Die Basenbox – 4 Freunde, eine Mission

BASENBOX Team v.l.n.r.: Lukas Lovrek, Philippa Lovrek, Albrecht Eltz, Leopold Lovrek (Foto: Daniel Auer)

Wie vor einhundert jahren die vier Musketiere ziehen Lukas, Philippa, Albrecht und Leopold von der Basenbox in den Kampf für eine gesündere Ernährung. Ihr Plan: Der Menschheit mehr Ausgeglichenheit durch basische Food-Boxen ermöglichen.

Vier gewinnt!

BASENBOX Team v.l.n.r.: Lukas Lovrek, Philippa Lovrek, Albrecht Eltz, Leopold Lovrek (Foto: Daniel Auer)
BASENBOX Team v.l.n.r.: Lukas Lovrek, Philippa Lovrek, Albrecht Eltz, Leopold Lovrek (Foto: Daniel Auer)

Die Basenbox ist österreichs erster Lieferrdienst, der sich auf die basische Ernährung spezialisiert hat. Das Wiener Start-up produziert 100% biologische, frisch zubereitete Basenkuren, die sowohl dem Wohlbefinden als auch der Linie zuträglich sind.

Fleisch kommt nicht in die Basenbox, denn es steht im Verdacht, den Basenhaushalt zu stören. Dafür dürfen umso mehr Obst, Gemüse, Kräuter und Sprossen hinein. Beliefert wird das Basenbox-Team mehrmals wöchentlich vom gerade mal zehn Kilometer entfernt liegenden Bio-Hof Adamah. Damit sind Frische und zuverlässige Qualität garantiert.

Die Basenbox hilft, Michel bringt’s

Die täglich wechselnden Gerichte werden in recyclebaren Verpackungen CO2-neutral per Fahrrad von Michl bringt’s zugestellt. Michl’s ist ein Projekt der Wien-Work integrative Betriebe und Ausbildungs GmbH, die Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt ermöglicht. Eine richtig gute Sache also!

Da alle Basenboxen über den Online-Shop bestellt werden, kann ganz genau kalkuliert werden. Das spart enorm an Ressourcen und es bleiben (fast) keine Reste. Über das Bisschen, das doch mal übrig ist, freut sich dann das Basenbox-Team und sorgt höchstpersönlich für seine „Vernichtung“.

Tägliches Team-Meeting für noch mehr Zusammenhalt

Zum Tagesabschluss kommen dann noch mal alle zur Team-Sitzung zusammen, um den vergangenen Tag zu besprechen und den kommenden gemeinsam zu planen. „Das stärkt das Wir-Gefühl ungemein und alle wissen, dass sie zusammen an einem Strang ziehen“, sagt Leopold.

Wir freuen, die vier an Bord zu haben. Willkommen bei den Green Chefs!

Green Chefs Partner erprobt neues Regionalkonzept

Gastronomen trauen sich ein neues Regionalkonzept - Foto Hobenköök_Sophie Mahnert

Thomas Sampl ist einer dieser Early Birds, die als erste das Siegel der Green Chefs tragen durften. Kein Wunder, ist der Tausendsassa doch einer der umtriebigsten Geister der nachhaltigen Küchenwelt. Jetzt wagt er sich an ein gänzlich neues Regionalkonzept: Eine Mischung aus Restaurant und Markthalle – mitten in Hamburg.

Thomas Sampls Hobenköök wird groß

Neues Regionalkonzept: Thomas Sampls Hobenköök wird groß
Neues Regionalkonzept: Thomas Sampls Hobenköök wird groß

Bis weit über die Hamburger Grenzen hinaus ist Thomas für seine Neuinterpretation alter Traditionsgerichte wie „Labskaus“ oder „Birnen, Speck und Bohnen bekannt. Um seinen Gästen die „alte Küche“ näher zu bringen, verabredet er sich mit ihnen sogar zum Bummel über den Wochenmarkt – eine Handvoll Weisheiten eines gestandenen Gastronomen inklusive.

Jetzt hat Thomas was Neues am Start: Nachdem er vor 2 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und dafür die Position als Küchenchef im Vlet aufgab, hat er nun im Hamburger Oberhafen ein Restaurant mit Markthallenanschluss eröffnet. Ein lang gehegter Traum des Spitzenkochs. Auf gut 600 Quadratmetern bietet das Team um Thomas jetzt Lebensmittel von regionalen Produzenten rund um Hamburg an.

