Mach‘ mal Auszeit bei Klaus Hölzl

Green Chefs Partner Klaus Hölzl, Auszeit Gastern

Der neuste Zuwachs im Kreise der Green Chefs Partner entführt uns ins niederösterreichische Waldviertel und gibt damit gleich einen Hinweis auf seine Küchenphilosophie. „Nordic Waldviertel“, so beschreibt Klaus Hölzl das, was sein Restaurant Auszeit in Gastern ausmacht. Hinter diesen zwei Worten stehen viele wertvolle Ideale und Taten.

Das Ei reist 7 Kilometer

Green Chefs Partner Klaus Hölzl, Auszeit GasternKlaus setzt auf absolute Saisonalität, Regionalität und Transparenz. Mit seiner Anmeldung legte er uns eine Liste all seiner Lieferanten offen; allesamt stammen aus der umliegenden Region von Gastern, darunter viele Klein- und Abholbetriebe. Außerdem kommen Klaus nur Gemüse und Eier aus biologischem Anbau in die Küche. Letztere reisen besonders kurz: Sie haben erst 7 Kilometer auf dem Eierschalenbuckel, bevor sie in der Auszeit weiterverarbeitet werden.

Auch bei Fleisch steht ein verantwortungsvoller Umgang mit den Produkten an erster Stelle, der vom Respekt gegenüber dem Tier zeugt. Das Rindfleisch vom Biobauern aus der Region kauft Klaus immer in ganzen Vierteln, Schweinefleisch kommt in Hälften und alles wird komplett verarbeitet. Auch für Hühnerfleisch hat Klaus einen Bauer seines Vertrauens – wenn der mal nichts hat, gibt’s Alternativen wie regionales Putenfleisch.

Bring your own Box

Wer seine Auszeit nicht im Restaurant selbst genießen möchte, kann Speisen natürlich auch zum Mitnehmen bestellen. Doch eins mag Klaus nicht besonders gern: Einwegverpackungen. Daher weist er seine Gäste schlichtweg darauf hin, Geschirr oder Boxen mitzunehmen von zuhause mitzubringen.

Wir finden, Nordic Waldviertel passt perfekt zu Green Chefs. Willkommen, Klaus Hölzl und das Restaurant Auszeit!

Mit der Tiffin-Box Resten den Kampf ansagen

Tiffin-Box - GREEN CHEFS Ideen

Reste sind lästig – und schlagen ganz schön zu Buche bei der Umweltbilanz eines jeden Betriebes. Eine Möglichkeit, Lebensmittel vor der Tonne zu retten, ist, Übriggebliebenes den Gästen einfach mitzugeben. Da aber Alufolie und Pappkarton nur in den seltensten Fällen zu Hause das Essen noch wirklich ansehnlich zur Geltung bringen und dabei zudem jede Menge Müll anfällt, plädieren wir für wiederverwendbares Ausleihgeschirr.

Restlos genießen, der Take-away-Box sei Dank

Tiffin-Box - GREEN CHEFS IdeenOb als Restebox oder für den Take-away-Mittagstisch – für Ausleihgeschirr gibt es verschiedene Anbieter. Die höchsten Wellen schlägt zurzeit das Tiffin-Projekt aus Berlin. Die Take-away Behälter aus schadstofffreiem und langlebigem Edelstahl sind bereits aus den Mittagspausen in Indien bekannt und machen jetzt auch bei uns die Runde.

Die Tiffin-Box aus Edelstahl ist nicht nur umweltfreundlich, sie sorgt auch für eine dekorative Präsentation ohne den faden Beigeschmack von Pappe und Plastik. Produziert werden die Boxen übrigens – wer hätte es anders gedacht – im Take-away-Box-erfahrenen Indien. Die Mitarbeiter, die dort die Boxen zusammenschrauben, arbeiten für einen Familienbetrieb und werden dafür fair entlohnt. Damit geht noch ein Pluspunkt an Tiffin.

Wie kommt die Tiffin-Box ins Restaurant?

Logistisch sieht das Ganze so aus: Restaurants werden mit den Tiffin-Boxen ausgestattet, um sie ihren Gästen als Alternative zu Wegwerfbehältern anzubieten. Damit die Boxen auch sicher zurückkommen, müssen sich die Gäste im Restaurant registrieren. Beim nächsten Besuch geben sie die Boxen einfach wieder zurück. Alternativ ließe sich auch mit einem Pfandsystem arbeiten. Das Handling soll mit der geplanten Tiffin-App noch leichter werden.

