Alle Zeichen auf Grün mit Papstar

Goodfood Verpackungen Gastronomie

Es ist so schön bequem: Die Party ist in vollem Gange, die Band sorgt für Stimmung und das Essen ist aller erste Sahne. Gegessen wird praktischerweise vom Pappteller, der dann direkt in der Tonne landen kann. Niemand muss stundenlang an der Spülmaschine stehen oder die Gläser wieder auf Hochglanz polieren. Praktisch ist Einmalgeschirr, ja, aber nach der Sause bleibt eben auch jede Menge Müll zurück.

Kompostieranlage für Essensreste und Einmalgeschirr

Papstar Fakten Pappgeschirr HolzDieses Bild zeichnet sich nicht nur bei Festivals immer wieder ab, sondern auch bei Catering-Veranstaltungen. Dass das anders geht, zeigen Firmen wie Papstar, die einfach weiterdenken. Papstar bietet nicht nur kompostierbares Einmalgeschirr an, das vollständig biologisch abbaubar ist, sondern hat sogar eine Kompostieranlage entwickelt, die nicht viel Platz in der Küche beansprucht. Darin lassen sich Speisereste ebenso gut zu Humus verarbeiten, wie benutztes Einweggeschirr. Alles kommt in dieselbe Anlage und wird unter Zugabe von Wasser und bei ständiger Bewegung innerhalb von wenigen Tagen vollständig zersetzt.

Ressourcen vollumfänglich nutzen

Papstar Fakten Pappgeschirr Recyclingpapier

Biologisch abbaubares Einmalgeschirr aus Palmblättern, Bambus, Zuckerrohr oder Holz sind mittlerweile schon auf fast jedem größeren Event in Gebrauch. Damit ist der erste Schritt in die richtige Richtung bereits getan.

Die bessere Alternative zu Plastik sind kompostierbare Rohstoffe allemal, denn es braucht 450 Jahre, bis ein Plastikbecher vollständig zersetzt ist. „Um es den Gästen möglichst leicht zu machen, sollten Essensreste im selben Behälter gesammelt werden können, wie das Einmalgeschirr“, sagt Wolfgang Küpper von Papstar. „So muss niemand großartig aussortieren, alles kann zusammen verwertet werden und wertvolle Rohstoffe landen nicht einfach im Restmüll.“ Damit erklärt er auch gleich, warum das Unternehmen eine Kompostieranlage für gastronomische Betriebe entwickelt hat. Der ganzheitliche Ansatz ist es, der Papstar antreibt.

Nachwachsende Rohstoffe mit Verstand nutzen

Bei der Rohstoffauswahl für die Pappteller und -schalen setzt Papstar ausschließlich auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Nachhaltigkeit bedeutet dabei, dass nur so viel Holz aus den Wäldern entnommen wird, wie auch nachwachsen kann. Neben Holz setzt Papstar auch den Bio-Kunststoff PLA zur Herstellung von Kaltgetränkebechern ein. So wird Einmalgeschirr zur ökologisch sinnvollen Alternative.

So geht Nachhaltigkeit: Pappe statt Palmblatt

Papstar gehört zu den Vorreitern bei der Entwicklung kompostierbarer Einmalgeschirr-Alternativen. Bereits seit der Gründung im Jahr 1873 setzt das Unternehmen auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. Das Pappgeschirr, das daraus hergestellt wird, ist bis heute die nachhaltigste Alternative zu Plastik, weiß Gastronomieberater Wolfgang Küpper. „Pappe ist leicht, benötigt bei der Herstellung wenig Rohmaterial und Energie und wird auch von führenden Umweltschutzunternehmen wie dem WWF empfohlen„, so Küpper. Das Engagement von Papstar ist sogar nach ISO 14001:2004 zertifiziert und alle Produkte dürfen das FSC®-Siegel tragen.

Immer einen Schritt weiter denken

Durch die Verwendung von Ökostrom, den Einsatz einer eigenen Wasseraufbereitungsanlage, die mit Regenwasser betrieben wird, die Ausleuchtung des Lagers durch moderne LED-Technik und den Einsatz von hochmodernen Flurförderfahrzeugen schont Papstar die zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich und trägt so auch zur nachhaltigen Nutzung von Energie bei.

Im Zuge einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt Papstar jetzt auch die Green Chefs als Supporter und steht den Partnern der Initiative beratend zur Seite, wenn es um die Auswahl des passenden, recyclebaren Einmalgeschirrs oder um den Einsatz von Kompostieranlagen in der Küche geht. Ansprechpartner ist dabei Wolfgang Küpper.

Meeresstrand-Dreizack – altes Gemüse geht in Serie

Meeresstrand- Dreizack - Mulberry Street Bremerhaven
Phillip Probst, Küchenchef im Restaurant Mulberry Street
Phillip Probst, Küchenchef im Restaurant Mulberry Street

Altes Gemüse – ne, nicht altbacken, sondern mit Tradition – kommt ab sofort hier bei uns in unregelmäßig regelmäßigen Abständen auf den digitalen Tisch, also den Desktop. Könnt ihr dann ausdrucken oder einfach nachkochen, wie es euch beliebt.

