Das Thema E-Mobilität nimmt derzeit ziemlich Fahrt auf. So plant der schwedische Autohersteller Volvo, bereits ab 2019 neue Automodelle nur noch mit Elektro- oder Hybridantrieb zu produzieren. Das Ende der herkömmlicher Verbrennungsmotoren naht also merklich. Vor allem in Großstädten, in denen die Smog-Belastung das Leben der Menschen einschränkt, bedeutet das aufatmen. Ein besonderer Baum könnte zusätzlich für ein besseres Klima sorgen.
Aufatmen für Städter: Dieser Baum ist ein Filter-Genie
Die Erfinder des City Tree – Green City Solutions
Apropos gute Luft: Dafür sorgen vier Dresdner Entwickler von Green City Solutions mit ihrem „City-Tree“. Hinter dem Begrünungssystem verbirgt sich eine vollkommen autarke, vier Meter hohe Mooswand, die Schadstoffe aus der Umgebung filtert. Dank der großen Oberfläche kann die Moos-Baum unter anderem bis zu 30 Kilogramm Kohlenstoffdioxid über das Jahr hinweg aufnehmen und zu Sauerstoff umwandeln.Eine Wahnsinnsleistung, für die es sonst 275 Bäume braucht.Der City-Tree versorgt sich außerdem selbst mit solarer Energie und wird mit Regenwasser ganz nach Bedarf der Pflanzen bewässert.
Ohne Moos nix los…
Der Filter-Baum der Dresdner kann noch mehr. So eignet er sich dank Internetanschluss auch als Werbe- oder Infowand, Wi-Fi-Hotspot oder Ladestation für Elektro-Fahrzeuge. Allerdings hat der Wunderbaum auch seinen Preis. 22.500 Euro müssen Investoren dafür berappen.
Altes Gemüse – ne, nicht altbacken, sondern mit Tradition – kommt ab sofort hier bei uns in unregelmäßig regelmäßigen Abständen auf den digitalen Tisch, also den Desktop. Könnt ihr dann ausdrucken oder einfach nachkochen, wie es euch beliebt.
Inspiration kommt von Thomas Sampl, der als „Hoben Köök“ am liebsten die Hamburger Küche wiederbelebt und auf Sterneniveau erhebt.
Was sich aus altem Gemüse machen lässt, zeigen wir in unserer neuen Serie. Sinn und Zweck davon sind leicht erklärt: Altes Gemüse ist nicht nur „in“, sondern sorgt auch für weniger Einheitsbrei, dafür aber mehr kulinarische Vielfalt.
Kerbelrübchen haben Saison
Kerbelrübchen von Marko Seibold
Los geht’s mit Kerbelrüben – auch bekannt als Knollenkerbel oder Rübenkerbel. Kerbelrüben haben nämlich gerade Saison und machen sich gut zu Gegrilltem oder Geschmorrtem. Geschmacklich sind sie zwischen Karotten und Pastinaken einzuordnen. Jetzt geerntet sind sie besonders fein und zart.
Kerbelrüben verarbeiten
Inspiriert von Thomas Sampl
Die Rüben werden erst mal geschält, der Strunk entfernt und in die gewünschte Form gebracht.
Nussbutter ansetzen und Knoblauch sowie Lorbeer hinzugeben, mit Petersilie abschmecken und ziehen lassen bis alles abgekühlt ist
Im Vakuumbeutel kommen nun die vorbereiteten Kerbelrüben und die Buttermasse zusammen. Sie verbringen die Nacht unter Vakuum im Konvektomaten bei 50°C.
Die Kerbelrüben können nun nach Bedarf eingesetzt werden. Bis dahin lagern sie am besten kühl.
Wenn es dann so weit ist und die Kerbelrübe Grillgut, Geschmorrtes vom Kaninchen oder Kalbsbäckchen begleiten darf, röstet ihr sie noch kurz in der Pfanne an und mariniert sie mit Leinöl und einer Prise Salz.
Zu diesen Gerichten passt am besten ein kräftiges, dunkles Bier mit schönen Malznoten, denn das harmoniert perfekt mit den in den Kerbelrüben enthaltenen Zuckerstoffen.
