Essbare Verpackung aus Makroalgen

Take-away-Verpackung aus Makroalgen

To-go ist ein Trend, der dem Lifestyle-Gefühl vieler Menschen entspricht. Schnell etwas Warmes auf die Hand, schnell weiter, absolute Flexibilität. Dicker, fetter Haken an der Sache ist allerdings der wachsende Haufen Verpackungsmüll, der zurückbleibt. Reinen Gewissens lässt sich to-go also kaum leben.

Take-away-Verpackung aus Makroalgen

Take-away-Verpackung aus Makroalgen
Take-away-Verpackung aus Makroalgen

Clevere Gastronomen setzen auf recyclebares Verpackunsmaterial aus Rohstoffen wie Holz, Gras oder gar Bioabfällen. Auch Pfandsysteme für Take-away-Geschirr etablieren sich immer mehr. Die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts im Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung arbeiten derzeit an einer Verpackungslösung, die biologisch abbaubar und sogar essbar wäre. Dafür verwenden die Mitarbeiter des MakPak-Projektes Makroalgen.

Für die neuartige Verpackungslösung werden ausschließlich marine, spezifische Makroalgen-Rohstoffe zur Reststoffverwertung verarbeitet. Das Rohmaterial soll weiterhin mit Extrakten ausgewählter Makroalgenarten, die bioaktive Inhaltsstoffe beinhalten, veredelt werden, damit die Verpackungslösung nicht nur normiert und nachhaltig ist, sondern auch positive Wirkung auf die zu verpackenden Lebensmittel haben, sondern des Weiteren einen gesundheitlichen Mehrwert für den Verbraucher bietet. Die Herausforderung für die Forscher besteht darin, dass das Behältnis weder nach Alge schmecken, noch abfärben oder aufweichen darf. Bis die Verpackungslösung auf den Markt kommt, wird es aber wohl noch mindestens zwei Jahre dauern.

Verpackungsmüll reduzieren

Verbrauch von Serviceverpackungen der Gastronomie
Verbrauch von Serviceverpackungen der Gastronomie

Von 2010 bis 2015 ist der Verbrauch von Serviceverpackungen in der Gastronomie von jährlich 110 Kilotonnen auf 256 Kilotonne um insgesamt 133 Prozent gestiegen. Angesichts der immer größerer Verpackungsmengen in der Gastronomie soll die nachhaltig produzierte, entsorgbare und/oder essbare Verpackungslösung als Darreichungsform für Lebensmittel im Außerhausverzehr sowie im Imbiss-Segment dazu beitragen, die Mengen an Verpackungsmüll zu reduzieren.

Kükenschreddern muss nicht sein

Zweinutzungshuhn - Pixabay

Ihre Vorfahren lebten im Dschungel in kleinen Gruppen. Gemeinsam rannten die Zweibeiner über Stock und Stein – und legten von Zeit zu Zeit ein Ei. Bei aller Industrialisierung der Zucht gibt es immer noch glückliche Hühner und Ställe, die ohne Kükenschreddern und Käfighaltung auskommen.

Vom glücklichen Geflügel zum Massenprodukt

Das Huhn: Vom glücklichen Geflügel zum Massenprodukt - Pixabay
Das Huhn: Vom glücklichen Geflügel zum Massenprodukt

Dank ihres Sozialverhaltens gelang es den Urhühnern, sich der Welt und unterschiedlichsten Lebensbedingungen immer wieder anzupassen. Mit der Kultivierung durch den Menschen wurden ihre Fähigkeiten, möglichst viele Eier zu legen und besonders viel Fleisch anzusetzen immer weiter optimiert. Bis irgendjemand auf den Gedanken kam, sich entweder auf die Ei- oder die Fleischproduktion zu konzentrieren, um die Leistung der Tiere weiter in die Höhe zu schrauben. Das ist zur gängigen Praxis geworden. Somit kommen heute 95 Prozent aller Hühner aus Hybridzüchtungen. S

Demgegenüber steht das wachsende Interesse am Huhn, das der Urvariante entspricht. Die Nachfrage nach Tieren, die in der Lage sind, sowohl Eier zu legen als auch schmackhaftes Fleisch anzusetzen, steigt demnach. Übrigens spricht man dabei vom Zweinutzungshuhn.

