Die Walz – ein Blick über den Tellerrand

Die Walz, auch Stör oder Tippelei genannt, bezeichnet die Wanderschaft zünftiger Gesellen nach Abschluss der Lehrzeit. Früher war die Walz eine Grundvoraussetzung im Handwerk, um die Prüfung zum Meister beginnen zu können. Gerade in der Gastronomie gehört es mittlerweile wieder zum guten Ton, die Welt außerhalb der ersten vier Küchenwände, in die man gesteckt wird, zu entdecken. Für viele ist genau diese Möglichkeit ein wichtiges Kriterium, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Das sollten kluge Gastronomen für ihre Mitarbeitern fördern. Lasst uns die Welt entdecken!

Auf der Walz die Welt neu entdecken

Früher oder später trifft es jeden: Der Alltag kehrt ins Berufsleben ein. Da kann der Job noch so abwechslungsreich sein, irgendwann hat man doch alles gesehen, alles schon mal gemacht und ist sich seiner Sache im Betrieb sehr sicher. Abwechslung und frischen Wind für’s Oberstübchen bringen Fortbildungen, Praktika in anderen Betrieben und Exkursionen zu postenrelevanten Themen.

Davon profitiert nicht nur der „Wälzler“, sondern das ganze Team, denn das Wissen wird selbstredend mit allem geteilt. Der kluge Chef baut hier hier und bietet dem Auflügler dafür eine Bühne – sprich Zeit und Raum.

Eine Reise zum besser Koch-Ich

Durch Reisen in andere Ländern lässt sich das kulinarische Angebot mannigfaltig erweitern. Eindrücke, die man in unseren Breitengraden nicht wahrnimmt, finden so ihren Platz in unserer Kochkultur.

Auf der Walz entdeckt so manch ein Kollege ganz neue Fähigkeiten, erlangt neues Wissen und erweitert unter Umständen auch seine Sprachkenntnisse. Selbstständiges Arbeiten wird gefördert, die Sicherheit im Umgang mit fremden Waren, Gerätschaften und Menschen steigt, das Selbstwertgefühl bekommt einen ordentlichen Push.

Also bitte, wer ist der nächste?

Take-away: Pilotprojekt in Stuttgart gestartet

Ein Kreislaufsystem mit wiederverwendbarem Take-away Geschirr – das testet Stuttgart nun für sechs Monate mit zehn Gastro-Betrieben als Pilotprojekt. Bei Erfolg soll es weiter ausgerollt werden.

Der Take-away-Test

Green Chefs Take-awayWeniger ist mehr! Vor allem wenn’s um Müll geht. Da gerade Take-away-Geschirr einen großen Teil dazu beitragen, dass die Berge immer weiter wachsen, ist es an uns, hier alternative Lösungen zu finden und anzubieten.

In Stuttgart wird aus diesem Antrieb heraus ein neues Pfandsystem für Take-away-Food getestet. Zehn Restaurants sind mit am Start.

Das Projekt trägt den Namen „Recircle“. Es wurde von einer Greenpeace Gruppe und Cradle2Cradle-Mitgliedern vorgestellt. Zusammen gründeten sie die Mehrweg Initiative Stuttgart (MIS). Recircle bietet die Rebox mit oder ohne Unterteilungen für verschiedene Komponenten eines Gerichts an. Außerdem gibt es auch einen Re-Becher, in dem sich vom Salat bis zum Kaffee alles einfüllen lässt. Und noch einen Vorteil haben die mehrfach verwendbaren Behälter: Das Essen und Trinken schmeckt daraus weitaus besser als aus den gängigen Styroporboxen.

Für einen Betrag von sechs bis zehn Euro können die Gäste die Behältnisse ausleihen und an jedem beliebigen teilnehmenden Restaurant wiederbefüllen lassen.

Das System funktioniert an anderen Standort wie in Bern bereits sehr gut und wird von den Gästen wohlwollend angenommen. Hier hat sich das Mehrwegsystem mit zwölf Restaurants erfolgreich etabliert. Mittlerweile nehmen es in der ganzen Schweiz 70 Gastronomiebetriebe am Kreislaufsystem teil.

Nachahmer sind willkommen!

Seegras zur Dämmung – Meer davon!

Seegras zur Dämmung - Meer davon!