Gesucht: Noch mehr Idee zu altem Gemüse
Ihr habt weitere Ideen rund um altes Gemüse wie die Kerbelrübe? Her damit (mitmachen@green-chefs.de) und ihr bekommt ein Plätzchen in dieser schönen, neuen Galerie der alten Gemüsesorten.
Nach dem Weggang von Jens Rittmeyer, hat Felix Gabel das Ruder in der Küche des KAI3 im Hotel Budersand auf Sylt übernommen. Mit dem neuen Küchenchef bricht nicht nur für das Team eine neue Ära an. Das gesamte Küchenkonzept wurde überarbeitet. So hat man sich auch ganz bewusst von der Sternegastronomie verabschiedet. Viel mehr wolle man Top-Qualität ohne die Zwänge eines Sternerestaurants erlebbar machen.
Geborener Team-Player: Felix Gabel vom KAI3
Küchenchef Felix Gabel vom Restaurant KAI3
Auf der Prioritätenliste im Restaurant KAI3 des Sylter Budersand Hotels steht Wertschätzung ganz oben. Alle Zutaten, die das Team um Küchenchef Felix Gabel verwendet – darunter auch Exquisites wie alte Gemüsesorten – bekommen durch bewussten Einkauf und kreative Zubereitung die Wertigkeit zugemessen, die sie zweifellos verdient haben.
Ein enger Kontakt zu den Lieferanten ist dafür sehr wichtig; nicht selten überzeugen sich die Budersander auch gleich vor Ort von der Qualität der Produkte. Da geht das Team dann schon mal auf Muschelkutter-Exkursion oder sammelt gemeinsam neue Erfahrungen rund um Salz und Kräuter. Überhaupt ist das Meer mit seinen feinen Aromen den Jungs und Mädels nicht nur geografisch sehr nah. Was vor Ort wächst und gedeiht, hat in Felix‘ Küche ganz klar Vorrang. Überwiegend werden Fisch, Lamm und Gemüse von Produzenten vor Ort verwendet.
„Alle, die an unseren Exkursionen teilnehmen, begreifen die Qualität der Lebensmittel auf ganz neue Weise und schätzen die Arbeit, die dahinter steckt noch mal mehr. Das zu erleben, ist fantastisch!“, schwärmt Felix. „Ich sehe das auch als Investment in eine bessere Zukunft der Gastronomie. Von den Fortbildungsmaßnahmen, die wir anbieten, profitieren am Ende alle, denn Wissen wird bei uns selbstverständlich geteilt“, führt der Küchenchef aus.
Die Atmosphäre muss passen
Felix setzt in seiner Küche bewusst auf ein international gemixtes Team. Das inspiriert nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern bereichert natürlich auch die Karte. Ein fairer und angenehmer Umgang mit den Kollegen – bei dennoch voller Leistung – stehen auf jedem Tagesprogramm im KAI3.
Das gelingt einerseits durch simple „Buchhalter“-Maßnahmen, wie Überstunden notieren und Arbeitszeiten einhalten. Andererseits ist Felix aber auch darauf bedacht, seinen Mitarbeitern bei der Arbeit stets Neues beizubringen. So hat er zum Beispiel eine eigene Küchen-Bibliothek eingeführt, zu der jeder etwas beisteuern kann. Auf diese Weise lernen alle von- und miteinander.
Ein Prosit auf das Team!
Wer so viel Wert auf einen guten Team-Zusammenhalt setzt, darf sich am Ende der Saison nach getaner Arbeit etwas gönnen. Alle kommen dann bei einem exklusiven Teamdinner zusammen und begießen die vergangenen Monate im Sylter KAI3 mit dem ein oder anderen Tropfen.
Wir freuen uns, das KAI3 des Budersand Hotels als Partner der Green Chefs mit dabei zu haben!
