letztlich auch den Menschen.

Warum Plastik sparen?

Umweltschutz: Durch das Reduzieren von Plastikmüll tragen wir aktiv zum Schutz unserer Umwelt bei. Weniger Plastik bedeutet weniger Verschmutzung und weniger Bedrohung für die Tierwelt.

Ressourcenschonung: Die Herstellung von Plastik erfordert fossile Brennstoffe. Indem wir den Verbrauch reduzieren, schonen wir wertvolle Ressourcen und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.

Gesundheit: Einige Kunststoffe geben schädliche Chemikalien ab, die in unsere Nahrung und unser Trinkwasser gelangen können. Durch den Verzicht auf Plastik reduzieren wir das Risiko, diesen schädlichen Substanzen ausgesetzt zu sein.

Nachhaltige Alternativen

Wiederverwendbare Behälter: Anstelle von Einwegplastikflaschen und -bechern können langlebige Alternativen aus Edelstahl oder Glas verwendet werden. Diese sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch ästhetischer.

Biologisch abbaubare Verpackungen: Immer mehr Unternehmen bieten Verpackungen aus biologisch abbaubaren Materialien an. Diese sind eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichem Plastik und tragen zur Reduzierung von Müll bei.

Der Einkauf von unverpackten Waren fördert den Verzicht auf Plastikverpackungen. Hier können Produkte in eigenen Behältern gekauft werden, was den Plastikverbrauch erheblich senkt. Gerade landwirtschaftliche Produzenten bieten da viele Alternativen zum Handel – der oft auf Plastik setzt

Nachhaltige Kleidung: Die Textilindustrie ist ein weiterer großer Verursacher von Plastikmüll. Der Kauf von Berufsbekleidung und Tüchern aus natürlichen Materialien reduziert den Plastikverbrauch und schont die Umwelt.

Fazit
Das Reduzieren von Plastik ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig, um unsere Umwelt und Gesundheit zu schützen. Jeder von uns kann durch bewusste Entscheidungen und den Einsatz nachhaltiger Alternativen einen Beitrag leisten. Gemeinsam können wir einen Unterschied machen und die Welt ein Stück besser hinterlassen – für uns und zukünftige Generationen.

Möllers Morgen: Pionierarbeit für eine bio-vegane Landwirtschaft

Möllers Morgen - Adobe Stock

In Lentföhrden, Schleswig-Holstein, setzen die Brüder Maik und Marco Möller mit ihrem Hof Möllers Morgen neue Maßstäbe in der Landwirtschaft. Als fünfte Generation übernehmen sie den elterlichen Betrieb und transformieren ihn von einem traditionellen Milchviehbetrieb zu einer biozyklisch-veganen Landwirtschaft.

Von der Tierhaltung zur biozyklisch-veganen Landwirtschaft

Die Entscheidung der Möller-Brüder, aus der konventionellen Tierhaltung auszusteigen, basiert auf ihrem ethischen Verständnis und dem Wunsch, eine ökologisch und umweltfreundlichere Landwirtschaft zu betreiben.

Seit Ende 2023 ist Möllers Morgen nach den Richtlinien des biozyklisch-veganen Anbaus zertifiziert. Diese Zertifizierung unterstreicht ihr Engagement für eine Landwirtschaft, die ohne tierische Betriebsmittel auskommt und den Fokus auf Bodenfruchtbarkeit und ökologische Vielfalt legt.

Solidarische Landwirtschaft und Bildung im Fokus

Ab Mai 2025 eröffnet der Hof seine Solidarische Landwirtschaft (SoLawi). Dieses Konzept ermöglicht es Verbrauchern, direkt Teil der landwirtschaftlichen Produktion zu sein und wöchentlich frisches, regionales und saisonales Gemüse zu erhalten. Darüber hinaus bauen die Brüder und ihr Team den Betrieb zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte um.

Ziel des dafür gegründeten gemeinnützigen Vereins ist es, über Themen wie Tierethik, Bodengesundheit und pflanzliche Ernährung aufzuklären und Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft aufzuzeigen. Das Angebot wird gut angenommen: Mehr als 10 Schulklassen waren schon am Hof, und die ersten langfristigen Kooperationen mit Schulen sind auch geplant.