Gastronomen trauen sich ein neues Regionalkonzept

Thomas Herz schlägt seit jeher für die einfache, authentische und überraschende Küche. Diese möchte er seinen Gästen künftig noch näher bringen. Dafür hat er sich mit seiner ehemaligen Vlet-Kollegin Neele Grünberg zusammen getan. „Wir wollen den Produzenten ein Gesicht geben, vom Land in die Stadt vom Feld auf den Teller sozusagen“, sagt die Herzblutgastronomin. Ebenfalls mit an Bord ist Frank Chemnitz, der wie Thomas und Neele jahrelange Gastro-Erfahrung mitbringt.

Alles, was die Besucher in der Markthalle an regionalen Saisonprodukten einkaufen können, verwertet auch das Küchenteam. Radieschenblätter werden zu Suppe, aus den Schalen der Gemüse wird Brühe gekocht, Käseabschnitte aus der Käsetheke finden ihre
Bestimmung im Käsesalat der Salatbar. So muss kaum etwas weggeworfen werden.

Einzigartiges Konzept: Restaurant trifft auf Markthalle

Das Zusammenspiel von Restaurant und Markthalle ist einzigartig und lädt zum Längerbleiben ein. Wer Saisonal-Regionales bevorzugt und wissen will, woher seine Lebensmittel kommen, der ist in der Hobenköök (plattdeutsch für „Hafenküche“) genau richtig. 

Transgourmet und Green Chefs: Partnerschaft geht in die Verlängerung

Transgourmet und Green Chefs - Partnerschaft geht in die Verlängerung

Warum damit aufhören, wenn es gut läuft, haben sich die Jungs und Mädels bei Transgourmet gedacht und die Unterstützung der Green Chefs um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Marke Ursprung oder Vonatur bzw. Origine, wie sie in Österreich und in der Schweiz genannt wird, stehen Gastronomen Informationen über die Produzenten in einer Tiefe und Detailverliebtheit zur Verfügung, die einzigartig ist.

Den Einsatz für mehr Transparenz bei der Warenbeschaffung und eine klarere Kommunikation bis an den Tisch schätzen nicht nur die Gäste. Auch wir von den Green Chefs sehen darin großes Potenzial für die Branche und freuen uns daher umso mehr, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Transgourmet fortgesetzt wird.

Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen

Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen 
Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen

Wie wächst das Lübchiner Strohschwein im Stall von Torsten Roder auf? Wie erleben Alm-Rinder den Bergaufstieg mit Monika Grillitsch? Was macht die Hühner-Zucht von Franz Schemmer so besonders? Und warum ist das Gänseleben bei Olaf Gutzeit so lebenswert? Jede Ursprung-Partnergeschichte ist auf der Website nachzulesen und animiert einfach zum Weitererzählen. Genau darin besteht die große Stärke von Transgourmet Ursprung.

Aber auch mit Gemüse, Obst und allem, was die Fischer aus Teichen und Seen angeln, kennen sich die Leute bei Transgourmet bestens aus. Ihr Wissen geben sie in Seminaren und auf Studienreisen weiter. Dabei lässt Transgourmet Gastronomen am Leben der Landwirte, Fisch- und Viehzüchter teilhaben, die ihre Geschichten gerne weitererzählen. Das ist einzigartig und schließt eine Lücke zwischen Handel und Gastronomie.

Wer mal mit auf Reisen gehen möchte, wendet sich am besten direkt an Christian Drexler, der bei Transgourmet alle auf dem Nachhaltigkeitskurs hält.

Transparente Kommunikation bis zum Gast

Durch die Studienreise zum Produzenten von Fisch, Fleisch und Gemüse können Köche und Gastronomen sich noch intensiver mit den Waren beschäftigen, die sie ihren Gästen anbieten. Dieser Mehrwert zählt vor und hinter dem Pass und insbesondere die Gäste honorieren den Einsatz mit Vertrauen und Treue.

Green Chefs Partner wissen, dass es sich  für Gastronomen, Gäste und Gesellschaft gleichermaßen lohnt, auf eine transparente und gelebte Nachhaltigkeitsstrategie zu setzen.

Nachhaltigkeitswerte auf den Tisch bringen

GOOD - BETTER - BEST - Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung - Vonatur - Origine
Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung – Vonatur – Origine

Um eine nachvollziehbare und transparente Kommunikation gewährleisten zu können, hat Transgourmet unter Ursprung, Vonatur und Origine Standards definiert. Jedes Produkt, das unter der Marke vertrieben wird, muss durch den Prüfungsprozess und wird in ein 3-Level Rating-System aufgeteilt: Good – Better – Best.