Ganz schön ausgebufft ist die Idee von Nordlicht Jörn Hartje, der das sonst lästig am Strand herumliegende Seegras zur Dämmung für Häuser, Matratzen und Kissen wiederentdeckt hat. Bereits im 18. Jahrhundert setzte man auf Seegras zur Polsterung und Dämmung, mit der Entdeckung von Glaswolle und Styropor geriet der Baustoff aber in Vergessenheit.

Dabei hat Seegras viele Vorteile. Zum einen ist es ökologisch abbaubar, es brennt nicht und verfügt über hervorragende Isoliereigenschaften. Dadurch, dass sich das Material fast unverarbeitet verbauen lässt, hat Seegras eine bessere Ökobilanz als andere Stoffe und ist darüber hinaus resistent gegen Schimmel und Ungeziefer.

Im Vergleich dazu ist die Herstellung herkömmlichen Dämmmaterials deutlich aufwendiger und sehr kostspielig in der Entsorgung. Zudem enthalten viele dieser Baustoffe giftige Zusatzstoffe.

Wie entsteht Seegras?

Seegras zur Dämmung - Meer davon!
Seegras zur Dämmung – Meer davon!

Seegras wächst in 40 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Brechen die Halme ab, spült die Strömung sie an den Strand. Da können schon mal mehrere tausend Tonnen zusammenkommen. Vermischt es sich dann mit Algen, entsteht der typische muffige Geruch – das stört die Tourismusdestinationen. Die toten Pflanzenreste müssen also weg.

Die Entsorgung übernimmt in der Regel die Stadtreinigung. Deshalb müssen Jörn Hartje und sein Team schnell sein und das Seegras vorher einsammeln. Pünktlich um 8 Uhr soll der Ostseestrand nämlich wieder schön sauber sein für die Touristen. Der Wettlauf ist nicht immer einfach, aber machbar. So gut sogar, dass das Geschäft mit dem Seegras zur Dämmung wächst und gedeiht.

Wer bietet Seegras zur Dämmung an?

Auf dieselbe Idee, Seegras zur Dämmung einzusetzen, baut auch Familie Meier mit ihrer Firma Neptu Therm. Das ökologisch zertifizierte Neptungras, wie Seegras auch genannt wird, kommt hier allerdings aus Albanien und Tunesien. Trotz längerer Transportwege ist die Ökobilanz immer noch besser, als bei vergleichbarem Material zum Dämmen.

 

Wir finden die Idee klasse und sind gespannt, welches Hotel oder Restaurant als erstes auf Seegras zur Dämmung setzt. Haltet uns auf dem Laufenden!

Herbert Riffel sorgt für kulinarisches Wohl im Klinikum

Herbert Riffel sorgt für kulinarisches Wohl im Klinikum

Idyllisch unmittelbar am Ufer des Chiemsees liegt das Haus des Medical Park Chiemseeblick. Das Klinikum wurde jetzt mit dem Siegel der Green Chefs ausgezeichnet.

Für das kulinarische und leibliche Wohl der Patienten sorgen Küchenleiter Herbert Riffel und sein Sous Chef Martin Herrmann. Für sie steht das gute und hochwertige Essen ihrer Gäste an oberster Stelle.

Herbert Riffel: „Selbstgemachtes hat Priorität“

Herbert Riffel sorgt für kulinarisches Wohl im Klinikum
Sorgen für das kulinarische Wohl der Patienten: Küchenleiter Herbert Riffel und sein Sous Chef Martin Herrmann

Mit drei Menüs täglich, die sich jede Woche ändern, trumpft die Klinik auf. Ein Fleisch- und Fischgerichte stehen neben vegetarischen oder auch veganen Speisen auf der Tagesordnung. Da zum Lunch Tellergerichte angeboten werden, bietet die Küche unterschiedliche Portionsgrößen je nach Hunger ihrer Gäste an, damit so wenig wie möglich in die Tonne wandert. Frühstück und Abendessen finden dann in Buffetform statt.

Auf Convenience Food wird soweit wie möglich verzichtet, Selbstgemachtes hat bei den Profis Priorität. Herbert ist es wichtig, jeden Vormittag frisch zu kochen und er legt dabei besonderen Wert auf regionale und saisonale Lebensmittel. 80% der Waren beziehen er und die Kollegen vom Großhändler, Spezialitäten wie Chiemseefisch, Käse und Brot kauft er lieber direkt bei Anbietern vor Ort.