Einblicke und Transparenz durch Social Media

Maik und Marco Möller teilen ihre Erfahrungen und den Fortschritt ihres Projekts aktiv auf Social-Media-Plattformen. Unter dem Namen Möllerbrüder gewähren sie Einblicke in ihren Alltag und zeigen, wie eine vegane Lebensweise praktisch umgesetzt werden kann. Ihr Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und andere für eine Landwirtschaft ohne „Nutztierhaltung“ zu inspirieren.

Ein Vorbild für die Zukunft der Landwirtschaft

Möllers Morgen
Möllers Morgen

Möllers Morgen steht exemplarisch für einen Wandel in der Landwirtschaft. Der biozyklisch-vegane Anbau erweitert den Ökolandbau um eine Form, die ohne „Nutztierhaltung“ auskommt. Durch die Förderung der Solidarischen Landwirtschaft und Bildungsarbeit leisten die Möller-Brüder einen wertvollen Beitrag für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Landwirtschaft.


Mehr über die Vision, die Menschen und den Weg zu einer bio-veganen Landwirtschaft erfahrt ihr auf www.moellersmorgen.de – reinschauen ist Pflicht
Mehr über biozyklisch-veganen Anbau erfahrt Ihr unter https://biozyklisch-vegan.org/

Greenwashing vs. echte Verantwortung

Greenwashing - Adobe Stock

In der heutigen Zeit sind Verbraucher zunehmend sensibilisiert für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Gastronomiebetriebe stehen vor der Herausforderung, sich glaubwürdig zu positionieren und echte Verantwortung zu übernehmen, anstatt in die Falle des Greenwashings zu tappen. Dieser Newsletter beleuchtet, wie Gastronomen authentisch und transparent handeln können.

Was ist Greenwashing?

Greenwashing bezeichnet Praktiken, bei denen Unternehmen sich umweltfreundlicher darstellen, als sie tatsächlich sind. Dies geschieht oft durch irreführende Marketingstrategien, die darauf abzielen, das Image zu verbessern, ohne substanzielle Maßnahmen zur Nachhaltigkeit zu ergreifen. Verbraucher erkennen zunehmend solche Taktiken und verlangen nach echtem Engagement.

Echte Verantwortung übernehmen

Transparente Kommunikation: Gastronomen sollten offen über ihre Praktiken und Lieferketten kommunizieren. Das Teilen von Informationen über die Herkunft der Zutaten, die Art der Tierhaltung und die verwendeten Verpackungen schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Nachhaltige Entscheidungen: Die Implementierung nachhaltiger Praktiken sollte nicht nur ein Marketinginstrument sein, sondern ein integraler Bestandteil des Geschäftsbetriebs. Dies umfasst die Auswahl lokaler und saisonaler Produkte, die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und die Verwendung umweltfreundlicher Verpackungen.

Zertifizierungen und Labels: Der Erwerb von anerkannten Zertifikaten (z. B. Bio-Siegel, Fair Trade) kann helfen, das Engagement für Nachhaltigkeit zu belegen. Diese Auszeichnungen bieten Verbrauchern eine verlässliche Orientierung.

Engagement in der Community: Die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Initiativen fördert nicht nur die Gemeinschaft, sondern zeigt auch, dass der Betrieb Verantwortung übernimmt. Projekte zur Abfallvermeidung oder zur Unterstützung von Umweltschutzmaßnahmen sind gute Beispiele.

Schulung der Mitarbeiter: Mitarbeitende sollten in Nachhaltigkeitsfragen geschult werden, damit sie das Engagement des Unternehmens authentisch vertreten können. Ein gut informiertes Team kann Kunden über nachhaltige Praktiken aufklären und deren Bedeutung vermitteln.

Fazit

Greenwashing kann kurzfristig ein positives Image schaffen, langfristig schadet es jedoch der Glaubwürdigkeit eines Unternehmens. Gastronomiebetriebe, die echte Verantwortung übernehmen und transparent kommunizieren, gewinnen das Vertrauen ihrer Gäste und tragen aktiv zu einer nachhaltigen Zukunft bei. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, die Gastronomie zu einem Vorreiter für echte Nachhaltigkeit zu machen!