Interessierte Restaurants können ab einer Mindestmenge von zehn Tiffin-Boxen mitmachen und zahlen pro Box monatlich 1,50 Euro an das Projekt. Schon ab monatlich 100 Take-Aways spart das Restaurant nicht nur Müll, sondern auch bares Geld. Schließlich sind die Tiffin Boxen mehrmals in Benutzung und die Ausgaben für Einwegverpackungen bleiben aus.

Ähnliche Konzepte wie die Tiffin-Box werden bereits in Kanada, England und der Schweiz umgesetzt. Dort stieß die Idee von müllfreiem Take-away auf reges Interesse.

Frist zur Stromkündigung läuft bald aus!

Stromkündigung Frist

Es ist Zeit für die Stromkündigung

Ein kurzer Blick auf den laufenden Stromvertrag ist genau jetzt lohnenswert! Denn bei vielen Stromanbietern müssen Gewerbekunden eine dreimonatige Kündigungsfrist für die Stromkündigung einhalten. Die endet zum 30. September – also schon bald.

Stromkündigung FristWer über einen Anbieterwechsel nachdenkt, zum Beispiel den Umstieg zu Ökostrom, sollte daher bald aktiv werden. „Je früher desto besser“, rät unser Energieexperte Heiko. Einerseits hat man so genügend Zeit für Preisvergleich und Orientierung am Markt. Andererseits ist der Herbst schlichtweg die Hauptsaison für Energieanbieter. In dieser Zeit steigt die Nachfrage enorm – und damit nicht selten auch der Preis.

Wie wär’s mit Green Chefs Strom?

Als Partner der Green Chefs habt ihr die Möglichkeit, mit eurem Betrieb Strom und Gas zu vergünstigten Konditionen beim Ökostromanbieter LichtBlick zu beziehen – ganz einfach und transparent. Heiko steht euch dafür als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Heiko Viereck
Festnetz: 040-6360-1419
Mobil: 0175-2 617 617
Fax: 040-8080-3035
Email: heiko.viereck@lichtblick.de

Märker Fine Food unterstützt als Bronze-Supporter

Märker Fine Food Ofenkartoffel

Schon vor mehr als einem Vierteljahrhundert startete Märker Fine Food als kleines Unternehmen in Barsbüttel bei Hamburg – und setzte einen Meilenstein im Feinkost-Sektor.

Märker Fine Food:
Über 25 Jahre Partner der Gastronomie

Märker Fine Food OfenkartoffelDamals war das Unternehmen der erste Produzent für industriell hergestelltes Frischdressing. Auch heute noch setzt Märker Fine Food auf Produkte, mit denen Gastronomen Zeit und Geld sparen, ohne auf beste Qualität verzichten zu müssen.

Mit nach IFS Version 5 zertifizierten Produktionsprozessen und -anlagen  lassen sich die Produkte weitestgehend naturbelassen herstellen und natürliche Aromastoffe und ätherische Öle bleiben durch die schonende Kaltherstellung erhalten.

Für Großverbraucher, Gastronomie und Cash+Carry entwickelt und produziert das Traditionsunternehmen immer wieder neue und ungewöhnliche Innovationen. Dabei arbeitet die hausinterne Entwicklungsabteilung weltweit mit führenden Lebensmitteltechnologen und Forschungslaboren zusammen.

So können sie Gastronomen nicht nur trendgerechte und zeitgemäße Produkte garantieren, sondern auch eine konstant herausragende Qualität und Frische.

Mehr zum GREEN CHEFS Bronzeö-Supporter

Märker Fine Food Logo

Biologisch abbaubares Apfelleder für Speisekarten

Biologisch abbaubares Apfelleder für Speisekarten

Schon mal von Apfelleder gehört? Dann wird es jetzt höchste Zeit! Damit lassen sich nämlich nicht nur Snacks in der Küche kreativ ummanteln, sondern auch Speisekarten.