Dem liegen Kriterien von etablierten Labels und Standards wie Bio, dem Label des Deutschen Tierschutzbundes oder Naturland zugrunde. Alle Mitwirkenden wie Landwirte oder Züchter werden dafür regelmäßig besucht und kontrolliert, um die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien sicherzustellen.

Die Partnerschaft geht in die Verlängerung

Transgourmet Ursprung und Green Chefs – das passt einfach. Daher stoßen wir jetzt auf ein weiteres gemeinsames Jahr an. Prost!

LindenGut – das Bio-Paradies in der Hessischen Rhön

Anja Lindner

Unter den Ausläufern der Hessischen Rhön, ganz nah zu Fulda befindet sich ein kleines Stück Paradies: Das LindenGut. Über 30 Jahren gelebte Bio-Bauernhof-Geschichte prägen das Bild und die Philosophie des Demeter Gästehauses.

Der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit ist ausgezeichnet

Das LindenGut wurde Ende 2014 zu einem Gästehaus mit 10 Zimmern und 4 green meeting Veranstaltungsräumen umgebaut. Das Gebäude ist baubiologisch angelegt und wird mit 100% Ökostrom bewirtschaftet. Eine eigenen Brunnenanlage versorgt die WCs mit Wasser und wird nach Benutzung in der Pflanzenkläranlage wieder aufbereitet. An kühlen Tagen wird den Gästen mit Hilfe einer Holzscheidt- und Hackschnitzel-Verbrennungsanlage. Die Aschereste können anschließend einfach kompostiert werden.

Für mehr Mobilität stellt das Team des LindeGut den Gästen E-Bikes und E-Roller zur Verfügung. Eine Ladestation für Elektro-Autos ist da selbstverständlich ebenfalls vor Ort.

LindenGut – nicht nur auf dem Papier natürlich Bio

Anja Lindner, die Betreiberin des LindenGut
Anja Lindner, die Betreiberin des LindenGut

„Bio ist für uns nicht irgendein Zertifikat, sondern die lebendige Verbindung zum Ursprung von allem“, sagt Anja Lindner, die Betreiberin des LindenGut. Ein Teil dessen, was im LindenGut auf den Tisch kommt, stammt aus der eigenen Bioland-Landwirtschaft und von der eigenen Streuobstwiese, auf der über 100 alten Apfelsorten, weiteres Obst und Gemüse wachsen. Dazwischen laufen Bio-Hühner und Gänse fröhlich umher.

Was nicht selbst angebaut wird, liefern langjährige Partner aus der Region. Woher der MSC zertifizierte Fisch oder das Fleisch sowie Getränke kommen, können die Gäste sogar ganz genau nachvollziehen. Über die Lieferantenkarte auf der Website ist jeder Partner des LindenGut markiert und kann sogar bis auf den Kilometer genau recherchiert werden.

Die Gäste des LindenGut kommen aber nicht nur kulinarisch in 100 prozentigen Bio-Genuss, selbst Naturkosmetik ist im eigenen Hofladen erhältlich.

Nachhaltigkeit als Lebenseinstellung

Als Mitglied der W-E-G Initiative handelt das Team um Anja Lindner und Wolfgang Gutberlet wertschätzend, entwickelnd und gemeinschaftend. Daran wirken alle Mitarbeiter und Partner von der landwirtschaftlichen Herstellung der Lebensmittel, ihrer Veredlung bis hin zur Verarbeitung mit. Das LindenGut ist außerdem Mitglied der Original Biohotels, EMAS validiert, Partner bei Bioland und ehc zertifiziert.

Nun ziert eine Auszeichnung das LindenGut. Mit Stolz verkünden wir, dass dieses kleine Bio-Paradies nun auch zu den Green Chefs zählt.

Warum Kühe Hörner tragen sollten

Warum Kühe Hörner tragen sollten

Der Anblick einer behornten Kuh ist zur Seltenheit geworden. Durchschnittlich 80 Prozent aller Kühe werden in den ersten Lebenswochen unter Betäubung die Hörner sowie die Anlagen dafür entfernt. Das hat erstmal einen ganz praktischen Nutzen, da so das Verletzungsrisiko der Kühe, die in konventioneller Haltung mit vielen Tieren auf engem Raum stehen, verringert werden kann.

Fraglich ist nun, ob die Enthornung der Tiere auch einen Einfluss auf die Kuh, ihre Milch und ihr Fleisch hat. Dazu gibt es so gut wie keine wissenschaftlich belegbaren Studien und trotzdem sind Demeter-Landwirte davon überzeugt, dass sowohl die Lebens- als auch die Produktqualität darunter leide, wenn den Kühen die Hörner entfernt werden.

