Verpackungsmüll? Geht doch auch ohne.

Verpackungsmüll? Es geht auch ohne.

Plastik hier, Plastik da – doch Plastik ist längst nicht mehr wunderbar. Das erkennen immer mehr Menschen und verzichten bewusst auf Plastik.

Von Bulk Shopping bis Unverpacktheit

In der Einkaufswelt hat sich das „Bulk Shopping“ einen Namen gemacht. Lebensmittel werden hier in großen Behältern, den Bulk Bins, lose zum Verkauf angeboten. Der Kunde kann sich die benötigte Menge ganz einfach in mitgebrachte Behältnisse abfüllen.
Meist sind es kleine Läden, die das Prinzip des Bulk Shoppings verfolgen. Einige verschreiben sich dabei für ihr gesamtes Sortiment der „Unverpacktheit“; zum Beispiel Milena Glimbovskis „original unverpackt“ in Berlin.

Aus der Frischetheke in die eigene Box

Aber auch in großen Supermärkten bleibt verpackungsfreier Verkauf nicht unbeachtet. Das beweist Dieter Hieber, seines Zeichens Besitzer von 12 Edeka-Filialen in Baden-Württemberg.

Die moderne Frischtheke verzichtet auf VerpackungsmüllIrgendwann, in einer ruhigen Stunde auf dem Sofa, stieg ihm der Einwegverpackungswahn zu Kopfe und er beschloss: Das Plastik muss weg! Er musste einige Hürden bewältigen – vor allem die Hygienevorschriften zwangen ihn zu mehrfachem Umdenken – bevor er seine Kunden einladen konnte, sich Ware an der Frischetheke in mitgebrachte Boxen abfüllen zu lassen. Der Kunde stellt nun seine Box auf ein Tablett, ein Mitarbeiter nimmt dieses an, befüllt die Dose und reicht das Tablett mit offener Dose wieder zurück.

Die verpackungsfreie Frischetheke testet Dieter Hieber derzeit in einem seiner Märkte. Es soll der erste Schritt zur „Plastikfreiheit“ in allen zwölf Filialen sein.

Müll vermeiden als Gastronom

Gastronomen können von verschiedenen Seiten an das Thema Verpackungsmüll herangehen. Einerseits ist eine Optimierung im Einkauf möglich. Wer auf Plastikverpackungen verzichtet, hat schon viel gewonnen; wer seine Ware unverpackt kauft, setzt dem Ganzen die Krone auf!
Partner der Green Chefs setzen bei ihren Lieferungen auf wiederverwendbare Satten, um Verpackungsmüll zu sparen. Auch Einweggeschirr vermeiden sie, wann immer es geht – oder sie setzen hier auf umweltfreundliche Alternativen.

Verpackungsmüll muss nicht seinAuf der anderen Seite können Gastronomen im Restaurant in Zusammenarbeit mit den Gästen Verpackungsmüll sparen. Nicht selten füllt sich der Magen des Gastes schneller als gedacht und Reste bleiben auf dem Teller zurück. Es ist nicht nur das gute Recht des Kunden, sein bezahltes Essen mitzunehmen, sondern für den verantwortungsvollen Koch auch im Sinne der Restevermeidung wichtig und richtig, dem Gast sein Essen einzupacken. Das schreit jedoch wieder nach Einwegverpackung … Warum sich hier nicht an Herrn Hieber ein Vorbild nehmen und dem Gast nahelegen, ein Gefäß für Reste mitzubringen? Oder wie wäre es, den Gästen ihre Reste z.B. in Mehrzweckgläsern mitzugeben? Gepaart mit einem Pfandsystem entstehen dem Restaurant dadurch keine zusätzlichen Kosten. Ergo: Kunde froh, Koch froh, Umwelt froh!

Mit ein wenig Kreativität und dem überzeugten Wille eines Green Chefs kann jeder eine Menge Verpackungsmüll sparen.

Steffi Metz: „Nachhaltigkeit ist eine Lebenseinstellung“

GREEN CHEFS Partnerin Steffi Metz' Kochschule

Steffi Metz, GREEN CHEFS Partnerin der ersten Stunde, spricht im Interview mit uns über Nachhaltigkeit, Regionalität und die Rolle der Gastronomie.

