Transgourmet und Green Chefs: Partnerschaft geht in die Verlängerung

Transgourmet und Green Chefs - Partnerschaft geht in die Verlängerung

Warum damit aufhören, wenn es gut läuft, haben sich die Jungs und Mädels bei Transgourmet gedacht und die Unterstützung der Green Chefs um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Marke Ursprung oder Vonatur bzw. Origine, wie sie in Österreich und in der Schweiz genannt wird, stehen Gastronomen Informationen über die Produzenten in einer Tiefe und Detailverliebtheit zur Verfügung, die einzigartig ist.

Den Einsatz für mehr Transparenz bei der Warenbeschaffung und eine klarere Kommunikation bis an den Tisch schätzen nicht nur die Gäste. Auch wir von den Green Chefs sehen darin großes Potenzial für die Branche und freuen uns daher umso mehr, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Transgourmet fortgesetzt wird.

Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen

Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen 
Ursprung-Geschichten zum Weitererzählen

Wie wächst das Lübchiner Strohschwein im Stall von Torsten Roder auf? Wie erleben Alm-Rinder den Bergaufstieg mit Monika Grillitsch? Was macht die Hühner-Zucht von Franz Schemmer so besonders? Und warum ist das Gänseleben bei Olaf Gutzeit so lebenswert? Jede Ursprung-Partnergeschichte ist auf der Website nachzulesen und animiert einfach zum Weitererzählen. Genau darin besteht die große Stärke von Transgourmet Ursprung.

Aber auch mit Gemüse, Obst und allem, was die Fischer aus Teichen und Seen angeln, kennen sich die Leute bei Transgourmet bestens aus. Ihr Wissen geben sie in Seminaren und auf Studienreisen weiter. Dabei lässt Transgourmet Gastronomen am Leben der Landwirte, Fisch- und Viehzüchter teilhaben, die ihre Geschichten gerne weitererzählen. Das ist einzigartig und schließt eine Lücke zwischen Handel und Gastronomie.

Wer mal mit auf Reisen gehen möchte, wendet sich am besten direkt an Christian Drexler, der bei Transgourmet alle auf dem Nachhaltigkeitskurs hält.

Transparente Kommunikation bis zum Gast

Durch die Studienreise zum Produzenten von Fisch, Fleisch und Gemüse können Köche und Gastronomen sich noch intensiver mit den Waren beschäftigen, die sie ihren Gästen anbieten. Dieser Mehrwert zählt vor und hinter dem Pass und insbesondere die Gäste honorieren den Einsatz mit Vertrauen und Treue.

Green Chefs Partner wissen, dass es sich  für Gastronomen, Gäste und Gesellschaft gleichermaßen lohnt, auf eine transparente und gelebte Nachhaltigkeitsstrategie zu setzen.

Nachhaltigkeitswerte auf den Tisch bringen

GOOD - BETTER - BEST - Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung - Vonatur - Origine
Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung – Vonatur – Origine

Um eine nachvollziehbare und transparente Kommunikation gewährleisten zu können, hat Transgourmet unter Ursprung, Vonatur und Origine Standards definiert. Jedes Produkt, das unter der Marke vertrieben wird, muss durch den Prüfungsprozess und wird in ein 3-Level Rating-System aufgeteilt: Good – Better – Best.

Dem liegen Kriterien von etablierten Labels und Standards wie Bio, dem Label des Deutschen Tierschutzbundes oder Naturland zugrunde. Alle Mitwirkenden wie Landwirte oder Züchter werden dafür regelmäßig besucht und kontrolliert, um die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien sicherzustellen.

Die Partnerschaft geht in die Verlängerung

Transgourmet Ursprung und Green Chefs – das passt einfach. Daher stoßen wir jetzt auf ein weiteres gemeinsames Jahr an. Prost!