Noch immer ist es so gut wie unmöglich, geeignete Elektro-Lastenfahrzeuge für’s eigene Restaurant oder Hotel zu finden – das ist zumindest der Tonus, wenn es im E-Mobilität in der Gastronomie geht. Zu gering sei die Leistungsfähigkeit, zu hoch die Anschaffungskosten und zu wenig entwickelt das Tank- und Parksystem für die E-Mobile, heißt es. Wir zeigen, dass es durchaus Möglichkeiten gibt und wie sinnvoll die Umstellung auf E-Mobilität im Betrieb ist.
Gängiger Irrtum: E-Mobilität ist problematisch
Zwar haben große wie kleine Anbieter mittlerweile Personenfahrzeuge im Angebot, wahre Fortschritte zur Entwicklung von elektrobetriebenen Lastenfahrzeugen kommen aber nur sehr schleppend voran. Zwei unser Green Chefs Partner haben sich auf dem Gebiet der E-Mobilität schon weit vorgewagt und berichten von ihren Erfahrungen: Klaus Lange vom Hamburger Caféhaus Lange, Der Floh aus Niederösterreich und Floris Vlasman vonFLORIS Cateringin Berlin.
So funktioniert E-Mobilität in der Gastronomie
Klaus Lange ist ein Aktivist in Sachen nachhaltige Energiegewinnung und damit verbunden: E-Mobilität. Im vergangenen Jahr hat er sich für den BMW E3 entschieden und liefert mit dem Wagen vor allem Torten und Bestellungen aus oder erledigt den Einkauf im Hamburger Großmarkt. „Wir müssen endlich die krankhafte Angst loswerden, dass ein E-Mobil immer einen vollen Tank haben muss“, so der Bäckermeister. „Es heißt immer, die Reichweite sei ein Problem bei Elektrofahrzeugen. Ein ’normales‘ Auto fährt aber doch auch mal auf Reserve und niemand verfällt direkt in Panik, dass er es nicht mehr ans Ziel schafft.“ Viele Unternehmen, Restaurants und Hotels bieten teils aus eigener Überzeugung oder unterstützt durch Subventionen wie von Tesla entsprechende „Zapfsäulen“ für E-Mobile an. Klaus tankt allerdings hauptsächlich eigenen Strom.
Strom aus eigener Produktion
Vor Jahren hat der Hamburger Unternehmer sich die ersten Fotovotaikplatten auf dem Dach installieren lassen, sein Windrad auf dem Dach, um dessen Genehmigung er lange Zeit hat kämpfen müssen generiert Strom und das Blockheizkraftwerk tut ebenfalls schon lange einen guten Dienst. „Wir ‚tanken‘ den Strom aus unserer Eigenherstellung. Das ist der Teil, den wir im Betrieb nicht benötigen und der sonst ins allgemeine Netz eingespeist wird“, berichtet Klaus.
E-Mobilität rechnet sich
Auf die hohen Kosten angesprochen, rechnet Klaus vor: „Mein BMW E3 kostet im Monat 39 Euro Vollkasko-Versicherung, die Leasingrate liegt bei 389 Euro.“ Eine Anzahlung sei nicht nötig gewesen, das Fahrzeug ist von der KFZ-Steuer befreit und freies Parken sei ebenfalls möglich. der Hamburger ist überzeugter Verfechter E-Mobilität. „Am Ende steht für jeden wie immer die Frage, will ich oder eben nicht. Aber – ganz ehrlich – ich habe bislang keine vernünftige Ausrede gehört. Also kann man doch nur sagen: MACHEN!“
Auch der Image-Effekt, wenn Klaus mit seinem Elektrofahrzeug unterwegs ist, sei beachtlich. „Es vergeht kein Tag an dem mich nicht Menschen ansprechen ‚Und wie ist er so?'“
Kompromisslosigkeit ist manchmal der einzige Weg
Der Floh – Unterwegs mit dem E-Mobil
Seit 2009 setzt der Floh (fast) kompromisslos aufRegionalität: Die Waren, die in der Küche verwendet werden, kommen zu 90 Prozent aus einem Radius von 66 Kilometern. Daher auch der Name des Konzepte „Radius 66„. Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch holt der Floh mit dem Elektro-Mobil selbst ab. Er hat sich 2014 für einen Lieferwagen von Renault entschieden und spart seither 600 Liter Sprit im Jahr. Der Umwelt tut die Anschaffung ebenfalls gut, denn damit reduziert der Floh seine Emission um 1,5 Tonnen CO2.