Water Is Life: Viva Con Agua kämpft für Menschenrecht

Viva Con Agua

Viva con Agua macht sich stark für sauberes Trinkwasser, Hygieneeinrichtungen und sanitäre Grundversorgung für Menschen weltweit. Obwohl 771 Millionen Menschen immer noch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, sieht der Verein seine Vision „Wasser für alle – alle für Wasser“ als realisierbar an.

„all Profit“ -Ansatz für Menschen, Unternehmen und Organisationen

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2006 setzt sich Viva con Agua dafür ein, durch soziale Projekte Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen. Ein „all Profit“ -Ansatz ermöglicht es allen Menschen, Unternehmen und Organisationen, Teil der Viva con Agua-Familie zu werden und die Vision des Vereins zu unterstützen.

Viva con Agua signalisiert klares Statement

Dafür bietet das soziale Mineralwasser eine großartige und einfache Möglichkeit für GastronomInnen, auf die gemeinnützige Arbeit von Viva con Agua aufmerksam zu machen und wichtige Einnahmen für die Projektarbeit zu generieren. Das Mineralwasser signalisiert ein klares Statement und zeigt Haltung und Engagement. Der USP für die Gäste ist eindeutig erkennbar: Durch die klare Kommunikation und Visualisierung auf den Flaschen wird verdeutlicht, dass mit dem Mineralwasser Trinkwasserprojekte weltweit unterstützt werden. Gleichzeitig bietet das Etikett einen motivierenden Call to Action, um sich selbst zu engagieren und Teil der Viva con Agua-Familie zu werden.

Sozialer und nachhaltiger Mehrwert

Die Absatzentwicklung des Viva con Agua Mineralwassers zeigt, dass sich der Konsum immer bewusster gestaltet und ein sozialer bzw. nachhaltiger Mehrwert an Relevanz gewinnt. Gerade die jüngere Generation legt großen Wert darauf, sich für eine gute Sache einzusetzen. Viva con Agua ist für diese Entwicklung hervorragend aufgestellt und zuversichtlich, dass das Mineralwasser auch zukünftig noch mehr UnterstützerInnen für die Vision begeistern wird.

Weltweiter Zugang zu sauberem Trinkwasser durch bewussten Konsum gefördert

Neben den Leuchtturmprojekten in den Großstädten engagieren sich nun auch immer mehr Gastronomen für die Mission von Viva con Agua. Mit einem bewussten Konsum des Viva con Agua Mineralwassers wird nicht nur der eigene Durst gestillt, sondern auch ein wichtiger Beitrag für den Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit geleistet.

Hofgang auf dem Bauckhof

Bruderhähne - Bauckhof

Nachhaltigkeit – Regionalität. Worte, die gerne aber auch inflationär im Munde geführt werden, wenn es um die Qualität von Lebensmitteln geht. Wie aber funktioniert eine nachhaltige Landwirtschaft? Können Tiere artgerecht und ökonomisch sinnvoll gehalten werden? Grund genug, um mit den Green Chefs in Kooperation mit dem Food Editors Club der Sache vor Ort auf den Grund zu gehen: Auf zum Demeter-Hof für Kartoffeln, Geflügel und mehr

HOFGANG – KÖCHE IN GUMMISTIEFELN

Wir treffen uns auf dem niedersächsischen Bauckhof https://www.bauckhof.de in Klein-Süstedt, einem kleinen Ort von knapp 300 Einwohnern in der Nähe von Uelzen, wo wir von Yanic Arndt mit offenen Armen in Empfang genommen werden. Wir, das sind im Food Editors Club engagierte Food Journalisten und Gastronomen, die als Green Chefs für Nachhaltigkeit, Verantwortung und Transparenz in der Gastronomie einstehen.

Hühner - Bauckhof
Hühner – Bauckhof

Der Hofgang beginnt, anders als erwartet, mit einem Gang ins Büro. Das macht Sinn, denn hier kann man sich sammeln, erste  Eindrücke austauschen und dann dem kurzen, so faktenreichen wie launigen Vortrag von Yannic Arndt zuhören. Die Bauckhof-Höfe beschäftigen zusammen zwischen 420 und 450 Mitarbeiter, wovon 50 hier vor Ort in Klein Süstedt angestellt sind. Gemeinsam bewirtschaften sie auf diesem Hof eine Fläche von ca. 100 Hektar (1ha=10.000qm).

