Wasser erreicht bei 100 Grad die richtige Temperatur für den Siedepunkt. Die perfekten Temperaturen, um Mousse von der Gänseleber, Langenauer Spargel oder Mangold-Gnocchi zum Geschmackserlebnis zu machen, kennen Christoph Hormel und sein Team vom Restaurant Siedepunkt darüber hinaus ganz genau.
In Ulm können Genießer sich von Christophs kreativer Küche umschmeicheln lassen. Doch diese Küche umschmeichelt nicht nur die Gäste, sondern auch die Umwelt. Denn beim Lebensmitteleinkauf fällt die Wahl von Christoph fast immer auf Produkte von regionalen Herstellern, die schon lange nach nachhaltigen Prinzipien arbeiten. Alle Zutaten verarbeitet das Team so weit wie möglich. Das gilt für Gemüse und Früchte ebenso wie für Fisch, Wild und Co. – denn es ist nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht clever, sondern im Restaurant Siedepunkt auch selbstverständlich, um dem Tier Respekt zu zollen.
Wohltemperiert mit guter Energie
In den Speisen, die im Restaurant Siedepunkt serviert werden, steckt nicht nur leidenschaftliche Perfektion vom Küchenteam, sondern auch grüne Energie. Denn im Restaurant Siedepunkt fließt CO2-neutraler Strom, der seinen Teil zum perfekt temperierten und verantwortungsvollen Genuss beiträgt.
Wohltemperiert geht’s auch im Team zu: Eine übertarifliche Bezahlung setzt den Grundstein für zufriedene Mitarbeiter. Gelegentliche Aktivitäten, wie ein gemeinsamer Grillabend, lassen das Team um Christoph näher zusammenwachsen – so können Restaurantgäste jeden Tag leidenschaftliches Engagement auf ihrem Teller schmecken.
Auch das Thermometer in unseren GREEN CHEFS Herzen zeigt die perfekte Temperatur an. Willkommen als GREEN CHEFS Partner, Christoph Hormel und das Restaurant Siedepunkt!
Marcel Meining steckt in den frischen Anfangszwanzigern. Fairness und Verantwortung nimmt sich der Jungkoch aus Würzburg jedoch schon lange zu Herzen. Kein Wunder, dass er auch zu den GREEN CHEFS gefunden hat! Ab Juli 2016 wird Marcel in der Küche des Weinstall Castell das Sagen haben. Seine sozialen und grünen Ideale werden dort nicht zu kurz kommen – das lässt er im GREEN CHEFS Interview durchscheinen.
GREEN CHEFS: Wie bist du auf die Green Chefs aufmerksam geworden?
Marcel Meining: Aufmerksam auf die Green Chefs wurde ich durch Mitglieder von Cookart, die in sozialen Netzwerken über die Grundgedanken und Aktivitäten der Green Chefs berichteten.
GREEN CHEFS: Was hat dich dazu bewegt, Partner der Green Chefs zu werden?
Marcel Meining: Der Weg, den die Green Chefs verfolgen, entspricht genau dem, den auch ich gehe – und den jeder vernünftige Mensch verinnerlichen sollte.
GREEN CHEFS: Musstest du etwas verändern, um den Anforderungen der Green Chefs zu entsprechen?
Marcel Meining: Ich musste nichts verändern, da ich durch mein Engagement bei Cookart schon diese Gedanken verfolge. Aber ich möchte in Zukunft einige Events veranstalten, bei denen ich meinen Gästen die Wichtigkeit und Dringlichkeit der „Green Chefs Arbeit“ näher bringen kann.
GREEN CHEFS: Was bedeutet es dir, Partner der Green Chefs zu sein?
Marcel Meining: Es ist mir eine große Freude und Ehre Mitglied einer „Familie“ zu sein, die gemeinsam die gleichen Ziele verfolgt.
GREEN CHEFS: Was erhoffst du dir von der Auszeichnung als Green Chefs Partner?
Marcel Meining: Ich erhoffe mir das Interesse anderer zu diesen Themen zu wecken und zu einem Zuwachs der Green Chefs Familie beizutragen.