Inspiration kommt dieses Mal von Phillip Probst, Küchenchef im brandneuen Hotelrestaurant Mulberry Street im Liberty Bremerhaven. Er ist einer der wenigen, der den bedrohten Meeresstrand-Dreizack ernten und verarbeiten durfte.

Was sich aus altem Gemüse machen lässt, zeigen wir in unserer Serie. Sinn und Zweck davon sind leicht erklärt: Altes Gemüse ist nicht nur „in“, sondern sorgt auch für weniger Einheitsbrei, dafür aber mehr kulinarische Vielfalt.

 

Meeresstrand-Dreizack hat Saison

Alleine der Name dieser fast vergessenen Gemüsesorte klingt schon fabelhaft: Meeresstrand-Dreizack (landläufig auch als Röhrkohl oder Salz-Dreizack bekannt). Gleich hat man Bilder von einem gut zornigen Neptun vor Augen, der mit seinem Dreizack das Meer aufwühlt. Dabei kommt der Meeresstrand-Dreizack dann doch eher unscheinbar daher und erinnert optisch sehr an an Schnittlauch. Geschmacklich ist er durch sein Koriander-Aroma und den leicht salzig-würzigen Geschmack allerdings eine Wucht.

Der Meeresstrand-Dreizack wächst zur Spargelzeit, vorzugsweise auf den Salzwiesen an der Nordseeküste, wo er wie das Stangengemüse gestochen wird. Da er auf der Roten Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands steht, darf er nur privat von Einheimischen im Mai und Juni geerntet werden. Auch Phillip Probst vom Restaurant Mulberry Street im neueröffneten Liberty Hotel Bremerhaven hätte den Meeresstrand-Dreizack gerne auf seine Karte gesetzt – ist aber verboten. Jenen, die dennoch irgendwann in den Genuss dieser Rarität kommen, empfiehlt der Koch  die Kombination mit gebratenem Gemüse oder zu asiatischen Gerichten.

Weitere verbreitete Sorten des Röhrkohls können aber auch in anderen Küchen durchaus für Abwechslung auf der Karte sorgen.

Nachhaltige Küche in der GV

Nachhaltige Küche in der GV

Eine verantwortungsvolle, nachhaltige Küche wird immer mehr zum Image- und damit zum Erfolgsfaktor. Green Chefs wissen das und kaufen ihre Waren daher fair und möglichst regional ein. Mit ihren Lieferanten arbeiten sie partnerschaftlich zusammen. Man kennt sich, man schätzt sich, man kann sich aufeinander verlassen. Auch das ist Nachhaltigkeit.

Wie funktioniert die nachhaltige Küche?

Nachhaltige Küche in der GVWie Nachhaltigkeit auch in der Großküche funktionieren kann, zeigen Green Chefs Partner wie Gilbert Bielen und Frank Ebeling. Aber auch Zulieferer wie Transgourmet tragen ihren Teil zu mehr Nachhaltigkeit in der Küche bei. In einem neuen Workshop zeigt Transgourmet, welche Mehrwerte dies bietet und wie man entsprechende Prozesse zu tragbaren Kosten realisiert.

„Nachhaltigkeit aufgetischt“ – Seminar mit Transgourmet

Unter dem Titel „Nachhaltig aufgetischt – mehr Erfolg durch Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt“ wird es ab Juni 2018 an aktuell sieben Seminarterminen um Theorie und Praxis nachhaltiger Küchenprozesse gehen.

Woran erkenne ich fair und nachhaltig produzierte Waren? Wie setze ich nachhaltige Prozesse und Rezepturen am besten um und gehe erste Schritte in Richtung eines sinnvoll funktionierenden Nachhaltigkeitsmanagements? Wie kommuniziere ich das Thema nachhaltige Küche effektiv an meine Gäste und innerhalb des Betriebes oder meiner Einrichtung?

Fragen wie diese stehen im Zentrum der einzelnen Module, die während des Seminartages behandelt werden. Dabei wird ebenfalls thematisiert, welche Hürden auf den Koch oder Gastronom zukommen können und wie sich herausfinden lässt, was den eigenen Gästen und auch den Mitarbeitern überhaupt wichtig ist.

Nicht zuletzt gehören auch die Themen Energie und Klima zu den Grundlagen der nachhaltigen Küche. Aufgelockert und ergänzt werden die Fachinformationen durch Best-Practice-Beispiele und durch die Beantwortung von Fragen der Teilnehmer.

Erster Zero-Waste-Beachclub in Hamburg

Rindermarkthalle setzt auf Rindermarkthalle Zero-Waste-Beachclub

Deutschlands erster Zero-Waste-Beachclub eröffnet in Hamburg auf dem Platz vor der Rindermarkthalle.

Erster Zero-Waste-Beachclub Deutschlands eröffnet

Neben allerlei Vergnüglichkeiten und entspannter Atmosphäre zum Sonnenbaden steht beim Zero-Waste-Beachclub die Vermeidung von Müll und Ressourcenschonung im Fokus. Die Initiatoren Rindermarkthalle St. Pauli, Teamgeist Nord GmbH und Stückgut – Unverpackt Einkaufen wollen auf dem sogenannten Karo Beach außerdem überwiegend nachhaltige und faire Lebensmittel anbieten, die die Gastronomen der Rindermarkthalle aus der Region beziehen.