Eine Elektro-Zapfsäule ist für alle Gäste der Gastwirtschaft zugänglich. Während E-Mobile hier kostenlos laden, lassen die Fahrer es sich kulinarisch gutgehen. „Man kann darauf warten, dass die anderen etwas für die Umwelt tun – oder es selbst anpacken“, ist der Gastwirt aus Langenlebarn überzeugt.
Hybrid-Fahrzeuge als Alternative für Caterer
Kleinere Besorgungen, Lieferungen oder Geschäftstreffen lassen sich mit dem Elektro-Fahrzeug bereits problemlos erledigen. Auch die Umstellung des hoteleigenen Shuttle-Services ist heute kein Problem mehr. Geht es aber dann um größere Frachten zum Beispiel bei größeren Catering-Anfragen, gerät das Angebot an E-Mobilen ins Stocken.
„Wir setzen hier bislang auf Hybrid-Fahrzeuge, deren Reichweite und Leistungsstärke einfach besser zu unseren Anforderungen passt. Bislang ist für uns kein passendes Modell am Markt erhältlich“, sagt Floris Vlasman. Der Caterer hat sich schon früh auf klimaneutrale Caterings spezialisiert und wurde 2012 als deutschlandweit erster Caterer mit der KlimaInvest-Auszeichnung geehrt. „Uns ist es wichtig, ökologisch und nachhaltig zu handeln. Das machen wir aus Überzeugung! Es kommt aber auch bei unseren Kunden gut an“, weiß der gebürtige Niederländer. Um Energie möglichst umfassend zu nutzen, baut FLORIS Catering auf Recycling. Mittels einer Wärmerückgewinnungsanlage kann die thermische Energie wiederverwendet werden.
Schweizer Start-Up Climeworks saugt CO2 aus der Luft
Was wäre, wenn CO2 einfach so aus der Luft abgesaugt werden könnte? Und was wäre, wenn das abgesaugte Gas an anderer Stelle dann total sinnvoll von Nutzen sein könnte? Damit ließe sich das Klimaproblem zumindest teilweise lösen! So, und nun Applaus für das Züricher Start-up Climeworks.
Die Jungs und Mädels haben nämlich eine Art Schwamm entwickelt, mit dem Kohlenstoffdioxid abgesaugt werden kann. Diesen geben sie an einen Gemüsezüchter weiter, der damit seinen Gewächshauspflanzen etwas Gutes tut. Auch denkbar: Der Weiterverkauf des Gases an Getränkehersteller, um prickelnde Blubberblasen in die Brause zu bekommen.
Negative Emission: Filteranlage saugt CO2 aus der Luft
14 Gewächshäuser werden mit gefiltertem CO2 von Climeworks beliefert
Im Schweizerischen Hinwil rödelt auf dem Dach einer Müllverbrennungsanlage die erste Rückgewinnungsanlage für Kohlenstoffdioxid fröhlich vor sich hin. Sie saugt CO2 aus der Umgebungsluft ab. Die Technologie ist revolutionär und könnte zumindest einen Teil des Klimaproblems lösen. Denn die Anlage soll im Jahr bis zu 900 Tonnen Kohlenstoffdioxid absorbieren und dann anderweitig nutzbar machen. Einen Großteil des gewonnen Kohlenstoffdioxids kauft beispielsweise eine benachbarte Gärtnerei, um sie ihren Pflanzen im Gewächshaus zuzuführen. Auch die Getränkeindustrie ist an dem Rohstoff interessiert.
Climeworks tüftelt auch bereits an einer Lösung, um Kohlenstoffdioxid als klimaneutralen Kraftstoff nutzbar zu machen.
CO2 für grüne Gewächshäuser und mehr Bläschen in der Brause
18 CO2-Kollektoren saugen die Luft mit großen Ventilatoren an. Im Innern der Anlage befindet sich ein patentierter Filter, der die Kohlenstoffdioxid-Moleküle wie ein Schwamm bis zur Sättigung aufnimmt. Das Gas wird anschließend bei etwa 100 °C aus dem Filter herausgelöst und unter Druck verflüssigt, damit man es lagern kann.