Nachhaltige Küche in der GV

Nachhaltige Küche in der GV

Eine verantwortungsvolle, nachhaltige Küche wird immer mehr zum Image- und damit zum Erfolgsfaktor. Green Chefs wissen das und kaufen ihre Waren daher fair und möglichst regional ein. Mit ihren Lieferanten arbeiten sie partnerschaftlich zusammen. Man kennt sich, man schätzt sich, man kann sich aufeinander verlassen. Auch das ist Nachhaltigkeit.

Wie funktioniert die nachhaltige Küche?

Nachhaltige Küche in der GVWie Nachhaltigkeit auch in der Großküche funktionieren kann, zeigen Green Chefs Partner wie Gilbert Bielen und Frank Ebeling. Aber auch Zulieferer wie Transgourmet tragen ihren Teil zu mehr Nachhaltigkeit in der Küche bei. In einem neuen Workshop zeigt Transgourmet, welche Mehrwerte dies bietet und wie man entsprechende Prozesse zu tragbaren Kosten realisiert.

„Nachhaltigkeit aufgetischt“ – Seminar mit Transgourmet

Unter dem Titel „Nachhaltig aufgetischt – mehr Erfolg durch Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt“ wird es ab Juni 2018 an aktuell sieben Seminarterminen um Theorie und Praxis nachhaltiger Küchenprozesse gehen.

Woran erkenne ich fair und nachhaltig produzierte Waren? Wie setze ich nachhaltige Prozesse und Rezepturen am besten um und gehe erste Schritte in Richtung eines sinnvoll funktionierenden Nachhaltigkeitsmanagements? Wie kommuniziere ich das Thema nachhaltige Küche effektiv an meine Gäste und innerhalb des Betriebes oder meiner Einrichtung?

Fragen wie diese stehen im Zentrum der einzelnen Module, die während des Seminartages behandelt werden. Dabei wird ebenfalls thematisiert, welche Hürden auf den Koch oder Gastronom zukommen können und wie sich herausfinden lässt, was den eigenen Gästen und auch den Mitarbeitern überhaupt wichtig ist.

Nicht zuletzt gehören auch die Themen Energie und Klima zu den Grundlagen der nachhaltigen Küche. Aufgelockert und ergänzt werden die Fachinformationen durch Best-Practice-Beispiele und durch die Beantwortung von Fragen der Teilnehmer.

Metzgern: Warum das Schlachterhandwerk Ehrensache ist

Metzgern - Warum das Schlachterhandwerk Ehrensache ist

In der schwäbischen Alb an der Grenze zum Schwarzwald, im kleinen Ort Gruol, hat die Firma Albfood ihren Sitz. Hier werden Fleisch- und Wurstwaren hergestellt – und das schon in vierter Generation. Die Schlachtung gehört beim Metzgern einfach dazu und ist Ehrensache für die Männer, die hier arbeiten.

Respekt vor Tier und Mitarbeitern

Alexander Siedler ist der kaufmännische Leiter der Schlachterei Albfood und eine waschechte schwäbische Frohnatur. Zusammen mit seinem Bruder Klemens, der das Metzgern noch vom Großvater gelernt hat, führt er den Familienbetrieb. Die Rezepturen für ihre Fleischspezialitäten entwickelt Klemens Siedler alle selbst. Beide Männer sind sichtlich stolz auf ihre Handwerkswaren und dass sie vom Mastbetrieb, über die Schlachtung, die Zerlegung und Verarbeitung, bis hin zur fertigen Wurst alles selbst machen.

Alexander und Klemens arbeiten mit einem kleinen Team von acht Metzgern, die alle samt hier im Albfood-Betrieb ausgebildet wurden und teilweise schon seit über 40 Jahren dabei sind. Gründlichkeit, die Lust an der Arbeit und der Respekt vor Tier und Mitarbeitern sind die wichtigsten Zutaten zum Erfolg. 