Der Demeter-Verband ist der einzige deutsche Öko-Verband, der das Enthornen der Kühe untersagt. Die Gründe dafür haben wir uns näher angesehen.

Für Kühe sind Hörner ein Status-Symbol

In industriellen Betrieben werden die Tiere enthornt, damit sie enger stehen können und sich nicht in den Gittern des Melkstandes verhaken.

Für Kühe sind Hörner ein Status-SymbolFür Kühe sind Hörner ein Status-Symbol
Für Kühe sind Hörner ein Status-Symbol

Allerdings lässt sich eine erhöhte Aggressivität der Kühe beobachten, wenn sie in Ermangelung ihrer Hörner innerhalb der Herde keine Rangordnungskämpfe austragen können. Bei diesen Kämpfen versuchen zwei Rivalinnen sich Kopf an Kopf wegzuschieben. Die stärkere nimmt einen höheren Rang in der Herde ein. Ohne die Hörner als Mittel zur fairen Auseinandersetzung kommt es zur Instabilität im Herdenverband.

Auch für die Körpersprache fehlt ohne Hörner ein wichtiges Sprachinstrument. Die Folge sind Missverständnisse untereinander.

Jedes Horn ist einzigartig wie ein Fingerabdruck. Die Anzahl der Kälbchen lässt sich daran ablesen, denn mit jeder Schwangerschaft bilden die Hörner der Mutterkuh einen Hornring aus. Auch die Art der Fütterung, klimatische Einflüsse oder Erkrankungen haben Einfluss auf das Hornwachstum.

Das Horn als Verdauungsorgan

Das Horn der Kuh - Quelle HornkuhAbseits von diesen Äußerlichkeiten dienen die Hörner als Stoffwechselorgan der Verdauung. Die Nasennebenhöhlen der Kuh reichen bis in die Hörner hinein. Beim Wiederkäuen gelangen die Verdauungsgase bis in die Hornspitzen. Über die Schleimhäute der Nebenhöhlen kann die Kuh auswerten, welche Verhältnisse im Pansen herrschen und ob die Futterqualität stimmt. Fehlen der Kuh die Hörner, ist ihre  Wahrnehmung der Verdauung eingeschränkt, sodass ihr die Beurteilung schwerer fällt.

Der Rückschluss liegt nahe, dass die Qualität der Milch und des Fleisches darunter leidet. Die Milch hörnertragender Kühe soll besser schmecken und Käse leichter gelingen, heißt es. Außerdem sei sie weniger reich an Allergenen und damit verträglicher. Wissenschaftliche nachweisbar ist das nicht – aber nachvollziehbar.

Ohne Hörner fehlt der Kuh ein Sinnesorgan

Entgegen der Annahme, dass das Horn ähnlich wie das menschliche Haar schmerzunempfindlich ist, ist es mit Blut- und Nervenbahnen durchzogen. Kühe können also über ihre Hörner Berührungen, Temperatur und andere Sinneseindrücke wahrnehmen.

In heißen Klimazonen dienen die Hörner auch als eine Art Klimaanlage. Die Wärme der Atemluft, die auch durch die stark durchbluteten Hörner fließt, wird über die große Hornoberfläche abgegeben. Je heißer die Umgebung, desto größer die Hörner und desto mehr Wärme wird über sie abgegeben. Logisch oder?

Je karger das Land, desto größer das Horn

Je karger das Land, desto größer das Horn
Je karger das Land, desto größer das Horn

Die Lebensumstände der Kühe haben also einen großen Einfluss auf die Hornausbildung. Auch das Futterangebot spielt für die Horngröße eine Rolle. Leben die Kühe in Gebieten mit leicht zugänglicher, starker Vegetation wie an der Nordsee, bilden die Tiere kleinere Hörner aus. Je karger und unwirtlicher das Land, desto mehr müssen die Tiere mit ihrer Nahrung haushalten und desto größer werden die Hörner. Anders herum bleiben sie relativ klein, wenn die Vegetation an leicht verdaulichem Futter reichlich und gut zugänglich ist.

Es lässt sich sogar beobachten, dass veränderte Lebensumstände eine Anpassung der Hörner innerhalb weniger Generationen zur Folge hat: Eine ägyptische Rinderfarm importierte vor einigen Jahren deutsche Rinder mit naturgemäß kleinen Hörnern. Bereits die nächste Generation bildete deutlich größere Hörner aus als die Muttertiere. Dies ist der Art der Fütterung und den klimatischen Bedingungen zuzuschreiben.

