Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

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In der heutigen Gastronomie ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Immer mehr Gäste und potenzielle Mitarbeiter legen Wert auf umweltfreundliche Praktiken. Dieser Newsletter zeigt, wie grüne Maßnahmen dazu beitragen können, neue Gäste anzuziehen und das Team zu erweitern.

Warum Nachhaltigkeit wichtig ist

Verändertes Verbraucherverhalten: Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen wächst. Verbraucher sind bereit, für umweltfreundliche Optionen mehr zu bezahlen und bevorzugen Betriebe, die Verantwortung für ihren ökologischen Fußabdruck übernehmen.

Image und Markenbindung: Ein starkes Engagement für Nachhaltigkeit verbessert das Image eines Gastronomiebetriebs. Unternehmen, die aktiv umweltfreundliche Praktiken umsetzen, schaffen eine positive Markenidentität, die Kunden anzieht und die Loyalität stärkt.

Grüne Maßnahmen, die anziehen

Nachhaltige Menügestaltung: Die Verwendung von saisonalen, regionalen und biologischen Zutaten spricht umweltbewusste Gäste an. Ein Menü, das auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, kann nicht nur die Qualität der Speisen verbessern, sondern auch das Interesse der Gäste wecken.

Energie- und Wassersparen: Durch die Implementierung energieeffizienter Geräte und wassersparender Technologien können Gastronomiebetriebe nicht nur Kosten senken, sondern auch umweltfreundlicher agieren. Diese Maßnahmen werden von Gästen geschätzt und fördern ein positives Image.

Verpackungsalternativen: Die Verwendung von biologisch abbaubaren oder wiederverwendbaren Verpackungen zeigt das Engagement für Nachhaltigkeit. Gäste fühlen sich besser, wenn sie wissen, dass ihre Mahlzeiten umweltfreundlich verpackt sind.

Engagement für soziale Verantwortung: Projekte zur Unterstützung lokaler Gemeinschaften oder zur Förderung von Fair-Trade-Produkten können das Interesse von Gästen und Mitarbeitern erhöhen. Solche Initiativen zeigen, dass der Betrieb nicht nur auf Profit aus ist, sondern auch auf positive gesellschaftliche Auswirkungen abzielt.

Anziehung neuer Mitarbeiter

Wertorientierte Unternehmenskultur: Eine nachhaltige Unternehmensphilosophie zieht Mitarbeiter an, die ähnliche Werte vertreten. Viele Arbeitnehmer suchen nach einem Arbeitsplatz, der ihren ethischen Überzeugungen entspricht.

Schulung und Entwicklung: Investitionen in Schulungen zu nachhaltigen Praktiken fördern nicht nur das Engagement der Mitarbeiter, sondern machen den Arbeitsplatz auch attraktiver. Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie in einem Unternehmen arbeiten, das ihre Entwicklung unterstützt.

Positive Arbeitsumgebung: Ein Betrieb, der Nachhaltigkeit fördert, schafft oft eine positive und motivierende Arbeitsumgebung. Dies kann die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und die Fluktuation verringern.

Fazit

Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Schlagwort; sie ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg in der Gastronomie. Durch die Implementierung grüner Maßnahmen können Betriebe nicht nur ihre Umweltbilanz verbessern, sondern auch Gäste und neue Mitarbeiter anziehen. Lasst uns gemeinsam die Gastronomie in eine nachhaltige Zukunft führen!

Energie und Ressourcen: Kleine Schritte, große Wirkung

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In der Gastronomie können selbst kleine Maßnahmen zur Einsparung von Energie, Wasser und Verpackungen eine große Wirkung entfalten. Durch gezielte Strategien und innovative Ansätze können Gastronomiebetriebe nicht nur ihre Kosten senken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Strom sparen

Energieeffiziente Geräte: Der Einsatz von energieeffizienten Küchengeräten (z. B. mit dem Energy Star-Siegel) kann den Stromverbrauch erheblich reduzieren. Moderne Geräte verbrauchen weniger Energie und tragen zur Senkung der Betriebskosten bei.