Da so eine Anlage natürlich Energie benötigt, haben die Entwickler sich auch etwas Pfiffiges einfallen lassen. Sie nutzen dafür einfach die Abwärme der Müllverbrennungsanlage.
Fischzucht und Binnenfischerei – wir haben uns den Fischzuchtbetrieb Reese zwei Tage lang näher angeschaut und viel gelernt.
Heimische Süßwasserfische auf der Speisekarte
„Viele der tarditionellen Fische sind leider etwas in Vergessenheit geraten. Dabei ist ein schönes Barschfiet, eingemehlt und in Zitronenbutter gebraten ein wahrer Leckerbissen!“, schwärmt Gunnar Reese, Inhaber der Fischzucht Reese. In vierter Generation Binnenfischerei und Fischzucht kümmert er sich mit seinem Team um das Wohl von Hecht, Stör und Forelle. Auch Saiblinge, Barsche und Maränen finden bei ihm ihr Plätzchen. Die Fische haben hier einfach Zeit zum Wachsen, die Teiche werden mit frischem Quellwasser gespeist und das Futter ist ASC-konform.
Konventionelles statt Bio-Futter – aus gutem Grund
Ob die Fischzucht Reese auch Bio-Futter verwendent, wird Gunnar Reese gefragt. „Nein, darauf verzichten wir, da diese Futtermittel deutlich weniger Phosphat, Eiweiß und Fischöl enthalten. Wir müssten deutlich mehr zufüttern.“ Er geht aber davon aus, dass sich hier in Zukunft noch einiges verbessern wird und schließt dann Bio-Futter nicht aus.
Ausflug zur Fischzucht Reese – eine Geschichte in Bilder:
Hier wachsen und gedeihen die Fische bis sie groß genug für die Schlachtung sind
Hier wachsen und gedeihen die Fische bis sie groß genug für die Schlachtung sind
Fischteich
Automatisierte Fütterung
Lockerer Besatz der Becken ist Grundsatz
Köder am Haken: Wir haben Knoblauchpaste verwendet
Ins Netz gegangen: Forelle
Störe im Auffangbecken
Teichlandschaften – 140 Teiche bewirtschaftet das Team der Reeses
Wenige Wochen alte Hechte
Fischaufzuchtstationen
Fischaufzuchtstation: Für mehr Oberfläche sorgen Tannenzweige, an denen sich die kleinen Fische festsaugen
Fischaufzuchtstation: Kaviar
Fischaufzuchtstation: Kaviar – Fischzucht Reese
Forelle
Karpfen-Peter
Jede Menge Hechte im Netz – Fischzucht Reese
Karpfen-Peter beim Hechtfang
Karpfen-Peter beim Hechtfang
Prachtexemplar von einem Hecht
Hechtfang
Hechtfang
Fisch filetieren
Fisch filetieren
Gunnar Reese erzählt vom Räuchern nach Altonaer Art
Räucherfischbuffet am Abend
Frischer geht’s nicht: Räucherfisch von Reeses
Ganzer Stör geräuchert
Frischer geht’s nicht: Räucherfisch von Reeses
Fischbuffet am Abend
Ausflug zur nächsten Fischstation durch die Rapsfelder Schleswig Holsteins – Fischzucht Reese
Wochenlange Forellen in Schwarz
Goldforellen sind Albinos und klar erkennbar gegenüber ihren Artgenossen in Schwarz
Raus mit dem Boot
Fleißiger Fischer: 3-4 mal fährt er am Tag raus auf’s Wasser, um die Räusen zu kontrollieren
Stulle, Sandwich, belegtes Brot – wie auch immer ihr sie nennt – das Butterbrot ist zurück und erobert die Herzen der Gäste. Wie von Muttern früher zu Schulzeiten. Nur irgendwie cooler und oftmals auch gesünder. Für Cafés oder das Take-away-Frühstück im Hotel sind sie definitiv eine willkommene Abwechslung, die gerade voll im Trend liegt.