GREEN CHEFS: Erfahren deine Gäste, dass du Green Chefs Partner bist?
Marcel Meining: Ja. Zum einen wird die Urkunde ausgehängt, zum Anderen verwende ich das Logo in meiner Speisekarte. Das Interesse der Gäste soll geweckt werden. Sie sollen wissen, dass die Produkte aus der nächsten Umgebung stammen.
Verrätst du uns ein Highlight deiner Arbeit?
Marcel Meining: Das größte Highlight meiner Arbeit ist der Zusammenhalt aller Köche, die ich bis jetzt kennenlernen durfte. Let´s rock!
Die Gastronomie wird grün. Denn im Sinne einer verantwortungsvollen Lebensweise wollen Gäste auch im Restaurant einen nachhaltigen Stil verfolgen. Fair und verantwortungsvoll gegenüber Natur, Herstellern und Mitarbeitern. Damit jeder sofort erkennt, welches Restaurant seinen Ansprüchen gerecht wird, gibt es die Green Chefs – ein Netzwerk aus Gastronomen, die zeigen: „Bei uns isst du nachhaltig und fair!“
Faire Gastronomen sind GREEN CHEFS
Auch wenn es politisch umstritten ist – das Leben sollte grün sein. Denn Grün ist längst nicht mehr nur der Salat. Brot schmeckt erst richtig gut, wenn es aus dem eigenen Ofen kommt. Suppe wird besonders cremig, wenn glückliche Kühe einen Klacks Sahne hinzugeben. Und das Steak aus Ammerbach ist oft leckerer als das aus Argentinien.
Wer einen grünen Lebensstil verfolgt, fängt damit häufig beim Essen an. Schwierig wird das, sobald man sich aus der heimischen Küche hinauswagt und in fremde Gastro-Gefilde begibt. Wer bringt hier wirklich grünes Essen auf den Tisch?
Um bei der Auswahl des passenden Restaurants zu helfen, gibt es die Green Chefs: Eine Auszeichnung für Gastronomen, denen alle Sinne nach Fairness und Verantwortung stehen.
Die Partner der GREEN CHEFS erkennen
Ein Restaurant, das Partner der Green Chefs ist, gibt sich durch das grüne Logo zu erkennen. Nicht selten ziert auch eine Green Chefs Urkunde die Wand des Lokals und zeigt dem Gast gleich beim Betreten: Wir handeln nachhaltig. Wer gezielt in seiner Stadt ein Green Chefs Restaurant besuchen will, kann sich im Restaurantfinder auf www.green-chefs.de schlau machen, welche Köche und Restaurants mit dabei sind.
GREEN CHEFS mögen´s rundum grün
Doch wie „grün“ esse ich wirklich in einem Green Chefs Restaurant? Die Partner der Green Chefs verpflichten sich zu Fairness und Verantwortung in ganzer Bandbreite.
Produkte aus Monokulturen und Massentierhaltung kommen ihnen nicht in die Küche.
Respekt vor Lebensmitteln ist selbstverständlich.
Nutzlose Reste gibt es nicht.
Mit LEDs geht ihnen ein Licht auf.
Küchengeräte, Töpfe und Messer leben länger als eine Saison.
Sie kaufen ihre Waren möglichst in der Region ein.
Ihre regionalen Produzenten sind langfristige Partner, die sie fair entlohnen.
Sie wissen: Arbeitszeit ist Lebenszeit, auch für ihre Mitarbeiter.
Partner der Green Chefs sind für Transparenz bekannt. Beim Schnack mit Restaurantleitung oder Küchenchef können Gäste letzte Unsicherheiten beseitigen – damit sie entspannt und guten Gewissens schmausen können.