Metzgern: Montag ist Schlachttag

Schweine leben anch 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes
Schweine leben anch 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes

Jeden Montag werden die Schweine, die bei Silvia und Leander Schreiner im Nachbarort aufwachsen, geschlachtet und verarbeitet. Die Tiere kommen werden nach dem 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes gehalten. Das bedeutet mehr Platz im Stall, planbefestigte Liegeflächen statt Vollspalten, natürliches Licht und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Holzspielzeuge und Stroh. Das Futter wie Gerste, Weizen, Raps und Soja wird größtenteils auf den umliegenden Feldern produziert.

Auf dem Weg zur Schlachtung sind die Schweine sehr gelassen. Immer drei gleichzeitig. Mit einer elektrischen Zange werden die Tiere betäubt und schließlich mit einem gezielten Stich ausgeblutet. Der Prozess verläuft ruhig, routiniert und gründlich. Jeder Handgriff sitzt. Im Anschluss werden die Schweine grob zerlegt und für die Verarbeitung vorbereitet.

„Wir verarbeiten warm. Daher brauchen wir keine Phosphate. Seit Jahrzehnten machen wir das schon so.“ – Klemens Siedler

Vom Rüssel bis zur Schwanzspitze

Die Metzger gehen dabei mit dem Tier. Das heißt, von der Schlachtung bis zum fertigen Produkt sind immer die gleichen Metzger involviert. Viele Betriebe würden nur noch verarbeiten, sagt Klemens Siedler, das Schlachten würde häufig ausgelagert. Doch den Metzgern würde ohne das Schlachten etwas fehlen, ist er überzeugt.

„Ich bin Metzger und kein Florist.“ – Rolf, Metzger und seit über 40 Jahren dabei

Verarbeitet wird das ganze Tier. Der Kopf zum Beispiel wird gebrüht und kommt mit in die Leberwurst. „Es gibt kein besseres Gewürz als dieses“, weiß Klemens Siedler.

Immer neue Ideen dürfen ausprobiert und getestet werden. Was gleich bleibt ist die Dankbarkeit dem Tier gegenüber. Diese wird durch Gründlichkeit und Ruhe bei der Schlachtung und Verarbeitung gezollt. Das macht den großen Unterschied zur konventionellen Schlachtung aus. Hier bleiben den Schlachter gerade mal zwei Sekunden pro Tier.

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Jeder Wald muss bejagt werden. Doch wie das Wild aufwächst und später erlegt wird, macht allerdings nicht nur einen großen Unterschied für die Tiere, sondern auch für die Qualität des Fleisches. Das weiß kaum einer besser als Dirk Klüdtke, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Wildmanufaktur.

Waidgerchte Jagd für die Wildmanufaktur

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd
Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Das in der Wildmanufaktur verarbeitete Wild stammt aus dem Naturpark Schwinzer und aus der Nossentiner Heide in Mecklenburg sowie angrenzenden Gebieten. Die Mecklenburgischen Wälder gehören zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland und bieten dem Wild perfekte Bedingungen, um ungestört aufzuwachsen.

Dirk Klüdtke achtet penibel darauf, dass sein Wild waidgerecht erlegt wurde und möglichst keine Drück- und Treibjagden erdulden musste. Ihren Jägern, mit denen die Wildmanufaktur seit Jahren zusammen arbeitet, zahlt das Unternehmen faire Preise. So wird den Jägern der wirtschaftliche Druck genommen. Zudem macht das die Jagd nachhaltiger.

Wild hängt im eigenen Fell ab

Nach dem Erlegen kommt das Wild direkt in eine Kühlkammer. Das Fell behalten die erlegten Tiere erst einmal an.  Darin unterscheidet die Wildmanufaktur sich von einem konventionellen Schlachthof. Übrigens: Das Fell von Rehen riecht nach… nichts.

Nachdem das Fell entfernt wurde, kann mit dem Zerlegen begonnen werden. Die Edelteile werden ausgelöst, alles andere geht in die hauseigene Wurstproduktion.

Die meisten der Metzger, die in der Manufaktur die Tiere zerlegen, sind selbst Jäger und wissen, worauf es bei der waidgerechten Jagd und beim Zerlegen ankommt. In den Reiferäume entfalten Salamis und Schinken ihren Geschmack.