Was passiert nun, wenn Tiere, die in der Steppe leben, enthornt werden? Der Tierarzt Joseph Werr* konnte bereits 1930 beobachten, dass es keine gesundheitlichen Folgen nach sich zieht, solange die Tiere gut mit Futter versorgt werden. Ist dieser Umstand allerdings nicht gegeben, sind die Kühe deutlich krankheitsanfälliger.

Klares Nein zur Enthornung

Immer mehr Landwirte befassen sich mit der Thematik der Horn tragenden Kühe und erkennen die Vorteile, auf die Enthornung zu verzichten. Kühe mit Hörnern werden wieder vermehrt gezüchtet und ihre Milch sowie ihr Fleisch vertrieben. Diese Landwirte verdienen sich die damit das Demeter-Siegel. Der Verein hält sich hierbei sehr streng an die eigenen Richtlinien. Ausschließlich Milch- und Fleischprodukte von behornten Kühen dürfen mit dem Demeter-Zeichen vertrieben werden.

Weitere Informationen findet ihr unter www.hornkuh.de 

Link zur Biografie von Joseph Werr

Alternative zu Plastikhalmen: Trinkhalme aus Glas

Green Chefs Pionier - Alternative zu Plastik - HALM Trinkhalme aus Glas

Schätzungsweise 40 Mrd. Plastikhalme landen jährlich in deutschen Mülleimern, daher verzichten immer mehr Gastronomen ganz bewusst darauf. Alternativen gibt es reichlich, eine besonders clevere kommt von HALM. Das Berliner Unternehmen produziert und vertreibt wiederverwendbare Trinkhalme aus Glas.

Gesucht und gefunden: Alternative zu Plastikhalmen

Alternative zu Plastik - HALM Trinkhalme aus Glas
Alternative zu Plastik – HALM Trinkhalme aus Glas

Alternativen zu Plastikstrohhalmen sind gerade schwer im Kommen, insbesondere, weil das Verbot von Plastik-Trinkhalmen kurz bevorsteht. Das Berliner Unternehmen HALM hat eine Lösung gefunden und bietet sie Gastronomen und Barchefs nun seit Kurzem an: Extrem stabile, wiederverwendbare Trinkhalme aus Glas, mit denen ihr nicht nur demonstrieren könnt, dass ihr euch für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt, sondern gleichzeitig euer Getränkeangebot aufwertet. „500 Euro und 50.000 Plastikhalme sparen Gastronomen durchschnittlich im Jahr ein, wenn sie sich für Trinkhalme aus Glas entscheiden“, klärt Sebastian Müller, Geschäftsführer von HALM auf.

Bei der Herstellung setzt HALM auf extrem stabiles Spezial-Glas, das mit Solarenergie exklusiv in Deutschland gefertigt wird. Die Ecken der Trinkhalme sind abgerundet, sodass eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist. So ist ein angenehmes Trinkgefühl garantiert.

Trinkhalme aus Glas – weniger Müll, mehr Geschmack

Von den neuartigen Glas-Halmen sind bereits über 250 Gastronomiebetriebe und Hotels überzeugt. „Die HALMe sind eine absolute Aufwertung unserer Drinks. Selten hat Umweltschutz so viel Spaß gemacht!“, begeistert sich Nils Bernau, Geschäftsführer des Liquid Garden in Berlin.

Den Härtetest hat auch Elisabeth Tran von Dînette in Berlin gemacht: „Ehrlich gesagt, hatte ich anfangs Zweifel, ob die Glashalme wirklich für den Einsatz bei unseren Caterings geeignet sind. Glasbruch ist immer ein Risiko. Nach den ersten Veranstaltungen erwies sich die Sorge als unbegründet. Die Glas-Trinkhalme von HALM halten, was sie versprechen.“ Nicht nur, dass die Glashalme die Drinks optisch und geschmacklich aufwerten. Für Caterer und Veranstalter von Events ist HALMs Angebot zur Personalisierung der Trinkhalme eine weitere Möglichkeit, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

Und selbst die Reinigung ist leichter, als manch ein Gastronom dachte. „Die Glas-Trinkhalme von HALM können einfach zusammen mit den Bar-Gläsern in der Spülmaschine gereinigt werden“, sagt Franz Kranzfelder vom China Club Berlin. „Mehreren tausend Spülgängen sollen die Trinkhalme standhalten. Das testen wir jetzt ausgiebig, denn die Glashalme sind bei uns nicht mehr wegzudenken.“

Weitere Informationen unter www.halm.co

Green Chefs: Bei Papstar stehen alle Zeichen auf Grün

Green Chefs - Festival mit Papstar

Für mehr Orientierung der Gäste, welche Köche und Gastronomen Fairness und Verantwortung leben, wurde Green Chefs als Auszeichnung für nachhaltige Restaurants und Hotels ins Leben gerufen. Alleine kann jeder einzelne bereits einiges erreichen, durch die Unterstützung branchenerfahrener Supporter kommt aber erst richtig Fahrt auf. Jetzt unterstützt auch Papstar die Green Chefs.