In der konventionellen Landwirtschaft kann ein Landwirt die gleiche Fläche allein bewirtschaften. Allerdings benötigt er dazu entsprechende konventionelle Unterstützung in Form von Gift- und Düngestoffen. Gleichwohl dient die Größe von 100ha (1.000.000qm) als Minimum für eine Existenzgrundlage eines Landwirts im Vollerwerb. Der Vergleich hinkt in einem Punkt: Die konventionelle Landwirtschaft ist mittlerweile in der Regel von der Viehwirtschaft entkoppelt, da diese andere Anforderungen an einen Landwirt stellt. Auf dem Bauckhof wird Vieh- und Landwirtschaft traditionell einheitlich verstanden, denn die Tiere garantieren die nachhaltige Düngung der Böden.

Allein die Nennung der Bewirtschaftungsfläche macht deutlich, dass hier große Maschinen auf großen Flächen zum Einsatz kommen müssen und dass nichts dem Zufall überlassen werden darf, damit die Ernte ohne Verluste eingefahren werden kann.

Freilaufende Hühner und eine Horde Gockel

Hier laufen die Hühner frei rum, auf 10 Hühner kommt in den Herden je ein Hahn. Stress scheint das Federvieh keinen zu haben, dafür aber jede Menge Auslauf unter den schattenspendenden Pappeln rund um die mobilen Hühnerställe.

Hühner - Bauckhof
Hühner – Bauckhof

Dann kommen wir zu einer Hahnherde. Ganz in Ruhe stolzieren sie in Kohortenstärke hin und her, bis auf einmal ein zu weit gelaufenes Huhn auftaucht. Plötzlich erfahren alle Anwesenden, wie es zu dem Sprichwort gekommen sein muss: Sich aufführen wie eine Horde Gockel. Das Gebalze und Gegackere ist so ohrenbetäubend wie lachhaft schön anzusehen. Allein dafür schon sollte man das auf dem Bauckhof seit vielen Jahren etablierten Bruderhahnkonzept unterstützen – ganz abgesehen vom fatalen, aber etablierten Irrsinn der Bruderhahntötung im industriellen Maßstab.

Nachhaltigkeit beginnt mit den Böden

Bei der Ortsbegehung fallen die Böden aus nachhaltiger Landwirtschaft im Unterschied der versandeten Böden um sie herum direkt ins Auge, denn auch in diesem relativ heißen und niederschlagsarmen Sommer haben sie Feuchtigkeit gespeichert und sind voller Mikroorganismen. Die Erde des Ackers, auf dem gerade Kartoffeln geerntet worden sind ist weich, feucht und aromatisch. Ein Blick auf einen benachbarten Acker aber gibt Anlass zu -Sorge: Hier verdorrt das Kartoffelkraut, die Pflanzen sehen aus wie tot. Und in der Tat: Sie wurden kurz vor der Ernte mit Glyphosat behandelt, denn das Mittel tötet alle kulinarisch wertlosen Pflanzenteile ab. So können dann die Kartoffeln problemfreier geerntet werden. Das Lebewesen Kartoffelpflanze hat hier schon vor der Ernte verloren. Die Frage ist, ob man solche Kartoffeln seinen Gästen anbieten möchte.

Siegt der Profit, verliert das Tier

So lautet ein Satz aus dem Onlineauftritt des Bauckhof der sich auch auf uns als Konsumenten bezieht. Denn nur gesunde Lebensmittel können auch die Gesundheit der Konsumenten fördern. Der Einsatz von Pestiziden wird diesen Aspekt so wenig fördern, wie der Einsatz von Mineraldüngern die Qualität der landwirtschaftlich genutzten Böden befördert. Hier werden in konventioneller Landwirtschaft durch Monokulturen die Böden ausgelaugt.

Es wird versucht, durch Mineraldünger nachzuhelfen. Aber die Mineralien im Boden stoppen nicht die Versandung. Versandete Böden aber können kein Wasser halten – sie führen zur Verwüstung ganzer Landstriche mittlerweile auch bei uns. Mikroorganismen aber sorgen für einen langfristige arbeitenden Feuchtigkeitsspeicher: Wichtiges Indiz – Regenwürmer im Boden. Das wurde hier im Bauckhof schon 1931 erkannt.