90 Prozent weniger Müll am „Strand“

Rindermarkthalle Zero-Waste-Beachclub
Zero-Waste-Beachclub vor Hamburger Rindermarkthalle

Alle servierten Speisen, die im Zero-Waste-Beachclub, angeboten werden, kommen auf Mehrweggeschirr zum Gast, Getränke werden ausschließlich in Mehrwegflaschen ausgegeben und selbst die Strohhalme sind aus Glas oder – tatsächlich! – aus Stroh.

Neben dem sichtbaren Müll geht es auch dem Verpackungsmüll hinter den Kulissen an den Kragen: „Wir mussten zum Beispiel unsere Getränkelieferanten darauf hinweisen, dass sie nicht mehr, wie sonst üblich, die Paletten in Unmengen Folie einwickeln, sondern dass sie umweltfreundliche Haltegurte verwenden“, erklärt Dominik Lorenzen, Mitbegründer von „Stückgut“.

Für den Fall, dass das Wetter mal nicht mitspielt – was in Hamburg durchaus der Fall sein kann – und eine kühle Brise die Besucher frösteln lassen, bieten die Veranstalter lieber Decken statt Heizpilze zum Wärmen an. Das hat einen guten Grund: Der Betrieb eines Heizpilzes verursacht bei vierstündigem Betrieb am Tag durchschnittlich 420 Kilogramm CO2 pro Monat. Zum Einheizen der Fläche, wie sie beim Zero-Waste-Beachclub vorgesehen ist, wären mindestens 100 dieser CO2-Schleudern nötig. Die Entscheidung dagegen ist also absolut unterstützens- und nachahmungswert.

Als weiteren Teil des Zero-Waste-Ansatzes stellen die Betreiber des Karo Beachs kostenfreie Stellplätze für Car2Go, das Hauptquartier für Clever-Shuttle und Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Große Sandkiste lädt zum Entspannen ein

Der Karo Beach soll in diesem Sommer Jung und Alt zum Entspannen einladen und bietet vor allem für Kinder ein besonderes Highlight: Ein Teil des Zero-Waste-Beachclubs wird zur riesigen Sandkiste zum Buddeln, Baggern und Burgenbauen. Knapp 200 Tonnen feinster, recycelter Sand aus dem dem nahegelegenen Kaltenkirchen wurden dafür in den letzten Tage angekarrt und auf dem Vorplatz verteilt werden. Des Weiteren runden typische Strand-Aktivitäten wie Boccia, Beach-Soccer oder Beachball das Angebot sportlich ab.

 

Regionale Melonen aus der Pfalz

Regionale Melonen aus der Pfalz - Pixabay

In Ludwigshafen wachsen tatsächlich Melonen. Das gelingt Landwirt Armin Kreiselmaier, indem er für das Wärme liebende Gemüse beste Bedingungen schafft.

Kreiselmaier’s Bio-Inseln

Armin Kreiselmaier auf dem Feld - Transgourmet Ursprung
Armin Kreiselmaier auf dem Feld – Transgourmet Ursprung

Seine Ackerflächen nennt Armin Kreiselmaier liebevoll „Bioinseln“. Dabei handelt es sich um größere, zusammenhängende Felder von bis zu fünf Hektar, aber auch kleinere, auf denen nur ein paar Reihen wachsen. Insgesamt sind es fast 160 Hektar, auf denen verschiedene Gemüsekulturen gedeihen.

Eine ganz besondere Leidenschaft pflegt Armin Kreiselmaier zur Familie der Kürbisgewächse. Die Landgurken und Hokkaido-Kürbisse sind das Aushängeschild des Betriebes. Aber auch – und das erwartet man nun nicht gerade auf einem rheinlandpfälzischen Acker – jede Menge Melonenarten.

Melonen aus der Pfalz

Melonen brauchen es warm und luftig, dann erreichen sie auch mehrere Kilogramm Gewicht. Klimatisch begünstigt wachsen die Sonne liebenden Pflanzen hier aber unter ähnlichen Bedingungen wie in heimischen Anbaugebieten, den Tropen und Subtropen. Indem Armin Kreiselmaier die Melonen in Ludwigshafen aufzieht, können lange Transportwege gespart und der Emissionsausstoß somit reduziert werden.

Preislich attraktiv wird das Geschäft mit dem großen Gemüse durch Direktvermarktung. Darauf hat Armin Kreiselmaier den elterlichen Betrieb bei der Übernahme umgestellt. Auch der Bio-Anbau ist für ihn von Anfang an Bedingung. Während seine Eltern noch auf konventionellen Anbau setzten, arbeitet sein Betrieb heute komplett ökologisch.

Bei Armin Kreiselmaier wachsen neben Melonen und Kürbissen auch Brokkoli, Blumenkohl und lila Kohlrabi. Die Setzlinge dafür bezieht der Betrieb aus dem nahegelegenen Pflanzbetrieb.