Green Chefs: Bei Papstar stehen alle Zeichen auf Grün

Neuer Green Chefs Supporter: Bei Papstar stehen alle Zeichen auf Grün
Neuer Green Chefs Supporter: Bei Papstar stehen alle Zeichen auf Grün

Es ist so schön bequem: Die Party ist in vollem Gange, die Band sorgt für Stimmung und das Essen ist aller erste Sahne. Gegessen wird praktischerweise vom Pappteller, der dann direkt in der Tonne landen kann. Niemand muss stundenlang an der Spülmaschine stehen oder die Gläser wieder auf Hochglanz polieren. Praktisch ist Einmalgeschirr, ja, aber nach der Sause bleibt eben auch jede Menge Müll zurück.

Dieses Bild zeichnet sich immer wieder bei Großveranstaltungen ab, denn für das Catering setzen die Verantwortlichen am liebsten auf Einmalgeschirr. Dass das anders geht, zeigen Firmen wie Papstar, die einfach weiterdenken. Aus diesem Grund ist das Unternehmen goldrichtig als Supporter bei den Green Chefs.

Kompostieranlage für Essensreste und Einmalgeschirr

Papstar bietet neben vollständig biologisch abbaubarem Einmalgeschirr, sogar eine eigens für die Gastronomie entwickelte Kompostieranlage an. Darin werden sowohl die übriggebliebenen Speisereste als auch das benutzte Einmalgeschirr unter Zugabe von Wasser zu Humus verarbeiten. Innerhalb von wenigen Tagen ist alles vollständig zersetzt.

Ressourcen vollumfänglich nutzen

Biologisch abbaubares Einmalgeschirr aus Palmblättern, Bambus, Zuckerrohr oder Holz sind mittlerweile schon auf fast jedem größeren Event in Gebrauch. Damit ist der erste Schritt in die richtige Richtung bereits getan.

Die bessere Alternative zu Plastik sind kompostierbare Rohstoffe allemal, denn es braucht 450 Jahre, bis beispielsweise ein Plastikbecher vollständig zersetzt ist. „Um es den Gästen möglichst leicht zu machen, sollten Essensreste im selben Behälter gesammelt werden können, wie das Einmalgeschirr“, sagt Wolfgang Küpper von Papstar. „So muss niemand großartig aussortieren, alles kann zusammen verwertet werden und wertvolle Rohstoffe landen nicht einfach im Restmüll.“ Damit erklärt er auch gleich, warum das Unternehmen eine Kompostieranlage für gastronomische Betriebe entwickelt hat. Der ganzheitliche Ansatz ist es, der Papstar antreibt.

Nachwachsende Rohstoffe mit Verstand nutzen

Bei der Rohstoffauswahl für die Pappteller und -schalen setzt Papstar ausschließlich auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Nachhaltigkeit bedeutet dabei, dass nur so viel Holz aus den Wäldern entnommen wird, wie auch nachwachsen kann. Neben Holz setzt das Unternehmen auch den Bio-Kunststoff PLA zur Herstellung von Kaltgetränkebechern ein. So wird Einmalgeschirr zur ökologisch sinnvollen Alternative.

So geht Nachhaltigkeit: Pappe statt Palmblatt

Papstar gehört zu den Vorreitern bei der Entwicklung kompostierbarer Einmalgeschirr-Alternativen. Bereits seit der Gründung im Jahr 1873 setzt das Unternehmen auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. Das Pappgeschirr, das daraus hergestellt wird, ist bis heute die nachhaltigste Alternative zu Plastik, weiß Gastronomieberater Wolfgang Küpper. „Pappe ist leicht, benötigt bei der Herstellung wenig Rohmaterial und Energie und das daraus hergestellte Einmalgeschirr ist vollständig biologisch abbaubar“, so Küpper.

Das Engagement von Papstar ist sogar nach ISO14001:2004 zertifiziert und alle Produkte dürfen das FSC®-Siegel tragen. Ende Juli wurde Papstar darüber hinaus die begehrte Auszeichnung Green Brands verliehen. Diese unterstreicht die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens auf allen Ebenen noch einmal deutlich.