Jan-Patrick Timmer- und Yanic Arndt
Jan-Patrick Timmer- und Yanic Arndt

Wir alle kennen die Probleme, mit denen die Landwirtschaft zu kämpfen hat: Ausgelaugte Böden treffen auf zunehmende Trockenheit. Oft werden Lebensmittel in riesigen Monokulturen angebaut, um dann über weite Strecken quer durch Europa gesendet zu werden. Die Vorgaben des Großhandels verlangen nicht nur eine termingerechte Sicherstellung der vereinbarten Liefermenge – unabhängig von Witterungsbedingungen und schwankenden Ernteerträgen – sondern auch den Ausschluss großer Teile der Ernte, den sogenannten Missfits.

Diese Rahmenbedingungen fördern keine nachhaltige Landwirtschaft, im Gegenteil: Sie führen zum verstärkten Einsatz von Pestiziden, Düngemitteln, der zunehmenden Auslaugung der Böden und der Landwirte, die zum Einsatz von Giftstoffen gezwungen sind, um Erntemengen in gewünschtem Maß zur vereinbarten Zeit produzieren zu können. Doch für sie bleibt wenig Ertrag, die Profitmaximierung fließt an Konzerne und Handel.

Klimawandel und großflächige Bewirtschaftung unter Verzicht von Biotopen, wie sie Walmhecken und Bäume bieten, stellen hierbei ein so ernstes Problem für zukünftige Generationen an Landwirten dar, wie die Reduzierung der landwirtschaftlichen Betriebe durch stetige Vergrößerung der landwirtschaftlichen Fläche, die durch eine Person in konventioneller Landwirtschaft bestellt werden kann.

Die Rolle der Green Chefs

Doch muss das so sein? Können Gastronomen hier für eine Veränderung sorgen? Wenn sie als gute Gastgeber ihren Gästen mehr Gutes bieten wollen als einfach nur günstige Preise, können hier als Vorbilder agieren, die mit geschmackvoller Zubereitung erstklassiger Lebensmittel und den Geschichten dahinter für ihre Lebensmittelproduzenten werben können.

HOFGANG
HOFGANG

Und so, wie ein Koch, der von seinem Handwerk überzeugt ist, Gäste gerne auch in die Küche schauen lässt, sollte ein Landwirt interessierte, potenzielle Kunden in seinen Hof schauen lassen. Denn Einblicke hinter die Fassaden fördern Fragen und Verständnis gleichermaßen.

Wie aber funktioniert nachhaltige Landwirtschaft? Was macht sie wertvoll? Fragen, die Gastronomen wie Endverbraucher umtreiben, doch seltener werden Argumente als prinzipielle Glaubens-oder Ansichtssachen ausgetauscht. Die einen wollen von biologischer Landwirtschaft nichts wissen und für die anderen kommt nichts anderes in Frage. Zeit also, sich selbst ein Bild zu machen und Argumente zu sammeln.

Bauckhof

Der Bauckhof ist die Oberbezeichnung für insgesamt drei Höfe und eine Mühle. 1932, als man feststellte, dass die Verwendung von Kunstdünger dazu führte, dass die Böden keine Regenwürmer mehr beherbergen, begann man, auf nachhaltige Landwirtschaft umzusteigen. Seit 90 Jahren wird hier nach biologisch-dynamischen Kriterien Landwirtschaft betrieben. Zu diesem ganzheitlichen Konzept gehört auch die artgerechte Haltung von Nutztieren, um zum einen auf den Höfen auch den Dünger für die Felder zu erwirtschaften, zum anderen um die Zucht von erstklassigem Geflügel, samt Bruderhahnkonzept zu betreiben.

https://www.bauckhof.de/muehle-hoefe/bauckhof-klein-suestedt/landwirtschaft/tierhaltung/bruderhahn/

Fazit

Essen ist genau genommen ein agrarischer Akt. Kommen wir durch das Kochen wieder zurück zur Landwirtschaft, zur Ethik und zu einem gesunden Kreislauf. Aufmerksamkeit auf den Tellern sollten den einzelnen Lebensmitteln gelten. Denn wie wusste es schon Eckart Witzigmann:

Das Produkt ist der Star. Aber er wusste auch – Gut Kochen allein reicht nicht

Nie war es einfacher, auf Nachhaltigkeit umzusatteln. Warum: Die Preisexplosion der konventionellen Lebensmittel ist wesentlich drastischer als die der nachhaltig erzeugten Lebensmittel. Wissen um die Herkunft der Lebensmittel ist ein Pfund, eine Geschichte und ein großer Vorteil – in Sachen: Klima, Einkauf, Nachhaltigkeit und Gästebindung.