Biologisch abbaubares Apfelleder für Speisekarten

Biologisch abbaubares Apfelleder für SpeisekartenSie ist die Visitenkarte eines Restaurants und eines der wichtigsten Verkaufsinstrumente obendrein: Die Speisekarte. Besonders hochwertig wird’s mit einem Umschlag aus Leder. Für grüne Küchengötter und Gastrokenner, die das Thema Nachhaltigkeit auch über die Speisekarte an ihre Gäste herantragen möchten, hätten wir etwas Besonderes in petto: Mit biologisch abbaubarem Apfelleder lassen sich Speisekarten nämlich ganz hervorragend und ohne tierische Häute einkleiden.

Apfelleder aus Pressrückstände

In Südtirol tüftelt ein Apfelbauer seit einigen Jahren am Apfelleder aus Apfeltrester, also den Pressrückstände bei der Herstellung von Apfelsaft. Dazu kommen nur zwei weitere Zutaten: Ein biologisch abbaubarer Kunststoffersatz aus Milcheiweiß und für die bessere Verarbeitung noch Lösungsmittel. Der Lederersatz, der dabei entsteht, ist 100 % nachhaltig und natürlich abbaubar.

Die drei Komponenten für das Apfelleder werden auf langen Bahnen auf die gewünschte Dicke ausgerollt und anschließend ausgebacken. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass der pflanzliche Lederersatz widerstandsfähig und wetterfest wird. Auf Wunsch kann das Leder auch geprägt werden – ganz wie herkömmliches Kunstleder.

Was lässt sich mit den Pressrückständen noch alles anfangen?

Die Trester der meisten Früchte, die beim Entsaften anfallen, werden als Futtermittel oder Dünger verwendet. Auch die Weiterverarbeitung zu Obstbränden wie Grappa, Marc oder Raki ist möglich. Zudem lässt sich aus den Kernen der Früchte Öl herstellen. Trester ist darüber hinaus als Brennstoff geeignet und Zitrus-, Rüben- und Apfeltrester können teilweise zur Gewinnung von Pektin genutzt werden.

Gastronomen spenden Kaffeesatz als Düngemittel

Gastronomen spenden Kaffeesatz als Düngermittel

„Darf es noch ein Kaffee oder Espresso sein?“ Die Frage ist nach dem Dinner selbstverständlich und wird von den Gästen oft mit „ja“ beantwortet – warum daraus also nicht noch einen weiteren Nutzen ziehen? Denn Kaffeesatz eignet sich hervorragend als Düngemittel.

Kaffeesatz ist viel zu schade für den Müll

Das, wasGastronomen spenden Kaffeesatz als Düngermittel in der Kaffeemaschine übrig bleibt, wird nämlich Hände ringend gesucht – von Gärtnereien, Landwirten und auch von euren Gästen. Denn: Das benutzte Kaffeepulver ist ein ideales Düngermittel. Also einfach den Kaffeesatz statt in den Biomüll in einer Wanne sammeln und kostenlos zum Mitnehmen anbieten.

Durch dieses nachhaltige Engagement bleiben die wertvollen Nährstoffe des Kaffeesatzes im biologischen Kreislauf. Kaffeedünger enthält wie handelsüblicher Dünger Kalium, Stickstoff, Phosphor und andere wichtige Pflanzennährstoffe. Zudem hält er auf natürliche Art Pflanzenschädlinge wie Ameisen oder Schnecken fern.

Übrigens: Green Chefs Partnerin Veselina Blumrich empfiehlt Kaffee auch für die Körperpflege. Den Satz vermischt sie mit etwas feinem Meersalz zu einem 100% natürlichen  Anti-Cellulitis-Mittel. Und übrig gebliebener Kaffee bringt Glanz ins Haar und beugt Haarausfall vor.

Nele Marike Eble: „Green Chefs geben positiven Druck.“

Green Chefs Parterin Nele Marike Eble von Pralinenwahnsinn


Nele Marike Eble
ist gewissermaßen (noch) ein Exot unter den Partnern der GREEN CHEFS. Denn sie macht Pralinen und bringt in ihrer Schule „Pralinenwahnsinn“ anderen die Kunst der schokoladigen Feinheiten bei. Klar, dass ihr hauptsächlicher „Grünpunkt“ die Auswahl der Schokolade ist. Doch sie ist stets darauf aus, ihren Betrieb in allen Bereichen verantwortungsvoll gegenüber Umwelt und Mensch zu gestalten. Inspiration bekommt sie dabei auch durch das Netzwerk der Green Chefs. Die Pralinenmeisterin im Interview.