Warum also Zweinutzungshuhn

Zweinutzungshühner wachsen langsamer und sind nicht so leistungsfähig wie Hybridhühner. Dafür profitieren sie aber von einer längeren Lebenserwartung, da sie widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger sind. Somit kommen sie auch mit deutlich weniger Antibiotika durch’s Leben. Die männlichen Küken dürfen nach dem Schlüpfen weiterleben, es gibt kein Kükenschredern.

Bislang sind landauf landab Hühnerfreunde auf der Suche nach einer passenden Rasse, mit der die Zweinutzungshühnerhaltung rentabel wird. Besonders vielversprechend ist hier die Rasse Les Bleues. Die Initiative Das Zweinutzungshuhn listet Höfe und Händler, die Hühner der Les Bleues Rasse aufziehen und vertreiben. Oftmals sind es Bio-Betriebe, die die Zweitnutzungshühner züchten.

Beste Lebensbedingungen für Demeter-Hühner

Hühner, die sogar nach Demeter-Standard aufwachsen, leben in einem Tageslichtstall mit viel Auslauf und Platz zum Suhlen und Picken. Sie bekommen 100-prozentiges Bio-Futter und ihre Schnäbel werden nicht kupiert, also gekürzt. Außerdem freuen sich die Hennen über ihren Hahn im Korb, denn beide Geschlechter leben zusammen. Das Schreddern der geschlüpften männlichen Küken gibt es dort nicht.

Immer mehr Gastronomen – wie auch das Restaurant Erasmus, Green Chefs Partner aus Karlsruhe – setzen auf Zweinutzungshühner und sorgen so für mehr Vielfalt im Hühnerstall. Ihr tragt also aktiv dazu bei, den Markt zu verändern – zum Wohl aller!

Diese Initiativen setzen sich für’s Hühnerwohl ein

Geht das? Trüffel selbst anbauen

Geht das Trüffel selbst anbauen - Pixabay

Edelpilze wie der teure Trüffel gelten als Delikatesse. Doch besonders nachhaltig sind die Knollen nicht. Sie werden üblicherweise aus Frankreich, Italien und Spanien importiert. In Deutschland ist die Trüffelbuddelei verboten, denn der wilde Edelpilz steht unter strengem Naturschutz. Wie steht es also um die Möglichkeiten, Trüffel selbst anzubauen?

Trüffel selbst züchten

Geht das Trüffel selbst anbauen - Pixabay

Der Trüffel mag es kalkig. In kalkhaltiger Erde mit niedrigem pH-Wert gedeiht der Pilz am besten. Außerdem unverzichtbar ist ein Wirtsbaum, vom dem der Trüffel sich ernähren kann. Mögliche WG-Partner für die Trüffelpflanze wären Haselnusssträucher, Eichen oder Buchen.

Die Wurzeln der Wirtspflanzen werden für die Trüffelzucht mit entsprechenden Pilzsporen geimpft. Pilz und Baum gehen dann eine perfekte Symbiose ein: Der Pilz erhöhte die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Baumes. Dieser wiederum versorgt den Pilz mit Kohlehydraten.

Möglich ist die Partnerschaft nur, wenn der Baum noch jung ist. Eine spätere Vereinigung mit dem Trüffelpilz würde nicht funktionieren, weil dann bereits zu viele andere Pilze mit dem Baum eine Verbindung eingegangen sind. Wer die Vorarbeit lieber Profis überlassen möchte, kann präparierte Jungpflanzen von Baumschulen kaufen, die sich auf die Trüffelzucht spezialisiert haben. Diese sind bestens für den Eigenanbau im Garten geeignet.