Bio-Gemüse aus der Region

Bio-Gemüse aus der Region

„Ein Mensch sollte das tun, wozu er sich berufen fühlt.“ So sieht es Bauer Thomas Zell vom Biolandhof Ackerlei. Mit genau dieser Leidenschaft sorgt er dafür, dass Bio-Gemüse wie Karotten, Beete und Pastinaken bei ihm prächtig wachsen und gedeihen.

Bio-Gemüse aus Hessen

Thomas Zell vom Biolandhof AckerleiMit ansteckendem Idealismus und einer unglaublichen Herzlichkeit führt Thomas Zell den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Rebekka. Begonnen haben sie vor 20 Jahren einst mit 1,5 Hektar Ackerfläche und sind seitdem organisch gewachsen. Immer in Maßen, immer mit der Natur.

Auch Tiere leben seit einigen Jahren auf dem Hof von Thomas Zell und komplettieren so den gesunden Betriebskreislauf. In einem geräumigen Stall hausen Ferkel zusammen mit ausgewachsene Schweine. Eher unüblich für die Schweinezucht, aber bei Thomas Zell funktioniert das erstaunlich gut. Das liegt vor allem daran, dass die Tiere viel Platz und Auslauf genießen.

Tiere komplettieren den biologischen Betriebskreislauf

Doch die Schweine leben nicht rein zum Vergnügen auf dem Bio-Hof. Ihr Job ist die Verwertung des Restgemüses und Abgabe ihres Mistes zum Düngen der Felder. Einmal die Woche wird dann auf dem Hof von Thomas Zell geschlachtet und die Wurst und Fleischwaren im eigenen Hofladen verkauft. Ein rund um rundes Konzept. Chapeau!

So leben die Pommerschen Weidegänse

Pommersche Weidegans - Transgourmet Ursprung

Ihr Geschnatter ist schon Weitem zu hören. Freilich ist nicht von Klatschbasen die Rede, sondern von den Herden Pommerscher Weidegänse, die es in der Nähe des Örtchens Glasin bei Landwirt Bentrup ausgesprochen gut hat. Hier können sie sich auf der großen Auslauffläche in Scharen tummeln, jede Menge frisches Gras rupfen und haben vor allem Zeit zum Wachsen.

Das ist heute leider nicht mehr Gang und Gäbe. Unter der Aufsicht von Betriebsleiter Olaf Gutzeit läuft es daher anders. Das wissen auch seine Kunden, Gastronomen aus dem gesamten Umland und auch darüber hinaus, zu schätzen.

Viel Auslauf und frisches Grün für die Pommerschen Weidegänse

Pommersche Weidegänse - Transgourmet Ursprung - Green Chefs
Auslauf ohne Ende für die Pommerschen Weidegänse

Eine Gans vom Glasiner Landboden kostet zwar mehr als ein Tier aus konventioneller Zucht, aber das ist es allemal wert: Die Tiere haben wesentlich mehr Zeit zum Wachsen und ernähren sich hauptsächlich vom Gras der Weiden. Da die Gänsen den ganzen Tag in Bewegung sind, bilden sich Muskeln stärker aus und der Fettanteil ist geringer, was wiederum der Qualität und dem Geschmack des Fleisches zugute kommt.

Leben im Herdenverband

Naturgemäß leben Gänse monogam. Verstirbt ein Partner, lebt der Witwer oder die Witwe bis zum Tod alleine. Bei der Zucht wird daher auf eine frühe Verpaarung eines Ganters mit mehreren Gänsen gesetzt. Daher kommen auf einen Ganter in der Regel fünf bis acht Gänse.

Alle zwei Wochen ziehen die Pommerschen Weidegänse auf eine frische Wiese, auf der sie in gemächlichem Tempo ihre Runden drehen und sich am satten Grün gütlich tun. Den Überblick behalten neben Olaf Gutzeit die Ganter der Herde. Jeder passt hier auf seine Gruppe Mädels auf. 