Green Chefs Partner im Interview: Steffi Metz

GREEN CHEFS Partnerin Steffi MetzGreen Chefs: Ist Bio noch ein Thema oder sollte man auf Nachhaltigkeit setzen?

Steffi Metz: Der Begriff Bio wird aus meiner Sicht als Köchin derart missbraucht, dass es kaum noch relevant ist. Viel wichtiger als Bio ist es, den kleinen Bauern zu unterstützen, der seine Arbeit mit gutem Gewissen macht.

Green Chefs: Welche Rolle spielt Regionalität im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit?

Steffi Metz: Eine sehr große Rolle, denn Nachhaltigkeit kann nur in Zusammenhang mit regionalen Produkten stattfinden.

Green Chefs: Lässt sich mit Nachhaltigkeit und Regionalität das eigene Image aufbauen oder ist das mittlerweile selbstverständlich?

Steffi Metz: Ich persönlich empfinde Nachhaltigkeit und Regionalität als Lebenseinstellung. Für mich sollte das für alle Menschen normal sein – leider ist das nicht so. Viele Menschen achten nur auf den Preis und der Inhalt spielt eine Nebenrolle.

Green Chefs: Ist Regionalität der Ausweg aus dem Einerlei der Angebote?

Steffi Metz: Wir leben in einem Überangebot – das macht es den Menschen nicht unbedingt leichter, gute Produkte zu finden. Meiner Meinung nach sollte man auf Fertiggerichte generell verzichten. Man lebt damit gesünder und kann ruhigen Gewissens in den Spiegel gucken.

 Green Chefs: Welche Rolle spielt ein Koch, wenn es darum geht, Nachhaltigkeit zu vermitteln?

Steffi Metz: Ein Koch hat definitiv eine Aufklärungspflicht. Nur gibt es leider auch hier viele Köche, denen der Preis wichtiger ist. Wir als Köche haben täglich mit Lebensmitteln zu tun und wir sind die, die entscheiden, welche Lebensmittel wir einkaufen und verarbeiten. Auf dem Markt der Regionen gibt es genug Produkte, um kreativ sein zu können. Als Köche haben wir das nötige Hintergrundwissen. Und das müssen wir auch weitergeben!

 Green Chefs: Hat die Gastronomie die Verpflichtung, für gute Lebensmittel zu kämpfen?

Steffi Metz: Auf jeden Fall. Und nicht nur Gastronomen. Alle Menschen dieser Erde haben diese Pflicht.

Green Chefs: Was macht man gegen Kollegen, die Tiere aus Massentierhaltung einkaufen und nicht zur preissensiblen Gastronomie zählen?

Steffi Metz: Die bekommen einen auf den Kopp…

Fleischersatz ist keine Lösung

Fleischersatz ist keine Lösung

Massiver Fleischkonsum ist ein Problem für unsere Umwelt – das wissen wir alle. Für den Verzicht gibt es mittlerweile viele Mittel und Wege. Der Metzgermeister Michael Spahn aus Frankfurt hat es mit einem veganen Café versucht – ein Flop mit horrenden Verlusten. Aus dem Misserfolg wurde dann die Idee geboren, in seinem alten Fleischerladen ein veganes Sortiment anzubieten. Dafür setzt er auf Kreativität statt Fleischersatz.

Mit Fleischersatz läuft es nicht

Fleischersatz ist keine LösungDer Weg zur veganen Wurst führte über Rückschläge, denn auch der Versuch, den Kunden Ersatz für die bekannten Fleischklassiker anzubieten, fruchtete nicht. Zudem hagelte es Beschwerden aus der Fleischerinnung. Jetzt richtet sich sein veganes Angebot an die Omi, deren Enkel die klassische Roulade verweigert. Dafür braucht es vor allem Kreativität.

In die Blutwurst kommen so zum Beispiel schwarze Linsen und die Zwiebelmettwurst aus Reiswaffeln hat er „Hackepetra“ getauft. Mit seinen fleischfreien Würstchen möchte Spahn Vorbild für Kollegen sein und zu einem nachhaltigen Fleischkonsum animieren.

Auch viele Gastronomen und Köche stellen ihr Angebot vermehrt auf einen bewussteren Einsatz von Fleisch um und entwickeln Gerichte, die vollständig ohne tierische Produkte auskommen. Beispiel gefällig? Aus pürierten Kidney-Bohnen und geriebenen Zucchini, abgeschmeckt mit Schalotten, Senf und weiteren Gewürzen, lassen sich vegane Burger-Patties herstellen. Denn immer Fleisch auf dem Teller muss schon lange nicht mehr sein und wird von den Gästen auch nicht gefordert.