Hoch gesteckte Ziele für mehr Nachhaltigkeit

„Gesundwerden und Wohlfühlen in traumhafter Lage“ ist nicht nur der Slogan des Medical Park Chiemseeblick, auch Herbert Riffel versteht dies als sein Ziel. Mit seiner Küche will er einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass es den Patienten gut geht.

Außerdem liegt ein spezielles Augenmerk darauf, die Prozesse stetig zu verbessern. Zwölf Kliniken zählt die Medical Park AG und Herbert hat es sich zum Vorsatz gemacht, ein Vorreiter in Bezug auf Nachhaltigkeit zu sein. So will er die Prozesse für mehr Nachhaltigkeit auf alle Häuser auszurollen. Ein ehrgeiziges Ziel, das der ambitionierte Koch aber sicher erreicht.

Holt euch den Nachhaltigkeitspreis!

Grünes Band für die Green Chefs - Holt euch den Nachhaltigkeitspreis

Der nachhaltige Genuss kommt an. Für euch ist der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie selbstverständlich, ihr übernehmt bereits Verantwortung und setzt euch für mehr Fairness in der Branche ein. Chapeau!

Ihr seid ausgezeichnet!

Grünes Band für die Green Chefs - Holt euch den Nachhaltigkeitspreis
Grünes Band für die Green Chefs – holt euch den Nachhaltigkeitspreis!

Mit dem Siegel der Green Chefs haben wir euren Einsatz für Fairness und Verantwortung in der Gastronomie auch für eure Gäste ersichtlich gemacht. Bei euch essen und trinken sie nicht nur gut, sondern auch mit gutem Gewissen. Der Wunsch nach nachhaltigem Konsum wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen – da sind sich Branchenkenner durch die Bank sicher. Die Bewegung ist bereits in Gang gesetzt und gewinnt Tag für Tag an Dynamik.

Bewerbt euch für den Nachhaltigkeitspreis

Euren Einsatz für mehr Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Geschäft zeichnet auch der Verlag Huss-Medien mit dem Branchenpreis „Grünes Band“ aus. Wer vorbildlich handelt und dabei sowohl soziale als auch wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt, hat beste Chancen, den Preis zu gewinnen. Als Green Chefs Partner erfüllt ihr diese Aspekte ohnehin. Also bewerbt euch bis zum 15. August für die Auszeichnung!

In folgenden Kategorien könnt ihr punkten

Gastronomie & Hotellerie

  • umweltgerechte Architektur und Innenausstattung
  • sparsamer Einsatz der Ressourcen Wasser, Energie und Lebensmittel
  • klimaschonendes Speisen- und Getränkeangebot

Gemeinschaftsgastronomie

  • Energieverbrauch reduzieren
  • Lebensmittelverschwendung verringern
  • Verbesserung der Klimabilanz der Speisen

Eine Fachjury wertet die Bewerbungen aus und nominiert die Preisträger, die in der Sonderausgabe „energie & umwelt“, die der November-Ausgabe der gastronomie & hotellerie sowie GV-kompakt beiliegt, vorgestellt werden. Die Leser stimmen dann für ihre Favoriten ab.

Auf der Fachmesse Intergastra in Stuttgart werden die Gewinner am 4. Februar 2018 während einer festlichen Gala geehrt.

Bewerbt euch jetzt für die Auszeichnung „Grünes Band“!

Lebensmittelverschwendung muss nicht sein

Einer Erhebung des Umweltbundesamtes zufolge, landen in deutschen Gastronomiebetrieben pro Gast und Jahr knapp 23 Kilogramm Lebensmittel in der Tonne. In Sachen Lebensmittelverschwendung besteht also großer Nachholbedarf – und enormes Potenzial.

Verwertung ist alles

Green Chefs LebensmittelverschwendungTrotz strenger Auflagen und Gesetze die Entsorgung von Lebensmittelresten betreffend, ploppen immer wieder neue Möglichkeiten auf, um den eigenen Anteil an der Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren.

Der erste Schritt zu weniger Lebensmittelverschwendung ist eine detaillierte Analyse, wo Reste anfallen und welchen Anteil an der Gesamtheit das ausmacht. Damit habt ihr den Ausgangspunkt zur Reduktion eurer Reste. Sinnvoll ist es, die Daten festzuhalten und regelmäßig zu evaluieren, ob und was sich verändert.