Autoren: Kay-Henner Menge und Dr. Nikolai Wojtko

WeltverbEsserer-Wettbewerb 2022

Weltverbesserer

It’s food to know: Gesucht werden Deutschlands nachhaltigste Food-Konzepte in den drei Kategorien Restaurants, Food-Produkte und Gemeinschaftsverpflegung.

Der WeltverbEsserer-Wettbewerb 2022 möchte nachhaltigen Pionieren in der Gastronomie und Lebensmittelbranche eine Bühne bieten und Gehör verschaffen. Call for entries bis zum 25.02.2022.

Veranstaltet wird der Wettbewerb im vierten Jahr in Folge von der auf Food und Nachhaltigkeit spezialisierten KreativagenturBranding Cuisine.

Warum ein Wettbewerb für nachhaltige Restaurants?

„Das Umweltbewusstsein steigt, doch nachhaltige Konzepte sind weiterhin die Minderheit. Damit sich das ändert, müssen umweltfreundliche Konzepte mehr Sichtbarkeit erhalten.

Nachhaltige Food- und Gastro-Konzepte können einen wichtigen Beitrag zu einer enkeltauglichen Zukunft leisten, unter anderem da die Ernährungswirtschaft einen der großen Hebel in Hinsicht auf die Abmilderung des Klimawandels darstellt“, erklärt Balázs Tarsoly, Geschäftsführer von Branding Cuisine.

Was gibt es zu gewinnen?

Der WeltverbEsserer-Wettbewerb 2022 sucht Deutschlands nachhaltigste Konzepte in den Kategorien Restaurants, Food-Produkte und Gemeinschaftsverpflegung. Zu gewinnen gibt es für Restaurants Branding Cuisine Agenturleistung / Nachhaltigkeitskommunikation im Wert von 10.000 EUR.
 
Die Gewinner*in in der Kategorie Food-Produkte darf sich über die Promotionpartnerschaft mit dem Cateringunternehmen Talking Tables im Wert von ca. 4.000 bis 7.000 EUR freuen. Die Promotion umfasst die Abnahme einer gemeinsam vereinbarten Menge des Food-Produkts und dessen kommunikativ begleitete Integration in passende Formate des Unternehmens, z. B. Events, Bar- bzw. Foodtruck-Angebote und / oder (sofern zum Zeitpunkt der Realisierung verfügbar) in ein lokales Retailformat (tt-konzeptcatering.de).

Der Preis in der Kategorie Gemeinschaftsverpflegung wird in Kürze auf der Wettbewerbsseite (http://www.brandingcuisine.com/weltverbesserer/) bekanntgegeben.

Darüber hinaus können die Gewinner*innen das Logo „WeltverbEsserer-Wettbewerb 2021 / Gewinner*in der jeweiligen Kategorie“ in ihrer Kommunikation verwenden. Im Anschluss an den Wettbewerb werden die Konzepte aller Finalist*innen auf der WeltverbEsserer-Wettbewerbsseite präsentiert. 

Wie läuft der Wettbewerb ab?

Bewerbungsfrist ist der 25.02.2022. Das große WeltverbEsserer-Finale findet am 28.04.2022 in Berlin bzw. je nach Anforderungen digital statt.

Die Gewinner*innen werden von einer Expertenjury über drei Runden ermittelt. Auf eine erste Vorauswahl in Eigenregie folgt eine Jurysitzung Anfang April, bei der die drei Finalist*innen pro Kategorie für das Pitch-Event ermittelt werden. Diese stellen dort ihr Konzept in einer 10-minütigen Präsentation Jury und Publikum vor.