Biologisch abbaubare Pflanzfolie

Mit biologisch abbaubaren Folien, die Armin Kreiselmaier und seine Kollegen über die Pflanzensetzlinge spannen, geht der Landwirt einen weiteren, entscheidenden in Richtung umfassender Nachhaltigkeit. Die Folie schützt die Pflanzen vor Krankheiten und minimiert gleichzeitig das Unkraut. Am Ende der Ernte wird die noch verbliebene Folie einfach in den Acker eingepflügt und verrottet dort.

 

„Farm to Table“ wörtlich genommen

Jens Rittmeyer - Green Chefs Partner - Restaurant N°4 des Navigare

Jens Rittmeyer, Green Chefs Partner und Chefkoch im Restaurant N°4 des Navigare in Buxtehude, nimmt das Thema „Farm to Table“ in diesem Sommer besonders wörtlich und eröffnet ein Pop-Up-Restaurant direkt auf dem Biohof Ottilie im Alten Land vor den Toren Hamburgs. Vom 26. Juli bis 11. August 2018 kommen die Gäste in den Genuss hochklassiger, individueller Menüs für die die Zutaten tagesfrisch geerntet werden.

Farm to Table mit Jens Rittmeyer

Jens Rittmeyer - Green Chefs Partner vom Restaurant N°4 des Navigare in Buxtehude
Jens Rittmeyer, Green Chefs Partner vom Restaurant N°4 des Navigare in Buxtehude

In kleiner Runde kommen die maximal 16 Gäste in den Genuss eines neun Gänge umfassenden „Farm to Table“-Menüs, welches das Team um Jens direkt am Tisch vollendet. Die Zutaten dafür werden größtenteils auf dem von Bioland zertifizierten Biohof angebaut.

Kerstin Hintz, die Betreiberin des Biohofs Ottilie, und Jens Rittmeyer verbindet eine lange Partnerschaft, denn sie beliefert das Restaurant N°4 seit geraumer Zeit mit dem Feinsten, was ihre Felder hergeben.

Für die neun sommerlichen Abende mit heimatlicher Küche von und mit Jens Rittmeyer steuert Kerstin Hintz unter anderem verschiedene Wildkräuter wie Borretschblüten, Malven und Kapuzinerkresse, Sauerampfer sowie verschiedene Beeten und Möhren bei. Was am Ende genau auf den Tisch kommt, entscheidet sich spontan. Denn geerntet wird dafür tagesfrisch.

 

 

21 (Un)-Kräuter zum Vernaschen

(Un)-Kräuter zum Vernaschen

Die klassischen Frühlingsboten, die die Sonne aus der Erde kitzelt, sind für die Küche weniger geeignet. Da sollten die Helden am Herd sich eher an Kräuter wie Brennnessel, Springkraut und Giersch halten, die jetzt ebenfalls das Tageslicht erblicken und weitläufig als Unkraut gelten. Dabei machen sie in der Küche tatsächlich eine gute Figur.

Kleine Wild-Kräuter Warenkunde

Wie andere Küchkräuter auch, könnt ihr ebenso die „Unkräuter“ kultivieren und selbst anbauen. Was wie schmeckt und wozu verarbeitet werden bzw. wofür eingesetzt werden kann, haben wir euch zusammengetragen.

BezeichnungKurzbeschreibung, Anwendung und Geschmack
Bärenklau
Kräuter zum Vernaschen: Bärenklau
Bärenklau
Wiesen-Bärenklau ist reich an Eisen, Kalzium und Vitamin C und wächst von Mai bis Juli. Aus den Blätter und jungen Blüten lassen sich feinwürzige Pastasaucen zubereiten. Geschmacklich erinnert Bärenklau an Stangensellerie.

Achtung: Bei der Ernte sollten Handschuhe getragen werden, da Bärenklau unverarbeitet die Haut leicht reizen kann.
Bärlauch
Kräuter zum Vernaschen: Bärlauch
Bärlauch
Bärlauch - eigentlich ein alter Hut - darf im Frühjahr in keiner Küche fehlen. Von Anfang März bis weit in den Mai hinein hat er Saison und ist dann vor allem auf Waldlichtungen zu finden.

Sein Aroma erinnert an Knoblauch, schmeckt gleichzeitig scharf und frisch. Als Pesto, Aufstrich, Sauce oder in der Suppe ist Bärlauch oftmals vertreten.

Achtung: Die Bärlauch-Blätter ähneln denen des hochgiftigen Maiglöckchens. Bei Zerreiben zwischen den Fingern nimmt man schnell den typischen Knoblauchgeruch des Bärlauchs wahr, ein klares Zeichen, dass das richtige Kraut gefunden wurde.
Brennnessel
Kräuter zum Vernaschen: Brennnessel
Brennnessel
In der Wildkräuterküche hat die Brennnessel längst ihren Platz gefunden. Von April bis Oktober hat sie Saison. Ihr feinwürziger Geschmack macht sich hervorragend in Nudelfüllungen, im Risotto und cremigen Suppen.


Ehrenpreis
Ehrenpreis
Ehrenpreis
Der Ehrenpreis für das schönste Unkraut geht an... den Ehrenpreis. Dieses Kraut besticht durch leuchtend blaue Blüten und kommt geschmacklich eher bitter-herb daher. Die Blüten sind ebenso essbar wie die Blätter.