Immer schön langsam: Trüffelzüchter sind geduldig

5 Jahre braucht es, bis die Trüffelpflanzen das erste mal Früchte tragen und geerntet werden darf – zwischen Juli und März ist Erntezeit. Die Trüffel sind dann einen Zentimeter bis faustgroß und sind etwa in 15 Zentimeter Tiefe zu finden. 

Die bekanntestens Trüffelarten

  • der weiße Alba-Trüffel aus Italien, Kroatien, Bulgarien, Ungarn
    Verkaufspreis pro Kilogramm: 2.500-5.000 Euro
  • der Perigord-Trüffel aus Frankreich oder Spanien
    Verkaufspreis pro Kilogramm: 1.000-1.500 Euro
  • der Burgunder-Trüffel aus Deutschland
  • Verkaufspreis pro Kilogramm: 250-800 Euro

Kunstfleisch als Lösung für die Massentierhaltung?

Kunstfleisch als Alternative zur Massentierhaltung - Pixabay

Ersetzt Kunstfleisch aus dem Labor in Zukunft die Massentierhaltung? Das israelische Start-Up Supermeat hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Fleisch im Labor züchten lässt. Damit soll der Hunger der wachsenden Weltbevölkerung gestillt und der Anteil an Fleisch aus Massentierhaltung reduziert werden. Experten glauben an diese Zukunft. 

Ist Labor-Fleisch die Zukunft?

Kunstfleisch als Alternative zur Massentierhaltung - Pixabay

Supermeat plant, in drei Jahren die erste Generation künstlich hergestelltem Geflügelfleisch Restaurants anbieten zu können. Bis zur industriellen Produktion soll es weitere zwei bis fünf Jahre dauern.

Für das Kunstfleisch werden lebenden Tieren Zellen entnommen, die im Labor dann zu Gewebe herangezüchtet werden. Daraus bilden sich Muskelfasern. Also fast wie im Organismus. Geschmacklich soll kein Unterschied zu erkennen sein.

Kunstfleisch: Petrischale statt Maststall

Gegenüber konventioneller Massentierhaltung habe das Kunstfleisch aus dem Labor deutliche Vorteile: Der Ausstoß von Schadstoffen wie Methangasen ließe sich drastisch reduzieren während weniger Land und Wasser für die Viehhaltung benötigt werden.

Auch andere Start-ups wie Modern Meadow aus New York, Memphis Meats aus San Francisco und Unternehmen wie Mosa Meat aus Maastricht glauben an den Erfolg von „In-Vitro“-Fleisch und sehen hierbei großes Marktpotenzial.

Ist Masse statt Klasse wirklich die Lösung?

Doch viel wichtiger ist, ob die Verbraucher überhaupt bereit sind, für das Zuchtfleisch aus der Petrischale zu zahlen. Verbraucher? Damit sind nicht nur eure Gäste gemeint, sondern auch ihr als Köche und Gastronomen. Ihr entscheidet, was ihr wo kauft – und diese Wahl hat Einfluss darauf, zu welchen Bedingungen die Waren hergestellt und produziert werden.

Ist der Sache nicht eigentlich mehr gedient, einfach weniger Fleisch und tierische Produkte zu konsumieren? Auf bessere Qualität zu setzen, die eben durch artgerechte Tierhaltung erreicht wird, statt das Angebot an Fleischprodukten weiter in die Höhe zu treiben?

Ihr habt die Wahl!

 

Metzgern: Warum das Schlachterhandwerk Ehrensache ist

Metzgern - Warum das Schlachterhandwerk Ehrensache ist

In der schwäbischen Alb an der Grenze zum Schwarzwald, im kleinen Ort Gruol, hat die Firma Albfood ihren Sitz. Hier werden Fleisch- und Wurstwaren hergestellt – und das schon in vierter Generation. Die Schlachtung gehört beim Metzgern einfach dazu und ist Ehrensache für die Männer, die hier arbeiten.