Regionale Schlachtung ist selbstverständlich

In der Mecklenburgischen Landwirtschaft wird Regionalität groß geschrieben, die Schlachtung der Gänse erfolgt daher in einem lokalen Betrieb. Die Transportwege können dadurch kurz gehalten und der Stress für die Tiere damit minimiert werden. Auch das ist ausschlaggebend für die Qualität des Fleisches.

Gefragt: Gänsebraten lädt zum Schlemmen ein

Zur Herbstküche und später in der Weihnachtszeit ist zarter Gänsebraten ein gern gesehenes Gericht. Wer dies seinen Gästen anbieten möchte, sollte sich im Vorfeld bereits eine gewisse Anzahl an Gänsen reservieren.

Von Hahn und Henne – nachhaltige Hühner-Zucht

Von Hahn und Henne - nachhaltige Hühner-Zucht

Kaum einer weiß, wie Hühner ohne die lenkende Hand des Menschen leben. Franz Schemmer aus Wurmannsquick, einem malerischen Dorf bei Straubing in Niederbayern, bildet da eine Ausnahme. Auf seinem Hof leben Hühner und Hähne der Ranger-Rasse nämlich annähernd so wie es beim Urhuhn gewesen sein muss. Hier wird nachhaltige Hühnerzucht gelebt.

Back to nature – so geht faire Hühner-Zucht

Von Hahn und Henne - nachhaltige Hühner-Zucht
Von Hahn und Henne – nachhaltige Hühner-Zucht (Foto: Transgourmet – Ursprung)

In einem gut belüfteten und geräumigen Stall hinter dem Hauptgebäude des Bauernhofs scharren seine Weißgefiederten im Einstreu und gackern dabei energisch. Hier haben sie dreißig Prozent mehr Platz und deutlich länger Zeit zum Wachsen. Ganz andere Verhältnisse also im Vergleich zur konventionellen Haltung. 

„Bei uns gibt ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere“, so Schemmer. „Sie können hier spielen, rangeln, scharren, bleiben gesund und brauchen keinerlei Antibiotika“, führt er weiter aus. „Diese Haltung macht schlicht und ergreifend Sinn. Nicht nur für das Tier, sondern auch für uns, die Landwirte. Man geht einfach mit Stolz und einer anderen Einstellung in den Stall. Es macht Freude.“ Die Geflügelzucht ist neben Ackerbau, Forst und Bullenmast seit Jahren fester Bestandteil des Hoflebens der Schemmers. 

Futterproduktion, Hühner-Zucht und Schlachtung unter einem Dach

Im Hühnerstall herrscht weder Hektik noch Stress unter den Tieren. Hühner und Hähne wachsen miteinander auf – hier wird nicht nach Geschlechtern sortiert. Zu fressen gibt es überwiegend Regionales. Getreide, Raps und sonstiges Futter werden selbst angebaut. Nur Soja hat noch einen langen Weg hinter sich. Noch! Denn daran tüftelt Bauer Schemmer bereits. Er will Soja auf den eigenen Feldern für sein Federvieh anpflanzen. Dann funktioniert die Futterversorgung  vollkommen autark.

Transgourmet – Nachhaltigkeit hoch 3

Für Köche und Gastronomen wird es immer wichtiger zu wissen, woher die Lebensmittel kommen, die sie einkaufen und in ihrer Küche verarbeiten. Beste Produktqualität ist für einen Koch mit Stolz Ehrensache. Dafür sind nicht nur die Eigenschaften der Waren entscheidend, sondern ebenso die Art und Weise, wie die Waren hergestellt wurden. Auch die Gäste hinterfragen das immer häufiger.