Franzosenkraut
Kräuter zum Vernaschen: Franzosenkraut
Franzosenkraut
Das Franzosenkraut, auch als Knopfkraut bekannt, hat seinen Ursprung in Mexiko, von wo aus es nach Paris kam. Seit 200 Jahren vermehrt sich das Kraut in ganz Europa. Franzosenkraut enthält dreimal so viel Eisen wie Spinat, ist außerdem reich an Magnesium und Calcium. Gedünstet oder roh kann Franzosenkraut eingesetzt werden, macht sich im Salat oder verarbeitet zu Suppe oder Pesto besonders gut.

Vom Franzosenkraut lassen sich sowohl die Blätter und Stiele als auch Blütenknospen und junge Blüten verwenden.
Giersch
Kräuter zum Vernaschen: Giersch
Giersch
Giersch ist dem Gärtner in Dorn im Auge, dabei ist das Unkraut durchaus schmackhaft. Sein frisches, scharfes Aroma ähnelt Petersilie und passt sehr gut zu Kartoffelgerichten. Auch im Salat oder in Limonade macht sich Giersch gut. Ein schmackhaftes Püree entsteht beim Kochen des Krauts.
Gundermann/Gundelrebe
Kräuter zum Vernaschen: Gundelrebe
Gundelrebe
Der Gundermann ist ein recht hartnäckiges Unkraut, das das ganze Jahr über geerntet werden kann. Als Würzkraut bereichert der herb-aromatische Geschmack des Gundermannkrauts Eintöpfe und Suppen oder Omeletts.

Die Blätter schmecken leicht süßlich und eignen sich daher auch für die Zubereitung von Desserts.
Guter Heinrich
Guter Heinrich
Guter Heinrich
Suppen und Eintöpfe verfeinert Guter Heinrich, dessen Triebe auch roh verzehrbar sind. In manchen Regionen werden seine Triebe im Dunkel bleich gezogen und als "Spargelspinat" angebaut. Die Blütenstände vom Guten Heinrich erinnern geschmacklich an Brokkoli und bereichern verschiedene Gerichte. Zu Konfekt werden die zerstoßenen Rhizomen der Pflanzen im Balkan verarbeitet. Es schmeckt dann ähnlich wie Erdnussbutter.

Guter Heinrich wächst wie wild am Straßenrand, aber auch auf Wiesen und bei Viehställen. In der Nähe von Almhütten gedeiht er besonders gut.
Hirtentäschelkraut
Kräuter zum Vernaschen: Hirtentäschelkraut
Hirtentäschelkraut
Vom Hirtentäschelkraut sind sowohl die Stängel als auch Blätter und Samenstände essbar. Die Blätter erinnern geschmacklich an Löwenzahn, sind ja nach Jahreszeit scharf-würzig bis bitter und haben eine senfartige oder nach Meerrettich schmeckende Note.

Über eine außergewöhnliche Schärfe verfügen die Samen des Hirtentäschelkrauts. Daher lassen sie sich getrocknet und gemahlen oder am Stück wie Pfeffer einsetzen.
Klette
Kräuter zum Vernaschen: Klette
Klette
Die Klette ist vielseitig einsetzbar, sowohl ihre Wurzeln als auch Blätter und Stängel sind als Wildgemüse genießbar. Die Wurzel wird ähnlich wie Schwarzwurzeln zubereitet, erinnert geschmacklich an Artischocken. Ganz hervorragend entfaltet sie ihren Geschmack, wenn sie gekocht über Nacht in Sojasauce, Apfelessig und eigenem Sud eingelegt werden.

Aus der Wurzel der Klette lässt sich auch ein Kaffeeersatz herstellen. Dafür werden die Wurzeln geröstet und anschließend gemahlen und wie Kaffee aufgebrüht.
Königskerze
Kräuter zum Vernaschen: Königskerze
Königskerze
Von der Königskerze sind die Blüten sowie das Kraut zum Verzehr geeignet. Die Blüten lassen sich als goldgelber Farbgeber zu Sirup, Limonaden oder Spirituosen verarbeiten. Geschmacklich erinnert die Königskerze an getrocknete Apfelringe. Das Aroma der Blätter ist etwas herber, aber dennoch fruchtig.
LöwenzahnKräuter zum Vernaschen:Der Löwenzahn gehört zu den wohl bekanntesten Unkräutern, ist dabei aber vielseitig in der Küche einsetzbar. Sowohl die Blüten als auch Blätter und Wurzeln lassen sich zu schmackhaften Gerichten verarbeiten.