Respekt vor Tier und Mitarbeitern

Alexander Siedler ist der kaufmännische Leiter der Schlachterei Albfood und eine waschechte schwäbische Frohnatur. Zusammen mit seinem Bruder Klemens, der das Metzgern noch vom Großvater gelernt hat, führt er den Familienbetrieb. Die Rezepturen für ihre Fleischspezialitäten entwickelt Klemens Siedler alle selbst. Beide Männer sind sichtlich stolz auf ihre Handwerkswaren und dass sie vom Mastbetrieb, über die Schlachtung, die Zerlegung und Verarbeitung, bis hin zur fertigen Wurst alles selbst machen.

Alexander und Klemens arbeiten mit einem kleinen Team von acht Metzgern, die alle samt hier im Albfood-Betrieb ausgebildet wurden und teilweise schon seit über 40 Jahren dabei sind. Gründlichkeit, die Lust an der Arbeit und der Respekt vor Tier und Mitarbeitern sind die wichtigsten Zutaten zum Erfolg. 

Metzgern: Montag ist Schlachttag

Schweine leben anch 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes
Schweine leben anch 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes

Jeden Montag werden die Schweine, die bei Silvia und Leander Schreiner im Nachbarort aufwachsen, geschlachtet und verarbeitet. Die Tiere kommen werden nach dem 1-Stern Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes gehalten. Das bedeutet mehr Platz im Stall, planbefestigte Liegeflächen statt Vollspalten, natürliches Licht und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Holzspielzeuge und Stroh. Das Futter wie Gerste, Weizen, Raps und Soja wird größtenteils auf den umliegenden Feldern produziert.

Auf dem Weg zur Schlachtung sind die Schweine sehr gelassen. Immer drei gleichzeitig. Mit einer elektrischen Zange werden die Tiere betäubt und schließlich mit einem gezielten Stich ausgeblutet. Der Prozess verläuft ruhig, routiniert und gründlich. Jeder Handgriff sitzt. Im Anschluss werden die Schweine grob zerlegt und für die Verarbeitung vorbereitet.

„Wir verarbeiten warm. Daher brauchen wir keine Phosphate. Seit Jahrzehnten machen wir das schon so.“ – Klemens Siedler

Vom Rüssel bis zur Schwanzspitze

Die Metzger gehen dabei mit dem Tier. Das heißt, von der Schlachtung bis zum fertigen Produkt sind immer die gleichen Metzger involviert. Viele Betriebe würden nur noch verarbeiten, sagt Klemens Siedler, das Schlachten würde häufig ausgelagert. Doch den Metzgern würde ohne das Schlachten etwas fehlen, ist er überzeugt.

„Ich bin Metzger und kein Florist.“ – Rolf, Metzger und seit über 40 Jahren dabei

Verarbeitet wird das ganze Tier. Der Kopf zum Beispiel wird gebrüht und kommt mit in die Leberwurst. „Es gibt kein besseres Gewürz als dieses“, weiß Klemens Siedler.

Immer neue Ideen dürfen ausprobiert und getestet werden. Was gleich bleibt ist die Dankbarkeit dem Tier gegenüber. Diese wird durch Gründlichkeit und Ruhe bei der Schlachtung und Verarbeitung gezollt. Das macht den großen Unterschied zur konventionellen Schlachtung aus. Hier bleiben den Schlachter gerade mal zwei Sekunden pro Tier.

Geschmacksjäger Bernd Sautter

Außen lila, innen weiß: Die Ur-Möhre "Gniff"

Die Ur-Möhre „Gniff“ sticht einem in mitten von orangfarbenen Artgenossen sofort ins Auge. Außen rosa und innen weiß macht sie nicht nur optisch einiges her, auch ihr Geschmack überzeugt Kenner: Leicht süßlich, schön karottig und mit leichten Bitternoten. Dass sie heute wieder auf den Tellern der Genießer landet, ist Menschen wie dem Geschmacksjäger Bernd Sautter zu verdanken.