Green Chefs Partner im Interview: Nele Marike Eble

Nele Marike Eble PralinenwahnsinnGREEN CHEFS: Wie bist du auf die Green Chefs aufmerksam geworden?

Nele Marike Eble: Mein Facebook-Netzwerk war schuld. Mir ist der Bericht über Christian Hümbs vor die Füße gefallen und ich habe mich dann mal auf Eurer Internetseite umgeschaut.

GREEN CHEFS: Was hat dich dann dazu bewegt, Partner der Green Chefs zu werden?

Nele Marike Eble: Mir gefällt der Grundgedanke der Green Chefs. Ich versuche in meiner Pralinenschule so nachhaltig wie möglich zu agieren. Das fängt ganz klar bei der Schokoladenwahl an – ich verwende ausschließlich die Schokoladen von Original Beans – und hört bei der Mülltrennung auf.

GREEN CHEFS: Musstest du etwas verändern, um den Anforderungen der Green Chefs zu entsprechen?

Nele Marike Eble: Nein, nicht wirklich. Meine Pralinenschule war schon sehr im Sinne der Green Chefs ausgerichtet. Es sind Details, z.B. beim Thema Mineralwasser für die Teilnehmer werde ich jetzt noch „grüner“. Einst verwendete ich ohne nachzudenken Mineralwasser in Zitat Nele Marike Eble PralinenwahnsinnMehrweg-Plastikflaschen, weil es so schön praktisch ist. Später dann Glasflaschen, aber das geht noch besser. Wir haben hier hervorragende Leitungswasserqualität und ich setze nun, wie schon lange im privaten Bereich, auch in der Pralinenschule einen Sodastream Wassersprudler ein, natürlich mit hygienischen Glasflaschen.

GREEN CHEFS: Planst du weitere Schritte, um den Gedanken der Green Chefs voranzutreiben?

Nele Marike Eble: Momentan vergrößere ich Pralinenwahnsinn. Neben der Pralinenschule wird es bald auch eine Pralinenmanufaktur geben. Aktuell kümmern wir uns um Verpackungsdesign. Hier suchen wir z. B. gerade nach einem Hersteller für kompostierbare Flachbeutel für Schokoladen.

Zitat Nele Marike Eble PralinenwahnsinnGREEN CHEFS: Was bedeutet es dir, Partner der Green Chefs zu sein?

Nele Marike Eble: Es ist eine Verpflichtung, die ich eingegangen bin. Ich habe mich nun öffentlich schwarz auf weiß verpflichtet, nachhaltig und umweltbewusst zu wirtschaften und
faire Löhne zu zahlen. Als Selbstständige agiere ich damit nicht in meinem stillen Kämmerlein, sondern ich muss mich an meiner Partnerschaft bei den Green Chefs messen lassen. Dieser „Druck“ von außen kann nur positiv für mein tägliches Agieren in meiner Pralinenschule und Manufaktur sein.

GREEN CHEFS: Was erhoffst du dir von der Auszeichnung als Green Chefs Partner?

Nele Marike Eble: Erhoffen? Ich freue mich über ein kulinarisches, grünes Netzwerk und über einen regen Austausch zu den Themen Regionalität, Umweltschutz, Fairness und Nachhaltigkeit.

GREEN CHEFS: Sind deiner Erfahrung nach Fairness und Verantwortung auch den Gästen wichtig?

Nele Marike Eble: Meine Kursteilnehmer begrüßen meine Ansätze und freuen sich, dass sie mit Original Beans in meinen Kursen eine faire und biologisch zertifizierte Schokolade verarbeiten dürfen. Natürlich könnte ich in den Kursen günstigere Schokoladen verwenden, um so meinen Gewinn zu erhöhen. Das wäre gegen meine Überzeugung und passt nicht zum Gedanken der Green Chefs. Ich möchte nach Kräften nur die besten, fairsten und nachhaltigsten Zutaten verwenden und ich möchte die Idee und den Anspruch der Green Chefs, diesen wertvollen Gedanken, an meine Teilnehmer und Kunden weitertragen. Das hochwertige Endprodukt trägt den Gedanken in sich und bewegt hoffentlich noch viele weitere Menschen dazu, darauf Wert zu legen.

GREEN CHEFS: Erfahren deine Gäste, dass du Green Chefs Partner bist? 