Die Auswahl der Lebensmittellieferanten spielt eine entscheidende Rolle, um die eigene Küche nachhaltig im Sinne der GREEN CHEFS Ideale zu gestalten. Für Privathaushalte bieten Biokisten schon seit Langem die Möglichkeit, frische Bio-Ware bis an die Haustür geliefert zu bekommen. Doch Biokistenanbieter haben erkannt: Auch bei größeren Abnehmern ist der Bedarf da. Gerade für kleinere Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung, die ihre Küche Richtung Bio lenken wollen, ist ein solcher Lieferservice eine gute Wahl. Denn viele Biokistenanbieter liefern nicht mehr nur Produkte aus eigenem Anbau, sondern haben sich ein Netzwerk aus Bio-Lieferanten aufgebaut. Der Vorteil für den biowilligen Gastronom liegt auf der Hand: Zeitersparnis. Schließlich kümmert sich der Biokistenbetreiber um die Suche nach Direktvermarktern und bündelt so ein breites Sortiment im eigenen Lieferservice.
Anbieter packen auch größere Kisten
Für viele Küchen von Kindergärten, Schulen und Kitas ist die tägliche Lieferung der Biokiste schon Normalität. Nur einige Beispiele: Die „Tagwerk Ökokiste“ beliefert rund 150 Vorschuleinrichtungen im Münchener Raum, die „Werkhof Service GmbH“ versorgt gut 100 Kitas und Schulen im Ruhrgebiet, und im Raum Hamburg zählt die „Bohlsener Mühle“ etwa 100 Küchen der Außer-Haus-Verpflegung zu ihren Kunden.
Die Lieferbetriebe sind dafür gewappnet, auch Kisten für größere Kunden zu packen – warum also nicht im eigenen Gastronomiebetrieb mal eine Biokiste ausprobieren? Sicher, den direkten Kontakt, bei dem ich dem Gemüsebauer persönlich die Hand schüttele, kann die Biokiste nicht ersetzen. Doch viele Biokistenbetreiber sind um Transparenz über ihre Philosophie und ihre Bezugsquellen bemüht – so kann für den Gastronomen als Endabnehmer dann doch eine möglichst große Nähe zum Hersteller entstehen.
Bei Bio-Lieferbedarf also einfach mal beim Biokistenbetreiber in der Umgebung erkundigen. Eine Übersicht über einige Betreiber in Deutschland gibt´s zum Beispiel auf www.oekokiste.de.
Im Ruhrpott weht ein nachhaltiger Wind: Mit dem Eventcatering Essen sagen Guido Trostmann und sein Team dem Hauptsache-billig-Essen im Catering-Bereich den Kampf an. „Wir können heute sagen, dass wir die Produkte nicht mehr mehrere tausende Kilometer einfliegen lassen, sondern dass wir unsere Produkte regional, teilweise überregional und vor allen Dingen saisonal einkaufen und anbieten“, erzählt Guido. Nicht zuletzt ist er stolz darauf, Großkonzerne mit ihren Fertigprodukten aus der eigenen Küche verbannt zu haben – ein Schritt, der aus Green Chefs Sicht vielleicht selbstverständlich klingen mag, doch in vielen Gastronomiebetrieben längst nicht Normalität ist.
Frische aus dem Pott
Guido und sein Team bieten Catering für verschiedenste Anlässe sowie einen Feinkost Lieferservice für den täglichen Genuss. Absolute Frische und eine wöchentlich wechselnde Karte garantieren besten Genuss und „Essthetik“, wie die Essener Eventcaterer es so schön nennen.
Im Cateringangebot darf selbstverständlich auch eine gute Portion Ruhrpottgefühl nicht fehlen. So kommen mit dem Buffet unter dem Titel „Ruhrpott Häppkes“ Snacks wie „Schlaberkappes mit grobe Bratwürskes“ und „Bütterken mit Käse“ auf den Catering-Tisch.
Ein bewusster Umgang mit Strom und Wasser sowie die Vermeidung von Abfällen machen die Arbeit des Caterings absolut GREEN CHEFS tauglich.
Willkommen als Partner der GREEN CHEFS, Guido Trostmann und das Eventcatering Essen!
Walter und Mathilde Beckmann sind Naturmenschen. Was würde da besser passen als ein eigenes Landhotel im Grünen? Mitten im Sauerland treffen Wander- und Radfahrfans auf Beckmanns Landhotel Sauerländer Hof. Ob für eine kurze Einkehr oder den Erholungsurlaub im Sauerland – der Sauerländer Hof empfängt seine Gäste mit selbstverständlicher, natürlicher Herzlichkeit.