Food-Scout bewahrt Möhren vor dem Aussterben

Außen lila, innen weiß: Die Ur-Möhre "Gniff"
Außen lila, innen weiß: Die Ur-Möhre „Gniff“

Bis vor fünf Jahren gab es von der Ur-Möhre mit dem putzigen Namen keine einzige Tüte Saatgut mehr. Heute ist das anders. Das ist auch Food-Scouts wie Bernd Sautter aus Kiel zu verdanken, der die Ur-Sorten den Köchen landauf, landab schmackhaft macht. Bernd ist Geschmacksjäger. Immer auf der Suche nach alten, lang vergessenen Gemüsesorten, Kräuterarten und Salaten, mit denen Köche den Gaumen ihrer Gäste kitzeln können.

Sind die Herdhelden erst mal auf den Geschmack gekommen, begibt Bernd sich auf die Suche nach Landwirten, die den Raritäten auf ihren Feldern Platz einräumen und sie wieder kultivieren. Damit sagt Bernd dem eingemachten Einheitsbrei ganz deutlich den Kampf an. Dabei muss man den Blick meist gar nicht in die Ferne oder in entlegene Winkel richten. Das Gute ist auch hier oft nah.

Die heimische, weiße Ur-Möhre wächst zum Beispiel fast überall am Wegesrand. Allerdings ist sie so spindeldürr, dass eigentlich nur die Samen in der Küche Verwendung finden. Orange wurde die allseits bekannte Möhre erst dank der Niederländer, die ihr zu Ehren ihres Königs die orangene Farbe anzüchteten.

Bernd, der Geschmacksjäger

Bis vor wenigen Jahren war der Handel mit dem Saatgut alter Sorten noch illegal, doch inzwischen wurden die Regularien der EU gelockert. Ein Segen für Männer wie Bernd und die Köche rund um den Globus.

„Oft wurden den Hybridzüchtungen, die es heute überall zu kaufen gibt, die Eigennoten weg gezüchtet. Ganz anders ist es bei den samenfesten Sorten, die wir nun wieder nachzüchten. Hier erlebt man noch, wie Natur eigentlich schmeckt„, schwärmt der Food-Scout. Bernd liefert seinen Partnern nicht nur spannende Produkte, sondern auch gleich die Geschichte dahinter mit. Das schätzen die Köche und Gastronomen. Denn auch immer mehr Gäste interessieren sich dafür, woher die Zutaten für das Gericht auf ihrem Teller kommen.

Die Verwendung alter Gemüsesorten aus der Region hat aber noch weitere Vorteile. Zum einen können die Transportwege auf diese Weise kurz gehalten werden, was dazu führt, dass das Gemüse frischer in der Küche ankommt. Zum anderen wird so die Umwelt weniger durch Emission belastet. Darüber hinaus stärkt Gemüse, das in der Region angebaut wurde und hier schon vor etlichen Jahren wuchs, die Identität des Lokals und den Bezug zur heimischen Küche.

Essbare Deko vom Wegesrand

Immer wieder überrascht Bernd, übrigens selbst gelernter Koch, die Spitzenköche mit feinen Delikatessen wie blühendem Erbsenkraut oder fedrigen, lilafarbenen Blüten vom Porree, die auf dem Teller einiges hermachen und dazu noch gut schmecken.

Einige der Köche, mit denen Bernd zusammenarbeitet, bauen mittlerweile einen Teil ihre Gemüses oder ihrer Kräuter sogar selbst an. Die Suche nach immer neuen Geschmackserlebnissen treibt sie dazu an.

Saisonkalender für’s ganze Jahr

Saisonkalender Green Chefs

Saisonale Küche ist nicht nur angesagt, sie schont auch eure Kasse und gleichzeitig die Umwelt. Eine auf die Saison abgestimmte Karte sorgt zudem für noch mehr Vielfalt und Abwechslung in eurer Küche – darüber freut sich nicht nur das Küchenteam, sondern auch die Gäste. Wir haben euch eine Übersicht der Saisonkalender für’s ganze Jahr zusammengestellt.

Ob Rüben und Kohl zur kalten Jahreszeit, Rhabarber, Spargel und Spinat im Frühjahr, Erdbeeren und Kirschen im Sommer oder Kürbis und Co. im Herbst – wir zeigen Euch, was wann Saison hat.