„Ja“ zu normlosen Bio-Helden!

Krumme Karotte - Ja zu normlosen Bio-Helden

Ist der Apfel nicht bunt genug? Hat die Möhre zwei Beine? Ist die Kartoffel zu eckig? Macht nix, diese Bio-Helden kommen künftig zusammen mit ihren normgerechten Kollegen in den Handel. Die Zeiten der wohlgeformten, knallfarbigen Schneewittchen-Äpfel sind somit vorbei!

Bio-Helden – in grünen Küchen selbstverständlich

Krumme Karotte - Ja zu normlosen Bio-HeldenBislang landeten etwa 40 Prozent des angebauten Gemüse und Obstes gar nicht erst im Handel. Das möchte der Lebensmittel-Discounter Penny jetzt ändern: Ab dem 25. April 2016 verkauft Penny auch ungerades Obst und Gemüse.

Für Green Chefs ist diese Einstellung längst Selbstverständlichkeit, denn sie legen ebenfalls nicht viel Wert auf Äußerlichkeiten – zumindest, was ihr Gemüse betrifft. In der grünen Küche zählen die inneren Werte, die den Geschmack auf den Teller bringen. Ob die Möhre, die dabei ihren Weg in den Salat oder in die Suppe findet, ein, zwei, oder fünf Beine hat, spielt für den Koch und seinen Gast erst mal keine Rolle – macht sich aber sehr wohl auf der Skala der Lebensmittelabfälle bemerkbar.

Mit den Bio-Helden geht Penny einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, damit Obst und Gemüse mit Schönheitsabstrichen für den Otto-Normal-Verbraucher zu Otto-Normal-Produkten werden.

Gemeinsam können wir Tonnenweise Lebensmittel vor einem frühzeitigen Ende in der Tonne retten! Mitmachen lohnt sich für alle.

 

Was bedeutet eigentlich „aus der Region“?

Aus der Region

Regional ist längst der Begriff der modernen Lebensmittelindustrie geworden. Klingt ja auch gut! Schließlich steht regional für kurze Lieferwege, Frische, Stärkung der Wirtschaft in der Region und eine wunderbare Umweltbilanz. Doch wie regional ist eigentlich regional? Und wie regional muss regional sein, um nachhaltig zu sein?

Der Verbraucher definiert den Regionalbegriff

Was heißt schon Region? Quelle: http://www.besserhaushalten.news/typo3temp/pics/Schild_Aus_der_Region_4601bd53c3.jpgStiftung Warentest hat schon vor drei Jahren nachgehakt, was Verbraucher eigentlich unter „regional“ verstehen. Der Großteil der Befragten verstand einen Naturraum als Region, wie zum Beispiel das Allgäu oder den Spreewald. Viele der Teilnehmer gaben auch an, ein Bundesland sei eine Region. Legen wir nun fest, dass regional umso besser ist, desto kleiner der Umkreis ist, sehen die Bayern neben den Saarländern ganz schön alt aus.
Nur wenige empfanden das unmittelbare Wohnumfeld als Region. Ebenso wenige Großdenker, für die die Region allseitig bis an die Grenzen Deutschlands reicht, waren unter den Befragten.

Was bedeutet „regional“ für GREEN CHEFS?

Regional ist gut, doch man muss es auch so meinen und umsetzen. Für einen Green Chefs Partner ist „regional“ nicht nur eine wohlklingende Floskel, sondern ein Begriff mit Gewicht. So zieht Green Chefs Partner Frank Buthmann für die Herkunft seiner Lebensmittel eine klare Grenze von 100 Umkreis-Kilometern für sein Restaurant. Green Chefs Kollege Christoph Hauser setzt neben Regionalität auch auf Lokalität – mit Waren vom Bauern nebenan. Das Team vom Laurus Vital fügt zur Regionalität noch eine gute Schippe Transparenz hinzu: Sie klären die Gäste auf, was da eigentlich auf dem Teller liegt und wer das Essen ins Haus gebracht hat.