Damit weniger Lebensmittel in der Tonne landen, gibt es einige pfiffige Ansätze. Eine Auswahl möchten wir euch vorstellen:

Reste machen kreativ

Noch nicht verarbeitete Waren, deren Ablaufdatum naht, kommen als „Plat du Jour“ groß raus. Das hält den Kochkopf fit und macht kreativ. Gebt die Aufgabe auch gerne mal an weniger erfahrene Kollegen ab, denn nach unbekanntem Warenkorb zu kochen, ist eine Herausforderung, an der jeder wachsen kann.

Ihr könnt zu viel eingekaufte oder übriggebliebene Lebensmittel aber auch als Menükomponenten vorbereiten und bis zum Verzehr durch Vakuumgaren haltbar machen. Setzt auf Vakuumbeutel statt Weckgläser wie bei Oma. Das spart Platz.

Nachhaltig teilen

Was passiert aber mit Gerichten, die zu viel produziert wurden oder einfach nicht gegessen wurden? Neu am Markt sind dafür Foodsharing Anbieter wie „Too Good to Go“, die die Speisen über eine App weiterverkaufen.

Die Tafel und andere Initiativen, die Lebensmittel an Bedürftige verteilen, holen die nicht verbrauchten Waren tagesgleich ab und bringen sie direkt wieder unter die Leute.

Mit dem Gast an einem Strang ziehen

Das Thema Lebensmittelverschwendung endet nicht in der Küche, sondern nimmt beim Gast erst richtig Fahrt auf. Macht ihnen den Wert der Speisen auf ihrem Teller bewusst, indem ihr ihnen beispielsweise erzählt, woher die Fisch und Fleisch stammen, wo Obst und Gemüse gewachsen sind und warum ihr euch gerade für diese Waren entschieden habt. So können eure Gäste viel bewusster genießen, was ihr für sie zubereitet habt.

Damit aber gar nicht erst unnötigerweise Lebensmittel in der Tonne landen, lohnt sich ein Blick auf eure Portionsgrößen. Bietet euren Gästen lieber an, Beilagen und Co. auf Wunsch nachzulegen. Das zeigt echten Servicegedanken und fördert zudem die Kommunikation zwischen Service und Gast.

Viele Gäste scheuen sich auch noch immer davor, zu fragen, ob sie übrig gebliebene Speisen mit nach Hause nehmen können. Bietet euren Gästen daher aktiv an, Reste für zu Hause einzupacken. Die Initiative „Restlos genießen“, die in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, entstanden ist, bietet hier Hilfestellung in Form der „Beste Reste“ Box. Diese wird aus nachhaltigem Material produziert und lässt sich auch individualisieren.

Unsere Empfehlung: Einfach mal machen und mit gutem Beispiel voran gehen!

Workshop: So gelingt Nachhaltigkeit in der Profiküche

Workshop So gelingt Nachhaltigkeit in der Profiküche

Das Bio Service Team veranstaltet einen eintägigen, kostenlosen Workshop für Gastronomen und GVler, die ihr Wissen über nachhaltige Küche auffrischen wollen. Ihr könnt dabei sein. Die Plätze sind allerdings begrenzt. Die Anmeldung ist noch bis Ende Mai möglich.

Kostenloser Workshop rund um die Bio-Küche

Workshop So gelingt Nachhaltigkeit in der Profiküche
Workshop So gelingt Nachhaltigkeit in der Profiküche

Die Schulung, die am 8. Juni in Hamburg stattfinden wird, richtet sich an Köche, Gastronomen, Verpflegungsverantwortliche und Multiplikatoren der Außer-HausVerpflegung. Die Teilnehmer können hierbei mehr über die Angebotsvielfalt, den Einkauf sowie die Einsatzmöglichkeiten von Bio-Lebensmitteln erfahren.

Wie lässt sich nachhaltige Küche im Alltag umsetzen? Was ist bei der Kalkulation zu beachten? Was macht nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus, welche Unterschiede gibt es seitens Geschmack und Verarbeitung? Welche Kriterien sollten Lieferanten erfüllen? Was ist bei der Speisekarte zu beachten? Diesen Fragen gehen die Teilnehmer sowohl theoretisch, aber vor allem praktisch auf den Grund.

Leiten werden den Workshop Eva-Maria Huber, Bio Service Team GmbH, Iris Lange-Fricke und Tina Zurek, Ökomarkt e.V. Hamburg sowie Thorsten Bunge, Nabuko Bio-Großverbraucherservice und Tino Nagel, Naturkost Nord.