Natürlichkeit auf der Karte
Auch die Karte nimmt sich Natürlichkeit zu Herzen: Saisonale Produkte aus der Region sorgen für Frische und vollen Geschmack auf dem Teller. Klar, dass man im Sauerländer Hof das Sauerland schmeckt, bei Spanferkel, Wildschweinbratwurst und Reibeplätzchen. Bei der Verarbeitung aller Produkte steht Wertschätzung an oberster Stelle: Alles wird so weit wie möglich verwertet; Reste werden vermieden.
Die Gläser der durstigen Gäste füllt das Team rund um Walter und Mathilde Beckmann mit ausgesuchten Weinen aus dem hauseigenen Weinkeller. Und für die Biertrinker gibt´s selbstverständlich Landbier.
Wen es also ins nordrheinwestfälische Grüne treibt, der schaue mal bei den Beckmanns vorbei. Wir sagen: Willkommen bei den GREEN CHEFS, Walter und Mathilde Beckmann mit dem Sauerländer Hof!
Der „Klimakiller“ CO2 wird verantwortlich gemacht für die Erwärmung der Erdatmosphäre, die weitreichende Konsequenzen für uns und unser Klima mit sich bringt. Doch von welchen Dimensionen sprechen wir eigentlich, wenn es um CO2-Emissionen geht?
Die durchschnittliche CO2-Bilanz in Europa liegt bei etwa 10 Tonnen pro Kopf und pro Jahr. Für Deutschland mit seinen rund 80 Millionen Einwohnern ergibt sich daher ein Gesamt-CO2-Wert von 800 Millionen Tonnen im Jahr. Diese Berechnungen beziehen sich auf Privatpersonen. Doch die spannende Frage für einen GREEN CHEF ist natürlich: Wie viel CO2-Ausstoß verursache ich als Gastronom mit meinem Betrieb?
Lass mal rechnen!
Wir haben einen kleinen CO2-Rechner entwickelt, der die CO2-Emissionen pro Sitzplatz in
deinem Restaurant errechnen soll. Probier´s doch mal aus! Du brauchst nur Angaben zu Deinem Jahresstromverbrauch, zu der Anzahl an Sitzplätzen in Deinem Restaurant und zu Deinen Öffnungstagen im Jahr. Dazu hier eine kleine Hilfestellung:
5-Tage-Woche: 260 Arbeitstage/Jahr (52 Wochen)
6-Tage-Woche: 312 Arbeitstage/Jahr (52 Wochen)
Urlaub und Feiertage musst Du noch individuell abziehen. Die deutschen Bundesländer haben im Schnitt 10 Feiertage pro Jahr.
CO2-pro-Sitzplatz-Rechner
[jazzy form=“co2verbrauch_pro_sitzplatz“]
Unser CO2-pro-Sitzplatz-Rechner verwendet einen Richtwert für den heutigen Strommix von 500 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom.
Gelegentlich wundert man sich ja, dass überhaupt noch ein Fisch in den Gewässern dieser Welt schwimmt – das Thema Überfischung kommt schließlich immer wieder auf und ist ein ständiges Problem. Weltweit sind fast 30 Prozent aller Fischbestände von Überfischung bedroht, über 60 Prozent werden bis zum Maximum befischt. Dazu kommt all der Beifang, der ungewollt in den Netzen landet und dem auch säugende Meereskumpanen wie Hai, Seevogel und Schildkröte zum Opfer fallen. Wer würde sich da als Meeresbewohner nicht mal lieber schnell von dannen machen?
Doch das können sie nun mal nicht. Also sind wir als Konsumenten an der Reihe: Respekt zeigen ist angesagt. Wir müssen Fisch und Meeresfrüchte nicht gleich von der Speisekarte verbannen, doch bewusster Genuss und durchdachter Einkauf führen auf die richtige Route. Gerade im Einkauf erfordert das natürlich etwas Zeit, schließlich muss man sich mit dem Produkt auseinandersetzen: Welchen Fisch kann ich kaufen? Wo sollte der Fisch herkommen? Wie treffe ich meine Wahl?