Immer einen Schritt weiter denken

Durch die Verwendung von Ökostrom, den Einsatz einer eigenen Wasseraufbereitungsanlage, die mit Regenwasser betrieben wird, die Ausleuchtung des Lagers durch moderne LED-Technik und den Einsatz von hochmodernen Flurförderfahrzeugen schont Papstar die zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich und trägt somit zur nachhaltigen Nutzung von Energie bei.

Im Zuge einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt Papstar jetzt auch die Green Chefs als Supporter und steht den Partnern der Initiative beratend zur Seite, wenn es um die Auswahl des passenden, recyclebaren Einmalgeschirrs oder um den Einsatz von Kompostieranlagen in der Küche geht. Ansprechpartner ist dabei Frank Kolvenbach.

Die Vorteile für Supporter der Green Chefs

Green Chefs Supporter unterstützen die Idee der Green Chefs und werden dadurch Teil der Bewegung. Gegenüber ihren Mitbewerbern haben Unternehmen damit einen entscheidenden Vorteil: Sie stehen im direkten Kontakt zu den Topleuten der Gastronomie, zu Köchen, die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, die aktiv werden, große Ideen zum Leben erwecken und mit ihrer Begeisterung Kollegen und Gäste gleichermaßen anstecken.

Organic Kitchen Stories: Jetzt kommt Bio in die Küche

Organic Kitchen Stories

Der Anteil an Bio-Produkten in der Küche wächst. Ein Gutteil trägt sogar die höchste Bio-Auszeichnung „Demeter„. Bei den Organic Kitchen Stories stellen wir die Vorteile für Gastronomen vor.

Einladung zu den Organic Kitchen Stories

Wie Bio und Demeter in eurer Küche funktionieren und wie  eure Überzeugung auch bei den Gästen ankommt, möchten wir zusammen mit Demeter bei den Organic Kitchen Stories zeigen.

Drei Veranstaltungen sind geplant:

  • auf Gut Sonnenhausen (bei München) am 24.September 2018
  • im Restaurant Scent (Berlin) am 01.Oktober 2018
  • im Hofgut Ruppertsberg (bei Mannheim) am 15.Oktober 2018

Aus den Erfahrungen der Kollegen lernen

Schaut einen Nachmittag lang einem Koch mit erfolgreichem Bio-Konzept über die Schulter und lernt spannende Zulieferer aus der Region kennen, die euch einen Einblick in ihre Arbeit als Bio-Landwirte gewähren. Die eine oder andere verrückte Geschichte wird euch garantiert zum Schmunzeln bringen.

Während ihr anschließend in den Genuss regionaler Spezialitäten kommt, könnt ihr euch natürlich auch mit anderen Mitstreitern austauschen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wie ihr selbst.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr auf der Demeter-Webseite.

Zur Anmeldung geht’s hier entlang!

HINWEIS: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer zuerst kommt… Ihr kennt das Spiel. ;)

A&Z Foodmanufaktur beim Tag der Regionen

Tag der Regionen - A&Z Foodmanufaktur GmbH ist dabei

Am 30. September findet zum 20. Mal der Tag der Regionen statt. Einer der Akteure ist A&Z Foodmanufaktur GmbH, die auch bei den Green Chefs schon lange aktiv dabei ist. In allen 15 Kantinen, die zum Unternehmen gehören, wird überwiegend mit regional bezogenen Produkten gearbeitet. Dafür wurde die A&Z Foodmanufaktur nicht nur mit unserem Green Chefs Siegel belohnt, sondern auch mit der Auszeichnung Caterer des Jahres in der Kategorie „Ernährung / Gesundheit / Nachhaltigkeit“ gewürdigt.

Tag der Regionen: Mehr Aktion für regionale Küche

Michael Haupt (c) cook and sell
Michael Haupt (c) cook and sell

Michael Haupt ist der Kopf an der Küchenfront. Mit Bäckern, Fleisch- und Gemüselieferanten aus der Region zusammen zu arbeiten ist für ihn Ehrensache. „Wir beschreiten den Weg, der für uns sehr wichtigen Faktoren Regionalität, Nachhaltigkeit sowie zeitgemäße Ernährung schon sehr lange, noch bevor es zum Trend wurde“, sagt Michael. „Aus unserer Sicht funktioniert dies auch nur, wenn die drei genannten Faktoren ineinander greifen und zusammenlaufen. Unser Ziel ist es, diese Punkte – gerade auch in der GV – aufrichtig nach vorne zu bringen.“

Vor fünf Jahren entstand die Idee, deutsche Regionen oder besondere Ereignisse auch kulinarisch aufzuzeigen und mit in den jährlichen Aktionsplan aufzunehmen. Regionaltypische Speisen sollten sich so auf der Karte wiederfinden.