Wir finden: Aufklärung ist gut. Warum also nicht auch mal mit Stolz in der Karte und beim Auftragen verkünden, woher die verwendeten Zutaten stammen? Die Gäste am Tisch nebenan hören sicher gerne mit.

Umweltschutz mit Schokolade

Orignal Beans - Klimapositive Schokolade schützt Mensch, Tier und Umwelt

Hochwertige Schokolade ist aus der Patisserie nicht wegzudenken und auch für die herzhafte Küche steigt ihre Bedeutung. Denn Schokolade kann mehr als süß und zart sein. Green Chefs Partner achten beim Einkauf auf Nachhaltigkeit. Dass diese nicht nur das Endprodukt betrifft, zeigt sich am Beispiel von Original Beans. Das Unternehmen produziert klimapositive Schokolade, für die je zwei Kilogramm Beutel 10 Bäume in den Anbaugebieten im Regenwald gepflanzt werden. Mit einem Teil des Umsatzes werden zudem Projekte für Mensch und Tier vor Ort gefördert.

Klimapositive Schokolade schützt Mensch, Tier und Umwelt

Orignal Beans - Klimapositive Schokolade schützt Mensch, Tier und UmweltOriginal Beans vereint seit 2008 zwei wichtige Komponenten für nachhaltige Schokoladenproduktion: Getreu dem Ansatz „Jede Tafel = Ein Baum“ pflanzt das Unternehmen einen Setzling für jede verkaufte Schokoladentafel in den Anbaugebieten im Regenwald. Dadurch wird die lokale Flora und Fauna geschützt, Bauernfamilien unterstützt und das wertvolle Naturerbe vielfältiger Edelkakaos bleibt für nachfolgende Generationen erhalten. Bis heute hat das Unternehmen über eine Million Bäume in den Ursprungsregionen gepflanzt und bewahrt.

„Ich finde, es gibt genug Schokolade auf der Welt. Die wichtigsten Probleme unserer Zeit zu lösen, das ist der Ansatz von Original Beans: Regenwälder zu erhalten und biologische Vielfalt, außerdem konkrete Lösungen für Armut, Konflikte und Migration anzubieten”, so Gründer Philipp Kauffmann.

Dank der kontinuierlichen Aufforstung, gekoppelt mit energieeffizienter Produktion, grüner Logistik und 100% biologisch abbaubarer Verpackung sind Original Beans Schokoladen in ihrer Wertschöpfungskette CO²-positiv. Im Klartext bedeutet das, dass mit jedem Kilogramm der Schokolade 10 Bäume gepflanzt werden. Das gleicht die Umweltbelastung des Konsums aus und verbessert somit das Weltklima. Ein Erfolgsrezept für alle Beteiligten!

Die seltensten Kakaosorten der Welt

Original Beans - KakaobohnenvielfaltDie Original Beans Kakaos stammen aus der Beni Savanne im bolivianischen Amazonas, dem Piura Flusstal in Peru, dem pazifischen Regenwald in Esmeraldas in Ecuador, dem Virunga Nationalpark im Ost-Kongo, aus Papuas Regenwäldern in Indonesion und den Udzungwa Bergen in Tanzania – allesamt Hotspots des weltweiten Artenreichtums, die durch nachhaltigen Kakaoanbau geschützt werden können. Die Kakaos werden in der Schweiz in kleinen Mengen geröstet und sehr schonend nach alter Tradition conchiert. So bleiben die authentischen Geschmacksnuancen der Originalkakaos erhalten.

Die Rezepte für die Schokoladen basieren auf den minimalen Zutaten Kakaobohnen, Kakaobutter, roher Rohrzucker (sowie Milch bei den Milchschokoladen) und sind frei von Zusätzen wie Lecithin oder Vanille.

Weitere Infos zu Original Beans findet ihr auf der Website oder bei Facebook.

Urbane Pilzzucht mit Köpfchen

Urbane Pilzzucht
Zum Pilzesammeln brauchen Funghizisten jetzt nicht mehr durch Wälder zu streifen, ein Gang in den Keller genügt – zum Beispiel in den Keller von Manuel Bornbaum und Florian Hofer. Die unterirdische Pilzzucht des studierten Agrarwissenschaftlers und des Maschinenbauers befindet sich im Souterrain eines Wiener Wohnhauses. Hier wachsen Austernpilze an Plastiksäcken. Der Standort ist bewusst so gewählt, um die Transportwege möglichst kurz zu halten.