Für Orientierung beim Kauf: Der WWF Fischratgeber
Der Fischratgeber als App, (c)WWF
Orientierung im Dschungel von Zertifikaten, Fangmethoden und Fischarten bietet der Fischratgeber des WWF. Das Helferlein gibt´s für den Desktop, aber natürlich auch als App – Abhilfe beim Fischkauf steht damit also überall mobil bereit. Von Aal bis Zander berät der Fischratgeber, ob das Wunschprodukt eine gute Wahl ist oder nicht. Ein Ampelsystem sorgt für den schnellen Einkaufs-Überblick; wer zum Fischallwisser werden will, dem stehen Beschreibungen über den Meeresbewohner selbst, seine Bestandssituation sowie über Fang- und Zuchtmethoden und deren Ökobilanz zur Verfügung. Für einen GREEN CHEF ist der Fischratgeber eine gute Möglichkeit, um sich auch bei nur wenig verfügbarer Zeit mit den Produkten für die eigene Fischkarte auseinanderzusetzen – und den Meeresbewohnern so Respekt zu zollen.
Eine erste Empfehlung des WWF vorab: Wer beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten auf die Siegel MSC (für Wildfisch), ASC, Bioland und Naturland vertraut, begibt sich schon auf eine gute Seite. Für alles weitere geht´s hier zum hier zum Fischratgeber …
Die erste Reaktion von Florian Vogel auf das „Ja“ zur Green Chefs Partnerschaft? Freude über das „Moin“, mit dem wir unser Willkommensschreiben ganz nach norddeutscher Manier einleiten. Kein Wunder – der gebürtige Wilhelmshavener lebt rund 800 Kilometer von seinem Heimathafen entfernt. Doch das mit gutem Grund: Im beschaulichen Ort Hohenkammer in Bayern verwirklicht er sich im Schloss Hohenkammer als Küchenchef von Camers Schlossrestaurant.
Handwerkskunst und Lokalbezug
Florian Vogel bietet seinen Gästen kleine Geschmackskunstwerke. Sie sollen in Camers Schlossrestaurant nicht bloß essen, sondern von den Tellern unterhalten werden und sich positiv mit dem Essen befassen. Um das zu erreichen braucht es zweierlei: top-frische Zutaten und handwerkliche Sorgfalt. Für Erstere sorgt das benachbarte Gut Eichethof, von dem Florian und das Camers den Großteil ihrer Produkte beziehen. Bio ist hier Standard und Saisonalität natürlich garantiert.
Während Florians volle Hingabe der kreativen Schlossküche gilt, läuft aber auch abseits von Geschmack und Genuss vieles nach Green Chefs Idealen ab: So fließt zum Beispiel CO2-neutraler Strom und bei Investitionen in die Küchenauststattung wird stets langfristig gedacht.
Wann immer Genuss auf nachhaltiges Handeln trifft, zeigt unser Daumen hoch. Willkommen als Green Chefs Partner, Florian und Camers Schlossrestaurant!
Christoph Hauser von Hauser´s Kochlust findet in seinen Kochkursen gute Gelegenheiten, mit den Gästen über die nachhaltige und sozial verantwortungsvolle Küche zu plaudern. Er weiß: Nachhaltigkeit ist das Megathema einer guten Gastronomie – zurecht.
Im Interview erzählt er, warum bei diesem Megathema auch alte Methoden eine Rolle spielen und was ihm die Green Chefs auf seiner Suche nach dem „guten Lebensmittel“ bedeuten.
Hausers Kochlust Christoph Hauser Portrait Foto: florianhammerich.com
Green Chefs: Wie bist du auf die Green Chefs aufmerksam geworden?
Christoph Hauser: Ich bin Mitbegründer der Slow Food Chef Alliance. Hier gibt es große Schnittmengen zu dem, was die Green Chefs tun und so würde ich gerne zukünftig eng zusammenarbeiten.
Green Chefs: Was hat dich dazu bewegt, Partner der Green Chefs zu werden?
