Langsam aber sicher bricht wieder die Zeit an, in der Musikfans ihren Bollerwagen auf Hochglanz bringen, sich mit Bier und Ravioli eindecken und eckige Buchstaben aus Klebestreifen am Auto anbringen. Die Festivalsaison steht vor der Tür!
Nachdem vergnügte Menschenmassen einige Tage lang bei guter Musik im Schlamm getanzt haben, gleicht das Festivalgelände jedoch meist einem Schlachtfeld. Den Müllpfandsystemen der Organisatoren können viele Festivalgänger kaum noch etwas abgewinnen; zu anstrengend waren die vergangenen Tage, um jetzt noch Müll zu sammeln.
Doch warum nicht einfach von der anderen Seite herangehen. Wie wäre es zum Beispiel mit Geschirr, das kompostierbar ist? Das junge Berliner Unternehmen leef bietet mit Tellern aus Palmblättern eine Möglichkeit, den Festivalküchenschrank mit Naturprodukten auszustatten.
Geschirr, das verwelkt
Die Teller werden aus natürlich gefallenen Blättern der Arekapalme hergestellt, die in Asien wegen ihrer Nüsse angebaut wird. Im gesamten Produktionsprozess achtet leef auf einen verantwortungsvollen und fairen Umgang mit Mensch und Umwelt. Am Ende entsteht durch und durch nachhaltiges Naturgeschirr, das nach dem Gebrauch bedenkenlos in der Umwelt zurückgelassen werden kann. Nach spätestens drei Monaten ist es verschwunden, dafür sorgt Mutti Natur.
Blattgeschirr für Grillparty und Streetfood
Recyclebares Geschirr eignet sich aber nicht nur für müllsammelfaule Festivalgänger. Immerhin klopft bald der Sommer an die Tür und weckt die Lust nach Grillpartys im Grünen. Für Gastronomen, die den Sommer mit Freiluftevents aufpeppen wollen, ist Blattgeschirr eine gute Alternative zu herkömmlichen Einwegtellern. Denn das Blattservice findet nicht nur binnen drei Monaten seinen Weg zurück in den Kreislauf der Natur, sondern sticht durch sein Design auch optisch die Kollegen Pappe und Plastik aus.
Natürlich verträgt sich kompostierbares Geschirr auch prächtig mit Streetfood. Für einen verantwortungsvollen Streetfoodler lohnt sich die Investition allemal – und auch der Kunde dankt es, denn er kann mit gutem Gewissen schlemmen.


Im Restaurant Feldhof können Gäste aber nicht nur hervorragend essen. Ob Comedy, Konzert oder Cocktail Tasting – jeden Samstag wartet das Restaurant mit einer geballten Ladung Kultur auf. Die Veranstaltungen inspirieren auch den Küchenchef: Er sorgt mit einem dem Anlass entsprechenden Menü für das leibliche Wohl.
Das Team rund um Küchenchef Markus Kunz besteht aus jungen Menschen mit abgeschlossener Ausbildung in der Gastronomie. In ihrer Küche wird Frische groß geschrieben; so setzen sie wann immer es geht auf Produkte aus der Region und aus ökologischem Anbau.
Ein glücklicher Mülleimer ist der, der am Ende des Tages möglichst leer ist. Natürlich funktioniert das nicht immer, das muss sich selbst der grünste Green Chef eingestehen. Doch eine weitgehend vollständige Resteverwertung gehört in der bewussten, verantwortungsvollen Küche zum Konzept.


Für Thomas Kollmer steht neben dem Königskunden die sinnvolle Arbeit mit Lebensmitteln im Fokus. Daher wählt er für seine Caterings ausschließlich saisonale Zutaten aus der Region. Reste gibt es dabei kaum, denn die verwertet er weiter.
Um Reste von Anfang an zu vermeiden, achtet Dirk auf die genaue Einhaltung der vorgegebenen Rezepturen. So kann er exakt planen und einkaufen, damit nichts übrig bleibt und in die Tonne wandert. Seine Lieferanten hält er zudem dazu an, wiederverwendbare Satten zu verwenden, denn das spart Verpackungsmüll.

Es mag vorkommen, dass eine Kartoffel auch mal 101 Kilometer wandert, bevor sie in Frank Buthmanns Küche landet. Doch so richtig die Augen zukneifen, das macht der Koch nur selten. Zum Beispiel bei Fisch, denn das Meer ist beim Kleinen Haus Linum nun mal nicht um die Ecke.