Nachhaltigkeit in der GV – Michael Haupt zeigt, wie es geht

Seit 2014 nimmt die A&Z Foodmanufaktur GmbH bei den Geschmackstagen und den fairen Wochen teil, wofür jedes Jahr spezielle Aktionswochen für den „Tag der Regionen“ erarbeitet  werden. Schon ein Jahr darauf wurde die A&Z Foodmanufaktur GmbH erstmalig als eine von elf Pionierkantinen in Nordrhein Westfalen  ausgezeichnet. Bedingung hierfür war ein regional ausgerichteter Einkauf.

„Wir sind Mitglied im Bundesverband der Regionalbewegungen sowie Mitglied in der Regionalbewegung NRW“, weiß Michael zu berichten. Das Ziel haben er und sein Team klar vor Augen: Sie wollen in Zukunft die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Aktivisten bzw. Verbänden vor Ort fördern und vorantreiben und Synergien finden.  So soll das Anliegen für mehr Nachhaltigkeit und Regionalität in der Küche noch mehr an Aufschwung gewinnen. Die Arbeit mit fair erzeugten Lebensmitteln spielt dabei eine wesentliche Rolle. „Für mich gehört zu einem zeitgemäßen GV-Konzept nicht nur regionale und nachhaltige Lebensmittel. Hierzu zählen ebenfalls nachhaltige Reinigungsmittel, sowie im to go Bereich das Einweggeschirr und ein sparsamer und bewusster Umgang mit den Ressourcen Energie und Wasser“, sagt Michael.

Für Michael ist es das wichtigste, selbst aktiv zu werden, statt nur zu beklagen, dass sich was ändern muss. Damit liegt er – wieder mal – goldrichtig!

In Lebensmitteln steckt Leben drin

In Lebensmitteln steckt Leben drin

Die Wertschätzung für Lebensmittel soll wieder steigen. Das wünschen sich nicht nur Köche und Gastronomen. Mit der Initiative „Biostadt München“ möchte jetzt auch das Umweltreferat zum Umdenken anregen und vermehrt auf das Thema Nachhaltigkeit in der Gastronomie und beim Einkauf aufmerksam machen.

Ich will ein Rind von dir!

Gastronomen, die Fleisch aus artgerechter Haltung verarbeiten, können sich im Rahmen der Initiative „Biostadt München“ auf das Siegel – ein stilisierter Rinderkopf auf goldenem Grund – bewerben und mit der Auszeichnung ihren Gästen zeigen, dass sie Wert auf beste Qualität und faire Zuchtbedingungen der Tiere setzen. Bio-Fleisch ist dabei kein Muss. Es geht den Initiatoren in erster Linie darum, die Kommunikation zwischen Gast, Erzeuger und Gastronomen anzukurbeln. Regional begrenzt ist der Einsatz selbstredend nicht. Green Chefs Partner leben die Wertschätzung für die Lebensmittel, die in ihre Küche wandern, schon lange.

Selbstverständlich Nose to Tail

Ich will ein Rind von dir!Dass für Steak, Rippchen und Co. ein Lebewesen gestorben ist, ist vielen Verbrauchern heute nicht mehr wirklich bewusst. Das Filet gibt’s ja auch so schön in Folie geschweißt im Supermarkt. Den Geschmack von Nieren, Leber oder gar Hirn kennen heute nur noch die wenigsten. Einige Köche pflegen daher immer konsequenter „Oma’s alte Küche“ und setzen  selbst Knochenmark, Schweinefüße und Herzen wieder auf die Karte. Was für die einen stark gewöhnungsbedürftig ist, ist für die anderen ein Grundbedürfnis. Am Tier ist schließlich mehr dran als Filet und Nose to Tail eigentlich eine Selbstverständlichkeit für einen Koch mit Ehre!

Ein Rind am Stück, bitte

Ganz Mutige lassen sich das ganze Tier liefern und verwerten von Schwanz bis Schnauze alles. Das braucht zwar deutlich mehr Zeit und kostet sicher einiges an Mühe und Schweiß, lohnt sich aber. Wer das Handwerk beherrscht, kann sich bei der Arbeit auch von den Gästen über die Schulter schauen lassen und dabei sein Wissen und seine Überzeugung teilen.

Einen besseren Weg, um die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen, kann es kaum geben!