Nele Marike Eble: Meine Kursteilnehmer und Kunden erfahren von der Partnerschaft direkt auf meiner Internetseite und vor Ort in meiner Pralinenküche. Hier hängt nämlich gut sichtbar platziert die Urkunde an der Wand. Es ergeben sich schnell Fragen und Diskussionen zum Gedanken, der hinter den Green Chefs steht. Das Feedback war bislang durchweg positiv.

Too Good To Go – Reste per App verkaufen

Too Good To Go - Logo (c) Too Good To Go
(c) Too Good To Go

Wieder bereichert uns die digitale Welt, diesmal im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Das beste daran: Die App Too Good To Go ist zugeschnitten auf die Gastronomie.

Für die Reste im Restaurant

Too Good To Go funktioniert als Marktplatz für übrig gebliebene Speisen. Restaurants, Cafés oder Bäckereien können sich als teilnehmende Betriebe anmelden und so kurz vor Ladenschluss ihr restliches Essen vergünstigt verkaufen. Hungrige Nutzer wählen in der App aus, in welchem Restaurant oder Geschäft sie Essen abholen möchten. Ob Sushi, Feinkost oder Brot – grade in den Großstädten bieten schon zahlreiche Betriebe ihre restlichen Speisen an.

So funktioniert Too Good To Go

Teilnehmende Betriebe werden mit einer kleinen Beschreibung zu ihrem Angebot in der App aufgeführt. Sie geben außerdem einen genauen Zeitraum an, in dem das Essen abgeholt werden muss, und legen einen Preis fest. Meist kostet eine Portion zwischen 2 und 5 Euro. 1 Euro davon geht jeweils an Too Good To Go selbst, für die Bereitstellung des Netzwerks.

Too Good To Go - Eine Portion Sushi (c) Too Good To Go
Eine Portion Sushi dieser Größe erhalten Nutzer von To Good To Go zum Beispiel.
(c) Too Good To Go

Nutzer suchen in der Übersicht nach einem für sie passenden Angebot, das sie dann auch gleich in der App bestellen und bezahlen. Zum angegebenen Zeitraum müssen sie dann natürlich im gewählten Restaurant sein. Dort bekommen sie ihre Portion in eine Mitnehmbox abgepackt – übrigens Verpackungen aus Zuckerrohr, Papier und gelegentlich Biokunststoff. Natürlich gibt es für die Abholer keine Garantie, dass genau das Wiener Schnitzel oder das indische Thai-Curry in der Box landet – es ist eben das, was am Ende des Tages noch übrig ist. Ein bisschen genießerische Flexibilität ist daher von den Kunden gefragt.

Haken?

Natürlich wird auch Kritik an der App laut. Nimmt Too Good To Go nicht den Tafeln das Essen weg? Sowohl der Geschäftsführer der App als auch teilnehmende Betriebe selbst  widersprechen: Tafeln seien, ebenso wie andere soziale und ökologische Initiativen, keine Abnehmer für jedes Restaurant. Daher entständen vielen Betrieben noch immer kiloweise Lebensmittelabfälle – wir sprechen von rund einer Million Tonnen Speiseabfällen im Jahr in der Gastronomie. Zur Orientierung: Das entspricht 100.000 prall gefüllten LKW.

Der Verkauf restlicher Speisen über Too Good To Go ist natürlich kein großes Geschäft für Gastronomen – hier geht es vor allem darum, wertvolles Essen nicht in die Tonne wandern zu lassen. Für einen Green Chef, der sich in seinem Betrieb noch täglich von Speiseresten verabschieden muss, ist Too Good To Go sicher einen Versuch wert. Die Teilnahme für Restaurants ist kostenlos.

Too Good To Go gibt’s für Android und iOS. Alle weiteren Infos auf www.toogoodtogo.de

Recyclebare Wandverkleidung statt Gipsplatten

Recyclebare Wandverkleidung statt Gipsplatten

Umweltfreundliche Alternative zu Gipsplatten

Gipsplatten werden heute bei fast jedem Hausbau verwendet – sie sind auf Grund der enthaltenen Giftstoffe wie Sulfate jedoch sehr umwelt- und gesundheitsschädlich.