Die Blätter des Löwenzahns schmecken nussig und leicht bitter. Gedünstet bekommen sie ein feines Spinataroma. Die Blüten können dekorativ eingesetzt oder zu Gelee, Honig und Desserts verarbeitet werden. An Radieschen erinnert der Geschmack der Löwenzahnwurzel. Sie kann roh oder zu Tee aufgekocht verarbeitet werden.
Pimpinelle
Kräuter zum Vernaschen: Pimpinelle
Pimpinelle
Der Duft der Pimpinelle erinnert an Gurke, dabei schmeckt das Kraut eher nussig und frisch. Von Mai bis August hat Pimpinelle Saison.
Sauerampfer
Kräuter zum Vernaschen: Sauerampfer
Sauerampfer
Von April bis November hat Sauerampfer Saison. Charakteristisch für dieses Kraut ist der säuerliche Geschmack, der sich in Suppen oder Salaten gut macht. Die rotgeäderten Blätter sind besonders dekorativ und reich an Oxalsäure. Sauerampfer ist eines der 7 Grundkräuter der Frankfurter Grünen Sauce.
Scharfgarbe
Kräuter zum Vernaschen: Scharfgarbe
Scharfgarbe
Die gelben Blüten der Scharfgarbe schmecken schön würzig und eignen sich zum Verfeinern von Salat und Suppen. Auch im Brot können sie verarbeitet werden. Aus den harzig-bitter schmeckenden Blättern lässt sich eine Kräuterkruste zubereiten, der beispielsweise zu Schweinebraten passt und dem Fleisch einen feinwürzigen Geschmack verleiht.
Wer mag, serviert seinen Gästen einen Likör aus Scharfgarbeblättern, Wodka und Honig als Degistif.
Schaumkraut
Schaumkraut
Schaumkraut
Das Schaumkraut ist nicht nur hübsch anzusehen, es schmeckt auch noch. An Rucola oder Kresse erinnert der kräftige scharf Geschmack. Die jungen Blätter des Schaumkraut werden noch vor der Blüte geerntet und verfeinern dann Kräuter-Suppen, Salate oder würzen Dips und Saucen.
Springkraut
 Springkraut
Springkraut
Die süßlichen Blüten des Springkrauts erinnern an Orchideen und eignen sich daher bestens zur Tellerdekoration. Auch zu feinen Parfaits oder Gelee lassen sie sich hervorragend verarbeiten. Gekocht oder gedörrt sind auch die Samenkapseln der Pflanze genießbar. Die Springkrautsamen schmecken leicht nussig und entfalten durch kurzes Anrösten ein herberes Aroma

Achtung: Die Blätter der Pflanze sind leicht giftig und eignen sich daher nicht zum Verzehr.
Vogelmiere
Vogelmiere
Vogelmiere
In Büscheln wächst die Vogelmiere vorzugsweise auf Brachflächen und Äckern. Die jungen Triebspitzen, die noch vor der Blüte geerntet werden, schmecken nach jungem rohen Mais oder jungen Erbsen und lassen sich gut zu Suppen und Salaten verarbeiten.

Wo die Vogelmiere wächst, gedeihen auch Rhabarber, Gurken und Kohl prächtig.
Weißer Gänsefuß
Weißer Gänsefuß
Weißer Gänsefuß
Als eines der am weitesten verbreiteten Wildkräuter ist Weißer Gänsefuß auf Äckern, am Wegesrand oder im Garten zu finden. Wenig anspruchsvoll vermehrt sich das Unkraut rasant. In unseren Breiten ist Weißer Gänsefuß meist verpönt, gilt im Himalaya aber als delikater Snack. Weißer Gänsefuß wird als Gemüse oder Pseudogetreide eingesetzt.

Ähnlich dem Buchweizen können die Samen der Pflanze zu Grütze gekocht werden. Die Keimlinge des Weißen Gänsefuß schmecken auch im Salat. Wie Spinat werden die vitamin- und eiweißreichen, jungen Blätter der Pflanze verarbeitet. Die knospende Blütenstände ähneln geschmacklich Brokkoli.
Wilde Möhre
Wilde Möhre (Foto: Helge May)
Wilde Möhre
(Foto: Helge May)
Eine Verwandte der herkömmlichen Kultur-Möhre ist die Wilde Möhre, die mit ihren flachen, weißen Doldenblüten der Scharfsgarbe ähnelt. Ein sicheres Erkennungsmerkmal der Pflanze ist die lila bis schwarz gefärbte "Mohrenblüte" inmitten der weißen Blütenpracht. Die Pflanze erreicht eine stattliche Gesamthöhe von 1,2 Metern.

Die weiße Rübenwurzel der Wilden Möhre ist ebenso essbar wie die der Kulturmöhre, dabei aber deutlich schärfer im Geschmack.

Biologisch-dynamischer Obstanbau bei Clostermann

Apfelplantage Clostermann

„An Apple a day keeps the Doctor away.“ Seit 1866 leben Menschen nach diesem Sprichwort in der Hoffnung auf Gesundheit durch den Verzehr von Obst. Noch älter als die Lebensweisheit ist der Neuhollandhof von Familie Clostermann. Hier werden seit 1867 Äpfel und Birnen angebaut. Seit 1982 setzt man auf dem familiengeführten Obsthof auf ökologischen Landbau und mit Beginn der Neunzigerjahre wurde die Bewirtschaftung der gesamten Plantage auf biologisch-dynamische Landwirtschaft nach Demeter-Richtlinien umgestellt.

Ökologische Landwirtschaft seit mehr als 30 Jahren

Familienbetrieb: Thea, Rolf und Leslie Clostermann
Familienbetrieb: Thea, Rolf und Leslie Clostermann

Der auf dem Neuhollandhof seit mehr als 30 Jahren praktizierte Demeter-Anbau ist die älteste Form der ökologischen Landwirtschaft. Sie fördert die Fruchtbarkeit des Bodens durch den Einsatz von den sogenannten biologisch-dynamischen Präparaten wie Hornkiesel oder Hornmist und gewährleistet damit eine ressourcenschonende und nachhaltige Landwirtschaft. Als anerkannter Demeter-Betrieb werden die Anbau- und Verarbeitungsmethoden durch den Verband regelmäßig streng kontrolliert.