Ursprung, Vonatur & Origine

Transgourmet - Nachhaltigkeit hoch 3Unter welchen Bedingungen sind Schwein und Henne aufgewachsen? Wie lassen sich hochmodernisierte Viehzucht und artgerechte Haltung miteinander vereinbaren? Wie lange dauert es eigentlich, einen Fisch aufzuziehen? Und woher stammen Kartoffeln, Kürbis und Karotte? Diese Fragen beantwortet Transgourmet Ursprung in Deutschland, Vonatur in Österreich und Origine in der Schweiz. Produkte aus traditioneller Regionallandwirtschaft stehen dabei im Fokus.

Transparente Kommunikation bis zum Gast

Transgourmet lässt Gastronomen teilhaben am Leben der Landwirte, Fisch- und Viehzüchter, erzählt ihre Geschichten und lädt sogar dazu ein, sich die Betriebe selbst anzuschauen. Das ist einzigartig und schließt damit eine Lücke zwischen Handel und Gastronomie.

Für Köche und Gastronomen hat dies einen weiteren Vorteil. Denn nicht nur sie sind besser über die Lebensmittel in ihrer Küche informiert, sie können auch gegenüber ihren Gästen mit diesem Wissen punkten. Die Gäste honorieren diesen Service nicht nur mit Vertrauen, sondern sind dafür auch durchaus bereit, mehr zu zahlen. Es lohnt sich also gleich mehrfach – für Gastronomen, Gäste und Gesellschaft – auf eine transparente und gelebte Nachhaltigkeitsstrategie zu setzen.

Nachhaltigkeitswerte auf den Tisch bringen

GOOD - BETTER - BEST - Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung - Vonatur - Origine
Nachhaltigkeitskriterien nach Transgourmet Ursprung – Vonatur – Origine

Durch klar definierte Standards sichert Transgourmet unter Ursprung, Vonatur und Origine eine transparente und nachvollziehbare Nachhaltigkeitskommunikation. Dafür werden alle Produkte der Nachhaltigkeitsmarken in ein 3-Level Rating-System aufgeteilt: Good – Better – Best.

Dabei legt das Unternehmen Kriterien von etablierten Labels und Standards wie Bio, dem Label des Deutschen Tierschutzbundes oder Naturland zugrunde. Alle Mitwirkenden wie Landwirte oder Züchter werden dafür regelmäßig besucht und kontrolliert, um die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien sicherzustellen.

Kooperation mit den Green Chefs

Unter den Marken Ursprung, Vonatur und Origine vereint Transgourmet nicht nur nachhaltig hergestellte Produkte, sondern leistet mit der transparenten Kommunikation darum herum auch hervorragende Aufklärungsarbeit in der DACH-Region. Als Supporter der Green Chefs unterstützt Transgourmet das Netzwerk und gewährt weitere Einblicken in die Welt der nachhaltig agierenden Produzenten und in einen fairen Handel.

Jetzt mitmachen: Faire Woche 2017

Fairer Handel, verantwortungsvoller Einkauf - Faire Woche

Die Verwendung regionaler Produkte der Saison ist mehr als ein Trend. Bei Fleisch und Gemüse ist das leicht. Produzenten und Lieferanten vor Ort sind auch schnell gefunden. Manch ein Green Chef zieht und züchtet sogar selbst. Doch bei Produkten wie Kaffee oder Schokolade kommen sogar die findigsten Gastronomen an ihre Grenzen. Hier sind sie auf Zulieferer mit den richtigen Kontakten angewiesen, die ihnen Waren anbieten, die sowohl fair produziert sowie gehandelt werden.

Fairer Handel, verantwortungsvoller Einkauf

Fairer Handel, verantwortungsvoller Einkauf - Faire Woche
Fairer Handel, verantwortungsvoller Einkauf – Faire Woche

Green Chefs, die sich Fairness und Verantwortung in der Gastronomie auf die Fahnen geschrieben haben, wissen, dass faires und verantwortungsvolles Handeln nicht nur die Arbeitszeiten und die Bezahlung der Mitarbeiter und Kollegen, sondern eben auch die der Produzenten betrifft. Ihr Engagement können sie vom 15. bis 29. September 2017 im Rahmen der 16. Fairen Woche unter Beweis stellen. Dabei ist es ganz gleich, ob sie in der Gemeinschaftsverpflegung oder Restaurants, in Hotels oder Gaststätten den Kochlöffel schwingen, eine Kochschule führen, als freie Köche tätig oder als Caterer unterwegs sind. Alle können mitmachen und ihren Beitrag leisten.