Eine pfiffige Lösung kommt vom britischen Unternehmen Adaptavate, das mit dem „Breathaboard“ eine zu 100 Prozent recycelbare Wandverkleidung anbietet. Die Bauplatten werden zum Großteil aus landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt und sind vollständig biologisch abbaubar. Schnittreste oder Reststücke können sogar als Düngemittel verwendet werden.

Darüber hinaus punkten die alternativen Gipsplatten mit Feuerfestigkeit und überlegenen isolierenden Eigenschaften. Besonders nützlich im Gastraum ist auch Schalldämmung, die mit den alternativen Gipsplatten erreicht werden kann.

Passive Feuchtigkeitsregulierung

Breathaboard - Recyclebare Wandverkleidung statt GipsplattenIm Gegensatz zu den Trockenbaualternativen regelt Breathaboard durch seine Atmungsaktivität und Feuchtigkeitspufferkapazitäten passiv die Feuchtigkeit im Innenraum. Sprich, wenn viele Gäste im Restaurant speisen, absorbiert die Gipsplatte Feuchtigkeit und gibt sie später wieder an die Luft ab. So werden Schadstoffe in der Luft reduziert und die Wahrscheinlichkeit von Kondensation und Schimmelbildung gesenkt.

Adaptavate stellt ebenfalls kohlenstoffarmen und damit klimafreundlichen Flüssiggips her. Die Anwendung der beiden Innovationen unterschiedet sich dabei nicht von vergleichbaren Baustoffen.

Coffee2go – für Gäste denken

Knitterbecher Porzellan - Gastronomie-Kaufhaus
Knitterbecher Porzellan - Gastronomie-Kaufhaus
Knitterbecher Porzellan – Gastronomie-Kaufhaus

Wir haben gestern in Hamburg City gesehen, wie viele Menschen ihren Coffee2go als Coffee2stay trinken – in Pappbechern. Wenn es gelingen würde, die Hälfte dieser Menschen zu überzeugen, in diesem Fall Porzellan statt Pappe zu nutzen, wäre der Effekt schon gewaltig. Für die, denen unsere Idee noch nicht weit genug geht. Erst mal 50% – wenn das Ziel erreicht ist, kommen 100% und dann die Gäste, die ihren Kaffee mitnehmen.

Coffee to go – drinnen nur Porzellan muss nicht sein

Da sind wir auf die Hilfe der Gastronomen angewiesen. Wer sich die Mühe macht und ausrechnet, welche Ersparnis möglich ist, kann bei den Gästen punkten und die zum Mitmachen bewegen.

Angenommen, 60 Coffee2go werden täglich im Haus verzehrt (mal abgesehen von der günstigen MWSt, die in Gefahr wäre), könnte der Betreiber die Botschaft streuen: Wenn jeder zweite seine C2G hier im Hause nicht in Pappe, sondern im Porzellanbecher trinken würde, Müssten wir 9.000 Becher im Jahr weniger wegwerfen.

Coffee2go – Bilder bauen

Nun bitte den Becher wiegen, mal 9000, den Deckel auch, mal 9000 und das gesamte Gewicht addieren und den Papp- und Plastikmüll eindrucksvoll in Gewicht wiedergeben. Bei angenommenen 10 Gramm pro Becher sind es immerhin 90 Kilo Abfall im Jahr, oft mehr, als zwei Gäste zusammen wiegen, bei den Deckeln schnell noch mal 45 Kilo zusammen. Das schleppt ein einzelner Mensch nicht mehr weg.

Gute Hersteller geben auch den CO2 Abdruck für die Herstellung bekannt, dazu noch den Verbrauch für den Transport und das ganze mal 9.000. Die Produktion verursacht nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg 110 Gramm pro Becher, das ist eine Tonne CO2 im Jahr nur durch die Häfte der Becher, die unnötigerweise im Laden getrunken werden. Eine Tonne

Das lässt sich mit Tafeln erzählen, auf den Tabletts als Unterleger oder mit kleinen Flyern auf den Tischen – obendrein im Netz und in den sozialen Medien. Damit schafft man Bilder im Kopf des Empfängers – schon sehen die Gäste, wie einfach es ist, mit kleinen Gesten großes zu bewirken. Sie sind damit ein Teil vom Ganzen und fühlen sich wahr (und ernst genommen). Die Bindung zur Location steigt und die Gäste beginnen irgendwann, auf sich selbst zu achten.

So einfach kann es gehen!