Preisgekrönte Sektalternative: Appléritif von Clostermann

Auf 18 Hektar wachsen auf dem Neuhollandhof über 30 verschiedene Apfelsorten und auf einem halben Hektar fünf Sorten Birnen. Das Obst wird zu einer breiten Palette an Produkten und Spezialitäten verarbeitet. Neben Apfel-Wein und -Sekt, verschiedenen Säften sowie Apfel- und Birnenkraut ist der Appléritif ein besonderes Highlight. Die alkoholfreie Sektalternative wurde bereits mit dem Apfelwein-Oscar Pomme D’Or ausgezeichnet. In der Kelterei lässt Familie Clostermann für den Appléritif den Saft bester Bio-Äpfel sektverperlen.

„Bio-Landwirtschaft gleicht Homöopathie“

Biologisch-dynamische LandwirtschaftDie Obstplantage betrachtet Familie Clostermann als lebendigen Organismus. Dabei ist der Verzicht auf künstliche Düngermittel und Pestizide selbstverständlich. Stattdessen setzt man auf organische Düngung, Kompostwirtschaft und natürliche Präparate wie Heilkräuter (z.B. Baldrian), Mineralien (z.B. Kiesel) und Kuhdung ein, damit den Pflanzen beste Voraussetzung zum Wachstum gegeben sind. Gering dosiert wirken die Präparate nicht durch die Menge, sondern mehr durch die feinstoffliche Information. Das Verfahren gleicht der Homöopathie.

Damit wird die Fruchtbarkeit des Bodens, das Aroma, der Geschmack und die Ausfärbung der Früchte gefördert. Da die Pflanze auch kosmischen Rhythmen, wie Sonnenstand und Mondphasen unterliegt, werden auch diese Aspekte beim Einsatz der Präparate berücksichtigt.

Ohne Bienen keine Äpfel!

Ohne Bienen keine Äpfel!
Bienenstöcke auf den Plantagen des Neuhollandhofs

Beim Demeter-Anbau spricht man vom „Bio-Plus“-Prinzip. Es bedeutet nicht nur den strikten Verzicht auf chemische Spritz- und Düngemittel. Demeter-Betriebe verpflichten sich auch zur Erhaltung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Auf dem Neuhollandhof sorgen Blühstreifen, Wildkräuterzonen und Wildblumenwiesen in den Plantagen für Diversität. Vielen kleinen Nützlingen wird so ein ökologischer Lebensraum geboten. Dafür sorgen sie mit regem Einsatz für die natürliche Bestäubung der Pflanzen und bekämpfen Schädlinge. 

Mehrere Bienenstöcke sind ebenfalls auf dem Neuhollandshof angesiedelt. Eine Imkergemeinschaft kümmert sich um ihre Pflege und die imkerliche Arbeit. 

Pionier der neuen deutschen Küche: Nils Henkel

Green Chefs Partner Nils Henkel - Burg Schwarenstein

Nichts Geringeres als eine Renaissance der deutschen Küche wollte Nils Henkel schon damals mit seiner „Pure Nature“-Philosophie einläuten. Diese Denkweise hat er in den letzten Jahren und an diversen Karrierestationen konsequent weiterentwickelt. Heute fokussiert er sich mehr denn je auf das reine Geschmackserlebnis. Wir zeichnen sein Engagement mit dem Green Chefs Siegel aus.

Pur und unverfälscht: Die Küche von Nils Henkel

Green Chefs Partner Nils Henkel - Restaurant Schwarenstein
Green Chefs Partner Nils Henkel vom Restaurant Schwarenstein (Foto-Credit: Wonge Bergmann)

Die „Zeit nach Lerbach“ beschreibt Nils Henkel als eine Phase des Ausprobierens, während der er immer wieder zu meiner Stilistik zurückgekehrt sei. „Letztlich hat mir bei allen interessanten Projekten das Team gefehlt, das ich nun auf Burg Schwarzenstein nach meinen Vorstellungen gestalten kann“, so Henkel. Mit seiner Position als Küchenchef im Restaurant Schwarzenstein fühlt er sich angekommen, hier kann er sich selbst und seine Ideen verwirklichen.

Das Restaurant Schwarzenstein verfügt über gerade mal 18 Plätze, ist hell und modern gestaltet und passt damit perfekt zu den raffinierten Kreationen des Pioniers der neuen deutschen Küche, als der Nils Henkel gerne bezeichnet wird. Souverän und einfallsreich spielt der Koch mit unterschiedlichen Texturen und aromatischen Überraschungen. Diese vereint er auf dem Teller zu kleinen Kunstwerken, bei denen der Eigengeschmack der erstklassigen Produkte zu jeder Zeit an erster Stelle steht.