Beleuchtung optimieren: Der Umstieg auf LED-Beleuchtung spart nicht nur Energie, sondern verbessert auch die Lichtqualität in der Gastronomie. Zudem sollten Lichtquellen in ungenutzten Bereichen automatisch abgeschaltet werden.

Regelmäßige Wartung: Eine regelmäßige Wartung von Geräten und Anlagen sorgt dafür, dass diese effizient arbeiten. Dichtungen an Kühlschränken und Gefriertruhen sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Wasser sparen

Wassersparende Armaturen: Der Einbau von wassersparenden Armaturen und Duschköpfen kann den Wasserverbrauch erheblich reduzieren. Diese Geräte sind einfach zu installieren und tragen zur Kostensenkung bei.

Recycling von Wasser: In einigen Betrieben kann Grauwasser (z. B. aus dem Geschirrspüler) zur Bewässerung von Pflanzen oder für Reinigungszwecke genutzt werden. Dies reduziert den Frischwasserverbrauch.

Schulung des Personals: Mitarbeitende sollten für den bewussten Umgang mit Wasser sensibilisiert werden. Kleine Änderungen im Verhalten, wie das sofortige Schließen von Wasserhähnen, können große Auswirkungen haben.

Verpackungen clever sparen

Vermeidung von Einwegverpackungen: Wo immer möglich, sollten Einwegverpackungen vermieden werden. Stattdessen können wiederverwendbare Behälter oder biologisch abbaubare Alternativen eingesetzt werden.

Kunden einbeziehen: Gäste können ermutigt werden, eigene Behälter für Take-away-Gerichte mitzubringen. Dies reduziert nicht nur Abfall, sondern stärkt auch das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.

Lieferantenwahl: Die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die umweltfreundliche Verpackungen anbieten, ist ein wichtiger Schritt. Transparente Lieferketten helfen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Fazit

Kleine Schritte in der Einsparung von Energie, Wasser und Verpackungen können große Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit eines Gastronomiebetriebs haben. Indem wir bewusst Ressourcen schonen und innovative Lösungen implementieren, können wir nicht nur Kosten senken, sondern auch unseren Gästen ein nachhaltiges Erlebnis bieten. Lasst uns gemeinsam an einer ressourcenschonenden Gastronomie arbeiten!

Essbare Verpackung aus Makroalgen

Take-away-Verpackung aus Makroalgen

To-go ist ein Trend, der dem Lifestyle-Gefühl vieler Menschen entspricht. Schnell etwas Warmes auf die Hand, schnell weiter, absolute Flexibilität. Dicker, fetter Haken an der Sache ist allerdings der wachsende Haufen Verpackungsmüll, der zurückbleibt. Reinen Gewissens lässt sich to-go also kaum leben.

Take-away-Verpackung aus Makroalgen

Take-away-Verpackung aus Makroalgen
Take-away-Verpackung aus Makroalgen

Clevere Gastronomen setzen auf recyclebares Verpackunsmaterial aus Rohstoffen wie Holz, Gras oder gar Bioabfällen. Auch Pfandsysteme für Take-away-Geschirr etablieren sich immer mehr. Die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts im Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung arbeiten derzeit an einer Verpackungslösung, die biologisch abbaubar und sogar essbar wäre. Dafür verwenden die Mitarbeiter des MakPak-Projektes Makroalgen.