Ganz und gar nicht Wurscht, die Stulle
Restloser Genuss mit der Trend-Stulle
Wir haben es kommen sehen: Der Burger ist durch. Neuer Stern am Gastro-Himmel ist ein Klassiker: Die Stulle. Frisch belegte, krosse Krusten sind Erfolgsfaktoren, die immer mehr Gastronomen erkennen. Aufs Brot kommen dann kreative Beläge oder einfach alles, was schmeckt und Appetit auf mehr macht.
Wer nicht selbst backen kann oder möchte, setzt auf einen Bäcker vor Ort, der sein Handwerk versteht.
Anregung für „Restlos-genießen“-Stullen
Ein weiterer Vorteil macht die Stulle zu einer echten Alternative auf der Karte: Ist vom Vortag noch was vom Braten oder Eintopf übrig, bekommen die Lebensmittel auf oder im Sandwich eine zweite Chance.
Übriggebliebener Rindfleisch-Eintopf ist bestens eignet als Füllung für ein knuspriges Ciabatta-Brötchen. Mit gegrillten Tomaten und ein etwas Ricotta, verfeinert mit Zitronenschale und schwarzem Pfeffer, wird’s italienisch angehaucht.
Stärkehaltiges Gemüse wie Rote Beete, Kürbis oder Karotten könnt ihr zu herzhaften Aufstrichen weiterverarbeiten. Dafür Zwiebeln und Knoblauch in Butter andünsten, anschließend zusammen mit dem Gemüse pürieren.
Rote Beete passt auch solo gut zu geräuchertem Fisch wie Lachs oder Forelle. Mit Meerrettich, Mayonnaise und Apfelstreifen wird daraus ein maritimer Aufstrich in Violett.
Grob zerkleinertes Gemüse wie Gurken, Karotten, Rettich, Blumenkohl oder Rotkohl passen perfekt zu Gewürzgurken. Damit topt ihr deftige Schweinebauch-Sandwiches zu absolutem Hochgenuss.
Also, werdet einfach mal ein bisschen kreativ in Sachen Resteverwertung! Mahlzeit!
Mikroalgen liefern hochwertiges pflanzliches Protein aus einer Quelle, die Ressourcen schont und weniger Treibhausgase ausstößt. Das sind zumindest die Hoffnungen, die in die Meerespflanze gesteckt werden. Ob diese gerechtfertigt sind, will nun die Universität Hohenheim herausfinden. Dafür vergleichen sie die Biomassebilanz der Mikroalgenproduktion mit der von tierischem und anderem pflanzlichen Eiweiß.
Ebenfalls prüfen die Forscher, ob die Verbraucher überhaupt bereit sind, auf Fleisch zugunsten von Algen-Produkten zu verzichten und wie sich eine Änderung des Konsumverhaltens auf den Markt auswirken würde. Ebenso wollen sie die Frage beantworten, ob sich die Produktion lohnt
Mikroalgen als alternative Eiweißquelle
Auf dem Prüfstand – Mikroalgen als Eiweißlieferant
„Algen nutzen das Sonnenlicht effektiver als Landpflanzen und wachsen schneller“, erklärt Sebastian Weickert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik an der Universität Hohenheim. „Daher eignen sie sich gut als alternative Proteinquelle für Lebens- und Futtermittel.“
Indem tierisches Eiweiß durch Protein aus Mikroalgen ersetzt würde, soll der Bedarf an Agrarflächen ebenso reduziert werden können wie der Ausstoß von Treibhausgasen.
Algen wachsen bei Licht am effektivsten, können aber auch im Dunkeln durch den Zusatz von Kohlestoffen gedeihen. Bei Licht herangezogene Algen entwickeln einen intensiveren Eigengeschmack nach Gras, in anderen Fällen ist er leicht fischig.
Foie Gras – ein Dorn im Auge so manchen Genießers – gehört für viele fest zum Repertoire gehobener Sterneküche. Sternekoch Benjamin Biedlingmaier, Küchenchef des Restaurants Caroussel im Relais & Châteaux-Hotel Bülow Palais Dresden, hat eine vegetarische Alternative zur beliebten Gänsestopfleber entwickelt. Tester seiner Kreationen konnten keinen Unterschied zum Original schmecken.