Regionale Lebensmittelproduktion in der Stadt

Urbane PilzzuchtUrbane PilzzuchtDas Besondere an dieser Pilzzucht: Die Pilze ernähren sich von Kaffeesud, Kaffeehäutchen und Kalk, die sonst ungenutzt im Müll landen. Mit einem Lastenfahrrad sammeln Manuel und Florian den Kaffeesud – vorwiegend von Seniorenresidenzen – ein. Zurück im Keller wird der Nährboden der Pilze in Säcke gefüllt. Ab jetzt heißt es warten. Bei 15 Grad sprießen die ersten Pilze nach etwa 4 bis 5 Wochen.

Ihre Ernte liefern die engagierten Pilzzüchter wieder per Lastenfahrrad an gastronomische Betriebe, die die Pilze frisch verarbeiten oder sie zu Sugo, Aufstrich und Pesto weiterverarbeiten.

Die Pilzzucht von Manuel und Florian entspricht einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, daher landet auch das, was in den Säcken übrigbleibt, nicht auf dem Müll, sondern dient Kompostwürmern als Power-Futter. Hut & Stiel, wie Manuel und Florian ihr Unternehmen nennen, zeigt, wie regionale Lebensmittelproduktion in der Stadt funktionieren kann und dass es sich durchaus lohnt, den Produktlebenszyklus ein Stückchen weiter zu spinnen. Dabei können nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch ganz kreative, neue Möglichkeiten entdeckt werden.

Regionale Lösung: Selbstanbau von Soja

Soja - GREEN CHEFS

Soja - GREEN CHEFSVegetarische und vegane Ernährung liegt voll im Trend. Dabei ist Soja eine tolle Alternative zu tierischen Produkten und eine gesunde Ergänzung für die Speisekarte. Ob zu Tofu weiterverarbeitet oder als Milchersatz – die Bohnen ist ein starker Eiweißlieferant. Unser Tipp: Mit Tofu können Gastronomen einen weiteren Trend aufgreifen und daraus vegetarische Burger fertigen. Sojamilch gibt Vanillepudding eine leicht nussige Note und schmeckt sicher nicht nur Genießern, die sich fleischlos ernähren.

Schon gewusst? Eine halbe Tasse Sojabohnen liefern genauso viel Eiweiß wie ein 150-Gramm-Steak!

Die lange Anreise der Sojabohne

Allerdings gehen viele Reisekilometer auf das CO2-Konto der Sojabohne. Bis sie zur Weiterverarbeitung zum Beispiel in Deutschland ankommen, haben sie bereits einen weiten Weg hinter sich gebracht: Die meisten Plantagen befinden sich in Nord- und Südamerika, sowie in Asien. Oft muss in diesen Ländern der bedrohte Regenwald den Sojaplantagen weichen. Soja ist also gut für den Körper, aber nicht für die Umwelt.

Soja zieht nach Deutschland

Studenten der Universität Hohenheim haben aus diesem Grund eine Initiative gestartet, denn Soja lässt sich auch regional anbauen. Das schont den Geldbeutel ebenso wie die Umwelt. Für das Projekt pflanzen sie verschiedene Arten, um den Wachstum unter den hiesigen Umständen zu testen. Ab Ende August ist mit den ersten Ernten rechnen. Das Ziel ist es, regionalen Sojaprodukte anbieten zu können, der dann allen einen wirklichen Mehrwert bietet.

Nachhaltiger Nager bei den Green Chefs

Green Chefs - Nachhaltiger Nager
Green Chefs - Nachhaltiger Nager
Green Chefs – Nachhaltiger Nager

Wir von den Green Chefs fordern Fairness und Transparenz in allen Bereichen der Gastlichkeit. Das betrifft den Einkauf in der Gastronomie, nachhaltige Lagerführung und Lieferantenauswahl, die Energie und die Achtsamkeit im Umgang mit ihr. Und was machen wir selbst – ohne Gastronomie?

Unsere neue Maus ist gerade eingetroffen. Ein wahrhaft nachhaltiger Nager. Wir testen sie mal im Alltag – bislang hatten wir Mäuse aus schnell nachwachsendem Bambus. Doch diese Maus gefällt uns noch mehr – sie kommt aus Deutschland und hat bei der Entwicklung mehr Fragen aufgeworfen (und teils beantwortet) als so mancher Konzern in seiner gesamten Nachhaltigkeitsdebatte.