Menüentwicklung à la Henkel

Zwar spielt Regionalität für die Küche von Nils Henkel eine entscheidende Rolle, dogmatisch geht er dabei aber nicht vor. Er möchte sich die Freiheit bewahren, trotz seiner zunehmenden Abkehr von den üblichen Luxusprodukten, sich von seinen Reisen und fremden Aromenwelten inspirieren zu lassen. „Es gibt einfach zu viele gute Produkte“, stellt Henkel klar.

Im Kreativprozess zur Menüentwicklung bleibt dennoch die Saison im Fokus. „Die Grundstruktur eines neuen Menüs steht aufgrund der Produkte recht schnell. Dann beginnt die kreative und assoziative Feinarbeit, die jedes Gericht dann einzigartig werden lässt“, sagt Nils Henkel.

Weiterentwicklung und Modernisierung der deutschen Küche

In seine Küche kommen Nils Henkel nur die besten Lebensmittel, die Natur und Saison aufbieten können. Sein erklärtes Ziel ist das absolute Geschmackserlebnis, denn er möchte seinen Gästen den puren Genuss der Lebensmittel ermöglichen. Dafür setzt Nils bevorzugt auf alte Gemüsesorten und wilde Kräuter aus der Region als Hauptdarsteller seiner Menüs FLORA und FAUNA.

Das vegetarische Menü FLORA ist so fein ersonnen und zusammengestellt, dass die Gäste Fisch und Fleisch nicht einmal vermissen. „Ich habe mich zuvor bei fast allen vegetarischen Menüs immer gefragt, wo denn der rote Faden war. Ein bloßes Weglassen von Fisch oder Fleisch mag nur eine Aneinanderreihung von Beilagen, aber noch kein gutes vegetarisches Menü sein. Es war einfach an der Zeit, diese leichte Spitzenküche stärker herauszuarbeiten“, zeigt sich Nils Henkel überzeugt.

Seine Menüs begleiten mittlerweile auch eigens angesetzte Säfte und Tees, mit denen der Genuss zur Perfektion abgerundet werden soll.

Hobbyimkern für’s Hotel oder Restaurant

Die Honigbienen sind bedroht. Ihre Populationen sind von Jahr zu Jahr rückläufig. Gastronomen und Hoteliers können eigene Bienen halten und sich durch das Hobbyimkern für die Bienen einsetzen. Das kommt auch dem eigenen Marketing zu Gute.

Gründe für zunehmendes Bienensterben

Hobbyimkern für's Hotel oder Restaurant
Hobbyimkern für’s Hotel oder Restaurant

Ohne die nützlichen Insekten würde unser Ökosystem innerhalb kürzester Zeit zusammenbrechen. Für das zunehmende Bienensterben machen Experten verschiedene Faktoren verantwortlich:

  • Parasiten wie die Varroa-Milbe, die sich vom Bienenblut ernähren und Krankheiten übertragen können
  • eine einseitige und/oder (Mangel-)Ernährung, die durch Monokulturen ausgelöst wird
  • Luftverschmutzung und Klimawandel verändern die Fruchtfolgen und beschränken so ebenfalls das Nahrungsangebot
  • elektromagnetische Strahlung und Pflanzenpestizide beeinträchtigen den Orientierungssinn der Bienen

Wirtschaftliche Bedeutung der Bienen

Bienen zählen hierzulande zu den wichtigsten Nutztieren und folgen direkt auf Rinder (Platz 1) und Schweine (Platz 2). Auf das Konto der Bienen geht eine ökonomische Wertschöpfung von rund 265 Milliarden Euro. In Deutschland wird ihr volkswirtschaftlicher Nutzen auf 2,7 Milliarden Euro geschätzt.

Forscher fanden nun sogar heraus, dass durch Bienen bestäubte Erdbeerpflanzen einen deutlich größeren Ertrag aufweisen, die Früchte sind schwerer, ausgeglichener in Form und Farbe, besser im Geschmack und erreichen so eine höhere Handelsklasse.

Hobbyimkern: Der Weg zum eigenen Bienen-Völkchen

Schon mal über Honig zum Zusatzverkauf im Hotel oder Restaurant nachgedacht – von eigenen Bienen, versteht sich? Gerade in der Innenstadt findet man bei immer mehr Hobbyimkern Bienenstöcke auf dem Dach. In der Innenstadt ist es im Schnitt 2 bis 3 Grad wärmer, das gefällt den fleißigen Bienchen. Außerdem sind Stadtbienen im Frühjahr zeitiger und im Herbst länger unterwegs, was den Honigertrag steigert. In der Stadt werden zudem keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt oder genverändert Pflanzen angebaut. Das kommt den Insekten zu Gute.

Das Restaurant Vlet aus Hamburg hatte bis vor Kurzem ebenfalls eigene Honigbienen unter seinen Fittichen. Ein eigenes Bienenvolk, das beispielsweise in einer Bienenbox wohnt, ist pflegeleicht, ihr benötigt keine großartigen Fachkenntnisse und es kostet euch so gut wie nichts, da das Projekt gemeinnützig unterstützt wird. Wer mehr über die Haltung eigener Bienen erfahren möchte, kann sich hier schlau lesen.

Die Geschichten, die ein Restaurant mit eigenem Bienenvolk zu erzählen hat, werden sicher für Aussehen sorgen. Ausprobieren!