Für die neuartige Verpackungslösung werden ausschließlich marine, spezifische Makroalgen-Rohstoffe zur Reststoffverwertung verarbeitet. Das Rohmaterial soll weiterhin mit Extrakten ausgewählter Makroalgenarten, die bioaktive Inhaltsstoffe beinhalten, veredelt werden, damit die Verpackungslösung nicht nur normiert und nachhaltig ist, sondern auch positive Wirkung auf die zu verpackenden Lebensmittel haben, sondern des Weiteren einen gesundheitlichen Mehrwert für den Verbraucher bietet. Die Herausforderung für die Forscher besteht darin, dass das Behältnis weder nach Alge schmecken, noch abfärben oder aufweichen darf. Bis die Verpackungslösung auf den Markt kommt, wird es aber wohl noch mindestens zwei Jahre dauern.

Verpackungsmüll reduzieren

Verbrauch von Serviceverpackungen der Gastronomie
Verbrauch von Serviceverpackungen der Gastronomie

Von 2010 bis 2015 ist der Verbrauch von Serviceverpackungen in der Gastronomie von jährlich 110 Kilotonnen auf 256 Kilotonne um insgesamt 133 Prozent gestiegen. Angesichts der immer größerer Verpackungsmengen in der Gastronomie soll die nachhaltig produzierte, entsorgbare und/oder essbare Verpackungslösung als Darreichungsform für Lebensmittel im Außerhausverzehr sowie im Imbiss-Segment dazu beitragen, die Mengen an Verpackungsmüll zu reduzieren.

Außer-Haus-Service: Neue Verpackung aus Gras

Außer-Haus-Service - Neue Verpackung aus Gras

Gras als Tierfutter ist hinreichend logisch. Mit getrocknetem Gras – also Heu – zu kochen, ist dann schon extravaganter. Jetzt verpacken Gastronomen sogar mit Gras: Speisen für das Außer-Haus-Geschäft können nun in Verpackungen aus Graspappe angeboten oder Lieferungen in Graskartonagen verschickt werden.

Gefunden: Die Idee im Heuhaufen

Außer-Haus-Service - Neue Verpackung aus Gras
Außer-Haus-Service: Neue Verpackung aus Gras

Ein Papierhersteller aus Hennef hat neuartige Kartonagen mit einem Grasanteil von bis zu 50 Prozent entwickelt. Damit können Lebensmittel ökologisch verpackt werden. Darüber hinaus beweisen Gastronomen mit Speisekarten aus Graspapier auch im Restaurant nachhaltigen Innovationsgeist. Wichtig ist dabei, dass sie ihren Gästen davon erzählen, denn der emotionale Mehrwert ist absolut nicht zu unterschätzen. Sie zeigen ihren Gäste so, dass sie nachhaltig Gedanken machen und ganzheitlich Verantwortung für eine bessere Welt übernehmen.

Die Vorteile von Papier aus Gras

Papier und Kartonagen aus sonnengetrocknetem Gras weisen eine vergleichsweise gute Ökobilanz auf. Das liegt zum einen daran, dass Gras ein schnell nachwachsender Rohstoff ist. Dadurch ist die Herstellung von Graspapier langfristig gesehen sogar kostengünstiger, als wenn das Papier rein aus Holzfasern gefertigt würde.

Außerdem werden bei der Verarbeitung von Grasschnitt zu Graspellets, aus denen das Graspapier gemacht wird, weniger Wasser und Energie benötigt als für die Herstellung von Frischfaser oder Altpapier.

Die Graspallets werden ausschließlich mechanisch, ohne den Einsatz chemischer Zusatzstoffe und Wasser gefertigt. Durch die Umstellung der Papierrezeptur werden weniger Treibhausgase freigesetzt als bei der Herstellung herkömmlichen Papiers aus Frischfaser oder Altpapier. Zudem wird etwa 10 Prozent weniger Energie benötigt.

Der Rohstoff für die Graspellets stammt von ungenutzten Ausgleichsflächen aus der näheren Umgebung der Papierfabrik. Somit sind die Transportwege kurz.

Selbstverständlich sind die Verpackungen aus dem Graspapier recyclebar.

Die Kartonagen sind individualisierbar und in verschiedenen Größen erhältlich.