Diese Weiterbildungsveranstaltung ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), initiiert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Zur Anmeldung

Bier – das nachhaltige, flüssige Brot

Zehn Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Jahr in Deutschland im Müll. Zwei Millionen Tonnen der weggeworfenen Lebensmittel sind nach WWF-Angaben aus Getreide. Es handelt sich also vor allem um Brot- und Backwaren. Nach alter Tradition lässt sich aus altem Brot aber noch süffiges Bier brauen. Ein Schweizer Unternehmen sorgt jetzt dafür, dass das wieder in aller Munde ist.

Bier-Brauer sind Lebensmittelretter

Brot, das eigentlich für den Abfall bestimmt ist, Green Chefs Bierwird oftmals zu Tierfutter verarbeitet. Doch
mittlerweile gibt es auch noch andere Methoden es zu verwerten: Für Bier sind diese „Reste“ nämlich die perfekte Basis.

Das gesammelte Brot wird dafür getrocknet und gemahlen und mit Wasser, Hefe, Hopfen und Gerstenmalz zu Bier gebraut. Das Brot ersetzt somit 30 Prozent des Braumalzes und wird während des Braupozess zu vergärbarem Zucker. Mit dieser Methode lassen sich auf 100 Liter Bier 8 Kilogramm unverkauftes Brot verarbeiten.

Tradition ist „in“

Ganz neu ist diese Methode , die ein Schweizer Unternehmen nun wieder „en vogue“ werden lässt, nicht. Das sogenannte „Kwas“ oder auch квас (russisch), gibt es schon länger. Es handelt sich hierbei um ein ostslawisches Getränk, welches heutzutage vorwiegend in Russland und im Osteuropäischen Raum verbreitet ist.

Die Rückbesinnung auf diese alten Traditionen sind derzeit nicht nur schwer angesagt und reduzieren den Anteil an Lebensmitteln, die sonst ungenutzt in der Tonne landen – sie wird mit der richtigen Kommunikation zu einem echten Wiedererkennungswert.

Unsere Empfehlung: Ausprobieren!

Gemüse ohne Plastik

Gurken im Plastikkleid – das ist praktisch, klar! Plastik schützt die Grünlinge vor Faulgasen der Nachbarsgurke, sie ist erst mal immun. Aber muss die Plastikverpackung um Obst und Gemüse wirklich sein?

Untersuchungen ergeben immer wieder, wie hoch die Keimbelastung von in Plastikverpackungen geliefertem Obst und Gemüse ist. Besser für Mensch und Umwelt ist der regionale Bezug von Ost und Gemüse – zum Beispiels vom Biobauern eures Vertrauens.

Gemüse ohne Plastikkleid steht euch besser

Gemüse ohne Plastik-Kleid steht euch besser
Gemüse ohne Plastik-Kleid steht euch besser

Die Umstellung weg von der Plastikverpackung ist gerade, wenn man im Regelfall vom Großanbieter bezieht, nicht leicht – und zieht zig Diskussionen mit den Lieferanten nach sich. Je mehr Gastronomen aber unverpacktes Gemüse und Obst nachfragen, desto wahrscheinlich ist es, dass sich am Markt etwas tut. Umdenken beginnt in einem Kopf und gute Ideen verbreiten sich dann wie ein Lauffeuer. Seid Teil davon! Werdet aktiv, nehmt den Ist-Zustand nicht einfach hin. Fragt nach und informiert euch.

Kein Plastik ist die Lösung

Schon heute gibt es Großanbieter, die Plastik vermeiden und Alternativen bieten. Allerdings ist selbst Bio-Plastik, das beispielsweise aus Maisstärke hergestellt wird, keine echte Lösung. Hierfür wird zwar auf Erdöl zur Herstellung verzichtet, allerdings ist der Ressourcenbedarf für den Anbau der Ersatzstoffe recht hoch. Vorteile hat Bio-Plastik erst nach dem Gebrauch, da es innerhalb kurzer Zeit verrottbar sein soll.

Besser ist es daher, weitestgehend auf Plastik zu verzichten. Da die Plastikverpackung vor allem auf langen Transportwegen schützen soll, ist es mehr als naheliegend, saisonales Gemüse und Obst möglichst wenig durch die Gegend fahren zu lassen und direkt von Anbietern vor Ort zu kaufen.

Was wann Saison hat, erfahrt ihr hier.