Holycrab – invasive Kulinarik

„Gibt dir das Leben Krebse, mach Delikatessen draus!“, dachte sich ein Berliner Gastro-Start-Up, gab sich den grandiosen Namen „HOLYCRAB!“ und verwandelte im Vorbeigehen eine Plage in ein Geschäftsmodell mit Problemlöse-Faktor 10. Aber der Reihe nach.

Holycrab meets krummes Gemüse
Holycrab meets krummes Gemüse

Berlin ächzt unter einer biologischen Invasion. Der amerikanische Sumpfkrebs ist los und bedroht die heimische Flora und Fauna. Zu allem Überfluss kommt er nicht allein, sondern hat seine invasiven Kumpane, wie die Chinesische Wollhandkrabbe und den Kamberkrebs im Schlepptau.

Gründe für diese Plage – Ihr ahnt es – unter anderem der Klimawandel und die Globalisierung. Da die Invasoren die heimischen Tierarten bedrohen, ist nun guter Rat teuer.

Oder auch nicht – man kann eine Plage auch als Delikatesse ansehen.

Von zehn biblischen Plagen sind vier essbar

Die Lösung für das Problem kommt nämlich von HOLYCRAB!. Hummer, Garnelen und Krebse gelten in Deutschland schließlich eigentlich als Delikatesse. Warum also eine Plage bekämpfen, wenn man sie auch einfach aufessen kann? In Zeiten von Superfood und Lebensmittelknappheit besinnt sich HOLYCRAB! auf das was da ist, schützt das heimische Ökosystem und verwendet die Invasoren als Basis für eine gesunde, nährstoffreiche und vor allem natürlich besonders leckere Küche.

Plagitarier aller Länder: vereinigt Euch!

Kostprobe gefällig? Wie klingt Krebs in frisch gebackener Sauerteigbrioche mit hausgemachter Dillmayonaise und mariniertem Staudensellerie? Oder darf es doch eher Kartoffelstampf aus Celina mit Krabbe, geröstetem Blumenkohl, eingelegten violetten Karotten, Champignons, Ringelbeete und Nussbutter sein? Moooment! Erst fertig lesen, dann Tisch reservieren!

HOLYCRAB! denkt die Themen Nachhaltigkeit, Regionalität und Ressourcenschonung nämlich noch ein Stück weiter und verwendet regionales und saisonales Gemüse, das für den Supermarkt zu krumm, in Verbindung mit den kleinen Invasoren allerdings genau richtig ist.
Ein Konzept, so simpel wie genial – und vor allem köstlich.

HoIycrab – if you can’t beat them, eat them

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und selbst zum „Plagitarier“ werden möchte, findet unter https://holycrab.berlin alles Wissenswerte.

Zum Abschluss noch ein Hinweis an alle Köche und Gastronomen: HOLYCRAB! will hoch hinaus und freut sich jederzeit über Kooperationsanfragen.