Christoph Hauser: Nachhaltigkeit ist das Megathema einer guten Gastronomie. Wenn wir handwerklich und sauber arbeiten wollen, sollten wir eine “Küche ohne Reste” etablieren. Das ist überhaupt keine neue Idee, sondern eigentlich das, was wir als Köche, Profis und verantwortungsbewusste Gastgeber gelernt haben. An Omas Herd gab es einen Topf, in dem wurden die Tassen abgespült. Ohne Spülmittel, denn das Wasser mit den Essensresten bekamen die Schweine. Ich finde, wir sollten alle miteinander innovativ sein, aber dabei nicht vergessen, was früher schon funktioniert hat.
Green Chefs: Musstest du etwas verändern, um den Anforderungen der Green Chefs zu entsprechen?
Christoph Hauser: Veränderung ist unser täglich Brot. Wir sind auf einem Weg, um immer besser, sauberer und fairer zu arbeiten. Ich denke, mit Hausers Küchentisch – einem Konzept, an dem der große Tisch in der Küche steht, alle aus Terrinen essen und es keine Speisekarte gibt – sind wir schon ziemlich gut dabei. Aber gerade die Konzepte der anderen, guten Gastronomen interessieren mich natürlich sehr. Ich denke es geht darum, sich gut zu vernetzen, Best Practice Beispiele zu finden, Ideen zu adaptieren und gemeinsam daran zu arbeiten – damit wir die Frage “Was ist ein gutes Lebensmittel?” sauber definieren. Da können die Green Chefs vielleicht von Slow Food lernen und umgekehrt.
Green Chefs: Was bedeutet es dir, Partner der Green Chefs zu sein?
Christoph Hauser: Es tut gut zu wissen, dass man mit seinem Wahnsinn, der scheinbar nicht ökonomischen Arbeitsweise, den Grundsätzen und Ideen nicht allein ist.
Danke, dass es die Green Chefs gibt.
Green Chefs: Was erhoffst du dir von der Auszeichnung als Green Chefs Partner?
Christoph Hauser: Für mich ist das eher eine “Glaubensgemeinschaft” als das Sammeln von Labels. Ich denke nicht, dass die Auszeichnung allein einen Kundenzustrom erzeugt. Eher ist es doch so, dass unsere Kunden spüren, erfahren und schmecken, welche Philosophie wir vermitteln und leben wollen.
Green Chefs: Sind deiner Erfahrung nach Fairness und Verantwortung auch den Gästen wichtig?
Christoph Hauser: Absolut. Viele unserer Kunden legen im privaten Umfeld viel Wert auf Qualität und sind durchaus bereit, dafür einen fairen Preis zu zahlen. Gleichzeitig sind unsere Kunden von der “normalen Gastronomie” oft enttäuscht, weil Erwartungshaltung und Anspruch nicht mit dem Angebot zusammen passen.
Die Alternative ist einerseits klare, offene Kommunikation; mehr noch aber der alltägliche Beweis, dass es auch anders geht – im Miteinander im Team und durch einen Umgang auf Augenhöhe mit den Kunden.
Green Chefs: Auf welchen Wegen kommunizierst du, dass du Green Chefs Partner bist?
Christoph Hauser: Gerade in den Kochkursen ist viel Zeit, über die “Kochphilosophie” zu sprechen. Über Zutaten und Arbeitszeitregelungen.
Über die Integration von Flüchtlingen in die Gastronomie und über unsere bewusste Entscheidung gegen eine Speisekarte. Im Sinne der Saisonalität und Regionalität müssen wir unsere Gäste davon überzeugen, dass sie uns als Profis vertrauen können.
Green Chefs: Verrätst du uns ein Highlight deiner Arbeit, das typisch Green Chefs ist und von dem deine Kollegen lernen können?
Christoph Hauser: Wir sprechen miteinander, lachen, sind freiwillig da. Wir, das sind unsere Gäste und meine Mitarbeiter. Das zu vermitteln und offen zu sein für Kritik, gleichzeitig einen klaren Rahmen zu setzen und zu erklären, was möglich ist und was wir gar nicht anbieten wollen, das sind die Prinzipien. Kunden und Gäste wollen heutzutage gar nicht mehr alles selbst entscheiden. Dafür lassen Sie sich viel lieber verwöhnen.
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