Saisonkalender in der Übersicht

Saisonkalender Januar - Green Chefs
Saisonkalender Januar
Saisonkalender Februar
Saisonkalender Februar
Saisonkalender März - Green Chefs
Saisonkalender März
Saisonkalender April - Green Chefs
Saisonkalender April
Saisonkalender Mai - Green Chefs
Saisonkalender Mai
Saisonkalender Juni
Saisonkalender Juni
Saisonkalender Juli
Saisonkalender Juli
Saisonkalender August
Saisonkalender August
Saisonkalender September
Saisonkalender September
Saisonkalender Oktober
Saisonkalender Oktober
Saisonkalender November
Saisonkalender November
Saisonkalender Dezember
Saisonkalender Dezember

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Jeder Wald muss bejagt werden. Doch wie das Wild aufwächst und später erlegt wird, macht allerdings nicht nur einen großen Unterschied für die Tiere, sondern auch für die Qualität des Fleisches. Das weiß kaum einer besser als Dirk Klüdtke, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Wildmanufaktur.

Waidgerchte Jagd für die Wildmanufaktur

Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd
Wildmanufaktur für waidgerechte Wild-Jagd

Das in der Wildmanufaktur verarbeitete Wild stammt aus dem Naturpark Schwinzer und aus der Nossentiner Heide in Mecklenburg sowie angrenzenden Gebieten. Die Mecklenburgischen Wälder gehören zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland und bieten dem Wild perfekte Bedingungen, um ungestört aufzuwachsen.

Dirk Klüdtke achtet penibel darauf, dass sein Wild waidgerecht erlegt wurde und möglichst keine Drück- und Treibjagden erdulden musste. Ihren Jägern, mit denen die Wildmanufaktur seit Jahren zusammen arbeitet, zahlt das Unternehmen faire Preise. So wird den Jägern der wirtschaftliche Druck genommen. Zudem macht das die Jagd nachhaltiger.

Wild hängt im eigenen Fell ab

Nach dem Erlegen kommt das Wild direkt in eine Kühlkammer. Das Fell behalten die erlegten Tiere erst einmal an.  Darin unterscheidet die Wildmanufaktur sich von einem konventionellen Schlachthof. Übrigens: Das Fell von Rehen riecht nach… nichts.

Nachdem das Fell entfernt wurde, kann mit dem Zerlegen begonnen werden. Die Edelteile werden ausgelöst, alles andere geht in die hauseigene Wurstproduktion.

Die meisten der Metzger, die in der Manufaktur die Tiere zerlegen, sind selbst Jäger und wissen, worauf es bei der waidgerechten Jagd und beim Zerlegen ankommt. In den Reiferäume entfalten Salamis und Schinken ihren Geschmack.

Bio-Gemüse aus der Region

Bio-Gemüse aus der Region

„Ein Mensch sollte das tun, wozu er sich berufen fühlt.“ So sieht es Bauer Thomas Zell vom Biolandhof Ackerlei. Mit genau dieser Leidenschaft sorgt er dafür, dass Bio-Gemüse wie Karotten, Beete und Pastinaken bei ihm prächtig wachsen und gedeihen.

Bio-Gemüse aus Hessen

Thomas Zell vom Biolandhof AckerleiMit ansteckendem Idealismus und einer unglaublichen Herzlichkeit führt Thomas Zell den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Rebekka. Begonnen haben sie vor 20 Jahren einst mit 1,5 Hektar Ackerfläche und sind seitdem organisch gewachsen. Immer in Maßen, immer mit der Natur.

Auch Tiere leben seit einigen Jahren auf dem Hof von Thomas Zell und komplettieren so den gesunden Betriebskreislauf. In einem geräumigen Stall hausen Ferkel zusammen mit ausgewachsene Schweine. Eher unüblich für die Schweinezucht, aber bei Thomas Zell funktioniert das erstaunlich gut. Das liegt vor allem daran, dass die Tiere viel Platz und Auslauf genießen.