Es ist nach unseren Maßstäben die derzeit nachhaltigste Maus (der Welt?) – mit vielen Kompromissen. Wie viele Mäuse ohne diese Anforderungen werden produziert und landen nachher im Müll? Insgesamt verursachen wir in Deutschland 22 Kilo Elektroschrott pro Jahr. Wenn das Ziel auch nicht erreicht ist – ein Teil des Weges ist gegangen. Wir haben die Maus gekauft – dieser Artikel ist (wie alle anderen auch) neutral. Wir von den Green Chefs denken, dass wir alle zusammen mehr erreichen können. Denkt beim nächsten Kauf von Tastaturen oder Mäusen daran, dass es sie auch aus Holz geben kann – oder eben von Nager IT.

Nachhaltiger Nager – aus Bayern

Die Maus ist sinnigerweise von Nager IT. Die Firma ist 2012 ist von Susanne Jordan gegründet worden. Ohne Investoren und Computerfirmen im Hintergrund. Mit vollem Fokus auf Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Wo immer möglich, berücksichtigen die Oberbayern ökologische Belange.

Neben dem aus Holz gedrechselten Scrollrad verfügt die Faire Maus über ein PVC-freies Kabel sowie ein Gehäuse aus PLA-Biokunststoff. Basierend auf aus Zuckerrohr gewonnener Polymilchsäure leistet der Verzicht auf erdölbasierten Kunststoff einen Beitrag zum Klimaschutz. Auswahl und Verarbeitung des Biokunststoffs werden unterstützt vom Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Fachhochschule Hannover (IfBB). Eine Arbeitsgruppe des Instituts forscht fortwährend daran, die Nachhaltigkeit des verwendeten Granulats zu steigern.

Das Gehäuse übrigens wird zu 100% CO2-neutral in Deutschland gegossen. Nager IT ist zudem Kooperationspartner der Initiative Fairlötet, die faires – da recyceltes – Lötzinn für Bastler und Endkunden zugänglich macht. Keine Frage, auch die Maus setzt auf das Zinn von Fairlötet.

Nachhaltiger Nager – fair, fairer, am fairsten

Leider sind soziale Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen in der Computerelektronik alles andere als Standard. Viele der unabdingbaren Mineralien werden unter unmenschlichen Bedingungen in Afrika oder Südostasien gefördert, Zulieferer werden fast ausschließlich nach wirtschaftlichen Erwägungen gewählt. Fehlender Arbeitsschutz, nicht abgegoltene Überstunden und Niedriglöhne sind in den Fabriken der Branche trauriger Usus.

Nachhaltiger Nager - Lieferkette Nager IT
Nachhaltiger Nager – Lieferkette Nager IT

Nager IT achtet bei der Wahl seiner Zulieferer konsequent auf faire Produktionsbedingungen. Ist der Bezug gemäß der eigenen Ansprüche (noch) nicht möglich, weisen die Hersteller im Schaubild der Lieferkette darauf hin – und arbeiten stetig daran, noch fairer zu werden.

Limo aus der Kaffeekirsche – nachhaltiger Genuss

Kaffeekirsche

Die Kaffeekirsche, also das Fruchtfleisch und die Schale der Kaffeefrüchte, sind eine fast vergessene Rohware. Sie macht etwa ein Drittel des Ernteertrags aus und hat somit auch eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Kaffeefarmer.

Wachmacher aus der Kaffeekirsche

KaffekirscheBislang werden Kaffeekirschen nur als Abfallprodukt oder Viehfutter der Kaffeewirtschaft gesehen – sie kann aber auch zu einem leckeren Erfrischungsgetränk weiterverarbeitet werden. Es ist komplett ungesüßt und absolut vielseitig zu genießen. Mit dieser Idee lässt sich die Wirtschaftlichkeit der Kaffeepflanze steigern.

Das Besondere an Limo aus Kaffeekirschen: Die Kaffeekirsche profitiert nicht nur vom Koffeingehalt der Bohne, sondern bietet auch von eine große Aromenvielfalt und gepaart mit intensiver Süße. Jedoch wird der Export bisher komplett vernachlässigt.

Weitere Infos zur Limo aus Kaffeekirschen auf www.selosoda.com