Falsche Gänsestopfleber sorgt für Aufsehen
Alternative zur Gänsestopfleber: Faux Gras
Benjamins „Faux Gras“ ist ebenso cremig in der Konsistenz und verfügt über das typische Aroma der originalen Fois Gras. Dafür hat er lange herum experimentiert und an der richtigen Formel getüftelt. Dabei kamen neben Cashew-Nüssen auch Trüffel, Pflanzenfett und Portwein als wichtigste Bestandteile zum Einsatz. Nach vollen zwei Monaten war er mit dem Ergebnis zufrieden. Erste Testesser sollen keinen Unterschied zur „echten“ Gänsestopfleber bemerkt haben. Also darf das Gericht auf der Karte des Sternelokals bleiben.
Neben vermehrt vegetarischen Gerichten, ist auch fair gehandeltes Fleisch eine Selbstverständlichkeit für Benjamin. Alle seine Lieferanten kennt er persönlich. Was ihm in die Küche kommt, wählt er mit besonderer Sorgfalt aus. Dann gute Waren sind der Grundstock seiner vielfach prämierten Kreationen. Seine Präzision wurde bereits mit einem Michelin-Stern belohnt, 17 Punkte im Gault Millau verdiente sich das Caroussel ebenso wie drei „F“ im Feinschmecker, vier Hauben im Großen Restaurant- und Hotelguide, drei Löffel im Schlemmeratlas und vier Diamanten im Varta-Führer.
Gras als Tierfutter ist hinreichend logisch. Mit getrocknetem Gras – also Heu – zu kochen, ist dann schon extravaganter. Jetzt verpacken Gastronomen sogar mit Gras: Speisen für das Außer-Haus-Geschäft können nun in Verpackungen aus Graspappe angeboten oder Lieferungen in Graskartonagen verschickt werden.
Gefunden: Die Idee im Heuhaufen
Außer-Haus-Service: Neue Verpackung aus Gras
Ein Papierhersteller aus Hennef hat neuartige Kartonagen mit einem Grasanteil von bis zu 50 Prozent entwickelt. Damit können Lebensmittel ökologisch verpackt werden. Darüber hinaus beweisen Gastronomen mit Speisekarten aus Graspapier auch im Restaurant nachhaltigen Innovationsgeist. Wichtig ist dabei, dass sie ihren Gästen davon erzählen, denn der emotionale Mehrwert ist absolut nicht zu unterschätzen. Sie zeigen ihren Gäste so, dass sie nachhaltig Gedanken machen und ganzheitlich Verantwortung für eine bessere Welt übernehmen.
Die Vorteile von Papier aus Gras
Papier und Kartonagen aus sonnengetrocknetem Gras weisen eine vergleichsweise gute Ökobilanz auf. Das liegt zum einen daran, dass Gras ein schnell nachwachsender Rohstoff ist. Dadurch ist die Herstellung von Graspapier langfristig gesehen sogar kostengünstiger, als wenn das Papier rein aus Holzfasern gefertigt würde.
Außerdem werden bei der Verarbeitung von Grasschnitt zu Graspellets, aus denen das Graspapier gemacht wird, weniger Wasser und Energie benötigt als für die Herstellung von Frischfaser oder Altpapier.
Die Graspallets werden ausschließlich mechanisch, ohne den Einsatz chemischer Zusatzstoffe und Wasser gefertigt. Durch die Umstellung der Papierrezeptur werden weniger Treibhausgase freigesetzt als bei der Herstellung herkömmlichen Papiers aus Frischfaser oder Altpapier. Zudem wird etwa 10 Prozent weniger Energie benötigt.
Der Rohstoff für die Graspellets stammt von ungenutzten Ausgleichsflächen aus der näheren Umgebung der Papierfabrik. Somit sind die Transportwege kurz.
Selbstverständlich sind die Verpackungen aus dem Graspapier recyclebar.
Die Kartonagen sind individualisierbar und in verschiedenen Größen erhältlich.
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