Weitere Informationen zum Graspapier

Verpackungsmüll? Geht doch auch ohne.

Verpackungsmüll? Es geht auch ohne.

Plastik hier, Plastik da – doch Plastik ist längst nicht mehr wunderbar. Das erkennen immer mehr Menschen und verzichten bewusst auf Plastik.

Von Bulk Shopping bis Unverpacktheit

In der Einkaufswelt hat sich das „Bulk Shopping“ einen Namen gemacht. Lebensmittel werden hier in großen Behältern, den Bulk Bins, lose zum Verkauf angeboten. Der Kunde kann sich die benötigte Menge ganz einfach in mitgebrachte Behältnisse abfüllen.
Meist sind es kleine Läden, die das Prinzip des Bulk Shoppings verfolgen. Einige verschreiben sich dabei für ihr gesamtes Sortiment der „Unverpacktheit“; zum Beispiel Milena Glimbovskis „original unverpackt“ in Berlin.

Aus der Frischetheke in die eigene Box

Aber auch in großen Supermärkten bleibt verpackungsfreier Verkauf nicht unbeachtet. Das beweist Dieter Hieber, seines Zeichens Besitzer von 12 Edeka-Filialen in Baden-Württemberg.

Die moderne Frischtheke verzichtet auf VerpackungsmüllIrgendwann, in einer ruhigen Stunde auf dem Sofa, stieg ihm der Einwegverpackungswahn zu Kopfe und er beschloss: Das Plastik muss weg! Er musste einige Hürden bewältigen – vor allem die Hygienevorschriften zwangen ihn zu mehrfachem Umdenken – bevor er seine Kunden einladen konnte, sich Ware an der Frischetheke in mitgebrachte Boxen abfüllen zu lassen. Der Kunde stellt nun seine Box auf ein Tablett, ein Mitarbeiter nimmt dieses an, befüllt die Dose und reicht das Tablett mit offener Dose wieder zurück.

Die verpackungsfreie Frischetheke testet Dieter Hieber derzeit in einem seiner Märkte. Es soll der erste Schritt zur „Plastikfreiheit“ in allen zwölf Filialen sein.

Müll vermeiden als Gastronom

Gastronomen können von verschiedenen Seiten an das Thema Verpackungsmüll herangehen. Einerseits ist eine Optimierung im Einkauf möglich. Wer auf Plastikverpackungen verzichtet, hat schon viel gewonnen; wer seine Ware unverpackt kauft, setzt dem Ganzen die Krone auf!
Partner der Green Chefs setzen bei ihren Lieferungen auf wiederverwendbare Satten, um Verpackungsmüll zu sparen. Auch Einweggeschirr vermeiden sie, wann immer es geht – oder sie setzen hier auf umweltfreundliche Alternativen.

Verpackungsmüll muss nicht seinAuf der anderen Seite können Gastronomen im Restaurant in Zusammenarbeit mit den Gästen Verpackungsmüll sparen. Nicht selten füllt sich der Magen des Gastes schneller als gedacht und Reste bleiben auf dem Teller zurück. Es ist nicht nur das gute Recht des Kunden, sein bezahltes Essen mitzunehmen, sondern für den verantwortungsvollen Koch auch im Sinne der Restevermeidung wichtig und richtig, dem Gast sein Essen einzupacken. Das schreit jedoch wieder nach Einwegverpackung … Warum sich hier nicht an Herrn Hieber ein Vorbild nehmen und dem Gast nahelegen, ein Gefäß für Reste mitzubringen? Oder wie wäre es, den Gästen ihre Reste z.B. in Mehrzweckgläsern mitzugeben? Gepaart mit einem Pfandsystem entstehen dem Restaurant dadurch keine zusätzlichen Kosten. Ergo: Kunde froh, Koch froh, Umwelt froh!

Mit ein wenig Kreativität und dem überzeugten Wille eines Green Chefs kann jeder eine Menge Verpackungsmüll sparen.