Jede Kategorie wird eine Gewinner*in haben, die während des Pitch-Events bekanntgegeben wird. Im Falle eines digitalen Events werden die Gewinner*innen am Folgetag kommuniziert.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können Restaurants, Lebensmittelhersteller und Betriebe bzw. Caterer im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung, die Nachhaltigkeit fördern. Ob man ein etablierter Player ist oder frisch am Markt, steht nicht im Vordergrund.

Die Teilnahme ist kostenlos, digital über das Bewerbungsformular der jeweiligen Kategorie auf der Seite des Veranstalters möglich ( http://www.brandingcuisine.com/weltverbesserer/ ).

Wettbewerbskriterien für Restaurants

Für eine Teilnahme müssen nicht alle Kriterien erfüllt werden.

1. Verwendung von Bio-Zutaten

2. Verwendung frischer Zutaten und gering verarbeiteter Lebensmittel

3. Umsetzung pflanzenbasierter Ernährung

4. Respekt für Tier und Umwelt

5. Verwendung regionaler Produkte

6. Verwendung saisonaler Produkte

7. Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

8. Vermeidung von Müll, insbesondere Plastikmüll

9. Bewusster Umgang mit Wasser

10. Verwendung nachhaltiger Spül- und Putzmittel

11. Energieeffiziente, nachhaltige Prozesse in Restaurant und Lieferservice

12. Faire Arbeitsbedingungen und soziale Innovation

13. Faire Partnerschaften, Einkauf fair gehandelter Produkte

14. Nachhaltige Ausstattung, Kleidung, Interiors

15. Aufklärung in Ernährung und Umweltschutz

16. Aufklärung in Ernährung und Gesundheit

Wettbewerbskriterien für Food-Produkte

Für eine Teilnahme müssen nicht alle Kriterien erfüllt werden.

1. Verwendung von Bio-Zutaten

2. Positive Wirkung auf die Gesundheit

3. Verwendung hochwertiger Zutaten und gering verarbeiteter Lebensmittel

4. Umsetzung pflanzenbasierter Ernährung

5. Respekt für Tier und Umwelt

6. Kurze, transparente Lieferkette

7. Faire Partnerschaften, Einkauf fair gehandelter Produkte

8. Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

9. Vermeidung von Müll, insbesondere Plastikmüll

10. Bewusster Umgang mit Wasser

11. Verwendung nachhaltiger Spül- und Putzmittel

12. Energieeffizienz in allen Betriebsprozessen

13. Faire Arbeitsbedingungen und soziale Innovation

14. Aufklärung in Ernährung und Umweltschutz

15. Aufklärung in Ernährung und Gesundheit

Bewertung der WeltverbEsserer durch eine siebenköpfige Expertenjury

Das sind die sieben Jurymitglieder des WeltverbEsserer-Wettbewerbs 2021:

Weltverbesserer Jury

– Serena Carloni, Branding Cuisine

– David Diallo, Good Impact

– Boris Lauser, Rohkost Koch und kulinarischer Berater

– Anna Schubert, Haferkater

– Marcus Seidl, S&F-Gruppe

– Balázs Tarsoly, Branding Cuisine

– Prof. Dr. Jan Wirsam, HTW Berlin

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FAKTEN

Der WeltverbEsserer-Wettbewerb ist Deutschlands erster Wettbewerb für nachhaltige Food-Konzepte und wird 2022 zum vierten Mal ausgetragen. Veranstaltet wird der WeltverbEsserer-Wettbewerb von der auf Food und Nachhaltigkeit spezialisierten Kreativagentur Branding Cuisine. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Food- und Gastro-Konzepte zu unterstützen und ihnen Gehör zu verschaffen. Bewertet werden die teilnehmenden Food- und Gastro-Konzepte von einer siebenköpfigen Expertenjury. Medienpartner des WeltverbEsserer-Wettbewerbs 2022 sind 24 Stunden Gastlichkeit und GVMANAGER der B&L MedienGesellschaft sowie das Online-Magazin nomyblog.

Wettbewerbswebsite: http://www.brandingcuisine.com/weltverbesserer/
Teilnahmeschluss: 25.02.2022
Finale: 28.04.2022 in Berlin (je nach Anforderungen digital)
Die Teilnahme ist kostenlos.

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