Tiere komplettieren den biologischen Betriebskreislauf

Doch die Schweine leben nicht rein zum Vergnügen auf dem Bio-Hof. Ihr Job ist die Verwertung des Restgemüses und Abgabe ihres Mistes zum Düngen der Felder. Einmal die Woche wird dann auf dem Hof von Thomas Zell geschlachtet und die Wurst und Fleischwaren im eigenen Hofladen verkauft. Ein rund um rundes Konzept. Chapeau!

Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her

Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her
Dezentrale Verpackungsproduktion aus Agrar-Abfällen – die Idee ist erstaunlich simpel und stammt von der Bio-Lutions Intl. AG. In einem patentierten Verfahren werden Abfälle, die in der Landwirtschaft anfallen und nicht als Futtermittel für Tiere oder Biotreibstoff weitergenutzt werden können, zu biologisch abbaubaren Verpackungen weiterverarbeitet.
Produziert wird direkt dort, wo die Abfälle anfallen.

Das spart lange Transportwege und damit Emission, zudem lassen sich so die Kosten niedrig halten. Langfristig sind Fabriken überall dort geplant, wo der Rohstoff – also Bioabfälle – in größeren Mengen entstehen.

Plastik soweit das Auge reicht

Plastikmüll im Meer - Green Chefs
Plastikmüll im Meer

Seit den 50er Jahren haben wir 8,6 Milliarden Tonnen Plastik produziert. Gerade einmal 9 Prozent davon wurden seither recyclet. Die Spuren des Plastikmülls lassen sich bis in die entlegensten Winkel der Erde zurückverfolgen. Plastikberge, die auf dem Meer treiben, zeichnen immer wieder in erschreckendes Bild von einem Missverhältnis zwischen Mensch und Umwelt.

Plastik-Nanopartikel sind mittlerweile überall zu finden, selbst in Honig oder Salz. Das liegt vor allem an der Langlebigkeit dieses Stoffes.

Bis zu 450 Jahre braucht es beispielsweise, bis sich eine Plastikflasche vollständig zersetzt hat. Die billige Produktion von Plastikprodukten trägt ebenfalls dazu bei, dass die Müllberge mit jedem Jahr überproportional wachsen.

Smarte Lösung: Verpackungen aus Bio-Abfällen

Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her
Bio-Lutions stellt Verpackungen aus Bio-Abfällen her

Nicht nur ein Großteil der Waren, die in der Küche verarbeitet werden, sind in Plastik verpackt. Lassen die Gäste etwas auf den Tellern übrig, geben viele Gastronomen ihnen die Reste hübsch in Styropor verpackt mit nach Hause. Auch der „to go“-Trend und immer mehr Lieferdienste, die die Speisen nach Hause bringen, verursachen Unmengen an Müll.

Eine Alternative zu Plastik müsste einerseits ebenso widerstandsfähig wie bezahlbar sein, um sich am Markt durchsetzen zu können. Bio-Lutions hat sich dieser Herausforderung angenommen. Dafür setzen sie auf natürliche Fasern aus Agrarabfällen, vornehmlich vom Anbau von Kokosnüssen, Ananas, Reis und Weizen. Auch Sägespäne und Baumwollabfälle kommen zum Einsatz.

Bio-Lutions entwickelt patentiertes Verfahren für Bio-Verpackungen

Die gereinigten Abfälle werden in einem patentierten Verfahren zu kleinen, selbstbindenden Nanoteilchen verarbeitet. Auf chemische Zusätze kann dabei verzichtet werden. Der Wasser- und Energieverbrauch für die Produktion ist minimal.

Die gepressten Basis-Versionen der Bio-Verpackungen können für alles Trockene wie Gläsern, Tellern oder Besteck benutzt werden. Verpackungen für Nasswaren sind aber ebenfalls möglich. Dafür werden die Bio-Verpackungen mit einem Bio-Plastik laminiert. Unter natürlichen Witterungsumständen sind die Verpackungen kompostierbar.