Der Erfolg der Fairen Woche hängt ganz wesentlich davon ab, dass möglichst viele lokale Veranstaltungen zum Fairen Handel realisiert werden. Insgesamt rechnen die Veranstalter 2.000 Events während der Fairen Woche. Sie unterstützen die Teilnehmer auch mit Infomaterialien für ihre Gäste, geben Tipps zur Umsetzung und Empfehlungen für eine faire Speisekarte. 

Faire Woche 2017: Gäste kommen aus aller Welt

Zum 16. Mal findet die Faire Woche in der zweiten Septemberhälfte statt. In diesem Jahr werden die wirtschaftlichen Perspektiven für die Produzenten und Rohstofflieferanten im Globalen Süden in den Mittelpunkt gerückt. Dafür sind Vertreter aus Kolumbien, Ecuador, Uganda, Nepal und Palästina eingeladen, um bundesweit Vorträge zu halten und Gespräche mit Politikern und Journalisten zu führen.

Der Faire Handel schafft durch die Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten Perspektiven für die Produzenten.

Wie die Alm-Rinder die Berge erklimmen

Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder - Transgourmet Ursprung

Das idyllische Bild des Alm-Rindes lebt, ist somit noch immer Realität. Auf der St. Peterer Alm zum Beispiel haben die Braunviecher viel Auslauf und die Bewegung sorgt für die vom Züchter gewünschte intramuskuläre Fetteinlagerung. Doch der Weg bis rauf auf die Alm ist ein hartes Stück Arbeit mit mit Gefahren ebenso für die Tiere wie für die Menschen, die sie hochtreiben, verbunden.

Lohnt sich die Almhaltung?

Angekommen auf der Alm - Transgourmet Ursprung
Angekommen auf der Alm (Foto: Transgourmet – Ursprung)

Um als „gealptes Rind“ zu gelten, müssen die Tiere mindestens 60 Tage im Jahr auf der Alm verbringen. Das raue Klima macht ihnen aber nichts aus. Ganz im Gegenteil. In den Alm-Gefilden gedeihen neben Vierbeinern auch Wildkräuter besonders gut. Auf diese stehen die Alm-Rinder nicht nur im wahrsten Sinne, sie fressen sie auch gerne. Ihrer Milch, die später zu Käse weiterverarbeitet wird, und dem Fleisch der Tiere verleiht das einen intensiveren Geschmack, wie Kenner sagen.

Thomas Lassarus ist einer dieser Kenner. Er ist Vermarktungspartner der Agrargemeinschaft Petereralm. Lassarus kommt aus dem Nachbarort und ist mit den Bauern vor Ort auf Du und Du. Manchmal begleitet er die Viehzüchter auf ihrem Marsch in die Alm und geht ihnen beim Auftrieb zur Hand. Dieser erstreckt sich auf der St. Peterer Alm schon mal über mehrere Kilometer und birgt einige Risiken.

Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder

Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder - Transgourmet Ursprung
Der beschwerliche Weg der Alm-Rinder – Transgourmet Ursprung

Die Bauern meistern den Almauftrieb meist noch mit der ganzen Familie. Alle sind währenddessen leicht angespannt. Es sind junge Tiere dabei, die ausbrechen und in die Wälder laufen könnten. Ein Knochenjob für alle Beteiligten! „Es ist fast wie beim Rodeo, wenn die Jungtiere ausbüchsen“, erzählt Lassarus. „Es ist eine schweißtreibende Arbeit. Aber bislang ging noch immer alles gut aus.“ Aus seiner Sicht ist die Almhaltung die beste Wahl für die Braunviecher.